Ihr Lieben,

ich brauche mal Eure Erfahrungen mit Lorazepam / Tavor.

Ich habe das Zeug schon ziemlich lange zu Hause (20er Packung á 1 mg) und bin auch nie dran gegangen.

End Mai, als alles wieder so schlimm wurde, hab ich dann immer mal ne viertel genommen, wenn garnichts mehr ging auch mal ne halbe.
Die letzte Woche musste ich jeden Tag eine halbe nehmen (meine Ärztin wollte sogar, dass ich morgens und abends ne ganze nehme, aber das hab ich mich nicht getraut).
Und auch die Wochen vorher musste ich immer mal zu einer halben greifen.

Jetzt ist meine Packung leer und ich habe das ungute Gefühl, dass ich schon eine leichte Abhängigkeit entwickelt habe...
Kann das denn sein? Auch wenn man über 6 Monate lang nicht täglich davon genommen hat, sondern nur hin und wieder... und jetzt zum Schluss halt sehr oft bis täglich.

Mich überkommt nämlich manchmal so ein gewaltiges Unruhegefühl, dass ich so noch nicht kannte... mit Herzrasen, Zittern und so...
Dann ist auch dieses Angstgefühl in meinem Bauch ganz ganz schlimm und ich hab das Gefühl, ich muss durchdrehen oder gar sterben... Aber anders als bei meinen üblichen Panikattacken.
Sind das schon Entzgserscheinungen?

Wenn ich dann ne Tavor nehme wird es besser... aber nur für 6-8 Stunden, dann gehts wieder los...
Bin auch immer so ca. 6 Stunden nach der Einnahme soooo müde! Und ich bin auch garnicht richtig bei mir... Bin voll duselig in der Birne.

Könnt Ihr mir da weiterhelfen bzw. einen Rat geben?

Vielen Dank schon mal!

02.11.2011 16:06 • 02.11.2011 #1


2 Antworten ↓


Christina
Hi Motte,

ich halte das allerhöchstens für eine Art Rebound - weder Abhängigkeit, noch Entzug. Wenn man etwas Wirksames gegen die Angst genommen hat, haut die Angst einfach stärker rein, wenn die Wirkung des Medikaments nachgelassen hat. Darin liegt auch die eigentliche Abhängigkeitsgefahr von Tavor: Dass man dann immer wieder nachlegt. Das ist ab und zu überhaupt kein Problem. Ein paar Tage täglich 0,5 mg sind auch kein Problem. Aber auf Dauer mehrmals täglich würde zum Problem.

Liebe Grüße
Christina

02.11.2011 16:26 • #2


Aber das geht ja nun schon seit mehreren Monaten...

Ich weiß auch nicht, mir ist halt aufgefallen, dass diese Unruhe und so nicht wie sonst ist, wenn ich ne Panikattacke habe...

02.11.2011 16:45 • #3





Prof. Dr. Heuser-Collier