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Hallo alle zusammen,

ich habe wegen einer kleinen Depression und einer Angststörung nach einer Panikattacke Cipralex 10mg in Tropfen bekommen.
Ich habe im Mai letzten Jahres die Panikattacke bekommen und im Oktober mit Cipralex angefangen. Ich habe mit 1 Tropfen angefangen, das waren dann 0,5 mg und jede 3 oder 4 Tage auf 1 Tropfen erhöht bis 10 Tropfen also 5mg.
Ich habe das Medikament dann bis Ende März genommen, also gut 6 Monate, verbraucht habe ich 2 Fläschen a 100mg.

Bevor ich Cipralex genommen habe, war ich einfach nur fertig, habe sehr viel geschlafen und war einfach nicht gut drauf, habe andauernd gedacht, dass ich schwer Krank bin und sterben müsste, außerdem habe ich dauern Herzstechen gehabt und dachte ich kriege einen Herzinfarkt und mir sehr viele Krankheiten eingebilidet und andauernd danach gegoogelt und mir dann diese Symptome eingebildet zum Beispiel: Man kann einen Tremor kriegen, die Hand wird zittrig dann schaute ich auf meine Hand und dachte die zittert ( Ja heute kann ich drüber lachen!)
Auch hat sich bei mir eine Sozial Phobie entwickelt, welche ich auch bekämpft habe.

Also ich habe mit 1 Tropfen angefangen im Oktober und Ende Dezember, war ich dann bei 10 Tropfen (5mg) und da finde ich hat Cipralex gut gewirkt bei mir, es war sehr antriebssteigern und ich fühlte mich gut, Nebenwirkungen hatte ich davor welche gehabt, war Unruhig, hatte intensive Träume, Kribbeln, Kopfschmerzen, welche da aber nicht mehr Vorhanden waren.

Also hat mir Cipralex sehr gut geholfen!
Nun zu meiner Frage:
Ich habe letzenendes nur zwei Fläschen a 100mg Cipralex in 6 Monaten gebraucht, kann es sein, dass ich nur einen Placebo Effekt hatte? Das enstpricht ja 10x 20mg Tablette ist ja nicht wirklich viel oder?
Gibt es Studien oder Berichte darüber, dass Cipralex Hirnschäden verursacht oder ähnliches?

Mir ist aufgefallen, dass immer noch schwierigkeiten habe mich zu konzentrieren, außerdem ist mir ab und zu macnhmal Schwindlig, wenn ich schnell aufstehe und ich habe irgendwie Sehstörungen.
Auch habe ich manchmal noch so Kribbeln überall im Körper, was aber auch nicht oft auftritt und bin oft auch unruhig.

Panikattacken habe ich keine mehr

24.11.2013 11:42 • 10.12.2013 #1


9 Antworten ↓


Übrigens habe ich Ängste bekommen, dass ich sehr vergesslich geworden bin, als ich irgendwo gelesen habe, dass Cipralex sowas wie Alzheimer auslösen kann und man Schizophren werden kann, seitdem denke ich immer nach bevor ich etwas sage, um ja keinen falschen Satz von mir zu geben, damit die Menschen nicht denken, dass ich dumm bin oder ähnliches und beobachte andere Menschen, wie diese reden und sich artikulieren und denke mir, dass ich das nie wieder kann, da ich dieses Medikament genommen habe und dumm geworden bin dadurch und nichts mehr schaffen kann.

24.11.2013 12:08 • #2



Hirnschäden durch Cipralex?

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Juris
Was ich überall für Schaudergeschichten lese, kann ich mir auch das gut vorstellen. Allerdings halte ich es bei einer Einnahme von 6 Monaten eher unwahrscheinlich. Viele Leute nehmen ADs jahrelang.

24.11.2013 12:28 • #3


Juris
Ich nehme ja auch Cipralex. Hattest du die 10mg Tropfen oder die 20mg Tropfen?

24.11.2013 12:35 • #4


Ich hatte die 10mg Tropfen.

24.11.2013 12:36 • #5


Schlaflose
Zu Cipralex kann ich zwar nichts sagen, aber ich nehme seit 15 Jahren die alten trizyklischen ADs und habe noch keinen Hirnschaden an mir festgestellt.
Studien zu Langzeitfolgen gibt es nicht. Der Psychiater in der Reha, den ich dazu gefragt hatte, meinte, dass solche Studien sehr teuer seien und die Pharmaindustrie kein Interesse hätte, dafür Geld auszugeben. Außerdem ist Cipralex ein recht neues Medikament und demzufolge kann es noch gar keine Erkenntnisse über Langszeitfolgen geben.

24.11.2013 13:47 • #6


Wie hast du den die Tropfen genau genommen?
Ich hab Tropfen auch, aber Cipralex 20mg
Will mal ne Woche mit einen Tropfen, dann eine Woche lang 2 Tropfen usw....ob das was bringt.....

02.12.2013 07:39 • #7


es können auch Wechselwirkungen auftreten, falls du noch andere Medikamente gleichzeitig eingenommen hast oder vorher mal Benzodiazepine genommen hast, diese bleiben länger im Körpergewebe, auch nach dem Absetzen, und setzen sich aus dem Gewebe langsam ins Blut ab und so kann es zu Wechselwirkungen mit dem eingenommenen Medikament kommen
Außerdem kann die Wirkung bei jedem Menschen anders sein, jeder reagiert ein wenig anders auf einen Wirkstoff, es kann sich außerdem Deine Blutzusammensetzung unter dem Medikamenteneinfluss verändern, so dass die Blutbildug gestört sein kann - das kann zu einer Anämie führen. Und mir fällt noch was anderes ein, es wird mehr Vitamin B12 verbraucht aufgrund der Tabletteneinnahme, so dass es zu einem verdeckten Vit b12 Mangel kommen kann
spreche aus Erfahrung, denn genau das ist mir passiert
Wünsche Dir alles Gute
Gruss
von cichysp

08.12.2013 19:15 • #8


Du hattest Panikattacken und monatelong Hypochondrie-Sorgen, Kardio-Auffälgkeiten, ausserdem scheinst du generell in Richtung hochsensibel zu tendieren.
Mit anderen Worten, du hattest / hast Stress.
Irgendwann ist deine HPA-Achse kollabiert, dein Körper baut das Cortisol (Stresshormon) nicht mehr schnell genug ab, als direkte Wechselwirkung schwimmt zuviel Glucorticoid in deinem Hippokampus und serienkillt dort Neuronen. Es gibt CT_Aufnahmen von Frontsoldaten, die monatelang lebensbedrohlichem Stress ausgesetzt waren, deren Hippokampi waren ebenfalls stark atrophiert.
Der Hippokampus ist unter anderem für die Konsolodierung und den Abruf von Gedächtnissinhalten zuständig. Wurde dort Raubbau betrieben äusserst sich das zähflüssigem Erinnern und einer leichten antereograden Amnesie (Neulernen ist erschwert, braucht mehr Wiederholungen oder höhere Intensität beim Einprägen).

Höchstwahrscheinlich ist dein AD also daran unschuldig, das warst du (dein Stress) selber.

Konzentrationsprobleme und andere Kognitionsdefizite sind ebenfalls Depressions-typisch, liegen meistenteils in der Neurotransmitter-Imbalance und bessern sich oft unter Medikation und verschwinden nahezu vollständig nach der Depressions-Phase (nach Normalisierung deiner NT).

Die hippokampale Atrophie ist strukturell. Es ist direkt Hardware zerstört. Die gute Nachricht ist aber, das namentlich der Hippokampus eine Oase der neurogenese ist. In nur 4 Wochen bilden sich hier Stammzellen zu voll funktionstüchtigen Neuronen aus (vorrausgesetzt sie werden nicht bspw. durch neuen chronischen Stress wieder vorzeitig zerstört).
Du hast also gute Chancen in einem Jahr auch diesen Bereich großteils zu rehabilitieren, wenn du und das ist Entscheidende, Stress auf ein Minimum reduzierst oder Stressoren anders (gelassener, positiv) bewertest.

Lernen und MODERATE! Bewegung (nichts Anstrengendes, weder aerob noch anaerob, denn das setzt wieder Cortisol frei) förden die Neurogenese zusätzlich.
Stress, Sorgen, Ärger, Frust, Wut, Angst... hingegen torpediert das Wachstum.

10.12.2013 00:06 • x 1 #9


Hi dennis001,
was 123Fear schreibt, finde ich größtenteils richtig, LERNEN, BEWEGUNG und ich möchte noch ERNÄHRUNG hinzufügen.
die Nervenzellen sind genetisch angelegt und mit der Geburt abgeschlossen.
Bei den Synapsen ist es so, dass sie sich im Laufe des Lebens auf unterschiedliche Art und Weise immer wieder neu ausbilden. Diese Neubildungsfähigkeit ist ein Kernelement von Lernvorgängen und Grundlage für die sogenannte „Plastizität des Gehirns“ oder „neuronale Plastizität“. Die Neubildungsfähigkeit ist auch an entsprechende Gehirnregionen geknüpft, das heißt, dass manche Hirnregionen ihre Plastizität nach bestimmten Entwicklungsperioden verlieren und damit wird in den betroffenen Regionen auch die Lernfähigkeit eingeschränkt.
Mit anderen Worten: Wo Gehirngewebe verloren geht, kann auch nichts mehr neu aussprossen, es können dort keine Nervenzellfortsätze [Dendriten] mehr neu aussprossen, die neue Synapsen bilden könnten …
Das ist ein normaler Vorgang, im Alter von 50 Jahren zum Beispiel fällt es uns schwerer, etwas Neues zu lernen, als im Alter von z.B. 20 oder 30 Jahren.
Aber auch mit fortschreitendem Alter ist es möglich, zu lernen und durch das Lernen bilden sich in den vorhandenen Hirnarealen neue Synapsen aus, eine stärkere neuronale Vernetzung findet statt, als wenn nicht gelernt wird … Menschen, die „lernen“ oder sich geistig beschäftigen, sind „geistig fitter,“ als Menschen, die das nicht tun. Jonglieren soll gut sein für die neuronale Plastizität im Gehirn.
Hier ein video bei Interesse
Auch mit Ernährung können wir die Gehirnleistung und unser Allgemeinbefinden beeinflussen, Leinöl, Sesamsamen, Rohkostsalate – rohe Zwiebeln haben z.B. einen höheren Eisengehalt, als wenn sie nicht roh sind. Fabrikzucker und denaturierte Produkte, vor allem auch schlechte Fette einschränken oder ganz meiden.

Meine Meinung: Nach einem halben Jahr Medikation brauchst du keine großen Gehirnschäden zu befürchten, sondern es ging Dir nicht gut in dieser Zeit, Dein Befinden war insgesamt beeinträchtigt, Du warst in einem Zustand einer permanenten Schonhaltung, in der Du Dich kaum gefordert hast, weder körperlich, noch geistig und es hat in diesem Zustand natürlich auch die Gehirnleistung nachgelassen. Du brauchst eine gewisse Erholungszeit. Du bist fähig, Dich zu erholen und auch Dein Gehirn ist dazu fähig. Wichtig ist, dass mit dem Blut alles in Ordnung ist, da es den Sauerstoff transportiert, es ist also auch wichtig, abzuklären, ob eine nicht erkannte Mangelerscheinung, z.B. ein Vit. B 12 Mangel oder eine Anämie vorliegt.

Alles Gute
Grüsse von cichysp

10.12.2013 06:49 • #10



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Dr. med. Andreas Schöpf