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Hallo, ich habe Tavor bzw. Lorazepam als bedarf Medi bekommen, habe aber panische Angst es zu nehmen.
Angst ob es mir durch die Einnahme schlechter geht in form von Angst Verstärkung anstatt besserung.
Angst wegen abhänigkeit auch bei Einzel Einnahme (max. 1x die Woche. Öfter würde ich sie grundsätzlich schon nicht nehmen, da es mir zu gefährlich wäre).
Angst das sich die Angst nach wirkungsnachlass verstärkt anfühlt, anstatt einfach wieder auf das ''normale'' Level hoch zu gehen.
Bei mir stehen hauptsächlich die körperlichen Symptome im vordergrund.

Hat jemand Erfahrungen mit der Einnahme die er mit mir Teilen kann? Auch negative falls vorhanden.

28.07.2016 01:56 • 18.10.2019 x 1 #1


58 Antworten ↓


Thomas71
Tavor ist natürlich das Notfallmedikament , es wirkt sehr schnell und deine Symptome verschwinden für die nächsten 8 Stunden. Die Gefahr dabei mehr zu nehmen ist sehr groß , man bekommt ein "Leck mich am Ar. Gefühl ". Ist die Wirkung weg ist alles wie vorher.
Ich nehme jetzt Tavor seit 25 Jahren 2,5 mg pro Tag und fahre gut damit hab zwar alle 10 Jahre mal ein Rückschlag aber damit muss man leider Leben.
Mein Rat , nehme es nur im Notfall es gibt heute schon bessere Tabletten die nicht so abhängig machen.

28.07.2016 05:17 • #2


Flusen
Ich hab auch gerad Angst es wieder zu nehmen Nicht weil ich negative Erfahrungen gemacht habe damit,sondern weil ich generell Angst vor Medis und Nebenwirkungen habe.
Vor ein paar Jahren hat die Tavor Expedit 1mg gehabt für Umzug. Ging super ... mir ging´s super damit bzw. anfänglich etwas müde,nachdem ich mich 2 Stunden hingelegt hatte war alles wieder ok. So wie früher,ohne Angst/Panik. Hielt auch noch ein - zwei Tage danach an,das ich mir um das Thema endlich keine Gedanken mehr machen musste.

Jetzt steht wieder ein Umzug an,ich hab mir ansich wieder das gleiche verschreiben lassen wollen,ging aber nicht. Hab etwas anderes bekommen (angeblich günstiger,Krankenversicherungsverträge etc.) was zudem auch noch Laktose enthält (ich bin unverträglich auf Laktose) Aber eben nen Lorezepam. Unsicherheiten sind jetzt natürlich riesig,von wegen wieviel Laktose enthält das Zeug (Anfrage beim Hersteller blieb ohne Antwort) von wegen Laktasetabletten etc. Werd´s wohl im Vorfeld jetzt zeitnah mal so vorher probieren müssen,wie es geht.

Von der Wirkweise her hat zumindest das Tavor Expedit keine Nebenwirkungen bei mir gemacht,es war recht angenehm und gut wirksam.
Allerdings würd ich´s wirklich nicht nehmen wenn nicht UNBEDINGT nötig. Es hat halt einen hohen Suchtfaktor der bei jedem anders ausfallen kann. Manche lassen sich davon nicht beeindrucken,haben keine Probleme beim absetzen auch nach längerer Einnahmezeit,andere werden fix süchtig,weil es eben so einen angenehmen Effekt hat.
Langfristig würde ich mich an deiner Stelle nach einer Alternative umsehen wo nicht gerade Benzos im Spiel sind. Auch 1 Mal die Woche ist regelmäßig.
Für mich gehört das Zeug eben nur zu den absoluten Notfallmedis,wenn´s nicht anders geht.

29.07.2016 22:13 • #3


Schlaflose
Einmal die Woche ist nicht regelmäßig im Sinne von Sucht zu entwickeln. Dazu kommt es wenn man es immer wieder erneut nimmt, bevor der Wirkstoff ganz aus dem Körper raus ist. Das ist nach 2-3 Tagen der Fall.

30.07.2016 06:35 • x 2 #4


Und wenn jemand einmal pro Woche einen Rausch hat, ist er kein Alk., gell?
Natürlich ist man abhängig von dem Wirkstoff, wenn man ihn 53x im Jahr nehmen muss.
Notfall ist 3-4x im Jahr.

30.07.2016 12:31 • x 1 #5


Schlaflose
Zitat von Panikju:
Und wenn jemand einmal pro Woche einen Rausch hat, ist er kein Alk., gell?


Von einer Tavor bekommt man keinen Rausch. Nennst du jemanden einen Alk., der einmal in der Woche ein Glas Wein oder B. trinkt?

Ich nehme seit 30 Jahren Schlaftebletten und seit 8 Jahren auch Alprazolam im Schnitt einmal die Woche, aber ich bin nicht süchtig. Ich bekomme keine Entzugserscheinungen an den Tagen ohne die Medikamente, habe keine Gier danach, brauche nicht die Dosis zu erhöhen, um eine Wirkung zu erzielen. Das wären die Merkmale einer Sucht.

PANIKju, du machst deinem Namen alle Ehre und verbreitest Panik, wo keine angebracht ist.

30.07.2016 13:37 • x 2 #6


Wer so lange AD und Co. nimmt wie Du, kann das sowieso nicht mehr objektiv einschätzen. Deine Gehirnchemie ist ja gar nicht mehr in der Lage auf natürlichem Wege zu arbeiten.

Benzos lagern sich bei regelmäßiger Einnahme in Knochen und Fettgewebe ein. Es ist also nicht unüblich, dass man dadurch erst nach 2-3 Wochen nicht Einnahme einen Entzug spürt.

Oder wie erklärst Du dir ü2 Mio. Benzo Abhängige alleine in D? Die dachten auch alle mal das Medi ist harmlos.

Natürlich versetzt Tavor Dein Gehirn in einen "Rauschzustand" - nur du merkst es im Gegensatz zum Alk nicht. Was meinst Du wie Tavor sonst die Wirkung entfaltet?

Man könnte auch eine Flasche Wein trinken und kommt auf selbe Wirkung.

30.07.2016 14:07 • #7


Die 1x die Woche waren auch eher so als grober Wert gesagt. Das es 1 mal die Woche nicht überschreiten würde. Muss nicht sein das tatsächlich jede Woche bedarf besteht. Auch wenn beispielsweise die eine Woche Montag wäre, die nächste Woche Freitag, wären ja schon fast 2 Wochen zwischen den Einnahmen. Mir geht es vielmehr um die Angst vor der Wirkung bzw. beim wirkungsnachlass.

30.07.2016 17:03 • #8


Ich vertrete Panikju"s Meinung auch.

Wer über ein längeren Zeitraum OHNE Benzos nicht auskommt,steckt in einer Abhängigkeit. 1 bis 2 mal in der Woche über Jahre ist definitiv Abhängigkeit.

Jeder soll und kann es so machen wie er will....25 Jahre 2.5 mg am Tag oder 8 Jahre 1 x die Woche...

Ich habe es NUR 6 Monate genommen und braucht 2 Anläufe zum entziehen. Der Zeitraum des Entzuges in der Klinik war viel zu schnell und die Entzugserscheinungen somit die Hölle. Also hab ich heimlich Tavor genommen. Erst zu Haus hab ich mir einen 5 Monatsplan zum Entzug aufgestellt und bin bis jetzt nicht rückfällig geworden. Ein harter Kampf aber ich bin stolz und merke jeden Tag,dass es ein Stück besser wird.

Tavor ist Fluch und Segen zugleich.....leider

30.07.2016 17:19 • x 1 #9


Die Meinung anderer Leute in allen Ehren und besonders von Leuten die von Tavor und Co abhängig waren und einen Entzug durchgestanden haben. Jedoch ist es auch nicht richtig das Medikament deswegen gleich zu verteufeln ohne Ende. Für den Notfall hat es durchaus seine Berechtigung und dafür ist es schließlich auch gedacht - für den Notfall. Im Umgang mit den Benzos ist eine hohe Selbstverantwortung und Besonnenheit erforderlich, gar keine Frage. Aber hier die Panikmache schlechthin zu betreiben und dann noch anderen Leuten erzählen zu wollen sie könnten das nicht mehr objektiv beurteilen weil sie Medikamente nehmen, lieber Panikju, ist schon ein sehr schmales Brett - um nicht zu sagen eine Frechheit. Jeder Mensch ist anders und reagiert demnach auch auf Medikamente anders - auch auf Tavor. Ich habe vor meiner letzten Therapie über zwei Wochen lang täglich Tavor genommen weil ich es nicht mehr ausgehalten habe - und siehe da, es war gar nix! Keine Entzugserscheinungen, keine Hölle, einfach nichts!
Also Panikju hör Bitte endlich damit auf hier den selbsternannten Moralapostel zu spielen immer wenn es um das Thema Benzos geht, ich kann das langsam nicht mehr hören. Reiche von mit aus eine Petition ein und versuche ein Verbot zu erwirken, dann bist Du beschäftigt. Aber hör endlich damit auf hier immer wenn es um das Thema Benzos geht den Teufel an die Wand zu malen und Leuten unnötig Angst zu machen die einen Rat zu dem Thema haben wollen. Wir sind hier alles erwachsene Menschen und Du bist nicht der einzige mit einem klaren Verstand.
Nach deiner Vorgeschichte ist es verständlich das Du ein Gegner von Benzos bist, aber dennoch ist es nicht angebracht das Du deine Meinung über das Medikament hier immer als die finale Weisheit verkaufen und über die Meinung aller anderen stellen willst.
Also bitte uns allen und Dir selber mal einen Gefallen und schalte einen Gang runter.

Liebe Grüße, Dr . Gonzo

30.07.2016 17:42 • x 4 #10


@ Gonzo.
Setze mich auf die Ignore Liste. Ich werde auch weiterhin meine Meinung zum Thema Benzo vertreten. Ob es Dir passt oder nicht, ist Dein Problem.

30.07.2016 18:21 • x 1 #11


Es macht keinen Sinn, Du bist da absolut festgefahren in Deiner Meinung und lässt weder andere Meinungen noch Argumente gelten. Da steht man leider auf verlorenem Posten. Aber hör auf anderen unnötig Angst zu machen - das wäre alleine schon dem nötigen Anstand geschuldet. Nur mal so als kleine Anregung.

30.07.2016 18:27 • x 2 #12


Ich mache niemanden Angst, sondern sehe es als Hilfe für diejenigen, die Ihr Leben nicht unbedacht an die Wand fahren wollen.
Nochmal, warst DU schonmal in einer Suchtklinik und hast Erfahrung mit Leuten gesammelt die irgendwann mal mit der ersten Benzo Pille angefangen haben? Wenn nein, dann halte DU dich doch mal etwas zurück mit Deinem theoretischen Wissen.
Ja Du hast es zwei Wochen genommen, bis 6 Wochen ist es unproblematisch. Hier geht es um Leute die es Jahre täglich oder regelmäßig nehmen. Jeder von denen wird mir Recht geben.
Sorry, aber wenn Du meinst, Du musst Papi spielen, dann fehlt da eben jede sachliche Grundlage.

30.07.2016 18:34 • x 1 #13


Aber mich jetzt persönlich anzumachen wegen meinem Alter ist natürlich eine Grundlage. Dir passt es einfach nicht in den Kram das auch jemand zu dem Thema eine andere Meinung vertreten kann. Also belassen wir es dabei, ich habe keine Lust mit Dir diesbezüglich ewig zu Diskutieren - weil wir eh auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Und ich spiele nicht den Papa, ich vertrete lediglich meine Meinung - genau wie Du das ja auch tust. Gleiches Recht für alle!

30.07.2016 18:40 • x 1 #14


Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwann mal einen Beitrag von Dir in Frage gestellt habe. Zum Thema Benzo habe ich nicht grundlos meine Meinung. Ich habe täglich mit Menschen Kontakt die von einer Benzo Sucht betroffen sind und weiß auch sehr genau, wie es angefangen hat.
Benzodiazepine gehören in die stationäre Notfallambulanz und nicht auf ein ärztliches Rezept.

30.07.2016 18:44 • x 1 #15


Das Thema ist durch! Wir haben da unterschiedliche Meinungen und fertig. Das müssen wir jetzt nicht bis in alle Ewigkeit ausdehnen. Du lebst ganz gut mit Deiner Meinung und ich mit meiner. Also belassen wir es einfach dabei.

30.07.2016 18:47 • #16


Perfekt.

30.07.2016 18:48 • #17


igel
Benzodiazepine, never ending story, ewiges Reizthema.



Da ist 1. das Medikament, 2. der Patient, der es nimmt und seine Gründe dafür und aus beidem zusammen ergibt sich dann 3. alles Weitere.

Ich sage dazu nichts weiter. Nur eins noch : Benzodiazepine unqualifiziert zu verteufeln verunsichert die Patienten, für die sie sehr hilfreich sind.

30.07.2016 19:15 • x 1 #18


Ich selbst habe Tavor auch schon ein paar Mal genommen und bei mir hat es so gut wie gar nicht gewirkt. Da Dir das Lorazepam ja offenbar von einem Arzt verordnet wurde, wird der schon einen Grund dafür gehabt haben. In der Regel kennt der Arzt ja auch die Medikamente, die Du sonst so nimmst und daher sollte es schonmal nicht zu Wechselwirkungen kommen. Letzten Endes musst Du natürlich selbst entscheiden, ob Du das Medikament nimmst oder nicht. Allerdings solltest Du auf jeden Fall deinem Arzt mitteilen, dass Du Angst vor der Einnahme (bzw. einer Verschlechterung deines Zustands) hast. Jedenfalls ist es nicht im Sinne des Erfinders, wenn die Einnahme des Medikaments mehr Angst bei Dir auslöst, als Du sonst hast.

Zu den anderen Forenbeiträgen: Auch wenn ich neu hier bin, aber ich finde es schon wirklich ein starkes Stück, jemandem vorzuwerfen, dass er die Lage " nicht mehr objektiv einschätzen" kann, nur weil er einmal die Woche bestimmte Medikamente einnimmt. Bitte nicht falsch verstehen - ich will Benzodiazepine nicht verharmlosen - aber es ist sicher nicht richtig, Menschen wegen der Einnahme solcher Medikamente zu stigmatisieren.

Damit wünsche ich Allen eine schönen Abend.

Liebe Grüße

30.07.2016 19:31 • x 3 #19


Es soll wirklich nur als notfall Medikament dienen. Ich kann von mir selbst sagen das ich nie mehr als 1x die Woche nehmen würde egal was wäre. Ich bin bezüglich entzüge vorbelastet in form von antudepressiva absetzen und würde niemals die Gefahr einer Abhängigkeit nur ansatzweise aufkommen lassen. Ich würde lieber Panik bis zur Vergasung aushalten als eine Tablette zuviel zu nehmen.

30.07.2016 19:40 • #20




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Dr. med. Andreas Schöpf