Pfeil rechts
10

Lolly83
Hallo.ich leide seit ca 3 Monaten an angst und panikattacken und ich nehme schon Medikamente dagegen. Und nun meine frage das ist doch nicht normal das man durch die medis fast den ganzen tag benommen ist oder?

18.11.2015 09:31 • 25.11.2015 #1


32 Antworten ↓


Zitat von Lolly83:
Hallo.ich leide seit ca 3 Monaten an angst und panikattacken und ich nehme schon Medikamente dagegen. Und nun meine frage das ist doch nicht normal das man durch die medis fast den ganzen tag benommen ist oder?


Hallo,

Kommt drauf an was du alles nimmst.
In den ersten 2-4 Wochen der Behandlung kann man sich schon ganz schön mies fühlen und vor allem
Tranqulizer können einem schon ganz schön den Boden unter der Füßen wegziehen.
Vielleicht passt bei dir auch die Dosis nicht oder es sind ganz einfach nicht die richtigen Medikamente für dich.
Wenn das schon viele Wochen so geht solltest du mal mit deinem Arzt sprechen,vielleicht muß man die Dosis anpassen oder was anderes ausprobieren.

LG

18.11.2015 11:08 • #2



Angststörungen - Medikamente machen mich fertig

x 3


PsychoZwerg92
Hallo Lolly83,

Ich leide seit 4 Jahren unter einer Angststörung und Panikattacken und habe bisher keine Medikamente dagegen genommen,
Ist es bei dir wirklich zwingend erforderlich welche einzunehmen?
Wichtig ist das man sich diesen Attacken stellt und Sie sozusagen auch aushält. Mir hat es bisher immer gut geholfen mich meiner Angst zu stellen und es wurde im laufe der Zeit besser oder hast Du auch Probleme mit Depressionen das es deshalb erforderlich ist?

18.11.2015 11:13 • #3


Bei einer Angst und Panikerkrankung gibt es eigentlich nur zwei sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten (Verhaltenstherapie und Medikamente bzw eine Kombination aus beidem).
Erst wenn man wieder einigermaßen stabil ist kann man über alternative Behandlungsmöglichkeiten nachdenken.
Klar kannst du diesen Attacken auch stellen und sie aushalten,aber das bringt doch auf Dauer nichts und es besteht immer die erhöhte Gefahr einer Chronifizierung.
Je früher man eine solche Erkrankung angemessen behandelt,desto besser sind die Erfolgsaussichten auf eine dauerhafte Heilung.
So wie ich das verfolgt habe Psychozwerg,bist du ja im Forum noch sehr aktiv und hast auch noch zahlreiche Beschwerden.
Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken ob die *aushalten und sich stellen Taktik* wirklich das richtige für dich ist?
Ich habs auch 13 Jahre wie du versucht und würde es nie wieder so machen und auch keinem dazu rate es so zu probieren.

18.11.2015 12:40 • x 2 #4


evivanvalence
Gebe Faultier in allem recht. Aushalten bringt rein garnix.

Medikamente stabilisieren einen soweit, so das man die volle Kraft hat mit der Psychotherapie an sich, den Problemen usw arbeiten kann.

18.11.2015 13:27 • x 1 #5


PsychoZwerg92
Danke für deine Information Faultier, jedoch muss ich sagen trotz meines Rückfalls fühle ich mich ohne Medikamente sehr gut, und da ich weiß welche Auslöser es dafür gibt versuche ich diese zu beseitigen . Klar, können Medikamente unterstützen aber das löst immerhin nicht das Hauptproblem.
Mir reichte bisher nur meine Therapie. Derzeit bin ich zwar noch nicht in Behandlung, allerdings bin ich trotzdem guter Dinge das ich es auch allein schaffen kann meine Stimmung ein wenig zu heben.
Das einzige was ich derzeit zu mir nehme und auch nur im schlimmsten Falle ist Baldrian und dann auch nur weil ich denke das es mir in dieser Situation gut tut aber es gibt soviele andere Methoden auch so im Alltag zurecht zu kommen.
Klar gebe ich dir auch durchaus recht nur Tabletten waren nie mein Fall genau aus diesem Grund versuche ich dies zu umgehen soweit es MIR möglich ist

18.11.2015 15:38 • #6


Lolly83
Ich War am Anfang auch der Meinung das ich die Attacken auch ohne medis aushalte aber leider funktionierte das nicht. Jetzt nehme ich escitalopram dagegen und es wird langsam

18.11.2015 15:57 • x 1 #7


PsychoZwerg92
Das freut mich zu hören. Wie gesagt bei mir ist es einfach so das ich Wochenlang auf Google nach Krankheiten gesucht habe..mir vieles eingeredet habe und zu dem wahrscheinlich auch zu viel in diesem Forum war und rumgestöbert habe . Es ist alles nicht einfach und es ist schön das es Menschen gibt die sich darauf einlassen können Tabletten zu nehmen , für mich ist es einfach nichts.
Und wie gesagt solange es mir möglich ist versuche ich mir selbst zu helfen ... das heißt ja nicht das man gänzlich verloren ist, nur das man sich einfach einen Weg sucht der für einen selber in diesem Moment einfacher erscheint.

18.11.2015 16:02 • #8


evivanvalence
Man soll die Medikamente nicht ein Leben lang nehmen..
Der Sinn besteht darin, sie als unterstützung zu nehmen und wenn man dann stabil genug ist, eine Therapie machen. Medikamente am Anfang sind sinnvoll, schon alleine deswegen, damit das ganze nicht chronisch wird.

18.11.2015 17:36 • x 1 #9


Hallo,

den Aussagen von Faultier und Evivanvalence kann und muss ich in einigen Punkten sogar widersprechen.
Die Angst besteht nicht rational, sondern ist ein antrainiertes Verhaltensmuster auf bestimmte Gefühle. Die logische Schlussfolgerung ist dementsprechend, sich diese Verhaltensmuster wieder abzutrainieren. Das wiederrum erfolgt dadurch, dass man sich der Situation stellt um dem Gehirn die Chance zu geben, den Fehler zu beheben. Von einer Chronifizierung würde ich in dem genannten Zusammenhang überhaupt nicht sprechen. Geistige Störungen aller Art sind chronisch, unabhängig von Zeit und Verlauf, denn man ist bis an sein Lebensende dafür anfällig.

Als ich meine Therapie gegen die Angstörung begonnen habe, hat mir mein Therapeut ganz klar gesagt das ich mich entscheiden muss zwischen dem "loswerden" der Angststörung und der Unterdrückung der Angststörung. Hätte ich mich für Unterdrückung via Medikamente entschieden, hätten wir solange nicht mit der eigentlichen Therapie angefangen, bis ich die Medikamente wieder abgesetzt hätte. Es ist nicht möglich sich mit einem Verhaltensmuster auseinanderzusetzen, dass durch (chemische) Substanzen verändert wird. Auf das Absetzen dieser Substanzen würde automatisch ein Rückschritt folgen. Ergo müsste man diese Medikamente also dauerhaft nehmen, um auch einen dauerhaften Therapieerfolg zu halten.

Anders sieht es natürlich aus, wenn die Angst nicht das einzige Problem ist. Hier muss nach der Dringlichkeit bzw. dem eigenen Leiden entschieden werden und dann sind auch Medikamente z.B. gegen Depressionen durchaus angebracht. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Angststörung durch die Medikamente nur maskiert wird. Wer sich darüber im klaren ist kann sich natürlich bewusst dazu entscheiden, dass ihm/ihr die Unterdrückung absolut ausreicht - auch wenn er/sie dann bis ans Lebensende Medikamente nehmen muss. Genauso kann man zuerst die Depression medikamentös behandeln und sich nach der Absetzung des Medikamentes mit der Angststörung zu befassen.

Ich habe es komplett andersherum gemacht und habe erst meine Angststörung therapiert und widme mich nun meinen Depressionen.

18.11.2015 18:13 • x 3 #10


PsychoZwerg92
Ja so ähnlich wollte ich es auch ausdrücken aufjedenfall stimme ich dem 100% zu .. sehr gut erklärt xoxoxoxo.
Meine Psychologin hat damals auch zu mir gesagt das Tabletten gegen Angststörungen überhaupt nicht nötig sind daher folgeich auch ihrer Meinung .

18.11.2015 20:04 • #11


@PsychoZwerg
Zitat:
Meine Psychologin hat damals auch zu mir gesagt das Tabletten gegen Angststörungen überhaupt nicht nötig sind daher folgeich auch ihrer Meinung .

Bist du denn durch die Psychotherapie gesund geworden?

18.11.2015 22:58 • #12


Vergissmeinicht
Guter Beitrag xo.

18.11.2015 23:09 • #13


Lolly83
Ich War am Anfang auch der Meinung es ohne Medikamente hinzugekommen aber leider ist es nicht so. Meine psychologin sagte auch zu mir das es nicht nur durch die medis besser wird.
Ich bin langsam auf dem weg der Besserung mit Medikamenten.

19.11.2015 09:43 • #14


PsychoZwerg92
Einige Jahre ging es gut nach der Therapie ja, man muss sich nur vollkommen darauf einlassen. Ich habe einige gänge mit meiner Psychologin gemacht die mir wirklich geholfen haben....dabei ging es immer hauptsächlich darum in die Öffentlichkeit zu treten.
Psychopharmaka sind wirklich nicht erforderlich, es se denn es handelt sich bei dir auch um schwere Depressionen....dann braucht das Hirn etwas mehr Unterstützung. Aber mit einigen Übungen kannst Du deine Angst in den Griff bekommen.

GUT momentan ist meine Verfassung nicht grade berauschend dadurch das ich soviel stress hatte die letzten Monate und ich irgendwann überhaupt nicht mehr mit mir und dem alltag zurecht kam..ich schleppe einige Symptome mit mir rum, allerdings weiß ich das dies zu verhindern ist. Ich hab halt wenn es soweit ist panische angst in die Öffentlichkeit zu treten und das ist mein Training
...raus gehen raus gehen raus gehen....ZUM GLÜCK hat mein Partner noch bis ende nächster Woche urlaub so das ich auch nicht allein bin..

19.11.2015 11:38 • #15

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von xoxoxoxo:
Hallo,

den Aussagen von Faultier und Evivanvalence kann und muss ich in einigen Punkten sogar widersprechen.
Die Angst besteht nicht rational, sondern ist ein antrainiertes Verhaltensmuster auf bestimmte Gefühle. Die logische Schlussfolgerung ist dementsprechend, sich diese Verhaltensmuster wieder abzutrainieren. Das wiederrum erfolgt dadurch, dass man sich der Situation stellt um dem Gehirn die Chance zu geben, den Fehler zu beheben. Von einer Chronifizierung würde ich in dem genannten Zusammenhang überhaupt nicht sprechen. Geistige Störungen aller Art sind chronisch, unabhängig von Zeit und Verlauf, denn man ist bis an sein Lebensende dafür anfällig.

Als ich meine Therapie gegen die Angstörung begonnen habe, hat mir mein Therapeut ganz klar gesagt das ich mich entscheiden muss zwischen dem "loswerden" der Angststörung und der Unterdrückung der Angststörung. Hätte ich mich für Unterdrückung via Medikamente entschieden, hätten wir solange nicht mit der eigentlichen Therapie angefangen, bis ich die Medikamente wieder abgesetzt hätte. Es ist nicht möglich sich mit einem Verhaltensmuster auseinanderzusetzen, dass durch (chemische) Substanzen verändert wird. Auf das Absetzen dieser Substanzen würde automatisch ein Rückschritt folgen. Ergo müsste man diese Medikamente also dauerhaft nehmen, um auch einen dauerhaften Therapieerfolg zu halten.

Anders sieht es natürlich aus, wenn die Angst nicht das einzige Problem ist. Hier muss nach der Dringlichkeit bzw. dem eigenen Leiden entschieden werden und dann sind auch Medikamente z.B. gegen Depressionen durchaus angebracht. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Angststörung durch die Medikamente nur maskiert wird. Wer sich darüber im klaren ist kann sich natürlich bewusst dazu entscheiden, dass ihm/ihr die Unterdrückung absolut ausreicht - auch wenn er/sie dann bis ans Lebensende Medikamente nehmen muss. Genauso kann man zuerst die Depression medikamentös behandeln und sich nach der Absetzung des Medikamentes mit der Angststörung zu befassen.

Ich habe es komplett andersherum gemacht und habe erst meine Angststörung therapiert und widme mich nun meinen Depressionen.


Wie soll ich mir die Verhaltensmuster abtrainieren,wenn die Angststörung die Folge von verschiedenen und kurz aufeinanderfolgenden Schicksalsschlägen/Todesfällen ist?
Wie willst du so einen Fehler beheben?
Wenn im Urlaub z.b plötzlich dein Vater oder deine Mutter an einem Herzinfarkt stirbt,und du einige Zeit später eine Herzneurose entwickelst,dann stelle ich mir so eine Therapie sehr kompliziert vor.
Es gibt nicht wenige die sind nach 5 oder 10 Jahren Psychotherapie immer noch nicht viel weiter.
Ich kann mir mit der Zeit vielleicht *abtrainieren* jeden Tag im Internet nach Krankheiten zu googlen

Und was dein Therapeut da gesagt hat gilt doch auch nicht für alle Leute.
Es gibt nicht wenige Menschen die nehmen Medikamente,setzen sie nach 6-12 monaten langsam ab und werden trotzdem wieder vollkommen gesund.
Ich z.b hab die Tabletten vor 3 Jahren abgesetzt und seit dem nicht mal eine Panikattacke mehr gehabt.
Wenn das was du sagst zutreffen würde,müsste ich doch schon längst wieder krank sein/Symptome haben

Es KANN und WILL sich doch auch nicht jeder beim Psychotherapeuten auf die *Couch* legen und über seine Probleme labern
Ich habs 4 mal versucht und 4 mal gings in die Hose.

Wenn du mit deiner Methode Erfolg hattest muss das ja bei wem anderen nicht auch so sein.
Das man Tabletten sein ganzes Leben lang nehmen muss ist auf jeden Fall Unsinn.

20.11.2015 02:48 • #16


PsychoZwerg92
Hallo Faultier,

Ich hoffe du nimmst es mir nicht krum das ich etwas zu deiner Antwort verfasse..
Natürlich ist es schwer einen guten Psychotherapeuten zu finden dem man vertrauen schenken kann bzw sich vollkommen auf ihn einlassen kann.
Ich hatte zu meiner Teenie zeit auch mal einen der mir garnicht gefiehl er sah aus als würde er selber einige Psychische Probleme mit sich rumschleppen und nachdem Ereignis war ich dann auch total irritiert.
Als dann Jahre später meine Angst begann habe ich mit der Zeit gemerkt das ich dringend hilfe brauche da ich total überfordert war mit meiner Situation.
In erster Linie möchte ich damit sagen, das Du dir im klaren sein musst das du es 100% möchtest


Ich habe mir selber total oft eingeredet das ich sehr krank sein muss wenn ich mich therapieren lasse. Aber am ende habe ich es doch nicht wirklich bereut.
Und grade dann wenn man einige Schicksalsschäge bzw Todesfälle ertragen musste ist es wirklich ratsam sich damit zu befassen.


Ich habe seitdem ich unter der Angststörung leide, auch des Öfteren die Angst meinen Partner oder meine Familie zu verlieren...
Habe Angst davor wie es wohl wird wenn Sie einmal von mir gehen werden. Irgendwo sind es normale Ängste die uns täglich begleiten, allerdings ist es wirklich sinnvoll sich auf eine Therapie einzulassen. Es dauert wahrscheinlich seine zeit wie gesagt jemanden zu finden der einem zusagt aber es ist ein wirklich guter schritt um einigermaßen beschwerdefrei zu sein.

Die meisten die Jahrelang auf der 'Sabbelcouch' sitzen sind zum Beispiel Menschen die an Psychosen oder anderen Erkrankungen leiden. Mein Schwager hat z.b eine Psychose und hat überhaupt kein normales leben mehr. Grade dann wenn man etwas sehr schlimmes erfahren hat kann es ewig dauern bis man sich damit auseinandergesetzt hat oder man wird es niemals verkraften... mein Schwager wurde z.b von seinem Vater misshandelt... und hat es bis heute nicht verkraftet und das sind dinge die ich sehr gut nachvollziehen kann.

20.11.2015 10:05 • #17


Zitat von Faultier:
Wie soll ich mir die Verhaltensmuster abtrainieren,wenn die Angststörung die Folge von verschiedenen und kurz aufeinanderfolgenden Schicksalsschlägen/Todesfällen ist?
Wie willst du so einen Fehler beheben? Wenn im Urlaub z.b plötzlich dein Vater oder deine Mutter an einem Herzinfarkt stirbt,und du einige Zeit später eine Herzneurose entwickelst,dann stelle ich mir so eine Therapie sehr kompliziert vor. Ich kann mir mit der Zeit vielleicht *abtrainieren* jeden Tag im Internet nach Krankheiten zu googlen

Jede Angststörung fängt mit irgendeinem "Ereignis" an. Bei mir war es eine komplett aus dem Ruder gelaufene Bronchities. Ich war damals wochenlang krank und habe mehrmals täglich unter akuter Luftnot gelitten - und die war nicht eingebildet. Danach fing meine Angststörung an, bei denen sich die Panikattacken vor allem auf Atemnot konzentrierten. Bei mir war es also die Lunge; bei dir das Herz. Wenn deine Ärzte dir nun sagen, dass du kein Herzproblem hast (sowie sie mir irgendwann sagten, dass meine Lunge/Bronchien wieder voll genesen sind), könnte ein erster Schritt sein, dass du aufhörst zu googlen um dich nicht noch tiefer in die Angst zu ziehen. Als nächstes könntest du die Attacken aushalten, denn du kannst dich daran erinnern, dass deine Ärzte dir gesagt haben, dass du gesund bist. Je öfter du die Attacken aushälst, desto mehr nimmt ihre Intensität ab.
Du kannst die Schicksalsschläge nicht ungeschehen machen - ich kann mir aber auch nicht sicher sein, dass ich nie mehr eine so starke Brochities bekomme. Aber wir beide können die Ereignisse verarbeiten - und damit auch die Angst.

Zitat von Faultier:
Und was dein Therapeut da gesagt hat gilt doch auch nicht für alle Leute.
Es gibt nicht wenige Menschen die nehmen Medikamente,setzen sie nach 6-12 monaten langsam ab und werden trotzdem wieder vollkommen gesund.
Ich z.b hab die Tabletten vor 3 Jahren abgesetzt und seit dem nicht mal eine Panikattacke mehr gehabt.
Wenn das was du sagst zutreffen würde,müsste ich doch schon längst wieder krank sein/Symptome haben

Du wirst hier im Forum nicht wenige finden, die nach 5,10,20,... Jahren wieder krank geworden sind. Auch ich habe bereits eine erste Psychotherapie wegen Angststörung hinter mir. Die liegt mittlerweile 6/7 Jahre zurück. Damals hatte ich komplett andere Symptome und wurde nur mit Medikamenten behandelt. Parallel ging ich alle 2-3 Wochen zum Psychologen, der mir dann eine Stunde zuhörte, vielleicht noch eine kleine "Aufgabe" gab - und das wars.
Hätte mir jemand damals gezeigt, wie ich mit einer Angststörung umzugehen habe, dann hätte ich womöglich keinen Rückfall gehabt. Du wirst hier auch lesen, dass die meisten Leute bei einem Rückfall um einiges heftigere Symptome haben, als bei einer Ersterkrankung. Bei mir traf das definitiv auch zu.

Zitat von Faultier:
Es KANN und WILL sich doch auch nicht jeder beim Psychotherapeuten auf die *Couch* legen und über seine Probleme labern
Ich habs 4 mal versucht und 4 mal gings in die Hose.

Deswegen schrieb ich ja: "Wer sich darüber im klaren ist kann sich natürlich bewusst dazu entscheiden, dass ihm/ihr die Unterdrückung absolut ausreicht"
Auf die Couch legen ist auch die Therapieform, die hier wohl keinen Erfolg bringen wird Ich habe meinen Psychotherapeuten teilweise alle 5 Tage gesehen und habe jedesmal eine "Hausaufgabe" bekommen. Auch habe ich keinen 50-minütigen Monolog geführt, sondern er hat mindestens ebensoviel geredet bzw. haben wir an einer Tafel gearbeitet. Es war mehr Einzelunterricht als Therapie. Deswegen ist es auch so wichtig nach einem engagierten Therapeuten zu suchen.

Zitat von Faultier:
Wenn du mit deiner Methode Erfolg hattest muss das ja bei wem anderen nicht auch so sein.
Das man Tabletten sein ganzes Leben lang nehmen muss ist auf jeden Fall Unsinn.

Wie gesagt: Meine Beobachtungen hier im Forum bestätigen das Gegenteilige. Und auch die Gespräche mit Psychotherapeuten und Psychiatern haben mir kein anderes Bild vermittelt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

23.11.2015 14:54 • #18


Und wenn die Angststörung mit der Geburt beginnt?

23.11.2015 16:58 • #19


Ich weiss, dass es bei kleinen Kindern eine frühkindliche Trennungsangst bzw. das "fremdeln" gibt. Allerdings ist das eher dem Überlebensinstinkt geschuldet und betrifft jedes Kind - das eine mehr, das andere weniger - abhängig davon, mit wie viele Bezugspersonen es aufwächst. Je weniger Bezugspersonen desto größer die Trennungsangst. Allerdings verflüchtigt sich diese von selbst zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr. Als Erwachsener schöpfen wir aus Erinnerungen die ungefähr ab dem 3. Lebensjahr beginnen. Somit wäre eine Angststörung also wieder einem Ereignis geschuldet, dass nach/ab dem 3. Lebensjahr stattgefunden hat.

23.11.2015 19:15 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf