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PeterPeter
Hallo Forum,

ich wollte mal gerne in erfahrung bringen ob es ein antidepressivum gibt was ähnlich wie ein benzodiazepin wirkt ?

zurzeit nehme ich mirtazapin 45mg am abend und 10mg escitalopram am morgen.
bin geplagt von kummer und depressionen... das mirta nehme ich schon etwas länger und das escitalopram seit erst ca. 2 wochen zusätzlich.

als bedarf hatte ich mal prometazin und jetzt zurzeit perazin.... wobei ich glaube das ein niederpoteteres neuroleptikum vielleicht doch besser zur beruhigung wäre da perazin ein mittleres ist.

mir geht es so la la....mal mehr mal weniger gut... kann jetzt auch nicht genau sagen ob es vielleicht noch schlimmer geworden wäre ohne medikamente.

ich hatte mal auch diazepam ausgeliehen bekommen und ich muss sagen das hat mir richtig geholfen. Diese LMAA einstellung kann richtig gut tun.
am liebsten würde ich ja die ganzen antideppressiva weglassen und nur diazepam nehmen für am liebsten ewig naja, bis ich wieder von alleine stabil werde

aber da ist das abhängigkeitsrisiko zu hoch, von daher habe ich auch nur neurolepitka bekommen.

das einzige was so bißchen an diazepam rankommt ist das mirtazapin am abend... es hat so ne beruhigende wirkung, die auch schläfrig macht... aber habe leider so das gefühl als würde das langsam nachlasen.

daher meine frage, gibt es ein antidepressivum das so ähnlich wie diazepam wirkt, was man eventuell über den tag verteilt nehmen könnte?

grüße
peter

02.12.2015 20:35 • 31.08.2023 #1


58 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey Peter,

nun, ich weiß um die Wirkung von Diazepam und den Benzos. Ja, man ist ruhig und es ist eine heile Welt, die es aber in Wirklichkeit nicht ist.

Dem Escitalopram musst Du noch ein wenig Zeit geben, bis es im Blutspiegel sichtbar ist und Du was merkst.

Dennoch sind Medikamente das Eine; das Andere ist das an sich arbeiten.

Wie ich las, hast Du bislang keine Verhaltenstherapie in Anspruch nehmen können. Dies wäre wichtig und hilfreich.

Was gegen Gedankenkreisen hilft ist Abilify. Hatte es in der Klinik bekommen.

02.12.2015 22:16 • #2


A


Gibt es ein Antidepressivum ähnlich wie Benzodiazepine?

x 3


PeterPeter
Hallo. Hab bis jetzt leider noch kein therapieplatz bekommen.
aber ich bin am ball.

abilify ist aber auch ein neuroleptikum oder? davon habe ich promethazin und zur zeit perazin probiert.
am meisten hilft mir eigentlich das mirtazapin am abend....

hmm

03.12.2015 08:50 • #3


U
Evtl. ist Opipramol eine Alternative. Es löst auch Angst und sediert. Wird gerne und oft verschrieben.
Pflanzliche Beruhigungsmittel wären Lasea oder Ardeysedon. Sind natürlich nicht so intensiv wie ein Benzo.
LG

03.12.2015 17:00 • #4


S
Naja. Neuroleptika sind allerdings die extrem harte Keule.

Finde escitalopram, Neuroleptika plus Mirtazapin schon nen sehr heftigen Cocktail.

Versuche bisher mit einem antidepressivum auszukommen. Neuroleptika würde ich nur der extrem heftigen Psychose nehmen. Die sind wirklich nicht ohne.

03.12.2015 17:16 • #5


Schlaflose
Zitat von Ungläubig:
Evtl. ist Opipramol eine Alternative.


Also wenn man schon seit längerem 45mg (=Höchstdosis) Mirtazapin nimmt, wird man von Opipramol absolut nichts merken. Das ist das allerschwächste chemische AD, das es gibt. Das wäre so ähnlich als würde ein Alk., der täglich eine Flasche Schnap. trinkt, erwarten, dass er von einem Glas B.i.e.r eine Wirkung spürt
Es gibt noch weitere sedierende ADs, die man als Alternative probieren kann: Amitriptylin, Doxepin und Trimipramin. Aber an die Wirkung von Benzos kommen sie nicht heran.

03.12.2015 17:17 • #6


S
Schön beeindruckend, dass ihr bei den ganzen Medis nicht 24h schlaft und noch klar denken könnt. Mich würde das dermaßen sedieren. ...

03.12.2015 17:21 • x 1 #7


Schlaflose
Zitat von Serthralinn:
Mich würde das dermaßen sedieren. ...


Darum beneide ich dich heiß und innig

03.12.2015 17:44 • #8


G
Zitat von Serthralinn:
Naja. Neuroleptika sind allerdings die extrem harte Keule. .



Die reduzieren halt den Dopaminspiegel und wirken antriebsdämpfend, was tendenziell eher depressionsverschlimmernd wirken kann.

03.12.2015 17:57 • #9


U
Zitat von Garfield71:
Die reduzieren halt den Dopaminspiegel und wirken antriebsdämpfend, was tendenziell eher depressionsverschlimmernd wirken kann.


Naja, sie hemmen die Übertragung von Dopamin, am Spiegel selber ändern sie wohl nichts. Sie beeinflussen aber auch die Schilddrüse in Richtung Unterfunktion (war bei mir so), was ebenso zur Depression führen kann.

03.12.2015 18:24 • #10


S
Ja und sie zerstören gehirnzellen und lassen das Gehirn schrumpfen sowie diverse andere Nebenwirkungen.

03.12.2015 18:39 • #11


U
Zitat von Serthralinn:
Ja und sie zerstören gehirnzellen und lassen das Gehirn schrumpfen sowie diverse andere Nebenwirkungen.

Hast Du da mal eine Referenz? So habe ich das noch nicht gehört. Nebenwirkungen ja, Dyskinesien kenne ich. Aber Gehirn schrumpfen und Zerstörung von Zellen?

Ah, OK, was gefunden.

03.12.2015 18:55 • #12


igel
Vor allem Atosil hat auf Dauer schwere Nebenwirkungen, ist in einigen Ländern vom Markt genommen.

Mit Benzodiazepinen passiert im therapeutischen Dosisbereich praktisch nichts, und hochwirksam gegen Ängste sind sie auch.

Wenn nur das Suchtpotential nicht wäre...

03.12.2015 19:49 • #13


U
Zitat von igel:
Wenn nur das Suchtpotential nicht wäre...

Ja, ansonsten hochpotent. Ab wann ist eigentlich ein Suchtpotential gegeben? Ich glaube, das hängt von Dauer und Dosis ab. Gibt es da Erfahrungen?

03.12.2015 19:55 • #14


igel
Ja, habe ich. Man kann davon abhängig werden und die Dosis ständig erhöhen, dass kann böse enden.

Ich komme mit einer relativ kleinen Dosis aus, seit Jahren schon stabil. Wirkung lässt nicht nach, Dosis wird nicht erhöht.

03.12.2015 19:59 • #15


U
Welche Dosis und wie oft?

03.12.2015 20:03 • #16


igel
Diazepam 5 bis 10 mg, oder Alprazolam 1,0 mg.

Bei Bedarf. Phasenweise täglich, abends.

Aber die Frage, ab wann Suchtgefahr besteht, ist schwer zu beantworten. Hängt von vielen Faktoren ab.

03.12.2015 20:06 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

U
Ich habe Tavor und nehme bei Bedarf 0,5mg. Das kommt lange Zeit nicht vor, dann auch mal so 3 in der Woche. Ich denke, dass ist noch keine Sucht.

03.12.2015 20:10 • #18


igel
Ganz sicher nicht ! 0,5 mg Lorazepam sind eine leichte Dosis.

03.12.2015 20:12 • #19


PeterPeter
hier wurde opipramol erwähnt und das hatte ich auch einmal ausgeliehen bekommen als es mir mega schlecht ging an einem sonntag.

ich habe es zwei drei mal probiert in dosen von 50-100mg wenn es mir sehr schlecht ging.... leider verspührte ich keine wirkung... wahrscheinlich wie hier beschrieben wurde wegen dem 45mg mirta am abend.

ich weiß das ich mal vor etwa lange her, wo ich noch keine AD's genommen habe, promathazin (atisol) 25mg genommen hatte.... es hat mich umgehauen.

heute, könnte ich 100mg nehmen und es hilft kaum noch.
ich möchte auch nicht davon viel nehmen, wenn ich sehe das ne hohe dosis schon nicht gut hilft dann lass ich es lieber als noch höher zu nehmen... wobei man laut packungsbeilage könnte.

ich glaube vielleicht wäre ein antidepressivum was beruhigend wirkt am tage gut und eins was sedierend wirkt am abend.
würde gerne was im hinterkopf haben damit ich das mal meinem behandelden artz vorschlagen könnte.

03.12.2015 20:41 • #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf