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Hallo ihr Lieben
Ich bin neu hier und habe mich heute morgen vorgestellt.

Ich leide unter Angststörungen, Phobien und Panikattacken. Ausgelöst durch eine schwierige Kindheit und ein Trauma durch den Suizid meines Vaters.

Seit 2002 halte ich meine Ängste durch Medis in Schach, nehme ich dauernd Medikamente ein.
2x täglich Paroxetin
Abends Zolpidem zum Einschlafen
Xanax: 0.25mg wenn ich zuhause bin, 0.5mg um das Haus zu verlassen und nochmals 0.25mg um abends wieder mit dem Bus nach Hause fahren zu können.

In meiner Psychotherapie habe ich bis jetzt ausschliesslich analysierend gearbeitet und eine Tagesstruktur erarbeitet. Dadurch konnte ich alles verarbeiten, konnte mein Studium erfolgreich abschliessen und arbeite 60%.


Aber ich möchte 'mehr' alle Versuche, Schlaf- und Beruhigungsmittel langsam auszuschleichen, sind kläglich gescheitert. Jedes Mal falle ich in ein Loch, traue mich nicht mehr nach draussen ... und und und...

Hat jemand eine ähnliche Biographie? Und vielleicht ermunternde Tips für mich?

Liebe Grüsse, Carla


edit: die liebe Rechtschraibung

26.05.2010 21:14 • 29.05.2010 #1


8 Antworten ↓


Christina
Zitat von LadyAragon:
Aber ich möchte 'mehr' alle Versuche, Schlaf- und Beruhigungsmittel langsam auszuschleichen, sind kläglich gescheitert. Jedes Mal falle ich in ein Loch, traue mich nicht mehr nach draussen ... und und und...
Kennst du das Ashton-Manual?

27.05.2010 16:28 • #2



Angst vorm Medikamenten-Abbau / Entzug

x 3


Zitat von Christina:
Kennst du das Ashton-Manual?


nein


aber vielen Dank für den Hinweis! Das 'rettet' mein Leben

27.05.2010 17:02 • #3


Christina
Dann wäre das vielleicht deine Chance, die Benzos loszuwerden. Prof. Heather Ashton hat eine Anleitung entwickelt, selbst bei Hochdosisabhängigkeit sehr langsam zu entziehen. Der Entwöhnungszeitraum ist - abhängig von der Einnahmedauer - sehr viel länger als das, was man normalerweise unter Ausschleichen versteht, und geradezu unvergleichlich länger als z.B. ein stationärer Entzug. Ärztliche Unterstützung braucht man aber und idealerweise auch psychotherapeutische Unterstützung. Guck mal hier, das ist das Ashton-Manual auf Deutsch.

Liebe Grüße
Christina

27.05.2010 17:12 • #4


Hab vielen Dank!
Hab alles überflogen und denke, dass kann mein Weg werden.

Ich habe morgen einen Termin bei meinem Therapeuten und ich werde ihm das Manual vorstellen.
Mein Therapeut hatte bei mir Bedenken vor einem stationären Entzug, weil die Intervalle zu kurz sind...

Hoffe, mein Therapeut ist von der Methode so überzeugt wie ich

Liebe Grüsse
Carla

27.05.2010 18:44 • #5


Hallo und herzlich willkommen auch von mir.
Ich habe 6 jahre benzos genommen und bin frische 3 wochen "clean".
ich habe mir die seite von manual jetzt auch mal angesehen und bin gespannt was da so alles drin steht, werde sie morgen mal in ruhe durch lesen.
ich wünsche dir für deinen weg viel kraft und hoffe das du es schaffst, bin gespannt was du noch so alles schreiben wirst...
lass dir alle zeit der welt, mein entzug hat auch ein jahr gedauert weil ich es stationär auf keinen fall machen konnte/wollte.
toi toi toi, du schaffst das

27.05.2010 22:33 • #6


Vielen Dank Deep Red für deine aufmunternden Worte
und herzliche Gratulation zu deinem Erfolg!

Ich hatte heute ein sehr gutes Gespräch mit meinem Psychotherapeuten. Er unterstützt mein Vorhaben des langsamen Abbaus- Entzug.

Jetzt werde ich in den nächsten 2 Wochen einen ungefähren Zeit-Plan erstellen und diesen dann mit meinem Therapeuten und meiner Fachärztin besprechen.


Hast du bereits einen Beitrag zu deinem Entzug geschrieben?
Mich würde interessieren, welche Benzo's du eingenommen hast und un welchen Schritten du reduziert hast?

Besten Dank für weitere Infos und liebe Grüsse
Carla

28.05.2010 19:29 • #7


Zitat von LadyAragon:
Vielen Dank Deep Red für deine aufmunternden Worte
und herzliche Gratulation zu deinem Erfolg!

Hast du bereits einen Beitrag zu deinem Entzug geschrieben?
Mich würde interessieren, welche Benzo's du eingenommen hast und un welchen Schritten du reduziert hast?


Hi LadyAragon

ersteinmal, danke für deine gratulation, ich hoffe es läuft alles so weiter.

also meine spitzenzeiten waren 7,5 mg lorazepam, die dann umgestellt worden sind auf diazepam.
Der entzug dauerte etwa ein jahr lang. ich habe immer 0,5 mg abgesetzt, gewartet und dann gesagt ok wir können weiter runter gehen oder wir müssen das noch länger bei der selben dosierung lassen.
ausruhen sollte ich mich aber nicht, also gaben die ärzte mir jedesmal eine frist von einem monat in der ich dann enscheiden musste wann die nächste runterdosierung stattfindet.
ich habe das zusammen mit einem pflegedienst gemacht, die jeden tag vorbei kamen und mir die tabletten brachten, gleichzeitig haben sie auch immer geguckt wie es mir geht und den blutdruck gemessen, fand ich wirklich ne super möglichkeit, die man da hat.
zum schluss wurde es dann auf tropfen umgestellt, immer weniger, aber zusammen mit einer anderen flüssigkeit, so das der kopf das garnicht richtig wahr nimmt, das es weniger wurde.

ich wünsche dir wirklich von herzen das du es schaffst und wieder leben darfst ohne dich nach medikamenten richten zu müssen,
ich denke mit dem richtigen plan geht das auch ohne klinik, ich hab es ja auch geschafft. klar musst du auch mal rückschläge in kauf nehmen, aber ich bin mir sicher das du es schaffst.

nein einen beitrag habe ich noch nicht geschrieben, da bin ich auch noch ein wenig vorsichtig mit, es kann ja immer mal wieder was passieren....
werde es in den nächsten wochen mal tun, wenn ich auch noch mehr drüber schreiben kann

29.05.2010 10:19 • #8


Vielen Dank für deine Antwort!
Das ermuntert mich sehr!
Ich werte deinen Entzug jetzt schon als riesigen Erfolg! Und ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du es auch weiterhin schaffst!
Im Ashton-Manual steht ja, dass bei vielen Patienten die abschliessende Reduktion auf Null und das anschiessende Aushalten ohne, viel einfacher war als der Rest!

Weiterhin viel Motivation. Du schaffst das

lg, carla

29.05.2010 19:13 • #9




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