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Freemind0
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Hallo,
Ich bin 22 Jahre alt, m. und seit ca. 4 Monaten wieder in Therapeutischer Behandlung, nachdem ich in eine Krisenintervention eingeliefert wurde, wegen mittelschwerer Depressionen und Angststörung.

Momentan geht es mir wieder schlechter und wenn es so kommt, habe ich immer ein starkes Gefühl, dass innert kurzer Zeit alles wieder komplett aus dem Ruder läuft. Von der Schule gehe ich oft nach ein paar Stunden wieder nach Hause, weil ich mich so leer und überfordert fühle, wie in einem Film, in dem ich nur ein Passant spiele. Alles kommt mir irrelevant vor was geredet wird und macht mich extrem nervös.
Meine Therapeutin hat auch gemeint, dass wir nicht gross vorankommen im Moment und wir entweder AD hinzunehmen müssen oder eine Tagesklinik o.ä einbinden.

Ich habe ein starkes Bedürfnis nach Linderung, ich kann nicht mehr lange so.

Aber ich habe schon oft gelesen, dass durch SSRI fast immer Libidoverlust hervorgerufen wird, der auch durch bleibende neurologische Schäden (PSSD) sogar erhalten bleiben kann. Stelle ich mir schrecklich vor in meinem Alter, vorübergehend könnte ich noch damit Leben, da ich momentan eh nicht in der Lage bin, auf Partnersuche zu gehen aber falls es bleibend ist finde ich es der Horror und würde mein Leben und zukünftiges Verhalten wohl grundlegend Verändern.

Traurig finde ich, dass mir das noch kein Arzt bisher von sich aus gesagt hat, mir wurde schon mehrfach zu AD geraten, dabei hiess es immer "wenn es nichts bringt kann man es ja absetzen und die NW verschwinden wieder.".

Zudem habe ich auch Angst, dass mein Charakter sich verändert und meine Emotionen dauerhaft gedämpft bleiben, ich also einfach ruhiggestellt bin für den Rest meines Lebens.

Wie sind eure Erfahrungen, ist man wirklich gefühlstot auf diesen Medikamenten und wie sieht es bei euch mit Sexualstörungen aus? Sowohl während der Einnahme als auch nach dem Absetzen. Bitte mit Geschlechtsangabe und Alter wenn möglich.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen bei diesem Problem, es belastet mich wirklich sehr stark diese Entscheidung.

Liebe Grüsse

13.11.2020 #1


29 Antworten ↓
Zando

Zando
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Hallo Freemind,

raten möchte ich Dir natürlich auch nichts, aber einfach mal meine Erfahrungen mit ADs mitteilen.
Es ist ja auch verständlich und richtig, daß man sich mit 22 über eine womöglich lebenslang anhaltende PSSD mehr Gedanken macht, als mit kurz vor der Rente.
Ich nehme derzeit 100mg Sertralin. Angefangen/eingeschlichen habe ich seit Ende Oktober. Über die Feiertage habe ich mal 150mg genommen, jetzt wieder seit ein paar Tagen 100. Anfangs hatte ich als Nebenwirkung nur etwas Durchfall, was sich aber auch bald wieder gegeben hatte. Auch leichte Verschlechterungen der Sehstärke, ebenfalls vorübergehend, sind mir aufgefallen. Das war eigentlich auch nur eine Verstärkung dessen, was sich durchs Alter ohnehin schon zwangsläufig einstellt, nähmlich die schlechtere Fokussierung im Nahbereich.
Daneben gibt es Nebenwirkungen, die offenbar während der Dauer der Behandlung bleiben. Ich schwitze sehr leicht, schon bei geringer körperlicher Betätigung wie normalen Gehen. Auch das hatte ich vorher schon, wahrscheinlich durch meine Abneigung, Sport zu treiben und auch ein wenig über dem Idealgewicht zu liegen. Durch das Sertralin ist es wohl nur etwas stärker geworden.
Libidoverlust ist wohl eine sehr häufige Nebenwirkung, und auch das kann ich bei mir feststellen. Die üblichen Praktiken, sich mit etwas körperlicher Eigenliebe zu verwöhnen, führen schon seit Wochen mangels Erregbarkeit des Genitals durch Berührungsreize nicht mehr statt.
Ob tatsächlich gar nichts geht, oder vielleicht etwas in Gang käme, wenn Partnerschaftliche Emotionen nachhelfen würden, vermag ich nicht zu sagen.
Ich habe aber absolut nicht das Gefühl, daß irgendwelche Emotionen gedämpft werden! Eher im Gegenteil. Also, bitte nicht Emotionen mit sexuellem Lustempfinden verwechseln. Ich hatte eher vorher das Gefühl, Emotionen verloren zu haben, speziell die positiven, wie Freude an Dingen, die mir früher viel Spass gemacht haben. Emotional war es eher ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Frust. Habe ein paar Stunden Gruppentherapie gehabt, noch vor der Einnahme der AD, und dort das Gefühl gehabt, daß mir das nichts bringt. Dann zu Einzelgesprächen mit einer anderen Therapeutin, was mir auch erstmal nicht besonders erfolgversprechend schien. Die ADs brauchen ja eine Weile, bis sie anfangen zu wirken, und mir scheint es tatsächlich zu helfen! Die unproduktiven Gedankenkreise beim Grübeln scheinen aufgebrochen zu werden, so, daß man eher dazu bereit ist, auch mal andere Gedanken zuzulassen und mal ein bisschen quer zu denken. Ich bin ja Elektronik-Entwickler, jetzt habe ich ein neues Projekt angelegt, ich möchte jetzt mein Glück entwickeln! (Naja, wenigstens das Unglück bekämpfen) Einige der Sachen, die die Therapeutin in den vermeintlich nutzlosen Gruppensitzungen gesagt hat, beginnen plötzlich, doch Sinn zu ergeben.
Gedämpfte Emotionen? Nein, bei mir ist es jedenfalls eher das Gegenteil. Wenn ich wach werde und vor dem Aufstehen über alles nachdenke, bin ich oft traurig und es kommen mir ein paar Tränen. Es fühlt sich aber nicht mehr so nach Verzweiflung oder Selbstmitleid an, sondern vielleicht eher nach Tränen der Rührung, nach einer gesunden und heilsamen Reaktion der Seele. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, wann ich davor zuletzt geweint habe. Gedämpfte Emotionen? Abhaken!
Charakterveränderung? Gefühl der Ruhigstellung? Glaube ich nicht. Frag' mal die Einsamkeit ( Very Happy sorry, das ist ein Insider, must Du nicht verstehen)
Über PSSD habe ich natürlich auch gegoogelt. Soweit ich das überblicken konnte, scheint eine lebenslang bestehend bleibende PSSD wohl doch eher die Ausnahme zu sein. Diese Medikamente werden ja nun von vielen Leuten genommen, und wenn da wirklich ein hoher Prozentsatz derart lebenslang geschädigt würde, müssten diese NW da nicht viel bekannter und besser erforscht sein, als sie es sind?

Wie gesagt, ist nur meine Erfahrung und mein Eindruck, vielleicht finden sich noch andere mit Erfahrungen zu dem Thema.

11.01.2019 18:18 • x 1 #5


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A


Libidoverlust durch SSRI - Depressionen und Angststörung

x 3


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ZitterPappeL
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liebe Leidesgenossen,

ich nehme seit meinem 18 Lebensjahr AD. Die meiste Zeit war es Sertralin. Ich bin nun 43 J. alt. Ich konnte nie wirklich absetzen. Bzw. einmal hatte ich es geschafft für kurze Zeit und dann ging es mir wieder schlecht und musste es leider wieder nehmen.

Seit einigen Jahren-wie viel weiß ich nicht aber nicht sehr lange-nehme ich Pramulex, Wirkstoff Escitalopram. Seit 2017 durfte ich Quentiapin versuchen. Aufgrund dissoziative Wahrnehmnung hatte es mir mal sehr gut geholfen. Beim zweiten Mal so gar nicht. Ich hatte vllt. 3, 4 Tage das medikament genommen und fühle mich sofort kastriert! auch wenn ich Frau bin.

Sofort abgesetzt aber es wurde dann immer schlimmer. Erregungsprobleme, seichte oberflächliche Orgasmen, schwer zum Höhepunkt kommen, wenig Gefühl unten rum, unbefriedigt. War beim Frauenarzt, hormone ok, alles ok. Keine Wechseljahre. Währenddessen nahm ich noch immer 20 mg Pramulex. Odysee ging weiter, Orthopäde entdeckt black disk der etwas heraussteht, aber kein Bandscheibenvorfall. Daher kommt es nicht meinte er. Habe nun Termin beim MRT für den Kopf. Ich vermutete eine (unheilbare) Nervenkrankheit wie MS. Ich war auf der Suche nach der Ursache meines Problems. Mir wurde angeraten zu einer Sexualtherapie zu gehen das privat bezahlt werden muß weil man vermutete es sei psychisch.

jeder hat versucht mir einzureden, ich bilde mir das ein. Jeder Arzt hat gemeint es sei körperlich alles in Ordnung also muß´alles in meinem Kopf sein. Ich kann nur sagen, ich kenne meinen Körper und meine empfindlichen Teile. Ich weiß wie es sich früher alles angefühlt hat, das kann ich mir doch nicht WEGDENKEN! Es funktioniert nicht mehr so wie es mal war!

langer 'Rede kurzer Sinn, auf einmal setzt mich mein Arzt auf 15mg Escitalopram. Und was soll ich sagen, ich spüre viel mehr unten rum. Ich bete so sehr, daß es daran liegen möge. Nun endlich zu meiner Frage. kann es denn sein, daß sich Nebenwirkungen nach Jahren erst zeigen? ich dachte es wäre nur am Anfang der Medikation da und würde mit der Zeit ganz verschwinden.

Wie ist es richtig? und wer hatte auch so ein Problem auf Escitalopram?

10.10.2020 22:53 • #20


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Einsamkeit
freemind,

nur so viel: es kommt immer auf die dosierung an. ausserdem reagiert jeder körper anders. es gibt leute die nehmen jahrelang was und setzen es dann ab und sind wieder genau wie vorher. dann gibt es leute die reagieren nicht so gut. es wird dir keiner sagen können, was passiert.

fakt ist, du kannst es vielleicht einige zeit probieren. sein lassen kannst du es ja immer. so wie du dir das vorstellst mit gefühlstot, das würde ich nicht so beschreiben. tatsächlich könnten dir ssri einige zeit wirklich eine hilfe sein.

dazu raten oder davon abraten sollte hier aber keiner, dazu müsste man deinen fall genauer kennen und aus dem metier sein. also hör auf die fachleute und lasse gesunden menschenverstand walten. wenn du dich so sehr schlecht fühlst, dann ist das ja auch kein zustand.

lg
einsamkeit

x 2 #2


F
Hallo einsamkeit,

Danke für deine Meinung. Ja da hast du recht, ist echt anstrengend, so durch das Leben zu gehen.
Habe halt einfach panische Angst vor solchen Medikamenten und vor allem wenn ich so Dinge lese von Betroffenen, dass es
nicht widerrufbare Nebenwirkungen und sowas wie totale Emotionslosigkeit auslösen kann.
Behandeln kann das ja dann niemand, weil es viel zu wenig Interesse dafür gibt in der Pharmaindustrie.

Naja, werde nochmal das Gespräch suchen.

#3


Einsamkeit
ich bin selbst ziemlich gegen medis. was die mit dir machen, kannst du halt vorher nie wissen. wenn es anders geht, versuch es anders. versuch die dinge auch anders zu machen. ich weiß nicht wie du deinen tag verbringst. du musst gucken, dass du raus kommst. mensch und natur gehören zusammen. fang an spaziergänge im wald zu machen. regelmässig. hört sich bescheuert an, aber hilft.

und verlasse dich nicht nur auf eine meinung. frag noch ne andere fachkraft oder rede mit anderen betroffenen. aber das tust du ja schon Smile

x 2 #4


Zando
Hallo Freemind,

raten möchte ich Dir natürlich auch nichts, aber einfach mal meine Erfahrungen mit ADs mitteilen.
Es ist ja auch verständlich und richtig, daß man sich mit 22 über eine womöglich lebenslang anhaltende PSSD mehr Gedanken macht, als mit kurz vor der Rente.
Ich nehme derzeit 100mg Sertralin. Angefangen/eingeschlichen habe ich seit Ende Oktober. Über die Feiertage habe ich mal 150mg genommen, jetzt wieder seit ein paar Tagen 100. Anfangs hatte ich als Nebenwirkung nur etwas Durchfall, was sich aber auch bald wieder gegeben hatte. Auch leichte Verschlechterungen der Sehstärke, ebenfalls vorübergehend, sind mir aufgefallen. Das war eigentlich auch nur eine Verstärkung dessen, was sich durchs Alter ohnehin schon zwangsläufig einstellt, nähmlich die schlechtere Fokussierung im Nahbereich.
Daneben gibt es Nebenwirkungen, die offenbar während der Dauer der Behandlung bleiben. Ich schwitze sehr leicht, schon bei geringer körperlicher Betätigung wie normalen Gehen. Auch das hatte ich vorher schon, wahrscheinlich durch meine Abneigung, Sport zu treiben und auch ein wenig über dem Idealgewicht zu liegen. Durch das Sertralin ist es wohl nur etwas stärker geworden.
Libidoverlust ist wohl eine sehr häufige Nebenwirkung, und auch das kann ich bei mir feststellen. Die üblichen Praktiken, sich mit etwas körperlicher Eigenliebe zu verwöhnen, führen schon seit Wochen mangels Erregbarkeit des Genitals durch Berührungsreize nicht mehr statt.
Ob tatsächlich gar nichts geht, oder vielleicht etwas in Gang käme, wenn Partnerschaftliche Emotionen nachhelfen würden, vermag ich nicht zu sagen.
Ich habe aber absolut nicht das Gefühl, daß irgendwelche Emotionen gedämpft werden! Eher im Gegenteil. Also, bitte nicht Emotionen mit sexuellem Lustempfinden verwechseln. Ich hatte eher vorher das Gefühl, Emotionen verloren zu haben, speziell die positiven, wie Freude an Dingen, die mir früher viel Spass gemacht haben. Emotional war es eher ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Frust. Habe ein paar Stunden Gruppentherapie gehabt, noch vor der Einnahme der AD, und dort das Gefühl gehabt, daß mir das nichts bringt. Dann zu Einzelgesprächen mit einer anderen Therapeutin, was mir auch erstmal nicht besonders erfolgversprechend schien. Die ADs brauchen ja eine Weile, bis sie anfangen zu wirken, und mir scheint es tatsächlich zu helfen! Die unproduktiven Gedankenkreise beim Grübeln scheinen aufgebrochen zu werden, so, daß man eher dazu bereit ist, auch mal andere Gedanken zuzulassen und mal ein bisschen quer zu denken. Ich bin ja Elektronik-Entwickler, jetzt habe ich ein neues Projekt angelegt, ich möchte jetzt mein Glück entwickeln! (Naja, wenigstens das Unglück bekämpfen) Einige der Sachen, die die Therapeutin in den vermeintlich nutzlosen Gruppensitzungen gesagt hat, beginnen plötzlich, doch Sinn zu ergeben.
Gedämpfte Emotionen? Nein, bei mir ist es jedenfalls eher das Gegenteil. Wenn ich wach werde und vor dem Aufstehen über alles nachdenke, bin ich oft traurig und es kommen mir ein paar Tränen. Es fühlt sich aber nicht mehr so nach Verzweiflung oder Selbstmitleid an, sondern vielleicht eher nach Tränen der Rührung, nach einer gesunden und heilsamen Reaktion der Seele. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, wann ich davor zuletzt geweint habe. Gedämpfte Emotionen? Abhaken!
Charakterveränderung? Gefühl der Ruhigstellung? Glaube ich nicht. Frag' mal die Einsamkeit ( Very Happy sorry, das ist ein Insider, must Du nicht verstehen)
Über PSSD habe ich natürlich auch gegoogelt. Soweit ich das überblicken konnte, scheint eine lebenslang bestehend bleibende PSSD wohl doch eher die Ausnahme zu sein. Diese Medikamente werden ja nun von vielen Leuten genommen, und wenn da wirklich ein hoher Prozentsatz derart lebenslang geschädigt würde, müssten diese NW da nicht viel bekannter und besser erforscht sein, als sie es sind?

Wie gesagt, ist nur meine Erfahrung und mein Eindruck, vielleicht finden sich noch andere mit Erfahrungen zu dem Thema.

x 1 #5


Cloudsinthesky
Also libido Verlust ja. Kein org. Mehr möglich gewesen, das war mit ein Grund, warum ich sie abgesetzt habe. Habe mich auch sonst eher dumpf gefühlt, aber ruhiger.
Aber nach dem absetzen ist alles komplett verschwunden, da kann ich dich beruhigen und ein Versuch mag es wert sein

x 1 #6


F
Vielen Dank auch euch beiden. Cloudsinthesky, wie lange hast du denn ADs genommen? Hattest du Probleme beim absetzen?

Ein Problem bezüglich der Statistik von PSSD liegt denke ich auch darin, dass viele sich gar nicht melden mit diesen Problemen und zudem scheinen die Ärtzte es in den meisten Fällen auch einfach auf den psychischen Zustand der Patienten abzuschieben und nicht auf die Medikamente.

Würde dem ganzen ja eigentlich gerne eine Chance geben, aber wenn das Genital einfach komplett deaktiviert wird dadurch ist das irgendwie schon heftig Sad.

Keine Ahnung was ich tun soll :/.

x 1 #7


S
Du kannst doch ein SSRI nur so lange nehmen, in vllt niedriger Dosierung, bis die Therapie greift und du dich selbst gut einfangen kannst bei Angstattacken?

Ich kenne das übrigens sehr gut mit dem Libidoverlust. Aber ganz ehrlich: Ständig Panik ist schlimmer als Probleme mit der Libido.

x 1 #8


M
Ich muss sagen das ich durch die Ängste und Depressionen eh nie ein großes Verlangen nach Sex oder ähnlichem hatte, das bisschen ist durch ssri komplett verschwunden...Aber ganz ehrlich, ich hatte durch Depressionen und Ängsten nie große Lust. Es ist für mich unverständlich was schlimmer ist, ich büse gern GV ein....

x 1 #9


F
Ja, vielleicht sollte ich es versuchen. Habe sowieso nicht gross die Wahl wenn es so weiter geht mit meinem Zustand.

#10


B

Emotionale Taubheit und Libidoverlust

Hallo,

ich bin 21 Jahre alt und habe bereits seit ich 15 bin mehrmals an schweren Depressionen und Angststörungen in verschiedensten Ausprägungen und mit verschiedensten Symptomen gelitten.
Meinen letzen Klinikaufenthalt habe ich im Mai 2018 beendet. Mir ging es seitdem sehr gut und ich war sehr glücklich und zufrieden. Seit circa 3 Monaten nehme ich keine Medikamente mehr (vorher 60mg Cymbalta).
Seit ich mich vor nun gut 1,5 Monaten von meiner 5 jährigen Freundin getrennt hab erlebe ich allerdings etwas, was ich so noch nie gespürt habe und was mich sehr beängstigt. Seit der Trennung fühle ich mich wie wie derealisiert und emotional und sexuell völlig taub.
Ich habe das Gefühl, emotional völlig abgestumpft zu sein und auch Lust empfinde ich als 21 jähriger Mann, der vorher durchaus sexuell aktiv war gar nicht mehr.
Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich mich völlig depressiv fühle. Ich kriege meinen Alltag gemeistert und funktioniere ziemlich gut. In Momenten, in denen ich alleine bin spüre ich allerdings doch, dass mich das ganze extrem belastet und mir sehr große Angst macht.
Ich habe Angst, dass dieser Zustand nicht mehr verschwindet und ich so eine "leblose Schale" bleibe. Diese Angst kommt nun allerdings doch immer stärker und immer öfter, da ich merke wie es mich mehr und mehr belastet.
Es fühlt sich an, als wäre meine Psyche in einer Art "Schutzzustand", damit nichts an mich rankommt. Auch die Trennung selbst und die Tatsache, das ich 3 Wochen später erfahren musste, das meine Ex Freundin bereits jemand neuen gefunden hat, haben mich völlig kalt gelassen und ich habe irgendwie nichts dabei "gespürt", obwohl ich eigentlich ein sehr emotionaler, sensibler Mensch bin der sehr mit solchen Dingen zu kämpfen hat.

Kennt jemand von euch etwas ähnliches und kann mir weiterhelfen?

Ich danke euch im Voraus.

#11


B

Libidoverlust durch Medikamente

Hat oder weis wer Medikamente ohne Libidoverlust?
Bin zwar psychisch komplett beschwerdefrei (hatte angst, panik, zwangsgedanken und zwänge)
Denoch ist die libido dahin bei allen ausprobierten Medikamenten
Hat jemand eine Idee?

#12


J
Bupropion (Wellbutrin) soll den gegenteiligen Effekt haben, ist allerdings ein reines Antidepressivum.
Ist es denn sooo wichtig, Lust zu haben? Hauptsache ist doch, es geht dir wieder gut.

#13


Sonja77
Ist ganz sicher kein toller Nebeneffekt aber ich denke es gibt bestimmt schlimmeres

x 1 #14


B
Habe ich auch schon probiert..
Libido ist immer null

#15


C

Libidoverlust bei Sertralin

Ich nehme seit ca. 5 Wochen Sertralin und es hilft mir auch sehr gut. Ich fühle mich immer besser. Nur die Lust auf Sex, die ich vorher noch sehr verspürte, ist sehr zurück gegangen und damit auch die körperliche Potenz. Ist das eine Anfangserscheinung und relativiert sich das im Laufe der Zeit oder habe ich während der Behandlung mit Sertralin Sendepause? Kann man Mittel einsetzen, um diese Symptome zu umgehen?

#16


Trust-One
Zitat von Claus908:
Ich nehme seit ca. 5 Wochen Sertralin und es hilft mir auch sehr gut. Ich fühle mich immer besser. Nur die Lust auf Sex, die ich vorher noch sehr verspürte, ist sehr zurück gegangen und damit auch die körperliche Poten.. Ist das eine Anfangserscheinung und relativiert sich das im Laufe der Zeit oder habe ich während der Behandlung mit Sertralin Sendepause? Kann man Mittel einsetzen, um diese Symptome zu umgehen?



Hallo das kann ich dir leider nicht.
Beantworten es ist aber bekannt.
Das ssri Medikamente beim.
Einschleichen erstmal die lust gemindert.
Ist und die libido nicht mehr so gegeben.
Ist ich hatte das leider auch am anfang.
Aber das legt sich wieder nach der.
Zeit wenn das Medikament erstmal.
Eingeschlichen ist.



Lg

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Hazy
Hallo
Das ist bei jedem anders. Mit 20 mg Citalopram (auch SSRI) geht es noch, bei 30 mg wird es schon schwieriger.
Ein Freund von mir hatte damit auch Probleme. Zum einen die sexuelle Unlust, zum anderen kam er einfach nicht zum Höhepunkt, egal wie lange er es versuchte. Das war frustrierend für ihn und seine Freundin und er wechselte auf ein andere Präparat.
VG
Hazy

x 1 #18


E
Dass Antidepressiva sich auf die Libido auswirken ist leider so.
Rede doch mal mit deinem Arzt darüber, der kann dir da sicher am besten weiterhelfen.
Alles gute.

x 1 #19


Z

Escitalopram schuld an Erregungs- Orgasmusproblemen ?

liebe Leidesgenossen,

ich nehme seit meinem 18 Lebensjahr AD. Die meiste Zeit war es Sertralin. Ich bin nun 43 J. alt. Ich konnte nie wirklich absetzen. Bzw. einmal hatte ich es geschafft für kurze Zeit und dann ging es mir wieder schlecht und musste es leider wieder nehmen.

Seit einigen Jahren-wie viel weiß ich nicht aber nicht sehr lange-nehme ich Pramulex, Wirkstoff Escitalopram. Seit 2017 durfte ich Quentiapin versuchen. Aufgrund dissoziative Wahrnehmnung hatte es mir mal sehr gut geholfen. Beim zweiten Mal so gar nicht. Ich hatte vllt. 3, 4 Tage das medikament genommen und fühle mich sofort kastriert! auch wenn ich Frau bin.

Sofort abgesetzt aber es wurde dann immer schlimmer. Erregungsprobleme, seichte oberflächliche Orgasmen, schwer zum Höhepunkt kommen, wenig Gefühl unten rum, unbefriedigt. War beim Frauenarzt, hormone ok, alles ok. Keine Wechseljahre. Währenddessen nahm ich noch immer 20 mg Pramulex. Odysee ging weiter, Orthopäde entdeckt black disk der etwas heraussteht, aber kein Bandscheibenvorfall. Daher kommt es nicht meinte er. Habe nun Termin beim MRT für den Kopf. Ich vermutete eine (unheilbare) Nervenkrankheit wie MS. Ich war auf der Suche nach der Ursache meines Problems. Mir wurde angeraten zu einer Sexualtherapie zu gehen das privat bezahlt werden muß weil man vermutete es sei psychisch.

jeder hat versucht mir einzureden, ich bilde mir das ein. Jeder Arzt hat gemeint es sei körperlich alles in Ordnung also muß´alles in meinem Kopf sein. Ich kann nur sagen, ich kenne meinen Körper und meine empfindlichen Teile. Ich weiß wie es sich früher alles angefühlt hat, das kann ich mir doch nicht WEGDENKEN! Es funktioniert nicht mehr so wie es mal war!

langer 'Rede kurzer Sinn, auf einmal setzt mich mein Arzt auf 15mg Escitalopram. Und was soll ich sagen, ich spüre viel mehr unten rum. Ich bete so sehr, daß es daran liegen möge. Nun endlich zu meiner Frage. kann es denn sein, daß sich Nebenwirkungen nach Jahren erst zeigen? ich dachte es wäre nur am Anfang der Medikation da und würde mit der Zeit ganz verschwinden.

Wie ist es richtig? und wer hatte auch so ein Problem auf Escitalopram?

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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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