Verlustangst nach 20 Jahren Ehe
Hallo,
Zu meiner Geschichte. Ich(m) hab seit vielen Jahren Ängste die mich und meine Beziehung immer mal wieder belasten. Jetzt Ende Dezember 2020 war eine Extremsituation. Meine Frau kam von Ihrer REHA nach Hause und hatte eine Panikattacke mit Quasi Nervenzusammenbruch schon fast. Meine Tochter saß neben ihr und tröstete Sie.
Es war ein Horroranblick. Ich wusste nicht was los war, aber Sie sagte, sie hatte ein Psychologisches Gespräch in der Reha und konnte da endlich mal alles erzählen was Sie belastet. Also wurde in dem Moment alles auf mich geladen, die Schuld, hatte Schuldgefühle, Verlustangst extrem und fühlt mich hilflos. Sie meinte, das es so nicht mehr weiter geht, das ich Sie einenge, usw.
Erst dachte ich alles ist jetzt aus und konnte es nicht glauben.
Aber als ich bissl zur Ruhe gekommen bin, wurde mir klar, ich muss an mir arbeiten. Bin kein schlechter Mensch, aber vor allem die Verlustängste, mit den Symptomen, einengen, Eifersucht, Missgunst, Neid, kontrollieren , mit Kinder teilweise ungerecht umgehen, das war mir nie so bewußt , wie belastend es für meine Frau/Familie war und ist. Ich habe bis heute jetzt nicht mehr rumgeschrien mit Kinder (15 und 17) und auch meine Frau nicht mehr kontrolliert oder eingeengt oder so, wobei mir das eh nie so bewußt war.
Ich bin jetzt in Therapie, denn es kann von Kindheit kommen, habe doch eine sehr ängstliche Erziehung erlebt und auch meine Mutter hat mir nie was zugetraut, daher hab ich sicher so reagiert mit bin nichts wert und such dir halt nen anderen und ich bin doch eh ein Versager. Irgendwann reicht es der Frau wohl, sie hat es wohl verdrängt bis den Tag Ende Dezember. Dann Ende Februar hat Sie gesagt, Sie hat aktuell keine Gefühle mehr für mich, das hat mich komplett aus der Bahn geworfen und war schon kurz davor mich selber in Klinik einzuweisen.
Wir haben dann viel geredet, bzw. Ich wollte. Sie meinte, sie will nicht dauernd reden, war irgendwie trotzig. Dann am Samstag Mitte März 2021 ging ich früh in die Arbeit, nachdem wir Freitag viel miteinander geredet haben. Es gab nur einen druckvollen Kuss und ich ging in die Arbeit. Ich kam Mitrsg heim und fühlte mich gar nicht mehr wohl oder erwünscht daheim. Plötzlich abends im Bett kam die Frau dann überraschend zu mir her, umarmte mich, küsste mich und entschuldigte sich, sie hat viel geweint wie ich in Arbeit war und auch viel nachgelesen, und hatte sogar Angst und geweint, was wäre wenn ich nicht mehr heimkomme. Also war da irgendwie perplex. Freu mich einerseits aber hab natürlich auch das Grübeln ob das jetzt dauerhaft ist. Sie ist wohl auch in den Wechseljahren.
Also was meint ihr? Bleibt es so? Hab keine Lust mit der Angst zu leben, das jeden Tag heimkomme und es anders ist. Hab halt auch noch kein Selbstwertgefühl
LG