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Hallo zusammen,

nachdem es mir ja jetzt so gut geht, hat mir mein Psychiatererlaubt, erstmal das Alprazolam auszuschleichen (das escitalopram muss ich noch 'ne weile weiternehmen).

Dummerweise hat mir mein Psychiater keinen Absetzplan gegeben! Er meinte nur sinngemäss: "hier und da mal eine weglassen, die Wirkung merken sie schnell...."
Im Internet habe ich zwar 'ne Seite gefunden, die Absetzpläne vorschlägt, aber dazu bräuchte ich wieder Diazepam! Und das hat mir mein Psychiater ja nicht verschrieben!

Bisher nehme ich:
Alprazolam 0,5mg:
1 - 0,5 - 1

Wenn ich jetzt die nächsten 2 Wochen mittags die 0,25mg weglasse: wâre das zu schnell?

Liebe Grüsse,
Margit

08.01.2009 20:31 • 03.02.2009 #1


9 Antworten ↓


Liebe Margit, ich bin eine Betroffene, die nach 7jähriger Einnahme Tafil (Alprazolam) stationär ausschleicht. Der Entzug dauert mittlerweile 4 Monate und ich bin fast bei 0. Die Symptome sind allerdings heftig (muß nicht bei jedem so sein): starke Ängste, Schwindel, Benommenheit, Schwäche, zittrig etc.
Wie lange haben Sie das Alprazolam konsumiert?
Liebe Grüße, venezia

09.01.2009 20:03 • #2



Alprazolam ausschleichen

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Hallo venezia,

ich nehme seit ca. 4 Jahren Benzos, das alprazolam aber erst seit einem Jahr!

In welchen Schritten wird bei Dir reduziert? Wie hoch war Deine Gesamtdosierung?

Ich reduziere jetzt wöchentlich in 0,25mg Schritten! Ich denke mal, dass das sanft genug ist? Was ist Deine Einschätzung?

Liebe Grüsse ud alles Gute für Dich!!
Margit

10.01.2009 12:58 • #3


Zitat von Gauloise:
Hallo venezia,

ich nehme seit ca. 4 Jahren Benzos, das alprazolam aber erst seit einem Jahr!

In welchen Schritten wird bei Dir reduziert? Wie hoch war Deine Gesamtdosierung?

Ich reduziere jetzt wöchentlich in 0,25mg Schritten! Ich denke mal, dass das sanft genug ist? Was ist Deine Einschätzung?

Liebe Grüsse ud alles Gute für Dich!!
Margit

Liebe Margit, die Höchstdosis lag zuletzt bei 2,5 mg. Es wurde auch wöchentlich um 0,25 reduziert - je weiter man runter kommt, desto schwieriger wird es. Entscheidend für die Symptomatik ist die Dauer der Einnahme (bei mir 7 Jahre). Insofern hast du Glück,dass du nur 1 Jahr konsumiert hast. Daher dürfte bei dir der Entzug um einiges einfacher verlaufen.
Ich würde mich über regelmäßige Rückmeldungen von dir freuen.
Lg, venezia
ich h

11.01.2009 16:43 • #4


Zitat von venezia:
Liebe Margit, die Höchstdosis lag zuletzt bei 2,5 mg. Es wurde auch wöchentlich um 0,25 reduziert - je weiter man runter kommt, desto schwieriger wird es. Entscheidend für die Symptomatik ist die Dauer der Einnahme (bei mir 7 Jahre). Insofern hast du Glück,dass du nur 1 Jahr konsumiert hast. Daher dürfte bei dir der Entzug um einiges einfacher verlaufen.
Ich würde mich über regelmäßige Rückmeldungen von dir freuen.
Lg, venezia
ich h


Hallo venezia!

Boah: 2,5mg?? Das ist ja die doppelte Menge wie bei mir! Und ich war schon ständig müde und stand neben mir?!
Ich glaube gelesen zu haben,dass Du auch noch Antidepressiva nimmst?
Warst Du überhaupt noch zu irgendetwas in der lage? Hast Du gearbeitet? Oder hast Du Kinder?

Wobei ich sagen muss, dass das Alprazolam mich lange nicht so müde gemacht hat wie die anderen Benzos. Hast Du auch Erfahrung mit anderen Benzos?
Ich habe gestern erstmal den Versuch des Ausschleichend abgebrochen. Zwei Tage hatte ich es geschafft und seit gestern habe ich wieder Herzrasen und LEICHTE Panikattacken.

Bist Du jetzt die ganzen 4 Monate in der Klinik?
Was sind eigentlich die Kriterien, um den Entzug stationär zu machen?

Liebe Grüsse,
Margit

11.01.2009 18:15 • #5


Hallo!

Ups: ich muss 'was richtigstellen:
ich habe nicht um 0,25mg reduzieren wollen, sondern um 0,125mg!:oops:

Da das nicht geklappt hat
Bin doch kein Schlaffi

Liebe Grüsse,
Margit

14.01.2009 16:52 • #6


Zitat von Gauloise:
Hallo!

Ups: ich muss 'was richtigstellen:
ich habe nicht um 0,25mg reduzieren wollen, sondern um 0,125mg!:oops:

Da das nicht geklappt hat
Bin doch kein Schlaffi

Liebe Grüsse,
Margit

Liebe Margit, bei mir hatte Tafil die Wirkung, dass ich erst zur Arbeit gehen konnte, nachdem ich das Medikament genommen habe. Allerdings habe ich die Dosis über den Tag verteilt und damit einen 12Stunden - Tag geschafft (mit vielen Überstunden).
Da ich ständig "gedopt" war, merkte ich nicht, dass ich mich chronisch überforderte.
Meine Kinder sind erwachsen, wohnen jedoch noch daheim. Mein Mann ist tödlich verunglückt.
Wenn du schon Entzugssymptome bemerkt hast, dann kannst du dir vorstellen, wie es mir mit der wöchentlichen Reduzierung um 0,25 ging!
In eine Klinik kann dich jeder Arzt zum Benzoentzug einweisen, da dies ambulant nur selten gelingt, vor allem, wenn man das Medikament längere Zeit genommen hat.
Lg,venezia

14.01.2009 19:59 • #7


Hallo, liebe Venezia,

Zitat von venezia:
Liebe Margit, bei mir hatte Tafil die Wirkung, dass ich erst zur Arbeit gehen konnte, nachdem ich das Medikament genommen habe. Allerdings habe ich die Dosis über den Tag verteilt und damit einen 12Stunden - Tag geschafft (mit vielen Überstunden).
Da ich ständig "gedopt" war, merkte ich nicht, dass ich mich chronisch überforderte.

Auweia! Dann hast Du durch die Überforderung auch konkreten körperlichen Schaden genommen?

Zitat:
Meine Kinder sind erwachsen, wohnen jedoch noch daheim.

Haben sie Dich unterstützt, sofern es ihnen möglich war?


Zitat:
Mein Mann ist tödlich verunglückt.

War das die Ursache für Deine Panikkattacken?

Zitat:
Wenn du schon Entzugssymptome bemerkt hast, dann kannst du dir vorstellen, wie es mir mit der wöchentlichen Reduzierung um 0,25 ging!

OH JAAAA! Aber wieso haben sie dann nicht langsamer reduziert?

Zitat:
In eine Klinik kann dich jeder Arzt zum Benzoentzug einweisen, da dies ambulant nur selten gelingt, vor allem, wenn man das Medikament längere Zeit genommen hat.
Lg,venezia

Naja, da es mir zur Zeit richtig gut geht, habe ich gar kein Bedürfnis, mal aus dem Verkehr geholt zu werden. Das hätte ich gerne zu Panikattacken-Höchstzeiten gehabt

Liebe Grüsse und weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg,
Margit

19.01.2009 15:32 • #8


Zitat von Gauloise:
Hallo, liebe Venezia,

Zitat von venezia:
Liebe Margit, bei mir hatte Tafil die Wirkung, dass ich erst zur Arbeit gehen konnte, nachdem ich das Medikament genommen habe. Allerdings habe ich die Dosis über den Tag verteilt und damit einen 12Stunden - Tag geschafft (mit vielen Überstunden).
Da ich ständig "gedopt" war, merkte ich nicht, dass ich mich chronisch überforderte.

Auweia! Dann hast Du durch die Überforderung auch konkreten körperlichen Schaden genommen?

Liebe Margit, die Gallenblase wurde entfernt. Trotzdem hatte ich wiederholt Probleme mit dem Gallengang, die mehrmals Klinikaufenthalte zur Folge hatten. Die Erschöpfung merke ich erst jetzt, da das "Doping" wegfällt!
Zitat:
Meine Kinder sind erwachsen, wohnen jedoch noch daheim.

Haben sie Dich unterstützt, sofern es ihnen möglich war?

Der Ältere ist beruflich stark beansprucht und der Jüngere war u.a. Auslöser für meine Panik. Er hat mir jahrelang große Sorgen bereitet und ist auch heute noch nicht "pflegeleicht".


Zitat:
Mein Mann ist tödlich verunglückt.

War das die Ursache für Deine Panikkattacken?

Zum Teil (siehe oben).
Zitat:
Wenn du schon Entzugssymptome bemerkt hast, dann kannst du dir vorstellen, wie es mir mit der wöchentlichen Reduzierung um 0,25 ging!

OH JAAAA! Aber wieso haben sie dann nicht langsamer reduziert?

Weil sich das Medikament nur um diese Menge teilen läßt.
Zitat:
In eine Klinik kann dich jeder Arzt zum Benzoentzug einweisen, da dies ambulant nur selten gelingt, vor allem, wenn man das Medikament längere Zeit genommen hat.
Lg,venezia

Naja, da es mir zur Zeit richtig gut geht, habe ich gar kein Bedürfnis, mal aus dem Verkehr geholt zu werden. Das hätte ich gerne zu Panikattacken-Höchstzeiten gehabt

Du schreibst, es geht dir gut. Hast du keine Ängste mehr bzw. was macht dein Benzo-Konsum?

Danke für die guten Wünsche!
Liebe Grüße,venzia
Liebe Grüsse und weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg,
Margit

23.01.2009 22:38 • #9


Hallo, liebe Venezia,

da hast Du aber einen gewaltigen Leidensweg hinter Dir.....
Ich wünsche Dir alles, alles erdenklich Gute für Deinen weiteren Weg!


Ich reduziere jetzt extrem langsam:
alle 10 Tage reduziere ich um 0.0625mg! Ich hatte vorher 0,5mg-Tabletten und liess mir jetzt dioe gleiche Menge in 0,25mg- Tabletten geben! So kann ich sie sogar vierteln! Und so reduziere ich jetzt, wie gesagt, alle 10 Tage um eine viertel Tablette à 0,25mg!

Deshalb verstehe icjh nicht, warum die bei Dir in so grossen Schritten reduziert haben?!
Mir geht es mit dieser Reduktion richtig gut! Am Anfang "redete ich mir ein", dass ich die Reduktion spüre, aber mein Verstand hat dann gesiegt: "Das KANNST Du nicht spüren"!


Alles Liebe,
Margit

03.02.2009 12:50 • #10



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