App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

116

B

bollywood
Gast

Sammelthema
Hallo zusammen,

dieses Medikament wurde mir vor zwei Tagen von meinem Doc verordnet. Es ist eigentlich ein Medikament zur Behandlung von Depressionen. Ich leide unter nervösen Unruhezuständen, die sich bis zu Panikattacken steigern.

Bis jetzt bin ich ohne Medikamente ausgekommen und hoffe, dass ich auch hierauf verzichten kann.

Liebe Grüße
bollywood

20.11.2025 #1


356 Antworten ↓
F

Flame
Gast

Ich weiss jetzt nicht,wie es bei Dir war.

Muss immer wieder lesen,dass Betroffene - zum Teil unter grossen Mühen - ihr Medikament absetzen.

Im ersten Moment ein Erfolg aber langfristig kommt ein Einbruch (mit oder ohne greifbaren Auslöser) und dann kann man Pech haben,dass das ursprüngliche Medikament nicht mehr anschlägt.

Ich weiss aus eigener Erfahrung,dass manche Ärzte sogar dazu anhalten,das Medikament wieder abzusetzen.

Rein "logisch" betrachtet,erscheint das ja auch sinnvoll.
Wieso soll man weiter Medikamente einnehmen,wenn es einem doch gut geht und man es auch ohne hinbekommt.

Es ist nur leider nicht weit genug gedacht.

Menschen mit Angststörungen sind von Grund auf vulnerable Personen.
Wir sind sensible Menschen,angreifbarer aufgrund unserer "Grundausstattung".
Haben nicht so ein "dickes Fell" wie andere.

Das wurde mal in der Psychiatrie in der grossen Runde vom Chefarzt erklärt.
Er sagte wörtlich: Ja,das ist ungerecht,dass Sie sensibler sind als andere aber es ist so."

Und deswegen brauchen wir einen gewissen "Schutz".
Damit meine ich,dass man ein Medikament weiterhin einnimmt,auch dann,wenn es einem wieder gut geht.
Das ist eine Rückfallprophylaxe.


Ein älterer,erfahrener Pfleger hat mir in einem persönlichen Gespräch mal gesagt,dass 80 Pozent der Patienten,die Medikamente einnehmen und sie absetzen einen Rückfall erleiden.
Das ist wichtig zu wissen.

Mit dieser Argumentation wollte er mich davon abhalten,überhaupt mit einer Medikamenteneinnahme zu beginnen.
Bin heutzutage froh,dass er mir das mitgeteilt hat denn mal lernt ja daraus.

Ich habe auch versucht,mein Medikament zu reduzieren,mehrfach.
Es hat nicht geklappt und da kommt dann schnell so ein Gefühl auf,versagt zu haben.
Mit Versagen hat das nichts zu tun.

Überhaupt ein Medikament zu probieren erfordert Mut denn Psychopharmaka wirken eben nicht bei jedem gleich.
Sich Hilfe zu holen (auch in Form von Therapie und sich selbst ehrlich anschauen) kostet Mut und dazu zu stehen,dass es einem nicht gut geht.

Und das ist der Mut,den die Angststörung letztendlich hervorbringt.

14.01.2023 21:07 • x 3 #221


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Amitriptylin Erfahrungen & Nebenwirkungen - wer nimmt es?

x 3


G

Grow
Gast

hey Flame

Ich merke immer wieder, wir haben die eine oder andere Ähnlichkeit.

Ich bin Hochsensibel und wollte das die letzten 2-3 Jahre nicht wahrhaben. Smile. Ich war davor, sagen wir von 13 bis 30 durch verschiedene Traumata so verhärtet, dass ich hätte schwören können, ich sei cold as ice. Mit dem Anfang der Therapie(n) löste sich Stück für Stück meine Fassade auf. Ich musste durch viel schwierige Gefühle/Backflashs welche sich eigentlich jetzt erübrigt haben. so mehr oder weniger. Ich dachte immer nach dem "Durchfühlen" bin ich wieder der der ich war. Ja Pustekuchen, was blieb ist ne GA...ich habe die HS wohl von meiner Grossmutter geerbt und habe diese "leider" an meine Tochter weitergegeben. Natürlich ist es nicht nur negativ, aber als HSP ist das Leben einfach etwas schwerer.

Habe auch immer an der Dosis rumgespielt, weil ich ja gesund werden wollte. (gucken wir mal ob es ohne geht, vielleicht ja). Die Zeit als ich fast 2 Jahre ohne Medis durchhielt ging eigentlich. Ich war da aber in der Therapie nirgends..keine Gefühle durchlebt, konnte mich selber nicht annehmen. Bin da von einer Attacke zur nächsten geflutscht mit ganz viel Dissoziationen. Dann irgendwann durch zu viel Stress wohl ins Loch gefallen, wieder.

Ich bleib jetzt dabei. Gestern hat meine Grossmutter gemeint.."hör mal, lieber Tabletten schlucken als ständig ins Loch fallen". Die Gute ist 92 und weiss wohl wovon sie spricht.

Ich hatte gestern nen richtig guten Tag und ich genoss mein Schutzschild..ist noch etwas komisch in Situationen ruhig bleiben zu können in welchen ich emotional wurde... ich hoffe das bleibt so.

16.01.2023 09:36 • x 2 #222


Zum Beitrag im Thema ↓


B
Hat denn niemand Erfahrungen mit diesem Medikament? Ich traue mich da einfach nicht ran, wenn ich schon den Beipackzettel lese....

nachdem es nun sicher ist, dass meine Schwiegermutter nach Remergil Leberprobleme bekommen hat, wird sie auf Amitriptylin Beta 25 umgestellt. Wie ich gelesen habe, hat das Zeug ja noch mehr Nebenwirkungen als Remergil. Hat jemand schon mal Amitriptylin genommen? Wie sieht es aus mit Wirkung bzw. Nebenwirkungen?

carie

#2


B
süsse ich nehme doch nur pflanzliches ein
ich wünschte ich könnte dir helfen

glg biggi

Viel erfolg.


Beipackzettel sind für uns Paniker tötlich das neigt zu hyperchonderi wirf ihn weg

#3


C

Amitriptylin bei Kopfschmerzen

Hat da jemand Erfahrung mit? Soll sie gegen Spannungskopfschmerzen in geringer Dosis nehmen (5 Tropfen). Die möglichen Nebenwirkungen (sehr viele) lassen mich aber zweifeln.

#4


Christina
Hi Crazy,

mein Vater hat das mal bekommen - in der Schmerztherapie wegen einer schlimmen Gürtelrose. Und weil er als Grunderkrankung eine chronisch entzündliche Darmerkrankung hat, musste und muss er jede Menge Medikamente schlucken. Er hat das AD gut vertragen, hat es m.W. ein halbes Jahr lang genommen. Soll heißen: Er ist längst keine jugendliche Sportskanone mehr und hat die Einnahme trotzdem unbeschadet überstanden. Die Nebenwirkungen lesen sich immer gruselig, es ist außerdem ein altes TZA, hat also vergleichsweise viele Herz-Kreislaufnebenwirkungen und man hatte schon lange Zeit, Nebenwirkungen zu sammeln... Ich würde es ausprobieren, es ist ja nicht wie bei SSRI mit Ein- und Ausschleichen, sondern du kannst es notfalls von jetzt auf gleich weglassen.

Liebe Grüße
Christina

x 1 #5


C
Danke Christina.

Ich hab halt generell Angst vor solchen Medikamenten. Es war auch letztes Jahr bei den Blutdruckmedikamenten so und letztlich hab ich nichts vertragen und das waren 5 oder 6 verschiedene Medikamente aus 3 Wirkgruppen. Auch Metoprolol, Nebivolol oder Beloc (Betablocker) ging nicht. Ich fühlte mich mit jedem Medikament übelst.

Selbst von 5 Tropfen Insidon (Opipramol) bekam ich Herzrasen und PA. Und das ist nun wirklich ne Minidosis für Kinder. Die Ärztin heute meinte auch, wenn, dann kommt die Angst nicht vom Medikament, sondern aus meinem Kopf. Stimmt sicher. Ändern kann ich es aber auch nicht wirklich.
Sogar von Baldrian bekam ich schon Angst und das ist echt nicht normal.

x 2 #6


T
hu hu
ich nehme Amitriptylin schon länger ein und komme damit gut klar hatte überhaupt keine Nebenwirkungen,probiere es einfach aus !!



LG.Tini

#7


S
Hallo Crazy,

ich habe vor ungefähr sechs Jahren Amitriptylin gegen (Spannungs-) Kopfschmerzen genommen: In Tablettenform 25 mg am Tag, also auch eine eher geringe Dosis.

Leider hat es gegen die Kopfschmerzen nicht geholfen, von Nebenwirkungen habe ich eigentlich nichts gemerkt. Ich war etwas frustriert, weil es gegen die Kopfschmerzen nicht geholfen hat, daher setze ich es nach ungefähr 3 Monaten eines Tages von heute auf morgen ab. Für ein paar Wochen ging es mir dann nicht so gut (Stimmungsschwankungen), aber ich will nicht beschwören, dass es wirklich daran lag.

Seit ungefähr drei Wochen nehme ich das Medikament nun wieder, allerdings gegen meine Panikattacken und weil trizyklische Antidepressiva möglicherweise Reizdarmbeschwerden lindern können. Bisher merke ich nur Müdigkeit (mag aber auch an meinem Allgemeinzustand liegen), die Beschwerden sind noch nicht besser. Aber laut meiner Ärztin dauert es bis zu acht Wochen, bis die volle Wirkung entfaltet wird.

Weißt Du, woher Deine Kopfschmerzen kommen? Bei mir habe ich keine wirklich zufriedenstellende Ursache gefunden, aber mittlerweile habe ich beobachtet, dass bei einer Veränderung meiner Schlafgewohnheiten (z.B. am Wochenende, wenn ich länger schlafe und dann in der Woche wieder kürzer) Kopfschmerzen häufig auftreten.

Ich wünsche Dir GUTE BESSERUNG.

Gruß von Seelenschatten

#8


C
Hallo Seelenschatten, ja, also ich beobachte auch immer mehr, es könnte viel am Schlaf liegen. Ich schlafe gern lange, immer schon. Aber ich merke auch, wenn ich mal 1 Tag 9 oder 10 Stunden schlafe, dann geht es mir schlechter, als wenn ich "nur" 7 oder 8 Stunden schlafe, was ja völlig ausreicht. Häufig bin ich sogar mehr fit, wenn ich mal nur 6 Stunden schlafe.

Die Amitriptylin hab ich noch nicht genommen. Ich denke, vorallem seit 3 oder 4 Tagen, so schlecht geht es mir vielleicht doch nicht.

#9


L
Hallo

Nachdem ich nun Seroquel abgesezt habe, meinte mein Doc zu mir das, wenn ich wieder in der Tagesklinik bin (in ca. 4 Wochen), ich es mit Amitriptylin versuchen solle.
Hat damit jemand erfahrung?

#10


C
Hab A. 2 mal versucht und bekam sie als Tropfen, sollten gegen Dauerkopfschmerzen sein und in der Schmerztherapie werden die ja auch manchmal verschrieben.

Hm..., also nicht wirklich. Schon 3 Tropfen fand ich von der Wirkung her extrem, was wohl etwa 6 mg sind. Extreme Mundtrockenheit, als wenn ich 3 Löffel Mehl gegessen hab. Nase war total zu. Herzrasen, Unruhe, müde wurde ich nicht, obwohl A. ja sehr müde machen soll. Am nächsten Tag hatte ich übelste Kreislaufprobleme, also Schweißausbrüche, Schwindel, körperlich nicht belastbar.

Paar mal versucht, auch nach Monaten noch mal, aber immer die gleichen unerträglichen Wirkungen. Grausames Zeug. Gibt aber sicher Leute, die es vertragen und gut finden.

#11


T
hallo
ich nehme Amitriptylin in einer niedrigen dosierung schon sehr lange und komme damit gut klar habe auch nie irgend welche nebenwirkungen bemerkt ,zumindest nichts was ich als störend empfunden hätte . Es ist aber so das die Medikamente nicht bei jedem gleich gut wirken der eine verträgts gut der andere nicht .


LG.Tini

#12


C
hee ja also ich habe früher auch amitryptilin genommen,es ist echt ganz gu taber ich habe damls ganz schön zugenommen also aufpassen!!heißhungerattaken und der stoffwechsel verlangsamt sich!!


lg

#13


L
Hallo
Danke für eure Antworten.
Ich werde dann erstmal mit einer sehr kleinen Dosis anfangen da ich ja dann jeden morgen raus muß und ich mir einen hangover da nun garnicht leisten kann.

#14


A
Ich fand das Einschleichen hier ganz extrem, hatte krasse Nebenwirkungen (wie ein ganz schlimmer Kater) , die aber nach 1-2 Tagen nach einer Erhöhung tatsächlich wieder nachließen.
Erstmal durchhalten und minimal dosieren.
Ganz langsam steigern.

Zugenommen habe ich nicht und toll waren die für mich vor allem zum Schlafen.
Abends eingenommen und ich schlief bis morgens durch wie eine Tote.
Man wird einfach zu müde, um Angst zu haben oder Kummer zu haben und durch den guten Schlaf wird man dann stabiler.
So hat es bei mir gewirkt.

#15


Schlaflose
Das kann ich auch genauso bestätigen, aber nach einigen Jahren hat die Schlafwirkung stark nachegelassen und ich musste zu Doxepin wechseln.

Viele Grüße

#16


C
Zitat von Schlaflose:
aber nach einigen Jahren
Sollte man es eigentlich mal wieder ohne AD versuchen.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Schlaflose
@ Crazy,

habe ich, aber es geht nicht. Ich habe das Doxepin im Laufe der letzen Monate, während ich krank geschrieben war, auf weniger als 10 mg reduziert und es ging ganz gut. Aber seit ich vor 3 Wochen erfahren habe, dass ich eine neue Arbeitsstelle bekomme, die ich vor einer Woche angetreten habe, konnte ich wieder mehrere Nächte kaum schlafen und habe es langsam wieder auf jetzt 75mg erhöht. Vielleicht kann ich nach einiger Zeit, wenn ich mich eingearbeitet habe, wieder reduzieren. Und wenn nicht, dann ist auch gut. Ich habe ja schon häufig hier geschrieben, dass es mir egal ist, ob die Medikamente auf Dauer meiner Gesundheit schaden. Bis jetzt bin ich körperlich noch unversehrt geblieben, obwohl ich seit fast 13 Jahren ADs nehme. Ich will nur schlafen und meinen Lebensunterhalt verdienen können, solange es geht.

Viele Grüße

#18


C
Ok, da hat halt jeder seine eigene Lebensphilosophie. Man kann sich natürlich alles "einwerfen", um zu funktionieren. 13 Jahre AD nehmen und dann meinen, es geht spurlos am Körper vorbei, wird aber definitiv nicht sein. Allein schon, weil der Körper und die Psyche nicht mehr normal funktioniert, der Hirnstoffwechsel wird doch ständig vom AD massiv beeinflusst.

Aber das muss jeder selbst wissen...

#19


P

Schmerztherapie

Hat jemand Erfahrung mit Amitriptylin?

Würde mich über Antworten freuen.

Gruß

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore