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12

S
Insgesamt ziemlich gut.
Nur teilweise etwas antriebslos, allerdings hauptsächlich am Wochenende und nach der Arbeit. Auf der Arbeit geht es eigentlich.
Gegen Depressionen gibt es aber bessere Alternativen. Versuche es derzeit mit Kaffee zusätzlich.

Ansonsten sehr gut gegen die Zwangsstörung und auch gegen die Ängste. Und ich nehme eher leicht ab als zu.

#81


E
was meinst du mit besseren alternativen? inwiefern äußert sich das für dich? was macht deine libido? im netz schreiben nämlich durchaus einige, dass sie libidoveränderungen spüren oder orgasmusprobleme haben.

#82


A


SSNRI / SSRI Erfahrungen für Angststörung - was am besten?

x 3


S
Naja , ich fühle mich schon irgendwie wieder recht träge und lustlos. Meine Lust auf Sex ist daher auch etwas verringert , was aber eher an der allgemeinen Trägheit liegt. Das nervt mich gerade schon ziemlich.

Das Blöde ist, dass ich Zwangsstörung, Angststörung, depression und Antriebslosigkeit, sozialphobie hab. Weil , alles was gegen Angst hilft , macht antriebslos und Alles was gegen Antriebslosigkeit hilft , macht Angst. Voll der Käse.

#83


G
Sert es ist völlig egal was man nimmt, die Symptome sind doch in etwa gleich, je nachdem wie der Körper darauf reagiert.....

#84


E
...dann verringere die dosis doch mal ein bisschen. die höchstdosis von antidepressiva macht doch oft müde. vielleicht reichen ja auch 200mg?

#85


S
Zitat von Gerd50:
Sert es ist völlig egal was man nimmt, die Symptome sind doch in etwa gleich, je nachdem wie der Körper darauf reagiert.....



Was soll deine Aussage bedeuten?

#86


G
Das es völlig egal ist, welchen Wirkstoff du nimmst, jeder Körper reagiert anders. Und wenn du nur wartest, bis der Wirkstoff zu wirken beginnt und sonst keinerlei Aktivitäten an den Tag legst (Ausdauersport, Therapie, Medidation usw), dann hilft dir das beste Medikament nichts. Das meine ich.
Es ist ja so, dass du von jedem Medikament die ersten Wochen begeistert warst (alle SSRI durch), lange jedoch hat die Begeisterung nicht angehalten. Sert machst du Therapie? Machst du Ausdauersport? Meditierst du? Erlernst du Alternativen wie Yoga oder Tai Chi?
Progressive Muskelentspannnung? Lichttherapie?

x 1 #87


igel
Sertra, Du bist offensichtlich sehr an naturwissenschaftlichem Denken orientiert. Aber die psychischen Probleme lassen sich aus dieser Perspektive nicht erfassen, sie sind viel komplizierter.

Ich kann Gerd nur zustimmen. Wenn Du nichts weiter unternimmst, als immer wieder neue AD zu probieren, wirst Du nicht weiterkommen.

x 2 #88


E
Serthralinn, wie geht es dir mit fluvoxamin?

#89


S
Ganz gut. Nur am Wochenende sehr träge

#90


N
Zitat von Serthralinn:
Paroxetin : Noradrenalin Hemmung 56 ! ! !

Venlafaxin : 2700

Paroxetin ist ein hart snri mit dopamin , muskarin und Antihistaminika Wirkung

Da wundert dich Bluthochdruck noch?

Zitat von Serthralinn:
Sertralin ist ein SDRI, Fluoxetin ein SNRI , citalopram ein SHRI und fluvoxamin ein SRI mit sigma 1 Hemmung


Hallo Serthralinn,

hast Du dafür eine Quelle? Eine Art Tabelle oder ähnliches?
Das würde mich sehr interessieren!

#91


chrian

SSNRI / SSRI mein Erfahrungsbericht

Hallo zusammen, da dies mein erster »richtiger« Beitrag in diesem Forum ist, nochmal ein freundliches »Hallo« in die Runde! Smile

Ich dachte, dass es vielleicht ratsam ist, meine »Leidensgeschichte« einmal chronologisch runter zu schreiben, eventuell findet sich hierin ja jemand wieder und kann für sich zumindest eine art »Okay, anderen geht es auch so« herausziehen. Vielleicht habt ihr auch Tipps und Anregungen für mich, die mich weiterbringen.

Um nicht das Gefühl zu vermitteln ich wolle hier eine autobiografischen Roman verfassen, erscheinen ab jetzt mehr Haupt- denn Nebensätze. ;D

Anfang Dezember hatte ich im Zug (fuhr zu dem Zeitpunkt noch regelmäßig per Bahn ist einfach entspannter zu meiner damaligen Partnerin) eine satte Panikattacke. Das war mein »erstes Mal«. Plötzliche Angst, Herzklopfen, Übelkeit, Schwindel, wurde auch nach einer Zeit nicht besser, sodass ich schlussendlich den Zug verließ und mich abholen lassen musste. Die Rückfahrt ein paar Tage später habe ich durchgezogen, wenngleich unter extremer Anspannung, habe es auch Oh Wunder (Ironie) überlebt.

Bin danach zum Hausarzt, wollte mir direkt Venlafaxin verschreiben, habe ich erstmal dankend abgelehnt und mich die AU-Woche zu Sport und Spazieren gezwungen, inklusive diverser Panik-Anflüge, echt unangenehm. Blutwerte und EKG Topp.

In der Vorweihnachtszeit war ich dann auch wieder »normal« arbeiten, fiel mir nicht leicht, ich wusste aber aus der Theorie, dass man versuchen soll alles »wie immer« zu machen und nichts zu vermeiden. Die Weihnachtszeit habe ich dann halbwegs überstanden, immer mal wieder Anflüge mit Depersonalisierung und dem Gefühl »nicht ganz da« zu sein, Übelkeit, Schwindel, verschwand aber immer wieder nach einer halben Stunde bis Stunde. nichtsdestotrotz ziemlich kraftraubend. :/ Neurexan, Sedariston (Johanniskraut/Baldrian) und Lasea haben alles jedoch halbwegs in Zaum gehalten. Zumindest »gefühlt«.

Anfang Januar hatte ich dann zur Sicherheit einen Termin beim Kardiologen (Auch da wieder im Wartezimmer »Alarm«), alles prima, Ultraschall, EKG. Ich solle mal »locker bleiben« und nicht »so viel denken«. »Okay, bleibe ich und mache ich nicht mehr, vielen Dank  Sie haben mein Leben verändert hätte ich nur gewusst, dass es so einfach ist!« :p

Darauf Termin bei einer Neurologin/Psychaterin/Psychotherapeutin, bestätigte vollumfänglich meine bereits existierende Theorie zur »typischen« Panikattacke und ermutigte mich wie meine Hausärztin bereits im Dezember zu Venlafaxin. Damit fing der »Spaß« dann an.

Ab dem 11.01. Initial 37,5 mg, die erste Nacht Panik, Schweißausbrüche, diffuse Angst, danach soweit okay, nur total »matschig« und alles so »unwirklich« wie in einem Traum. Innere Unruhe war allerdings nach wenigen Tagen weg, dieses »unter Strom stehen«, Panikattacken/Angst hatte ich auch nicht mehr. Nachdem am 09.01. immer noch alles voller Nebenwirkungen war, schlug meine Fachärztin einen Wechsel zu Sertralin vor, nahm ich dankend an. Bei der Umstellung zwei Tage »eher so mittelgut« inklusive »diffuser« Panikattacke beim Spaziergang.

4 Tage 25mg Sertranin (Winthrop), dann bis zum 09.02. 50mg vertrug ich gut, keine PA, Angst oder Niedergeschlagenheit, die Nächte waren oder sind seitdem jedoch leider eher mau, schlafe nicht durch und bin morgens irgendwie nicht fit. Sollte sich aber wohl legen, bekam dann nochmal 100x 50mg Sertralin verschrieben. (Die vorherigen von Winthrop waren nur wenige zum »testen«.

Ich also los, Sertralin besorgen, bekam dann welche von »Aurobindo« lief gar nicht, plötzlich ähnliche Nebenwirkungen wie beim Venlafaxin, nach einigen Tagen also wieder zur Ärztin und dank »aut idem«-Kreuzchen wieder welche von Winthrop bekommen, die Nebenwirkungen wurden etwas besser, blieben jedoch. Weiterhin habe ich seitdem immer wieder mal so ein »grieseln« wie Filmkorn in der visuellen Wahrnehmung, bin aber ehrlicherweise nicht sicher, ob ich nicht derzeit einfach extrem sensibilisiert auf alles bin. Very Happy

Da die Nebenwirkungen nicht wirklich weniger wurden, nach Absprache runter auf 25mg, das half nach wenigen Tage und alles war erstmal bis zum 01.03. soweit prima, dann bekam ich es mit einem Infekt zu tun, darauf folgte wieder eine Angst-Attacke und das letzte Wochenende diffus ängstlich und niedergeschlagen ich vermute der Virusinfekt hat den Wirkstoffspiegel durcheinandergebracht?!

Bin dann sicherheitshalber nochmal hin und die Ärztin meinte, dass der Spiegel vermutlich genau auf »Kante« ist (frei wiedergegeben) und nun nehme ich seit Montag wieder 50mg. Mit den Nebenwirkungen Schwummerigkeit, irgendwie nicht ganz in der Welt, Schwindel, Ohrensausen, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen (häufig aufwachen und sich nicht »fit« fühlen, wenig Schlaf an sich).

Ich werde das jetzt mal bis zum Wochenende bzw. zur nächsten Woche testen, wenn es nicht besser wird, ist mein Plan erstmal wieder auf 25mg runter, da hatte ich vor dem Infekt gefühlt meinen persönlichen »Sweet Spot« gefunden. Eventuell teste ich bei der niedrigen Dosis auch zusätzlich etwas niedrig dosiertes 5-HTP oder L-Tryptophan. Laut Fachärztin ist das bei den Dosierungen problemlos und führt nicht zu einem Serotonin.-Syndrom. Halt nur wenn eins oder beides sehr hoch dosiert genommen wird.

Ich nehme derzeit Abends noch eine Kapsel Lasea, das unterstützt die »Ruhe« zumindest etwas.

Privat und beruflich ist alles soweit gut, mache weiterhin Sport (Schwimmtraining, Laufen, wenn es trocken wird wieder Rennrad) hatte bereits damals wegen Depressionen mehrere Jahre ambulante Psychotherapie und in den letzten Monaten wegen der Symptomatik auch ein paar Stunden. War auch alles soweit gut, bis eben die Umstellung der Hersteller beim Sertralin alles wieder durcheinander gewirbelt hat. Yay. XD

Lange Rede, kurzer Sinn  der Text wurde nun doch wesentlich umfangreicher als er werden sollte über Tipps, Anregungen, Erfahrungen oder Fragen freue ich mich!

Viele Grüße,
Chrian

#92


Sertra79
Venlafaxin und Sertralin unterscheiden sich niedrigdosiert nicht in der Wirkung. Die Nebenwirkungen dauern überall 3-4 Wochen, mit Erhöhungen eventuell entsprechend länger. Auch die Verstärkung der Angst/Panikattacken zu Beginn habe ich bei Sertralin und Venlafaxin selber erlebt.
Da musst du einmal durch, egal mit welchen SSNRI/SSRI.

x 1 #93


chrian
Hallo sertra79,

mit der Erstverschlimmerung war ich vertraut, jedoch stellt sich bis zu einer gewissen Stärke des Symptomkomplexes die Frage zwischen Pest und Cholera. Wenn ich mit den 25mg gut gefahren bin und durch den Magen/Darm Virus etwas »eingesackt« bin, wiegt sich für mich das hin - und wieder Unwohlsein nicht mit den Nebenwirkungen auf, die nun seit eineinhalb Wochen bestehen. Dieses ständig »Flimmrige« in der visuellen Wahrnehmung und emotional »»gedämpfte« finde ich eher so mittel. Weiterhin schlafe ich mit 50mg deutlich schlechter und wache unausgeruhter auf als mit 25mg, dementsprechend sind die Tage auch eher mau. Gefühlt habe ich mit Sertralin bzw. höheren Dosierungen auch weniger Antrieb als ohne bzw. niedrigeren Dosen, was wiederum natürlich auch mit der Schlafthematik einher geht.

Vermutlich macht man sich aber auch einfach selbst verrückt, da man sich innerlich gegen die Medikation sträubt. Mr. Green

#94


E

Bestes SSRI gegen Agoraphobie?

Hallo,

Ich habe Escitalopram 10mg gegen schwere Depressionen und Agoraphobie mit Panikattacken genommen.

Hat die ersten 2 Jahre sehr gut geholfen vor allem gegen die Angst und diesen Dauerschwindel. Irgendwann ging die Wirkung aber verloren?
Kann das sein?

Hat jemand Erfahrung mit einem anderem SSRI?
Sertralin scheint gut zu sein, oder doch Paroxetin, Venlafaxin?

Was ist eurer Meinung nach das beste Medikament gegen Agoraphobie mit Panikstörung?

#95


Lottaluft
Da du ja aufgrund des escitalopram schon in Behandlung bist melde es am besten sofort deinem behandelnden Arzt der mit dir auch eine höhere Dosierung oder einen medikamentenwechsel besprechen kann

x 1 #96


Nette73
Ich stimme der Vorrednerin zu. Auch sind 10mg eine recht geringe/mittlere Dosis. Ich wuerde es wahrscheinlich erstmal mit einer Erhoehung versuchen da es ja vorher gut geholfen hat bevor man durch den ganzen Wechselhorror+ Einschleichen wieder gehen muss.

x 2 #97

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E
Danke für die Antworten.
Eine Erhöhung auf 15 Milligramm habe ich garnicht vertragen, davon hatte ich Unruhe.
Bin grade in der Psychiatrie. Suche nach einem neuen Medikament.

#98


H

Wechsel von Sertralin auf Cymbalta

Hallo liebe Community,

ich hoffe es geht euch halbwegs gut?

Vor ca. 2 Jahren wurde ich erfolgreich auf sertralin 75mg eingestellt.

Leider habe ich vor 3 Monaten komische, mir unbekannte Symptome entwickelt. Ein Grippeähnliches Gefühl und starke Glieder und Muskelschmerzen, welche nicht mehr weggingen. Zack waren auch meine Angst und Depressionen wieder da. Mein Arzt hat mich nach längerer Überlegung in die Klinik geschickt, weil mein Zustand immer schlechter wurde.

Vor 1 Woche dann Umstellung von sertralin 75mg auf Cymbalta 30 mg. Bislang ohne Änderung des Zustand, eher leicht schlechter.

Habt ihr Erfahrungen mit Wechseln von SSRI auf SNRI. Vor allem auch ohne ausschleichen? Die Ärzte sagen natürlich das ist kein Problem und ich bin ja unter Beobachtung.

Ich danke euch vielmals für eure Rückmeldungen!

#99


H
Keiner?

#100


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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