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Bibi20
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Meinem Vater geht es seit einiger Zeit gesundheitlich nicht gut und wir alle machen uns große Sorgen. Er weigert sich allerdings zum Arzt zu gehen. 2008 hatte er eine Art Burn Out. Er kam damals in eine Psychiatrie. Der zuständige Arzt verschrieb ihm eine Kombi aus Setralin, Trimipramin und Zolpidem. Diese Medikamente nimmt er jetzt also seit 17 Jahren.
Ich frage mich zunehmend ob seine körperlichen Probleme durch die lange Einnahme dieser Medikamente herrühren könnte. Erst heute habe ich durch die Befragung von Google erfahren dass alle Medikamente nicht für eine Langzeittherapie geeignet sind. Ebenso darf er wohl eigentlich nichtmal Auto fahren, dies macht er aber. Auch mit meinen Kindern im Auto. Ich bin nun richtig ratlos, da er sich eben weigert zum Arzt zu gehen und frage mich, was in Ärzten vorgeht, solche Hämmer über Jahre zu verschreiben. Kennt jemand diese Mittel und könnte evtl. Etwas dazu sagen, wie sie auch in Kombination wirken und welche Nebenwirkungen da durchaus möglich sind? Ich bedanke mich vorab!

30.11.2025 #1


8 Antworten ↓


Greta__
Du kannst die Medikamente im Medikamenten-Wechselcheck eingeben, da werden dir wenn die Wechselwirkungen angezeigt mit den entsprechenden Symptomen.

x 2 #2


A


Kombi von Medikamenten

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N
Sertralin und trimipramin sind Antidepressiva und schon für den längeren Gebrauch gedacht.

Zolpidem ist Benzoähnlich und eher zum kurzzeitigen Gebrauch gedacht.

Autofahren darf man schon mit den Medis (ich gehe davon aus, dass er das zolpidem vor dem Schlafen nimmt?), außer man leidet unter Nebenwirkungen, die einen unkonzentriert und müde machen

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Schlaflose
Zitat von Bibi20:
Erst heute habe ich durch die Befragung von Google erfahren dass alle Medikamente nicht für eine Langzeittherapie geeignet sind. Ebenso darf er wohl eigentlich nichtmal Auto fahren, dies macht er aber. Auch mit meinen Kindern im Auto.

Das stimmt so nicht. Ich nehme seit 26 Jahren Antidepressiva und habe keinerlei gesundheitlichen Probleme. Nur das Zolpidem ist nicht für die Langzeiteinnahme gedacht, da es bei Dauereinnahme süchtig macht. Aber es verursacht keine gesundheitlichen Probleme. Und Autofahren darf man mit diesen Medikamenten auch.


Zitat von Bibi20:
Meinem Vater geht es seit einiger Zeit gesundheitlich nicht gut und wir alle machen uns große Sorgen.

Welche gesundheitlichen Probleme hat er denn?

#4


B
Das Zolpidem nimmt er zum Einschlafen. Allerdings hat er auch den Schlafrhythmus komplett verändert. Er geht nie vor drei Uhr ins Bett und schläft dann bis elf/ halb zwölf.

Seine Bewegungen sind so komisch verlangsamt. Seine Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. Er hat öfter Magenprobleme mit Übelkeit und Durchfall. Er hat keine gesunde Hautfarbe mehr. Verlässt teilweise tagelang nicht das Bett.
Gestern hatte er auf dem Weihnachtsmarkt von jetzt auf gleich einen Schwächeanfall. Er wurde grün im Gesicht und war kaum noch ansprechbar. Eine nette Dame brachte ihm eine Cola. Dann ging es nach 20 Minuten wieder. Er hat Rückenschmerzen und ein ganz seltsames Gangbild. Das Krasse ist dass er bestimmt 15 Jahre nicht mehr beim Hausarzt war. Der weiß also weder von seinen Problemen noch von den Medikamenten.
Es könnte also alles sein. Ich dachte auch schon mal an Diabetes. Aber was bleibt mir übrig wenn er sich keine Hilfe holen will?

#5


Schlaflose
Zitat von Bibi20:
Es könnte also alles sein.

Ja.

#6


Schlaflose
Zitat von Bibi20:
Das Krasse ist dass er bestimmt 15 Jahre nicht mehr beim Hausarzt war. Der weiß also weder von seinen Problemen noch von den Medikamenten.

Wer verschreibt ihm denn die Medikamente? Ein Blutbild sollte da schon regelmäßig gemacht werden.

#7


B
Immernoch der Psychiater aus der Klinik damals. Es wurde in all den Jahren nie das Blut untersucht. Und da mein Vater immer allein das Rezept holt, wird dem Arzt auch niemand sagen welche körperlichen Auffälligkeiten er hat.

#8


Schlaflose
Es ist halt so, dass Medikamente generell auf Dauer die Leber oder Nieren schädigen können. Deswegen sollte ein Blutbild gemacht werden.
Dein Vater kann aber nicht dazu gezwungen werden. Wenn er 'Glück hat, bricht er wieder irgendwo zusammen und jemand ruft den Krankenwagen und er wird ins Krankehaus eingeliefert und untersucht.

#9






Dr. med. Andreas Schöpf
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