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Mockingjay
Hallihallo!

Vor ca. 2 Monaten hat mir ein Arzt offenbart ich würde unter einer schweren Panikstörung, Agoraphobie und dem RLS-Syndrom leiden. Dagegen wurde erstmal Venlafaxin verschrieben.
Vorgestern habe ich mich dann endlich getraut eine Tablette zu nehmen und war ehrlich gesagt ziemlich geschockt. Habe neben der Agoraphobie auch eine Emetophobie(Angst zu Erbrechen) und war druch die aufkeimende Übelkeit den ganzen Tag wie gelämht. War auch total benebelt (trotz der kleinsten Dosis von 37,5 mg), hatte Schlaflosigkeit, Beinezittern, Schwitzen, Pupillenerweiterung, Zwischenblutungen, Herzrasen und später dann auch leichte Halluzinationen. Einiges ist mit Sicherheit auch durch die Angst und die Erwartung auf Nebenwirkungen gekommen. Habe keine zweite Tablette genommen und mit der Tablettentheraphie abgebrochen.

Nun zu meiner Frage:
Ist das überhaupt notwendig diese Antidepressiva zu schlucken? Macht es nicht mehr Sinn die Angst voll zu erleben, damit man gegen angehen kann?

Ich würde mich über ein paar Meinungen/Erfahrungsberichte freuen.

Liebe Grüße
Mockingjay

22.11.2014 22:43 • 25.11.2014 #1


6 Antworten ↓


Rick
Hallo,

es ist nicht gut, dass du so lange gewartet hast.

Ich glaube, es ist keine gute Erfahrung, die Angst voll zu erleben - und kein Weg, um dagegen anzugehen.

Du solltest baldmöglichst mit deinem Arzt darüber sprechen.

Rick

22.11.2014 22:49 • x 1 #2



Sind Medikamente wirklich notwendig?

x 3


Celestine
Es ist eine Frage der Heftigkeit Deiner Beschwerden.Natürlich ist es besser, die Angstproblematik ohne Medis anzugehen und zu bearbeiten. Wenn Du aber zu tief drin steckst, sind Medikamente hifreich, um den Teufelskreis zu unterbrechen und dann wieder reagieren zu können

22.11.2014 22:53 • x 1 #3


Mockingjay
Danke Euch zwei für die schnellen Antworten!

Habe das Vermeidungsverhalten inzwischen abgelegt und gehe selbstständig (leider auch noch ohne Therapeut) dagegen an.

22.11.2014 22:56 • #4


MrsAngst
Also ich schildere dir meine persönliche Meinung.
Antideprissiva sind sicher eine gute Methode wenn man sehr tief in der Angst steckt und ohne nicht voran kommt. Als kurzzeitige Geschichte in Extremfällen um eben raus zu kommen ist es sicher ganz gut.
Aber es unterdrückt eben nur die Symptome und bekämpft sie nicht und heilt die Krankheit nicht.
Und das ist eben die frage die du dir selber beantworten musst.

Wie sehr hat dich deine angst im griff?
Kommst du da alleine überhaupt raus?
Willst du sie überhaupt nehmen?

Antideprissiva sind meiner Meinung nach ein kurzzeitmedikament bis man eine Therapie hat oder am Anfang einer Therapie um sie besser aufnehmen zu können.

24.11.2014 00:51 • #5


Mockingjay
Danke für deine Antwort, Mrs Angst!

Ja, da hast du recht mit den Fragen, die man sich stellen/beantworten muss...

Werde da erstmal mit meinem Neurologen drüber sprechen. Mal sehen, was er dazu sagt. Aber grundsätzlich kann ich mich weigern die Tabletten zu nehmen oder?

25.11.2014 21:46 • #6


MrsAngst
Du musst gar nichts nehmen wenn du nicht willst

25.11.2014 23:04 • #7




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