Pfeil rechts
1

Zu meiner Geschichte.
Ich war fast 9 Jahre mit meinem Mann zusammen , davon 5 verheiratet. Von heute auf morgen hat er mich urplötzlich verlassen und ist zu seinen neuen gezogen. Seid der Trennung sind 4 monate vergangen. Er hat keinen Kontakt zu unseren gemeinsamen Kindern weil er kein Interesse daran hat.
Vor 2 Wochen habe ich erfahren das ich noch ein Kind von ihm erwarte. Eine Entscheidung über behalten oder nicht hatte ich nicht.
Seid dem bin ich jeden Abend sobald die Kinder schlafen nur am heulen. Ich habe keinen Appetit mehr schlafe kaum. Die Bilder in meinem Kopf werde ich nicht los. Ich habe das Gefühl ich zerbreche jeden Tag aufs neue bis irgendwann nichts mehr von mir da ist.
Meine Medikamente musste ich auch noch absetzen. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich sehe mich im spiegel und was ich sehe finde ich zum kotzen. Ich bin nichts wert, ein Stück sch. wert. Ich hasse mich.
Ich kann nicht mehr. Mein Arzt sagt nur das geht vorbei.
Was ich hier erwarte? Keine Ahnung ich glaube nichts.

02.06.2019 19:56 • 04.06.2019 #1


5 Antworten ↓


Safira
Hallo Janina. Ich kann dich sehr gut verstehen.
Dein Arzt hat Recht. Das wird besser, aber bis dahin musst Du für dich und deine Kinder Sorgen. Geh zum Anwalt und lass dich beraten. Sei für deine Kinder da.

02.06.2019 21:08 • #2



Plötzlich verlassen worden u schwanger von ihm - bin am Ende

x 3


Gleichklang
Hallo Janina,

herzlich willkommen hier im Forum!

Was ist denn dein noch Mann für ein fettes Ar.......loch. Sorry, ich spreche selten ordinär, aber das passt am Besten.
Wie egoistisch und verantwortungslos ist dieser Mensch? (Ok, ich kenne eure Geschichte nicht im Detail, aber das geht allein der Kinder wegen überhaupt nicht!)

Hast du eine gute Freundin mit der du reden kannst? Überhaupt seelische Unterstützung?

Ganz viel Kraft für alles!

02.06.2019 22:24 • #3


Janina, liebe Janina,

lange, lange Zeit war ich nicht hier im Forum, hatte früher immer mal reingeschaut und auch irgendwann einmal einen Beitrag geschrieben, aber dann ging es mir wie Dir und ich bin abgestürzt. Und nun also ein Blick in das Forum und ich stolpere über Deinen Beitrag. Hat mich ins Herz getroffen.

Zitat:
Ich weiß nicht mehr weiter.
schreibst Du. Und
Zitat:
Ich sehe mich im spirgel und was ich sehe finde ich zum kotzen. Ich bin nichts wert, ein Stück sch. wert. Ich hasse mich.


Wie ein nie endendes Karussell, ein Kreislauf, eine Spirale, die weiter und weiter nach unten zieht. Ein Strudel. Verdammt, wie gut kenne ich das. Und es ist nicht abstellbar, egal, was man auch versucht und all die guten Ratschläge ausprobiert und zu beherzigen versucht. Wenn man tief in der Nacht mit sich selbst alleine ist, niemand da, der wenigstens ein bisschen Mut machen würde, oder an den man sich anlehnen könnte. Einzig und alleine mit sich selbst allein, so schwer auszuhalten.

Und dann Dein Satz am Ende:
Zitat:
Was ich hier erwarte? Keine Ahnung ich glaube nichts.


Tja, was erwartet man? Hm. Ich kann es nur so sagen, dass ich mich schon so oft aufgerafft habe, etwas versucht habe, aktiv geworden bin und dann gewartet habe, voller Hoffnung und dann doch immer und immer mit dieser Stimme im Hinterkopf, die so unüberhörbar ist, so überhaupt nicht abschaltbar: Und jetzt Erwartest Du tatsächlich, dass sich jemand meldet?. Ja, trotz der Stimme habe ich gehofft. Und bin so oft enttäuscht worden.

Hey, keine Ahnung, ob Dir das hier irgendwie hilft und ob Du es überhaupt liest. Und ob es etwas gegen diese Stimme hilft, gegen das Gefühl, nur noch ein weggerotztes Stück sch. zu sein.

Doch trotz allem und allen meinen Zweifeln und eigenen Tiefen will ich Dir sagen, dass ich Dich im Herzen verstehe und weiß, wie es Dir geht. Will Dir sagen, dass ich es unbeschreiblich gut fände, mich mit Dir auszutauschen. Ich so gerne mehr von Dir wüsste.

Hey Du, auch wenn Du grade so am Ende bist und innendrin spürst, dass aller Sinn verloren ist, dann lass mich wenigstens eins sagen: Dass Du hier geschrieben hast, das hat mich berührt. Und wenn Du auch sonst keinen Sinn irgendwo für Dich siehst, so muss ich Dir sagen, dass alleine schon Dein Beitrag hier für mich ein Licht darstellt. Klingt vielleicht blöd, aber es ist ehrlich so: Deine Worte haben mir trotz allem Schmerz Mut gemacht und mich ermuntert, zu antworten und zu wissen, dass ich doch nicht so alleine bin, wie ich oft denke.

Ich kann und will Dir keine Vorschläge, Ratschläge, hilfreich gemeinte Worte anbieten. Kann ich einfach nicht, aber ich denke, das ist auch nicht das, was Du brauchst. Aber ich kann Dir Austausch mit mir anbieten, reden, schreiben, verstehen.

Ich kann Dir meine Hand reichen.

04.06.2019 14:13 • x 1 #4


Gleichklang
Zitat von GavinL:
Janina, liebe Janina,

lange, lange Zeit war ich nicht hier im Forum, hatte früher immer mal reingeschaut und auch irgendwann einmal einen Beitrag geschrieben, aber dann ging es mir wie Dir und ich bin abgestürzt. Und nun also ein Blick in das Forum und ich stolpere über Deinen Beitrag. Hat mich ins Herz getroffen.

schreibst Du. Und

Wie ein nie endendes Karussell, ein Kreislauf, eine Spirale, die weiter und weiter nach unten zieht. Ein Strudel. Verdammt, wie gut kenne ich das. Und es ist nicht abstellbar, egal, was man auch versucht und all die guten Ratschläge ausprobiert und zu beherzigen versucht. Wenn man tief in der Nacht mit sich selbst alleine ist, niemand da, der wenigstens ein bisschen Mut machen würde, oder an den man sich anlehnen könnte. Einzig und alleine mit sich selbst allein, so schwer auszuhalten.

Und dann Dein Satz am Ende:

Tja, was erwartet man? Hm. Ich kann es nur so sagen, dass ich mich schon so oft aufgerafft habe, etwas versucht habe, aktiv geworden bin und dann gewartet habe, voller Hoffnung und dann doch immer und immer mit dieser Stimme im Hinterkopf, die so unüberhörbar ist, so überhaupt nicht abschaltbar: Und jetzt Erwartest Du tatsächlich, dass sich jemand meldet?. Ja, trotz der Stimme habe ich gehofft. Und bin so oft enttäuscht worden.

Hey, keine Ahnung, ob Dir das hier irgendwie hilft und ob Du es überhaupt liest. Und ob es etwas gegen diese Stimme hilft, gegen das Gefühl, nur noch ein weggerotztes Stück sch. zu sein.

Doch trotz allem und allen meinen Zweifeln und eigenen Tiefen will ich Dir sagen, dass ich Dich im Herzen verstehe und weiß, wie es Dir geht. Will Dir sagen, dass ich es unbeschreiblich gut fände, mich mit Dir auszutauschen. Ich so gerne mehr von Dir wüsste.

Hey Du, auch wenn Du grade so am Ende bist und innendrin spürst, dass aller Sinn verloren ist, dann lass mich wenigstens eins sagen: Dass Du hier geschrieben hast, das hat mich berührt. Und wenn Du auch sonst keinen Sinn irgendwo für Dich siehst, so muss ich Dir sagen, dass alleine schon Dein Beitrag hier für mich ein Licht darstellt. Klingt vielleicht blöd, aber es ist ehrlich so: Deine Worte haben mir trotz allem Schmerz Mut gemacht und mich ermuntert, zu antworten und zu wissen, dass ich doch nicht so alleine bin, wie ich oft denke.

Ich kann und will Dir keine Vorschläge, Ratschläge, hilfreich gemeinte Worte anbieten. Kann ich einfach nicht, aber ich denke, das ist auch nicht das, was Du brauchst. Aber ich kann Dir Austausch mit mir anbieten, reden, schreiben, verstehen.

Ich kann Dir meine Hand reichen.


Das hast du sehr herzerwärmend geschrieben. Alle Achtung. Super!

04.06.2019 14:32 • #5


Cati
@GavinL : Danke für diesen Beitrag.

04.06.2019 14:37 • #6




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag