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Hi ihr Lieben,

ich habe jetzt von meiner Ärztin Atosil verschrieben bekommen.
Vorher hatte ich Tavor und Diazepam, aber da diese Präparate abhängig machen können, hatte sie mir jetzt Atosil verschrieben.

Nun hatte ich heute morgen eine Panikattacke und habe Atosil genommen. 17 Tropfen.
Aber es hat mich nicht so viel weiter gebracht.
2 Stunden lang habe ich trotzdem diese Attacke aushalten müssen. Das fühlte sich für mich einfach nicht gut an.

Hat hier vielleicht noch jemand Atosil und kann von seinen Erfahrungen damit (auch gerne die Dosierung) berichten? -hoff-

18.10.2010 20:16 • 19.10.2010 #1


4 Antworten ↓


Hallo!

Ich habe Anfang des Jahres wegen Panikattacken eine stationäre Psychotherapie gemacht.

Einmal kam ich vom WE zur Klinik zurück, hatte an dem Tag zuhause einige Attacken gehabt und dann in der Nacht von 1 h nachts bis 7 h morgens Angst, so dass ich null geschlafen habe.

Die Schwester gab mir 25 mg Atosil in Tropfenform (ich war noch nüchtern).

Fazit:Ich bin fast am Küchentisch auf dem Frühstückstablett eingeschlafen, habs grad noch in mein Bett geschafft, und bin dann wie in ein Koma gekippt. Hab halbwegs mitbekommen, dass meine Mitpatientin mir Frühstück brachte.

2 oder 3 Stunden später stand die Schwester ganz fertig und mitleidig an meinem Bett und entschuldigte sich bei mir, weil sie mich nicht aus den Schuhen hauen wollte und ob ich so wohl an der Visite teilnehmen könnte. Ich sagte "Ja klar doch" - und schlief direkt weiter.

Erst zum Mittagessen hab ich mich hochgekämpft. Sie entschuldigte sich wieder, aber ich sagte "Ich hab schon lange nicht mehr so gut geschlafen, danke" .

Hört sich lustig an.
ABER ich hab zwar auch Atosil hier, würde es aber nicht nehmen. Ich möchte "klar" durch die Angst durch, bzw. habe ich gelernt mit ihr umzugehen und sie kaum noch.

Und mit Atosil kann man nicht Auto fahren, geht bei mir mit Kindern ga rnicht.

Ich würde es gut abwägen, ob Du es nimmst oder nicht.

Was wäre schlimm daran bewusst die Angst auszuhalten?
Sie kommt- geht aber auch wieder.

18.10.2010 20:29 • #2



Erfahrungen mit Atosil bei Panikattacken

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Hi Esprit
und danke dir für deine Antwort.
Auto fahren muss ich nicht (habe gar keinen FS ) und meine Tochter ist schon 14. Ich brauche bloss etwas, was mich in allerstärkster Panik beruhigt.
Ich hatte beim Atosil heute morgen den Eindruck, dass es meine Atmung dämpft. Das ist allerdings etwas, was mir noch zusätzlich Angst macht...
Aber wirklich beruhigend hat es nicht auf mich gewirkt...

Ja, vielleicht ist es auch gut, die Angst auszuhalten. Aber das kann ich derzeit nicht. Dann würde ich glaube ich verrückt werden.
Einschlafen wäre gerade schon eine Erleichterung, aber das hatten 17 Tropfen Atosil dann nicht so wirklich geschafft.

Das Diazepam damals hat mir meine Panik noch am besten genommen. Aber das soll ja auch abhängig machen, also bin ich da auch ein wenig ängstlich. Und meine Ärztin verschreibt das auch nicht so schnell mehr.
Was hast du als Notfallmedikament?

18.10.2010 20:56 • #3


Hallo!

Als Notfallmedikament hab ich mich .

Weißt Du, ich hatte eine Mitpatientin die schluckte sehr sehr viel Atosil aus denselben Gründen wie Du.

Ich würde wenn es irgendwie geht nicht versuchen mich von dem Atosil vom Kopf her abhängig zu machen.

Versuche in die Situationen zu gehen, die Dir Angst machen. Was macht Dir genau Angst? Was wäre das Schlimmste was Dir passieren könnte?

Als Beispiel:

Ich konnte ne Weile nicht im Kaufland einkaufen. Dachte ich kipp da um.

Einmal war ich drin (vom KH war es eine Aufgabe) und dachte das schaffe ich nicht. Ab der Hälfte des Weges hab ich panisch meine Freundin angesmst. Aber dann dachte ich: "Ok, was ist das schlimmste was mir passieren kann? Das ich den Laden verlasse. Na und?" Und dann bin ich zwar zittrig und wacklig aber weiter gegangne meinen Wocheneinkauf für 4 Personen machen. Am Auto staunte ich was ich eingekauft hatte, wiel in der Panik hab ich irgendwas gegriffen, aberich hab durchgehalten.

Am nächste nTag bin ich wieder hin und es ging ab da angstfrei.

Ich hab die Einstellung der Angst gegenüber das meine Miss Hephburn heißt weil wer so heißt, den nehme ich nicht ernst. Un dich denk immer wenn ich merke sie kommt "KOmm doch Du kriegst mich nicht." Ich beachte sie dann nicht, und mache normal weiter. Und dann wirds ihr langweilig und sie geht.

ABER ich habe cirka 6-8 Monate MIT Therapie gebraucht bis ich diese Einstellung hatte.

Versuche locker zu bleiben. Schritt für Schritt. Du schaffst das. Kennst Du das Buch "Angstfrei leben" und das Buch "Tu Dir gut" beide haben mir sehr geholfen. Schau mal bei amazon danach.

Muss zum Sport. Gruß Katja

19.10.2010 08:00 • x 1 #4


Guten Morgen Katja,

solche Expositionsübungen kenne ich. Die wurden damals 2005 als ich stationär in Bad Bramstedt war, auch gemacht.
Allerdings musste ich keine Expos machen da es für meine Ängste (Krankheit und sterben) keine gab.
Ich kann praktisch überall hin gehen ohne Ängste. Meine Panikattacken sind unabhängig von irgendwelchen Orten, ich trage sie eher in mir drin.

Ich nehme auch nicht täglich Atosil. Nur, wenn ich in eine Panikattacke laufe.
Wenn ich mir klar mache, wovor ich Angst habe, wird es immer schlimmer.
Aber ich werde mir jetzt auch eine tiefenpsychologische Therapie suchen. Vielleicht kann mir die ja ein wenig helfen -hoff-

19.10.2010 10:03 • #5




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Dr. med. Andreas Schöpf