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L

Loki94
Gast

Ihr Lieben,
Ich bin sehr ratlos. Mir wird jetzt empfohlen das vierte Medikament ausprobieren. Ich hatte schon citalopram, escitalopram, das letzte Jahr Opipramol.
Und bin gerade sehr frustriert.
Weil das letzte Jahr mit opipramol eigentlich sehr gut lief, auch auf niedriger Dosis. Nur jetzt habe ich seit circa einem Monat eine Depression. Und der Psychiater sagt ich soll sofort eingreifen. Mit Clomipramin.

Ich weiß nicht was ich machen soll.
Vor ein paar Wochen haben wir noch darüber gesprochen das es möglich wäre alles abzusetzen. Und jetzt das.
Habe keine Lust mehr.

31.07.2021 #1


29 Antworten ↓
Seal79

Seal79
Mitglied

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Zitat von KaiSehr:
Dr. Jan Dreher ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Und er ist chefarzt an einer Fachklinik für Psychiatrie. Es geht nicht darum, dass ...


Deine Aussage wird jetzt viele Menschen hier verunsichern, besonders die Paniker und Angsthasen die ohnehin schon wenig vertrauen zu Ärzten haben.
Und jetzt kommst Du und bringst an das man sich im Internet umsehen sollte und selbst Recherche betreiben sollte da die Ärzte bei Kassenpatienten zu wenig Zeit hätten um auf sie richtig einzugehen.

Keine Ahnung was du mit diesem Statement bezwecken möchtest aber genau das Googlen im Internet sollten einige sich abgewöhnen und du regst genau das Gegenteil an.

Und ganz ehrlich? Jeder der eine Erkrankung hat und den Hang zum Google befragen ohnehin besitzt der wird jetzt ordentlich getriggert durch deinen Dr. Jan ...
Anstatt hier Menschen den Ratschlag zu geben sich mit Psychopharmakas und deren Einsatzgebiete zu beschäftigen wäre ein beruhigen und Zuspruch besser gewesen.
Ich habe zum Beispiel keine Lust mir Bücher anzulesen wo ich mit sämtlichen psychiatrischen Erkrankungen konfrontiert werde. Für viele ist das Ein sehr großes Problem vor allem für diejenigen die sich ohnehin 24/7 mit ihrer Symptomatik beschäftigen.

Finde deinen Post völlig Fehl am Platz .

Wichtig ist nämlich nicht das man sich so viel Wissen aneignet über Psychopharmaka wie nur geht und dem Arzt des Vertrauens bald sagt was man will und der einen dann erst recht für bekloppt hält. Ärzte haben studiert und haben Erfahrungen in ihrer Tätigkeit gesammelt. Wichtig ist das man sich bei seinem Arzt richtig aufgehoben fühlt und vertrauen in sich selbst und zum gegenüber hat. Nix anderes ist wichtig.

Wenn dich das so brennend interessiert dann solltest vielleicht studieren?

Bin auch sehr wissbegierig und neugierig aber das geht mir dann zu weit.
Und ich möchte auch nicht wissen was jetzt einige Panik schieben und die Kompetenz ihres Arztes in Frage stellen. Nicht auszudenken.

27.04.2021 16:13 • x 2 #23


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A


Das vierte Medikament ausprobieren ?

x 3


KaiSehr

KaiSehr
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Ach ja, eines möchte ich dir aber noch auf dem Weg mitgeben. Ohne jetzt Angst machen zu wollen. Es erfordert sehr viel Disziplin, die ersten Wochen mit so einem Antidepressivum durchzuhalten. Unzählige Male habe ich es nicht geschafft gehabt. Aber im Oktober war ich so kaputt, dass ich mir gesagt habe es ist mein letzter Ausweg. Zudem war ich auf einer stationären Rehabilitation. Die Reha selbst hat mir nichts gebracht, wegen Corona war nämlich ein reduziertes Programm. Den größten Erfolg, den ich hatte ist dass ich auf der Reha es geschafft habe mein Medikament durchzuhalten in den ersten Wochen. Und es war in den ersten Wochen definitiv unangenehm für mich. Aber wenn man einfach mal 7 Tage durchgehalten hat würde es jeden Tag besser. Und als das Medikament dann richtig gewirkt hat, fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Der Kopf war einfach gelüftet. Aber man muss einfach die Eingewöhnung durchhalten. Zu Hause in meinem geboten Umfeld hätte ich es bestimmt nicht geschafft durchzuhalten. Eingewöhnungsphase profarmaco durch den Stress im Alltag das bitte zu viel gewesen. Zum hat man ja auf der Reha auf die Sicherheit dass immer medizinisches Personal in der Nähe ist. Ich habe einen notrufknopf auf meinem Zimmer... Und zur Beruhigung habe ich promethazin bekommen. Auf die Idee ist leider früher keine Neurologe gekommen. Ich hatte immer nur Opipramol bekommen... Und das wirkt mal so gar nicht bei mir. Im Gegenteil es macht mich sogar unruhiger. Genauso übrigens wie Benzodiazepine. Bei mir hat promethazin am besten gewirkt gegen die Unruhe von dem Medikament. Meine Erfahrung ist, abschießen gesagt, dass du dir bei deinem Psychiater ruhig etwas trauen darfst. Ist meist wissen diese selbst nicht weiter und sind froh wenn der Patient einen Vorschlag bezüglich der Medikation einbringt. Ist nicht bei jedem Fall, aber vielen.

27.04.2021 12:49 • #16


Zum Beitrag im Thema ↓


Seal79
Wieso ein ganz neues ? Hast du die anderen nie vertragen?

x 1 #2


Angor
Warum nicht wieder Opipramol?

x 1 #3


L
Escitalopram habe ich früher genommen, dann noch einmal versucht, da hat es sich aber blöd angefühlt.

Er meint das Opipramol nicht mehr das richtige Medikament ist, weil Angst gerade nicht mehr das Thema ist sondern Depression. Und weil es mir auch sehr auf den Blutdruck ging.

Jetzt habe ich eine halbe genommen. Und überlege die ganze Zeit ob das ein Fehler war..
Weil egal welches AD, ich habe mich mit jeden weniger "ich" und mehr künstlich gefühlt.
Und es war/ ist auch mein Wunsch es ohne zu schaffen.

x 1 #4


M
Zitat von Loki94:
Und es war/ ist auch mein Wunsch es ohne zu schaffen

Hast Du es schon mal ohne Medis probiert?

x 2 #5


L
Ja immer mal wieder so ein halbes Jahr lang. Endete früher oder später immer wieder in der Krise. Und arbeiten konnte ich auch immer nur mit Medikamenten.
Sonst war ich ständig krankgeschrieben.
Therapie mache ich natürlich.

Oder würdet ihr es nochmal clean probieren ?

#6


M
Zitat von Loki94:
Oder würdet ihr es nochmal clean probieren ?

Schwierig da einen Tipp zu geben. Wenn ADs nie dauerhaft greifen, ist es eine Tortur.
Ein Augenmerk würde ich auf den Aspekt legen, dass anstelle der Angst nun Depression akut ist.
Wie äußert sich diese bei Dir bzw. bist Du von dieser Diagnose selber auch überzeugt?

x 1 #7


L
Bin ich von dieser Diagnose überzeugt..
Mein Therapeut sagt Traumafolgestörung und erklärt sich das so dass ich dann immer wieder in den Totstellreflex, Depression, falle oder in Überaktivierung also Angst bin.
Das macht für mich Sinn und so fühlt es sich auch an.

Ich glaube klassische Depression habe ich nicht, auch Angstörung ist es nicht immer. Es ist bei mir von allem etwas..Und schwankt immer hin und her.

#8


Seal79
Zitat von Loki94:
Bin ich von dieser Diagnose überzeugt.. Mein Therapeut sagt Traumafolgestörung und erklärt sich das so dass ich dann immer wieder in den ...


Wenn du das alles weißt, wieso hast du dann die Medikamente alle höchstens 6 Monate nur genommen ? Oder habe ich da was falsch verstanden?

#9


L
Nee ich habe escitalopram 5 Jahre genommen und opipramol ein Jahr.
Dazwischen waren 6 monate Pause.

#10


Seal79
Zitat von Loki94:
Nee ich habe escitalopram 5 Jahre genommen und opipramol ein Jahr. Dazwischen waren 6 monate Pause.


Ah ok.
Dann hatte ich das falsch verstanden.
Finde auch das man dir schwer zu was raten kann denn man kann ja leider in jemanden hinein sehen wie er sich so fühlt usw.
Aber für mich hört sich das alles irgendwie schon sehr zugespitzt an.

Wie würdest du dir denn eine Bewältigung ohne Medikamente vorstellen? Ich mein du musst ja einen Plan haben.

#11


KaiSehr
Clomipramin kenne ich sehr gut. Gott sei Dank musste ich es noch nicht nehmen. Eigentlich ist die vorgehensweise so: zuerst mal ein SSRI also EsCitalopram üblicherweise oder wenn man ein herzpatient ist Sertralin. Ist das zu schwach nimmt man Venlafaxin oder Duloxetin. Bringt das auch nicht den gewünschten Erfolg, kann man ein Neuroleptikum oder eben ein altes Antidepressivum einsetzen... jedoch ist der höhere Preis immer das höhere Nebenwirkungsprofil. Clomipramin ist also nur der letzte Ausweg

x 1 #12


L
Hey. Habe ich such schon gelesen.
Ich habe ihm gesagt das ich was anderes als escitalopram will und dann kam er damit gleich um die ecke..

Ich hoffe das wenn ich in der Therapie die traumatischen Teile integriert habe, das meine symptome dann zurück gehen..ehrlich gesagt.

x 1 #13


KaiSehr
Ich bin zwar kein Mediziner, aber kann dir aus eigener Erfahrung (habe es bei meiner Mutter gesehen) sagen, wenn Citalopram nicht hilft solltest du es mit Venlafaxin versuchen oder vielleicht sogar Duloxetin. Duloxetin ist sehr gut verträglich, ich nehme es schon seit Dezember in der höchst zugelassenen Dosis (120 MG) und das obwohl ich eigentlich sehr wenig Wiege. Lass dich nicht von den ganzen Horror Berichten im Internet verunsichern. Diesen Fehler habe ich nämlich gemacht, und dadurch das Medikament viel zu spät angefangen weil ich Angst hatte.

x 2 #14


M
________________
Ich sollte mir öfter Pfannkuchen, anstatt Sorgen machen... Smile

Sehr gut!

x 4 #15


KaiSehr
Ach ja, eines möchte ich dir aber noch auf dem Weg mitgeben. Ohne jetzt Angst machen zu wollen. Es erfordert sehr viel Disziplin, die ersten Wochen mit so einem Antidepressivum durchzuhalten. Unzählige Male habe ich es nicht geschafft gehabt. Aber im Oktober war ich so kaputt, dass ich mir gesagt habe es ist mein letzter Ausweg. Zudem war ich auf einer stationären Rehabilitation. Die Reha selbst hat mir nichts gebracht, wegen Corona war nämlich ein reduziertes Programm. Den größten Erfolg, den ich hatte ist dass ich auf der Reha es geschafft habe mein Medikament durchzuhalten in den ersten Wochen. Und es war in den ersten Wochen definitiv unangenehm für mich. Aber wenn man einfach mal 7 Tage durchgehalten hat würde es jeden Tag besser. Und als das Medikament dann richtig gewirkt hat, fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Der Kopf war einfach gelüftet. Aber man muss einfach die Eingewöhnung durchhalten. Zu Hause in meinem geboten Umfeld hätte ich es bestimmt nicht geschafft durchzuhalten. Eingewöhnungsphase profarmaco durch den Stress im Alltag das bitte zu viel gewesen. Zum hat man ja auf der Reha auf die Sicherheit dass immer medizinisches Personal in der Nähe ist. Ich habe einen notrufknopf auf meinem Zimmer... Und zur Beruhigung habe ich promethazin bekommen. Auf die Idee ist leider früher keine Neurologe gekommen. Ich hatte immer nur Opipramol bekommen... Und das wirkt mal so gar nicht bei mir. Im Gegenteil es macht mich sogar unruhiger. Genauso übrigens wie Benzodiazepine. Bei mir hat promethazin am besten gewirkt gegen die Unruhe von dem Medikament. Meine Erfahrung ist, abschießen gesagt, dass du dir bei deinem Psychiater ruhig etwas trauen darfst. Ist meist wissen diese selbst nicht weiter und sind froh wenn der Patient einen Vorschlag bezüglich der Medikation einbringt. Ist nicht bei jedem Fall, aber vielen.

#16


KaiSehr
Zitat von moo:
________________ Ich sollte mir öfter Pfannkuchen, anstatt Sorgen machen... Smile Sehr gut!

Seinen Humor darf man einfach nicht verlieren, dass das einzige was bleibt

x 3 #17

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L
@ kaisehr
Soll ich dem Psychiater trauen oder nicht trauen ? xD
humor auf jeden fall

x 2 #18


KaiSehr
Zitat von Loki94:
@ kaisehr Soll ich dem Psychiater trauen oder nicht trauen ? xD humor auf jeden fall


Das ist eine wirklich schwierige Frage. Heute weiß ich selbst, dass manche Psychiater nicht immer die besten medizinischen drauf geben, auf der auf der anderen Seite möchte ich mich auch nicht über diese Leute stellen, sie haben schließlich Jahre Lang studiert. Ich kann dir die Seite von Dr. Jan Dreher empfehlen. Dieser hat ein Buch geschrieben über die Medikamente und hat auch Videos in YouTube hochgeladen die so gut sind. Einfach mal Googlen...
Ich finde es unerlässlich, das einfach selbst informiert, und den FachArzt noch als zusätzlichen Input hinzuzieht. Wichtig ist, dass man sich bei einer seriösen Quelle informiert, wie z.b. eben Dr. Jan Dreher. Denn letztendlich ist es dein Körper, und du musst dich bewusst auf die Psychopharmaka einlassen. Alles andere geht in die Hose, glaub mir.

x 1 #19


Seal79
Zitat von KaiSehr:
Das ist eine wirklich schwierige Frage. Heute weiß ich selbst, dass manche Psychiater nicht immer die besten medizinischen drauf geben, auf der auf ...


Und wo geht hervor das dieser Dr. Jan Dreher der Kracher ist und mit allem richtig liegt?

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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