Zitat von Erdferkel:So, ich möchte gerne mal berichten, das Azsschleichen ist gründlich schief gegangen. Ich hatte es abgesetzt und mir ging und geht es so schlecht, fast so schlimm wie zu Anfang. Habe trotzdem abgewartet, aber es zig mich immer weiter runter. Also ab zum Dok. Er hat fast zuviel bekommen und dich fast nicht mehr eingekriegt dass ich mich entschuldigt habe, weil ich ohne Termin dort war.
Lange Rede kurzer Sinn, für den Rest des Jahres neues Rezeot ausgestellt und sofort wieder die volle Dosis einnehmen in der Hoffnung, es geht wieder aufwärts.
Tut es aber nicht. Zwar kann ich wieder schlafen, aber tagsüber muss ich ständig den Sinn für alles und jedes hinterfragen. Alles macht keinen Sinn. Warum putzen, wird eh wieder dreckig, warum aufstehen, für wen oder was, und so kann ich unendlich weiter aufzählen. Ich fragte mich heute warum der Nachbar die Blätter zusammenfegt......
Warum ist das so? Ich mache dich jetzt alles wie vorher, als es mir besser ging und es hilft nicht. Bin froh, Wenn ich jetzt schlafen gehen kann.
Panik weil ich nur noch 3 Therapiestunden habe und soviel noch unausgesprochen ist. Ich bin so verzweifelt....
Das ist nicht selten. Und es wird besser werden. Aber wieder auf die volle Dosis zu gehen... da verstehe ich den Arzt nicht.
Egal, wie schlecht es mir ging, selbst mit schwerem Entzugssyndrom und katastrophalem EEG sind wir nur wieder 0,2 mg zurück.
Ich bin jetzt in der Endphase, und ich spüre jeden Tag wieder mehr, wie sich "leben" anfühlt .
Benzos gehören überhaupt nicht an Angst Patienten ausgehändigt. Es sind NOTFALLmedikamente für medizinische oder psychiatrische NOTFÄLLE, folglich gehören sie in die Hände von Notärzten.
Ich wurde nach einem Reitunfall damit iv behandelt und sollte im Anschluss ein halbes Jahr Clonazepam als Antikonvulsivum weiter nehmen.
Benzos in den Händen von Angstpatienten können richtig richtig großes Leid nach sich ziehen.
Ich bin gegen die Aushändigung an Patienten und stehe zu dieser Meinung.