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Hallo!
Habe damals vom Krankenhaus das Seroqel Prolong bekomen,das ist jetzt ca drei Monate her.
Stand ist 150mg zur Nacht.
Ich kann zwar davon so eingermaßen schlafen, aber das wars dann auch schon.
Es hilft absolut nicht gegen meine Dauerangst, wo glaube ich Doxepin
besser für geeignet wäre.
Ich war jetzt bei zwei verschiedenen Fachärzten.
Und beide hilten es nicht für sinnvoll,obwohl ich darüber klagte noch
tagsüber benommen zu sein, und gegen mein Allgemeinbefinden gar nichts bringt.
Ich hatte auch meine Angst zu Papier gebracht, damit es für den Arzt besser verständlich sei.
Aber er wollte es gar nicht durchlesen, und beharte weiter auf das Seroqel.
Meine Güte,was sind das für Fachärzte?
Als Arzt muß ich doch um das Krankheitsbild des Patienten besser zu verstehen, mir
auch mal die Berichte durchlesen,was früher war,oder heute ist.
Und dementsprechend kann ich dann auch Medikamente verschreiben.
Und dazu stehe ich auch heute noch:
Ich kann doch kein Medikament verschreiben,was gegen Psychosen im
Allgemeinen verschrieben wird,wenn ich unter Ängsten leide.
Klar kann man davon schlafen, aber ich schlafe trotzdem sehr unruhig.
Ich habe mittlerweile das Gefühl,das dieses Seroqel so eine Allroundmeddi ist,
das mal eben auf die schnelle verschrieben wird, vor allem in Kliniken,obwohl man das Krankheitsbild desjenigen Patienten noch gar nicht kennt.
Finde ich ein gewagtes Spiel mit der Gesundheit.
Es sollte sich vielmehr Zeit genommen werden, um geziehlter das Krankheitsbild zu behandeln,
um so schneller wäre glaube ich der Erfolg!
Das ist meine Meinung!
Also das Seroqel werde ich versuchen abzusetzen,und dafür das Doxepin nehmen.
Natürlich werde ich vorher den Arzt fragen.
Muß ich eben mal Druck machen,den anders gehts wohl nicht!

03.02.2014 02:52 • 13.02.2014 #1


8 Antworten ↓


endlich scheinst Du mehr und mehr zu verstehen, dass DU SELBST Dein bester Arzt bist Sag mal, machst Du ansonsten auch etwas? Ich meine, abesehen davon, an Medikamente zu denken und welches besser sein könnte? Entspannungstraining schon mal gemacht? An Hypnose schon mal gedacht? Wenn Du von Dauerangst sprichst, diese wird meiner Erfahrung nach von Medikamenten oft eher begünstigt
ich denke da vor allem an eine Frau, die ich stationär kennenlernte, sie war inzwischen Tavor abghängig, musste steigern ... das alte Lied, doch gegen die Dauerangst brachte das alles nichts

03.02.2014 06:33 • #2



Doxepin statt Seroqel!

x 3


cichysp
Ich danke dir für deine Antwort,aber ich bin
nicht ganz mit dir einer Meinung!
Schreibe nachher noch mehr dazu.
Muß weg!

04.02.2014 13:31 • #3


cichysp So,jetzt nochmal zum Thema!
Weist du eigentlich in wie viele Psychosomatische Kliniken ich schon war,oder Krankenhäuser?
Was glaubst du,was ich da gemacht habe?
Von Gruppentherapie bis hin zum Entspannungstraining.
Ich kann sagen,das ich schon therapieerfahren bin.
Der letzte Aufenthalt war 1998, also 15 Jahre habe ich es allein geschafft,
bin wieder arbeiten gegangen,habe Leistungssport betrieben,
habe Frau mit drei Kindern,mache heute alleine den Haushalt,
und meine Frau geht arbeiten.
Glaubst du ich wollte nicht gerne wieder arbeiten gehen,
und das ohne meine Ängste?
Bedenke bitte,das jeder unter einer anderen
Krankheit (Ängsten) leidet.
Damals war meine Angst noch nicht so ausgeprägt, und
kam erst in der Vollnarkose zum Vorschein.
Wenn du Schlafprobleme hast,die durch Ängste ausgelöst werden,
ist das nicht so einfach,als wenn ich zb Angst habe unter Leuten zu gehen,
oder vor denen Angst habe, obwohl wenn dieses Problem einer hat,es für den jenigen auch schwer ist.
Das ich mit meiner Angst lernen muß umzugehen,das weis ich.
Die Frage ist,wie?
Zu allererst braucht man da eine Vertrauensperson: Arzt,und Therapeut.
Mir steht auch nicht immer der Sinn danach zum Arzt gehen zu müssen,weil es
mir nicht gut geht.
Einen Psychologen habe ich bereits schon länger.
Aber finde du mal einen richtigen Facharzt.
Ich habe zb. einen Bericht zusammen gestellt, wo mein Problem
genau beschrieben ist.
Der einzigste,der sich das durchgelesen hat,war mein Hausarzt.
Das heist die Fachärzte verschreiben dir etwas, was in der regel für dein Krankheitsbild zwar geeignet ist,
aber in erster Linie nicht gegen deine Ängste.
Glaubst du etwa,ich sitze hier den ganzen Tag zu Hause herum,und denke darüber nach,
was mir helfen kann im Bezug auf Medikamente?
Ganz im Gegenteil.
Für mein momentanes Befinden unternehme ich sehr viel.
Du must nicht denken,denen es schlecht geht, die machen nichts für sich.
Nach deinem reden heraus hast du warscheinlich auch schon Therapieerfahrung
Und eine Hypnose kann man machen,ist aber auch nicht immer für den einen oder anderen geeignet.
Was ich damit sagen will: Dieses must du auch zulassen können.
Und es gibt so viele Patienten, die so viele Medikamente schon probiert haben,
und bei mir sind es gerade mal zwei,die ich nicht vertragen habe.
Versuche lieber anderen Mut zu machen, das wäre besser.
Gruß Lacky

04.02.2014 21:01 • #4


cichysp:
Fänd ich gut,wenn du dir mein Kommentar noch durchliest,
und dazu mal Stellung nehmen würdest!
Gruß

05.02.2014 19:42 • #5


hi lacky
es war nicht so böse oder negativ gemeint, wie es scheinbar bei Dir angekommen ist, Du kannst stolz auf Dich sein, was Du alles allein geschafft hast
es geht mir im Moment selbst nicht sonderlich gut
aber ich versuche was zu schreiben
grundsätzlich denke ich nicht, dass man mit einer Angststörung unbedingt den Rest seines Lebens zu tun haben muss oder man sich damit abzufinden hat
vorsichtiger mit sich selbst umzugehen ist sicherlich wichtig für das restliche Leben
doch denke ich schon, dass eine „Heilung“ oder jedenfalls eine Linderung der Beschwerden möglich ist
Es ist inzwischen nichts Neues mehr, dass es Menschen gibt, die auf Psychopharmaka nicht gut ansprechen, nur wird Dir das ein Neurologe nicht sagen [außer er ist sehr ehrlich und verantwortungsbewusst], ein Neurologe wird Dir ein Medikament verschreiben, weil das sein Beruf ist, davon lebt er und deswegen kommen Menschen zu ihm. Er weiß, dass Du Dir Hilfe in Form eines Heilmittels von ihm erwartest und schlägt Dir ein seiner Meinung nach geeignetes vor. Das ist aber nicht mit einem Heilversprechen oder mit einer Erfolgsgarantie verbunden. Angenommen Du gehst zu drei verschiedenen Neurologen, bekommst Du unter Umständen drei verschiedene Medikamente (!) aber das weißt Du sicherlich alles selbst
Ich kann Dir nicht viel weiter helfen, außer Dir von meinen Erfahrungen zu berichten und vielleicht auch einen Rat zu geben, auf den Du etwas geben kannst oder auch nicht, das liegt wie immer bei einem selbst.
Meine grundsätzliche Empfehlung ist, dass bei einer „Angststörung“ wie Deiner Hypnotherapie und EMDR gute Erfolge erzielen können. Es gibt auch noch somatic experiencing, das ist allerdings noch recht neu.
Was mich betrifft, mir haben Medikamente im Nachhinein betrachtet mehr geschadet, als genützt, es kamen im Gegenteil mehr Probleme dazu, z.B. hat das Problem der Extrasystolen bei mir angefangen damals, als ich drei Psychoph. gleichzeitig einnahm - was ich bis heute habe.
Ich bin nicht kategorisch gegen jede Medikation bei jedem Problem – soll jeder auf seine Weise sein Glück finden
Nur fiel mir auf, dass Seroquel auf einer Liste ist, die mir in einem anderen Zusammenhang mal begegnete, eine Liste von Medikamenten, die das QT-Intervall verlängern, d.h. schädlich sich auf die Herzfunktion auswirken, hier fand ich eine ähnliche Liste
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php ... -Intervall
Das aufgelistete Medikament ist Quetiapin und ich weiß zufällig, dass Seroquel den selben Wirkstoff hat, wie Quetiapin.
Eben fiel mir auf, dass Doxepin ebenfalls auf dieser Liste ist.
Es drängt sich im Moment der Eindruck bei mir auf, dass Du mit Doxepin möglicherweise vom Regen in die Traufe kommst
Ich kann NUR von eigenen Erfahrungen sprechen und von denen von Leuten, die ich kennenlernte, da sind leider sehr bittere dabei, die bis zum Suizid gehen, doch darüber möchte ich hier nicht öffentlich ins Detail gehen, was Du verstehen wirst.
Ich kann gar nicht mehr genau sagen, was letztlich das Ausschlaggebende war, das mir geholfen hat – Medikamente waren es NICHT oder doch insofern, als mir bewusst wurde: Medikamente bringen mir nichts, aber auch gar nichts, im Gegenteil und dass ich so lernte bzw. gezwungen war zu lernen, mich auf mich selbst besinnen und eigene Wege zu finden, die eigenen Hilfsquellen zu mobilisieren,
der Angst immer wieder kleine Schritte entgegensetzen, Ja, vieles löst sich auch selbst, Geduld und Zeit sind natürlich gefordert
Was mir jetzt oft hilft, ist die Dynamind Technik
http://www.hunaseite.info/hunaseite/huna/turbohuna.html
falls Du interessiert bist
tut mir leid, dass Du eine schwere Zeit durchmachst im Moment
alles Gute Dir und Deiner Familie

PS Ich such nochmal nach der eigentlichen Liste, die ich meinte, falls ich sie finde, poste ich den Link dazu

06.02.2014 05:38 • #6


Mockychen
Zitat von cichysp:
endlich scheinst Du mehr und mehr zu verstehen, dass DU SELBST Dein bester Arzt bist Sag mal, machst Du ansonsten auch etwas? Ich meine, abesehen davon, an Medikamente zu denken und welches besser sein könnte? Entspannungstraining schon mal gemacht? An Hypnose schon mal gedacht? Wenn Du von Dauerangst sprichst, diese wird meiner Erfahrung nach von Medikamenten oft eher begünstigt
ich denke da vor allem an eine Frau, die ich stationär kennenlernte, sie war inzwischen Tavor abghängig, musste steigern ... das alte Lied, doch gegen die Dauerangst brachte das alles nichts



Genauso sehe ich das auch
Es gibt auch noch andere Dinge die sehr hilfreich sind! Medikamente führen oft zu einem negativen Kreislauf.

11.02.2014 17:08 • #7


Mockychen !
Du darfst aber nicht vergessen,das es auf das Krankheitsbild ankommt,
womit man zu kämpfen hat.
Alles was du greifen kannst, oder dein Bewustsein dir sagt,davor habe ich Angst,
sowie ich zb vor Spinnen Angst hätte,das kann ich alles umgehen,und dafür brauchst du auch keine Medikamente.
Ich meide diese Sachen,und schon ist meine Angst weg.
Angst die im Unterbewustsein (OP) ausgelöst wurde,da ist es weitaus schwieriger mit umzugehen.
Gruß Lacky

12.02.2014 19:36 • #8


@ Mockychen
DANKE

@ lacky Da hast du völlig recht dass es weitaus schwieriger ist mit umzugehen,
und GENAU von dieser Angst reden wir, weil es vor allem um DIESE krankhafte Angst hier in diesem Forum geht und wir reden nicht von einer, mit der LEICHT umzugehen wäre

doch: sooo leicht wie DU scheinbar meinst, ist es auch mit einer Spinnenphobie nicht, klarzukommen, in vielen Fällen kommen häufig Panikattacken dazu und die "unnatürliche Angst" kann bei jeder Angststörung überhand nehmen, nicht nur bei einer Ursache, wie sie in Deinem Fall vorliegt

da gibt es noch jede Menge andere Ursachen, die zu unnatürlichen Ängsten und Panikattacken führen können und zu Symptomen wie Du sie hast, lacky

schönen Tag noch Euch

13.02.2014 08:57 • #9




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