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A
ich hatte mal eine psychose und habe neuroleptika bekommen.
die haben mich voll müde gemacht und ich konnte teilweise sogar viel schlechter sehen.
ich glaube auch, dass sie mich die eine oder andere gehirnzelle gekostet haben...
eine bekannte von mir nimmt regelmäßig antidepressiva und ist völlig passiv geworden.
ich habe auch ab und zu depressionen, aber dieses zeug nehme ich nicht.
ich weiß nicht, aber ich glaube psychopharmaka sind generell einfach nur schädlich.
wie steht ihr dazu?
lg anais

26.06.2010 13:09 • 05.12.2010 #1


28 Antworten ↓


C
Kommt immer drauf an. Mir haben aber schon 2 Hausärzte gesagt, besser keine nehmen. Meine Therapeutin ist auch nicht für Medikamente, weil man die Ursachen durch Medikamente nicht wegmacht, nur lindert und bei zu vielen Patienten kommen sie wieder, wenn die Medikamente abgesetzt werden.

26.06.2010 13:29 • #2


A


Ich glaube pillen machen alles schlimmer

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A
hi crazy.
danke für die antwort.
das sehe ich genauso.
ich glaube die ärzte verschreiben medikamente, weil eine psychotherapie teuer ist.
ich guck mich jetzt auch mal nach einer therapie um, ist aber schwierig, weil ich dauernd umziehe...egal.
lg anais

26.06.2010 13:51 • #3


S
hallloo

ich bin zur zeit auch in therapie
und nehme jetzt schon seit ca. 6 wochen fluoxetin und ich kann zwar jetzt wieder mehr essen als vorher aber die ängste werde nimmer schlimmer.
ich glaube auch fast, dass es an den medikamenten liegt.
ich bin auch immer so müüde und ich sehe auch immer schlechter.
kann dass echt an den medis liegen, dass man schlechter sieht? oder sogar schlechter höhrt?
hab nämlich das gefühl , dass ich in angstsituationen kaum noch was warnehme (das war vor den medikamenten nicht so schlimm)

liebe grüße
stefffiii

08.07.2010 20:39 • #4


M
Hallo Ihr,
Euere Erfahrungen bestätigen meinen Eigensinn, auf keinen Fall Medikamente nehmen zu wollen.

Ich versuche manches mit mentalem Training (positiv denken -, ist aber sehr schwer) und mit Entspannungsübungen (Jacobson und Atem); mit letzteren kann ich wenigstens oft ganz gut schlafen.

Was ich allerdings nie beeinflussen kann ist die Angst um die (körperlichen) Krankheiten, die ich offensichtlich habe, deren Ursache aber kein Arzt so recht herausfinden kann (oder will?). Da bleiben wohl nur Abwarten und Resignation.

12.07.2010 18:50 • #5


S
ich bin seit Februar in Therapie und nehme seit dem Zoloft 25mg am Tag.
Für mich war es die richtige Entscheidung. Ich bin jetzt auf dem Level vor der ersten Panikattacke.
Wenn das bedeutet ich muss bis ins hohe Alter Zoloft nehmen, ist das ok für mich, denn so ist das Leben wieder lebenswert für mich.

23.07.2010 12:52 • #6


D
Das muss man eben für sich selber abwägen. Ich hatte bei Paroxetin (10-20 mg) so gut wie keine Nebenwirkungen; ich hatte sogar das Gefühl, mehr Energie als zuvor zu haben- vielleicht auch deswegen, weil diese latente Unruhe und Anspannung auch an den Kräften zerrt.
Aber auch wenn es bei mir total in die Hose gegangen wäre und ich mit dem Medikament gar nicht klar gekommen wäre, würde ich nie sagen: lasst alle die Hände davon. Zu oft liest man hier und auch woanders: AD? Chemiekeule? - kommt für mich niee in Frage usw.
Ab einem gewissen Leidensdruck nimmt man gerne diverse kleinen Unannehmlichkeiten in Kauf, wenn man die Leiden dadurch auf ein erträgliches Maß reduzieren und am Leben wieder teilhaben kann. Klar, ohne jegliche Therapie usw. ist die WK einer Heilung eher gering- aber in vielen Fällen muss man auch für eine Therapie erst mal den kopf wieder etwas frei bekommen- und gerade ADs können dort helfen, wo der Zustand für eine THerapie noch zu labil oder die Probleme selbst noch zu diffus sind.
Mag dieses Pille rein, Laune rauf vielen naiv und dümmlich erscheinen- ich habe es nie bereut und es hat mir selbst sehr weitergeholfen. Schlussendlich muss man sich selber ein Bild davon machen: dass kann einem weder die Leute hier noch der Hausarzt abnehmen.
Und zum Schluss: mal locker bleiben . Bei phys. Krankheiten und Gebrechen ist man bei der Einnahme von Medikamenten oft auch nich besonders zimperlich. Nur bei ADs scheint man irgendwie oft Angst davor zu haben, abhängig, emotionslos usw zu werden- aber: bei manchen Dosierungen oder Anwendungen wundert mcihd as auch nicht.

23.07.2010 14:58 • #7


Y
ich nehme 20mg cipralex täglich, wurde darauf eingestellt während meiner 5-monatigen stationären therapie.ich lasse regelmäßig meine werte testen und bin jetzt in ambulanter therapie.mir hat das medikament sehr geholfen um überhaupt erst mal wieder die ersten schritte gehen zu können.natürlich sind medikamente keine alleinige hilfe,sie wirken nur unterstützend.pflanzliche mittel haben auch nebenwirkungen und sind auf dauer schädlich für den körper und ärztlich überwachen lassen sich die wenigsten patienten.das scheint aber niemanden zu stören, da wird oft geschluckt was das zeug hergibt.da fühle ich mich sicherer mit cipralex unter überwachung.

18.08.2010 07:55 • #8


K
Hallo, ich nehme seit ca. einem Jahr paroxetin, vor ein paar Wochen wurde es auf 30mg morgens erhöht. Es geht mir aber nicht besser damit und ich habe gestern angefangen es ausschleichen zu lassen.
Abends nehme ich 50-100mg opipramol, schon länger als 2 Jahre. Seit dem kann ich jede Nacht schlafen.
Ich überlege dieses Mittel auch ausschleichen zu lassen, aber weiß es noch nicht.
Vielleicht könnte ich es durch Baldrian Hopfen abends ersetzen, muss ich mal mit meiner Ärztin besprechen.
Vielleicht ginge es auch tagsüber mit einem Naturheilmittel z.B. Johanniskraut oder etwas aus Passionsblume gibt es glaub ich, muss ich mich aber erst kundig machen.
Letztes Jahr hatte ich sehr gehäuft heftige Panikattacken, ich hatte nicht das Gefühl das mir die Tabletten dabei geholfen haben, geholfen hat dann ein längerer Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Seit dem hatte ich Gott sei dank noch keine Panikattacke mehr und die Angst hat abgenommen.
Die letzten Wochen waren schwer und dunkel, darum hab ich beschlossen das Mittel morgens will ich nicht mehr, wenn es nicht hilft....

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Psychopharmaka, Opipramol z.B. hat mir sehr geholfen lange Zeit. Ich möchte aber trotzdem nicht mein ganzes Leben solche Tabletten nehmen. Wie und ob das geht muss sich aber noch zeigen....

Es grüßt herzlich
kerze

28.08.2010 06:38 • #9


C
@kerze, kommt auf Deinen Zustand an. Wenn Du weiterhin Ängste hast oder Panikattacken, dann wirst Du mit pflanzlichen Medis nicht weit kommen, dazu sind die zu schwach. Und Opipramol ist bei starker Angststörung eh zu schwach. Vielleicht ist es generell gut, sich nicht so an die Medikamente zu binden.

28.08.2010 12:07 • #10


D
...wie hat die sich bei Dir denn geäüßert die Psychose?

Hallo, hab auch schreckliche Angst, könnte ne Psychose haben oder schizophren sein. Hab ganz furchbare Angst, wenn ich an rote Farbe denke, d.h. das steigt dann so in mir auf die Panik, wie eine Wand, dann denke ich, das ist es jetzt, ich dreh durch oder bin todsterbenskrank, die Angst ist sehr gesteigert, dass ich denke, kann sie nicht kontollieren (weil ich mir einrede, ist eine Psychose??) und es ist gerade nachts dann unmöglich runterzukommen und zu entspannen wie nach nem Alptraum.
Losgegangen ist es mit Panik und Sehstörungen, einen Tag nach meiner Hochzeit, so bunten Punkten und Wellen, mein Augenarzt meinte aber, das wäre eine Angststörung, ne heftige. Bzw es könnte auch ne Aura Migräne gewesen sein....Bring das nicht weg, diese heftige Panik, ist das psychotisch? Oder kommt das vom extremen Reinsteigern, weil ich denke, da ist noch was und kann nicht vertrauen?

LG Ulrike

14.09.2010 08:53 • #11


P
Hallo Stefffiii,
hab vor ca.einer Woche Fluoxitin nach einer fast vierwöchigen Einnahme abgesetzt.
Mir ging es auf die Tabletten so schlecht wie noch nie,hab sie wegen meine PA bekommen,aber auf die Tabletten bekam ich Ängste die unglaublich stark waren,Schwindel,Übelkeit,Kopfschmerzen,kribbeln in den Fingern,Schlafstörungen usw.
Jetzt gehts mir langsam wieder besser und ich veruchs jetzt auch lieber mit Johanneskraut,Nerventee und posetivem Denken
Ich denke wie du auch,das die Tabletten alles noch viel schlimmer machen und auch die Krankheit noch verstärkt!!

Liebe Grüße und alles gute

Pusteblume38

27.10.2010 10:58 • #12


S
Tja ich musste auch durch eine schlimme Phase durch bei den SSRI. Bei mir haben die Nebenwirkungen ca. 8 Wochen gedauert. Aber ich habe mich durchgebissen. Hatte keinen Appettit, Kopfschmerzen, Überlkeit, Durchfall, konnte nicht Wasser lassen, Schwindel, keine Lust auf Sex etc.

Nach 6 Wochen wurde es langsam besser. Seit dem habe ich ca. 12 kg zugenommen , ist zwar schei. aber besser als Angst haben.

Im März 2011, dann nehme ich die Tabletten ca. 13 Monate wollen wir, meine Therapeutin und ich, die SSRI auschleichen.

Nebenbei nehme ich noch Ar. 100 und Betablocker.

Mir geht es bis auf ein paar Durchhänger wieder ganz gut. Ich höre mehr auf meinen Körper.

LG und Gute Besserung

Stephan

28.10.2010 18:46 • #13


S
hallo pusteblume..

ich nehme jetzt venlafaxin..und die tabletten haben bei mir wie ein wunder gewirkt ..
mir geht es allgemein wieder viel besser und ich kann mein leben wieder mehr genießen..
hab zwar hin und wieder wieder tage dabei, wo es mir nicht so gut geht , aber dass ist ja normal

alles gute für dich

29.10.2010 22:14 • #14


P
Danke Stefffiiii,

das freut mich für Dich das es Dsir endlich wieder gut geht

wünsche Dir auch alles gute.

Liebe Grüße

Pusteblume38

30.10.2010 00:09 • #15


S
.dankeschön...wünsch dir auch alles gute
du darfst nur nicht aufgeben. und wenn du mal am boden bist, musst du immer wieder aufstehn und nicht liegen bleiben..dann schafft man alles!

liebe grüße

30.10.2010 14:23 • #16


P
Ja Steffiiiii,

da hast Du recht,wir müssen immer wieder aufstehn und das tun wir auch

liebe Grüße

Pusteblume

30.10.2010 21:16 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

M
Ich habe ebenfalls nur die schlechtesten Erfahrungen mit Psychopharmaka gemacht.


Vor vielen Jahren war ich mal zu einer Neurologin gegangen, weil ich untersuchen lassen wollte weswegen ich mich häufig müde und unkonzentriert gefühlt hatte. (später fand ich heraus, dass es nur an einer Pollenallergie lag)

Statt einer Untersuchung bzw. Beratung bekam ich prommt ein hartes Andidepressiva verschrieben. Selbstverständlich ohne, dass ich über Risiken, Nebenwirkungen und Absetzproblematik informiert wurde.

Nachdem ich dieses Dreckszeug mehrere Monate lang genommen hatte und feststellte, dass es mir überhaupt nichts brachte, hatte ich es abgesetzt.

Die Absetztsymptome (Unruhe, Angstzustände, depressive Verstimmungen) die dann auftraten hatte ich für psychische Probleme gehalten.

Daraufhin hatte ich wieder dieses Teufelszeug genommen und eine paradoxe Reaktion bekommen (das Zeug wirkte nicht mehr sedierend, sondern führte zu Unruhezuständen)

Erst als ich nach 5 Tagen in der Notaufnahme gelandet war, erfuhr ich, dass es von dem Antidepressiva her kam.

Danach litt ich ganze 3 Jahre unter den Langzeitfolgen.




Wobei ich dazu sagen muss, dass in meinem Fall der Hauptfehler an dem verantworungslosen Verhalten der Ärztin lag. (und daran, dass ich so dämlich war nicht sofort die Praxis zu wechseln)

01.11.2010 11:39 • #18


P
Ja genau,mir gings so ähnlich wie Dir!!!

Ging zum Arzt,da ich immer so eine innere Unruhe spürte und ich immer alles zu 140% machen will,es mir aber so eigentlich nicht schlecht ging.
Ich bekam gleich mal Fluoxetin verschrieben und von da an ging es mir echt richtig schlecht!!

Hatte Panikattacken,konnte nicht schlafen und noch so sämtliche andere Nebenwirkungen,kam dann auch in die Notaufnahme,nach etlichen Untersuchen kam heraus ich bin gesund und es war von den Tabletten,die ich dann auch langsam ausschleichen lies und bis jetzt noch immer Probleme habe!!

02.11.2010 18:08 • #19


M
Hallo pusteblume38,

das schlimmste an der Sache ist, dass dieser Wahnsinn immer weiter geht, da die wenigsten Ärzte überhaupt mitbekommen welchen Schaden sie durch das fahrlässige Verschreiben von Psychopharmaka anreichten.

In meinem Fall hatte ich mich nie wieder bei der Ärztin blicken lassen. Daher hat sie bis heute nichts davon erfahren. Ich wollte sie per Mail darüber in Kentniss setzen, aber leider hatte sie keine Emailadresse. (zumindest nicht offiziell)

Die einzige Möglichkeit dafür zu sorgen, dass Andere vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt werden ist, derartige Vorfälle in Arzt-Bewertungen zu veröffentlichen.

Beispielsweise über die Arztbewertung von Jamedia, oder Googlemaps.


Wenn ausreichend viele Psychopharmaka-Geschädigte ihre Geschichte auf diese Weise an die Öffentlichkeit bringen, dürfte es hoffentlich möglichst bald unter den Ärzten zu einem verantwortungsbewussteren Umgang mit Psychopharmaka kommen.

02.11.2010 21:16 • #20


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