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Kern12


Zitat von Serthralinn:
http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/psyche/19_04_neurogenese.php

http://www.ddpp.eu/news-meldung/aktuell ... dlung.html


Mensch Serthralinn, haben alle außer dir wieder keine Ahnung?
Ich kenne deine Links und die Untersuchungen zu Neuroleptika und deshalb muss ich sagen, dass sie irrelevant sind, solange es keine Alternative gibt.

Man kann Neuroleptika nicht mit Antidepressiva oder Neuroleptika ersetzen.

Zu Antidepressiva:
The mechanisms of tolerance in antidepressant action
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20728491


Zu Neuroleptika:
Neuroleptika sind sooo furchtbar schädlich fürs Gehirn?
Sonderbar, dass sie beschädigtes Myelin reparieren und geschädigte Gehirnzellen regenieren. Aber wem sag ich das? Weißt du bestimmt alles

Quetiapine enhances oligodendrocyte regeneration and myelin repair after cuprizone-induced demyelination.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22555017

26.09.2015 15:10 • #41


Kern12


Zitat:
Ja , das klingt typisch Neuroleptika. Aber das ist doch keine Dauerlösung, zumal Neuroleptika die Rückfälle erhöhen. Gibt es nix Anderes , was hilft? Sport , Beruhigung , Opipramol, ne höhere dosis escitalopram?

Das ist ungefähr so ähnlich, wie wenn dir jemand sagen würde, dass "Antidepressiva keine Dauerlösung seien".

Es ist 1:1 dasselbe Problem. Transferleistung?

26.09.2015 15:11 • #42


MathiasT


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Zitat von Serthralinn:
Zitat von MathiasT:
Zitat von Serthralinn:
Mm. Hilft dir das escitalopram? Macht es dich nicht ruhiger? Wie geht es dir mit dem risperidon?


Escitalopram wirkt schon, aber nicht gegen Wahnzustände bzw Symptome einer Schizophrenie. Mit Risperidon kann man gut durchschlafen, ist aber den halben folgenden Tag erledigt. Weiters bin ich abgestumpft. Mir ist so ziemlich alles egal.



Ja , das klingt typisch Neuroleptika. Aber das ist doch keine Dauerlösung, zumal Neuroleptika die Rückfälle erhöhen. Gibt es nix Anderes , was hilft? Sport , Beruhigung , Opipramol, ne höhere dosis escitalopram?



Ich nehme eigentlich Neuroleptika, um akute Rückfälle zu unterbinden. Escitalopram hilft wenig gegen Psychose. Sport und Beruhigung kann vielleicht zusätzlich unterstützen. Als heilbar gilt die schizoaffektive Störung aber so und so nicht zu 100 Prozent.

26.09.2015 15:20 • #43


Kern12


@Serthralinn:

Du bist ja so stolz drauf, dass AD die hippokampale Neurogenese erhöhen.
Machen Neuroleptika auch.

Quetiapine reverses the suppression of hippocampal neurogenesis caused by repeated restraint stress
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16271709

Hoffe das bringt dich ein wenig zum

26.09.2015 15:31 • #44


Serthralinn


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Endlich mal jemand , der auch was Vernünftiges postet. Mm. Keine Ahnung, die Artikel sind interessant , widersprechen aber irgendwie den anderen Artikeln , die Neuroleptika das Gegenteil bescheinigen. Wenn ich mich mal an die Personen erinnere , die Neuroleptika nahmen , erscheint mir der Gehirnschwund eigentlich wahrscheinlicher. Bei antidepressiva hab ich eher Verbesserungen des Gedächtnis bemerkt. Des weiteren ging es den Menschen mit ad auf Dauer besser , was ich bei den Neuroleptika Patienten eher nicht behaupten würde. Die waren teilweise kaum noch lebendig und vegetieren vor sich hin.

Was soll man also glauben? Dass AD ihre Wirkung verlieren , hab ich auch noch nie feststellen können , aber gelegentlich mal gelesen.

26.09.2015 15:54 • #45


Serthralinn


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@Kern12
Aber mit dir ist die Diskussion wenigstens interessant.

26.09.2015 15:55 • #46


Serthralinn


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Ich hab ja schon mit diversen Neuroleptika Konsumenten zu tun gehabt und die bewegten sich in Zeitlupe und reagierten in Zeitlupe , wenn sie überhaupt reagierten .

26.09.2015 16:08 • #47


Serthralinn


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Mm. Anscheinend muss man wirklich jeden einzelnen Wirkstoff gesondert betrachten. Bei quetiapin gibt es tatsächlich positive Berichte bezüglich kognitiver Fähigkeiten. AD sind ja längst nicht alle positiv bezüglich neurogenese.

26.09.2015 16:14 • #48


Serthralinn


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Und schlussendlich sind ssri auch in keiner Weise perfekt.

Fluoxetin macht super unruhig.
Paroxetin auch , null Orga. , Gewichtszunahme etc
Citalopram sehr träge , sehr hungrig
Sertralin macht angenehm wahnhaft und man fühlt sich teilweise wie Superman
Escitalopram macht auch relativ träge , aber insgesamt fühl ich mich halbwegs normal , aber immer noch nicht wirklich gut. Naja besser als ständig angst und Panik und zwänge. Aber Naja , alles kacke irgendwie

26.09.2015 16:39 • #49


igel

igel


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Sertra, in Deinem letztem Satz liegt Viel Wahrheit. Es ist schlicht und ergreifend kacke, wenn man solche Medis nehmen muss.

26.09.2015 18:06 • #50


Serthralinn


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Wobei meine Lethargie letztlich auch ohne die Medis besteht. Nur mit noch vielen weiteren Symptomen. Daher ist escitalopram schon ziemlich gut. Viel besser als die alten Medis.

26.09.2015 19:03 • #51


MathiasT


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Ja, E. ist auch gut. Bin recht zufrieden. Hatte früher Uraltmedikamente (Anafranil) und muss sagen, da gibt es schon deutliche Unterschiede, im positiven Sinne.

26.09.2015 19:28 • #52


KathiK


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Also ich nehme 100 mg Seroquel am Abend um endlich schlafen zu können. Noch dazu hat es nir die extreme Unruhe genommen und ich nehme wieder aktiv am Leben teil. Ich bewege mich weder in Zeitlupe noch bemerke ich geistigen Verfall. Sicher werde ich schnellstmöglich versuchen ohne Medi klar zu kommen,aber mir war es eine grosse Hilfe in einer schweren Zeit.

29.09.2015 17:57 • x 1 #53


MathiasT


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Danke! Mal sehen, vielleicht bekomme ich das auch, als Ersatz.

29.09.2015 18:25 • #54


Serthralinn


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Wenn ich das richtig verstehe , wirkt quetiapin auch erst in höherer Dosis antipsychotisch und in niedriger Dosis eher wie Antihistaminika

29.09.2015 19:16 • #55


MathiasT


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Dann mampfe ich eben ne ganze Packung.

29.09.2015 19:18 • #56


KathiK


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Bedeutet nicht zwangsläufig, dass es auf Dauer nicht schädlich ist. Darum ging es in diesem Thread ja hauptsächlich...Neuroleptika und ihre Langzeitfolgen

29.09.2015 19:19 • x 1 #57


MathiasT


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Stimmt, ich habe auch nicht vor, bis zu meinem Tode Medikamente zu nehmen.

29.09.2015 19:22 • #58


Echo1

Echo1


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Ich möchte hier auf keinen Fall irgendwem bewusst ab- oder zuraten, bestimmte Medikamente zu nehmen oder nicht zu nehmen. Es gibt Indikationen, da sind Neuroleptika (ob a-typisch oder nicht) unverzichtbar. ABER: Die Beipackzettel sind nicht ausschlaggebend. Demnach ist jede Ibuprofen 400 x-mal gefährlicher als manch Neuroleptikum. Ich für meinen Teil entziehe lieber noch einmal Benzodiazepine (was im Allgemeinen nicht gerade als "Zuckerschlecken" bewertet wird) nach 3 Jahren Einnahme als noch einmal (unfreiwillig, wegen gefährlicher Krämpfe) nach nur 6 Monaten ein Neuroleptikum. Das Zeug hat meine "Synapsen" nachhaltig angegriffen - ich spreche natürlich NUR von MEINER Erfahrung, die NICHT allgemeingültig sein muss. Aber Fachärzte raten dazu, auf Neuroleptika so weit als nur irgend möglich zu verzichten.

01.10.2015 03:45 • #59


juwi

juwi


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Ich grabe diesen alten Thread hier aus in der Hoffnung, es meldet sich jemand, der Abilify eingenommen hat.

Ich nehme es nun schon einige Jahre wegen einer leicht psychotischen Komponente in meiner Depression und möchte es aus zwei Gründen absetzen: Erstens macht es mich sehr müde (ich nehme es deshalb vorm Schlafengehen), besonders in Kombination mit Sertralin, das ich kürzlich dazubekommen habe. Zweitens habe ich Angst vor Spätdyskinesien, für die es bei Langzeiteinnahme ein größeres Risiko geben soll.

Wer hat Erfahrung mit dem Absetzen? Ich bin derzeit bei 10 mg und habe vor, auf 5 mg runterzugehen (wie lange?) und dann gleich auf 0, weil es keine kleinere Einheit als 5 mg gibt. Könnte höchstens die 5er teilen. Bei meinem Psychiater habe ich erst in fünf Wochen wieder einen Termin, den kann ich also vorerst nicht fragen. Leider habe ich letzte Woche vergessen, das Thema Abilify anzusprechen.

22.09.2017 15:58 • #60




Dr. med. Andreas Schöpf

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