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saratoga

Können Medikamente wirklich helfen ?

Jedes Medikament hat seine Wirkung nebst den bekannten Nebenwirkungen. Manchmal fragt man sich gerade in Sachen nebenwirkungen ob es das Wert ist diese Tablette zu nehmen denn was nutzt es frei jeden Schmerzes zu sein aber du dich mit x % Wahrscheinlichkeit bald von deiner Niere verabschieden kannst. Interessant sicher in diesem Forum werden Medikamente "rund um die Psyche" sein. Ach je da gäbe es eine ganze Masse (nebst natürlich Nebenwirkungen).

Grob kann man sagen das die meisten Psycho Medikamente salopp auf deine Psyche einwirken sollen so das ein Ergebnis erreicht werden soll das du dann das Bild eines "normalen" abbegen wirst. Leider muss man sagen hat sich der Bereich der Psychologie im Verlauf seiner geschicht mehr als oft geirrt und eine ganze Flut an Opfer gebracht. gleichgeschlechtlich und Lesben galten vor noch nicht all so langer Zeit als "schwer Kranke". Ebenso schlimm ging es an einige ehinderte Menschen. Ja und dann die Zuständie in vielen heutigen Psycho Kliniken. Unmenschlichkeiten die schon durch Urteioe des EuGH gerügt wurden.

Aber was wir bei all den Dingen übersehen ist man selbst !

Wenn du Angst hast vor Spinnen dann ist es so. Ist doch ok und was soll daranm schlimm sein ? Wenn du nicht in Massen gehen willst dann ist es so und es ist doch ok. Solange du dich dabei wohl fühlst soll es einfach ok sein. Du bist wie du bist.

Klar wenn es dir weh tut was dann ?

Schnell greift der Arzt zur Pille und je nach Pille (oh Wunder) wandelst du dich zum Spinnen Experten oder tummelst dich alsbald in den engsten Massen. Doch bist du das dann wirklich ? In der regel ist es die Pille die dein Wesen veränderte. DIe Angst bleibt nur sie wird überspielt. Ich frage mich dann was wird wohl passieren wenn die Pille ausgeht? Wenn dir etwas weh tut kannst du das auch ganz ohne Pille beheben. Du schaffst das auch. Man muss nicht immer ales direkt und in Perfektion erreichen. ES genügt doch wenn du schon mal den ersten Schritt machst und

oh Wunder

du hast gerade den ersten SChritt getan denn du hast angefangen wir zu lesen und es scheint dich zu interessieren und du bist genau an dieser Stelle angekommen und musst zwangsläufig einräumen doch tatsächlich den ersten SChritt gemacht zu machen. Ja und es war mehr als nur der erste SChritt. Du hast dich in dieses Forum bewegt. Die ließt und du schreibst und dies und das

und das alles ganz ohne Medikamente.

Cool gell was alles so ganz ohne Medikamente möglich ist ... und deine anderen Zeiele wirst du ebenso erreichen denn die Lösung deiner probleme kann nie eine Pille sein - die Lösung bist du selbst.

08.03.2017 14:16 • 13.04.2017 x 1 #1


22 Antworten ↓


Brandungsburg

Brandungsburg


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Was ein Schwachsinn. Es geht nicht um eine Angst vor Spinnen, die mit Medikamenten behandelt werden soll, sondern um schwere Persönlichkeits- und Panikstörungen und ohne die Tabletten wäre ein normales, beschwerdefreies Leben nicht möglich. Viele brauchen sie auch, um überhaupt stabil genug für eine Therapie zu sein.

08.03.2017 14:21 • x 5 #2


clemens


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Ich gebe meinem Vorredner recht das es etwas Wirr war was du geschrieben hast aber für Schwachsinn halte ich das ganze nicht.
Man kann auch schwere Persönlichkeits- und Panikstörungen ohne Medikamente bewältigen. Ich bin selbst ein Beispiel dafür. Wenn man sich selbst klar macht das du es selbst bist, der Symptome verursacht, kannst du alleine auch sie wieder in den Griff bekommen.
Das ganze hat alleine etwas mit Willen zu tun und wie du das ganze angehst. Wenn man strukturiert vorgeht und wirklich will das es einem besser geht kann man es mit vielen verschiedenen Praktiken und Disziplin schaffen. Das ganze dauert natürlich nicht eine Woche sondern ist Monate harter Arbeit, jeden vereinzelten Tag und klar wird es einem mal schlechter und mal besser gehen aber am Ende besiegt man alles. Ich glaube auch das jeder so einen starken Willen in sich trägt nur viele können darauf nicht zugreifen. Für diese Personen ist dann eine anfängliche Therapie und auch Medikamente sinnvoll.
Du hast ja gesagt das wenn man Medikamente nimmt, es einem besser geht, aber nur solange man sie auch nimmt.
Das stimmt nicht so richtig denn auch während du sie nimmst, konditionierst du deinen Kopf neu und ich gebe meinem Vorredner recht das manche die Medikamente brauchen, um überhaupt einen Anfang gegen ihre Angst zu finden.

08.03.2017 14:36 • x 1 #3


Blackstar


Kommt darauf wie schwer die Erkrankung ist und wie lange sie schon besteht.
Dann noch auf die individuelle Konstitution und ob Komorbidität vorhanden ist/sind oder nicht.
Wenn die psychsichen Probleme auf einer physischen Krankheit beruhen, dann sowieso.
Meine Depressionen werden von Rheuma ausgelöst, ohne Entzündungshemmer wäre es
eine völlig unnötige Quälerei.

08.03.2017 14:48 • x 2 #4


Serthralinn


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Ich glaub manche kennen keine richtigen Ängste.

08.03.2017 14:57 • x 1 #5


Uropanoel

Uropanoel


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Braucht man wirklich Medikamente?

Ja, ich brauche sie.

08.03.2017 14:58 • x 6 #6


Ani33


Manche Medikamente werden sicher unnötig verordnet bzw. eingenommen aber wer einmal richtige Schmerzen kennengelernt hat, weiß das es nicht ohne Medikamente geht und dann fragt man in dem Moment nicht mehr ob das gut oder schlecht für die Niere ist. Bei starken Ängsten die normal leben nicht möglich machen geht es halt für viele auch nicht ohne Tabletten.

08.03.2017 19:13 • x 2 #7


nektarine


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Ja, ich brauche meine Medikamente!

Ohne meine Antidepressiva bin ich nicht in der Lage ein normales Leben zu führen, ich bin ohne sie schwer krank. Ich habe psychische Schmerzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, extreme Schwäche, heule viel, habe ganz grausige flashbacks und kann weder arbeiten gehen, noch mich um meine Kinder kümmern.

Mit Antidepressiva kann ich das alles, ich bin abosolut symptomfrei, ich gehe arbeiten, bin eine ganz normale mama und genieße mein leben.

Natürlich mache ich zusätzlich eine Therapie, denn medis alleine bringen es in meiner situation nicht. aber ich möchte auf keinen fall auf sie verzichten müssen, weil mein leben so wieder lebenswert ist.

es gibt auch eine reihe von anderen medikamenten, die notwendig sind.
ohne meine allergietabletten bekomme ich asthamanfälle und ohne asthmaspray werden die sehr ungut.
ohne meinen epipen wäre der wespenstich vor 1 1/2 Jahren vielleicht tödlich gewesen,....

ich denke einfach, ich lebe wahrscheinlich nur einmal und dieses leben will ich genießen. ich will nicht weinend im bett liegen, oder permanent an meine vergangenheit erinnert werden.

ich glaube, dass viele, die so schreiben wie du, (zum Glück) noch nie richtig psychisch krank war.

Liebe grüße

08.03.2017 20:21 • x 1 #8


Serthralinn


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So ist es. Wer noch darüber nachdenken kann, ob Medikamente oder nicht ist nicht allzu schwer betroffen.

08.03.2017 20:28 • #9


alfred

alfred


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Zitat von opanuel:
Braucht man wirklich Medikamente?

Ja, ich brauche sie.


Ich auch..ohne geht es nicht wenn ich länger Leben möchte.
Da muß ich die Nebenwirkungen in kauf nehmen.

08.03.2017 20:52 • x 1 #10


JPreston


Ich würde ja gerne ohne Medikamente auskommen, aber es geht eben nicht anders.
Ich brauche meine Medis um keinen psychotischen Schub zu bekommen, ohne sie wäre ich aufgeschmissen.
Ich glaubte während meiner Psychose nicht, dass ich krank wäre und habe so unnötig 2 Jahre! gelitten, bis ich angefangen habe Medis zu nehmen.
Jetzt bin ich, Gott sei Dank, symptomfrei, auch, was die Panik betrifft, helfen sie mir und nicht wenig, denn es gab Zeiten, da habe ich mich aus dem Hause nicht getraut.

08.03.2017 21:06 • x 1 #11


alfred

alfred


2888
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2541
Zitat von JPreston:
Ich würde ja gerne ohne Medikamente auskommen, aber es geht eben nicht anders.
Ich brauche meine Medis um keinen psychotischen Schub zu bekommen, ohne sie wäre ich aufgeschmissen.
Ich glaubte während meiner Psychose nicht, dass ich krank wäre und habe so unnötig 2 Jahre! gelitten, bis ich angefangen habe Medis zu nehmen.
Jetzt bin ich, Gott sei Dank, symptomfrei, auch, was die Panik betrifft, helfen sie mir und nicht wenig, denn es gab Zeiten, da habe ich mich aus dem Hause nicht getraut.

Da kann ich auch ein Lied von singen....
Bin 3 mal die Nacht klatschnass aufgewacht und konnte jedesmal das Bett neu beziehen.
War auch mal an die Wohnung gefesselt...ich denke es kommt immer daraf an wie schwer es einen erwischt hat.

08.03.2017 21:09 • #12


Serthralinn


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Zitat von JPreston:
Ich würde ja gerne ohne Medikamente auskommen, aber es geht eben nicht anders.
Ich brauche meine Medis um keinen psychotischen Schub zu bekommen, ohne sie wäre ich aufgeschmissen.
Ich glaubte während meiner Psychose nicht, dass ich krank wäre und habe so unnötig 2 Jahre! gelitten, bis ich angefangen habe Medis zu nehmen.
Jetzt bin ich, Gott sei Dank, symptomfrei, auch, was die Panik betrifft, helfen sie mir und nicht wenig, denn es gab Zeiten, da habe ich mich aus dem Hause nicht getraut.

Was nimmst du denn

08.03.2017 21:10 • #13


JPreston


Ich nehme Abilify gegen Psychose und Ängste, Escitalopram und bei Bedarf Praxiten.

08.03.2017 21:14 • #14


saratoga


Die meisten Medikamente bekämpfen Symptome und selten wirklich Ursachen. Ergäbe es wirklich Sinn nur Symptome zu bekämpfen ? Wäre es nicht sinnvoller die Ursache anzugehen ? Ein Psychopharmaka kann deine Depression "mildern" doch zum Beispiel das Mobbing das dir ursächlich die Depression bringt bleibt. Machte der Einsatz des Medikament nun wirklich Sinn ? Mit Sicherheit nicht. Was nutzt es dir "per Chemie" auf "Schein Wolke 7" zu sein wenn die Ursache weiter auf dich einwirkt. Bestenfalls lebst du dann Dank Medikament am wahren Leben vorbei. Ein starkes Schmerzmittel kann dir den Schmerz bei zum Beispiel Krebs "mildern" aber es wird den Krebs nie heilen.

08.03.2017 23:28 • #15


Brandungsburg

Brandungsburg


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Zitat:
Wäre es nicht sinnvoller die Ursache anzugehen ?


Genau dafür gibt es ja die Therapie, aber die Medikamente sollen im Alltag unterstützen, damit man sein Leben weiterhin halbwegs meistern kann und nicht "abstürzt". Im besten Fall kann man sie nach Bekämpfung der Ursache irgendwann wieder ausschleichen oder stark reduzieren.

08.03.2017 23:58 • x 1 #16


Ani33


Ursache bekämpfen geht bei leichten Krankheitsbild. Aber reden wir hier über Erkältung, Verstauchungen, Rückenschmerzen oder ähnliches? Ich bin auch der Meinung das man bei vielen Dingen keine chemischen Medikamente braucht und unterstützte die Pharmaindustrie nicht gern.
Doch bekämpfe mal PTBS, die Bilder, Erlebnisse eines schweren Traumas bleiben irgendwie immer da, natürlich kann man lernen damit zu leben. Aber warum soll man nicht besser leben dürfen, wenn es ein Medikament gibt das einen das Leben erträglicher macht?

Den Vergleich mit Krebspatienten finde ich völlig unpassend. Die sollen also auf Schmerzmittel verzichten und besser die Ursache bekämpfen? Wie bekämpft man Tumore ohne Medikamente? Wäre super wenn das geht. Weißt du was Tumorschmerzen sind? Da hilft bisschen Ibuprofen nicht mehr und oft auch kein Novalmin, nur Opiate. Auf solche Tabletten verzichten müssen....du kannst dir offenbar nicht annähernd vorstellen was das bedeutet.

Welche Diagnose hast du? Wieviele Menschen kennst die die wirklich richtig betroffen sind egal ob psychische oder körperliche Krankheit?

09.03.2017 06:21 • #17


Uropanoel

Uropanoel


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Zitat von saratoga:
Ein starkes Schmerzmittel kann dir den Schmerz bei zum Beispiel Krebs "mildern" aber es wird den Krebs nie heilen.


Dann hast du noch keine richtige schmerzen gehabt. Das Schmerzmittel kein Krebs heilen kann ist doch logisch, aber es kann dein leben lebenswerter machen.
Ich habe Krebs und damit verbunden auch sehr starke schmerzen die ich nur durch starke Schmerztabletten (BTMG) aushalten kann.
Ich wünsche dir keine starke schmerzen, aber solltest du sie auch mal haben sprechen wir uns wider.

09.03.2017 10:43 • x 5 #18


alfred

alfred


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Zitat von opanuel:
Dann hast du noch keine richtige schmerzen gehabt. Das Schmerzmittel kein Krebs heilen kann ist doch logisch, aber es kann dein leben lebenswerter machen.
Ich habe Krebs und damit verbunden auch sehr starke schmerzen die ich nur durch starke Schmerztabletten (BTMG) aushalten kann.
Ich wünsche dir keine starke schmerzen, aber solltest du sie auch mal haben sprechen wir uns wider.

Hi Opa.
Ja so ist es....ich muß ja auch meine Medikamente nehmen da ich sonnst einen Schlaganfall bekommen könnte.
Für jeden pups würde ich auch nichts nehmen.
Ich bin froh der es für uns Medikamente gibt die und das Leben zu ertragen helfen.
Wünsche auch keinem das er mal wirklich welche braucht...aber wenn dann sollte er froh sein .

09.03.2017 10:50 • x 2 #19


clemens


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Zitat von saratoga:
Die meisten Medikamente bekämpfen Symptome und selten wirklich Ursachen. Ergäbe es wirklich Sinn nur Symptome zu bekämpfen ? Wäre es nicht sinnvoller die Ursache anzugehen ? Ein Psychopharmaka kann deine Depression "mildern" doch zum Beispiel das Mobbing das dir ursächlich die Depression bringt bleibt. Machte der Einsatz des Medikament nun wirklich Sinn ? Mit Sicherheit nicht. Was nutzt es dir "per Chemie" auf "Schein Wolke 7" zu sein wenn die Ursache weiter auf dich einwirkt. Bestenfalls lebst du dann Dank Medikament am wahren Leben vorbei. Ein starkes Schmerzmittel kann dir den Schmerz bei zum Beispiel Krebs "mildern" aber es wird den Krebs nie heilen.


Mobbing muss jetzt nicht der Grund für die Depression sein, gibt noch genug andere Ursachen, Lebensumstände etc. bitte generalisiere nicht. Wie schon gesagt es hilft Medikamente zu sich zu nehmen, da manche Leute geistig nicht so stark sind von alleine den ersten Schritt zu gehen. Du weißt scheinbar nicht wie es ist, wenn man sich 24/7 um seine Krankheit Gedanken macht, nicht mehr schlafen kann, Panikattacken erleidet und einfach nicht weiter weiß. Das Gefühl lässt sich kaum beschreiben. Du stirbst einfach jede Sekunde, jede Minute deines Tages. Glaub mir das ist ziemlich heftig und viele brauchen deshalb ein Medikament, um überhaupt auch zu begreifen, das es rein psychische Ursachen hat. Am wahren Leben vorbei leben ? Was ein Schwachsinn. Du willst dein Leben wieder gewinnen. Und manche brauchen eben dafür Medikamente um überhaupt das Gefühl wieder zu haben, das es ein normales Leben noch gibt. Und deine Aussage zu Krebs war jetzt auch nicht sonderlich clever. Man nimmt Schmerzmittel bei Krebs nicht zur Heilung, sondern damit man mit den Schmerzen auskommt. Du machst Chemotherapie um den Krebs zu besiegen. Und viele Arten von Krebs können so auch geheilt werden.
Und klar bekämpft man mit Medikamente keine Ursachen von Depressionen oder Störungen. Dafür gibt es Therapie, aber wie schon angesprochen, brauchen viele Medikamente um eben überhaupt zu erkennen, das ihre Störung wieder heilbar ist.

09.03.2017 14:11 • #20




Dr. med. Andreas Schöpf

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