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Servus, liebe Leute!

Ich bräuchte mal Eure Meinung zu meinem Fall:

Ich habe mich vor ca. 4 Monaten von meinem Exfreund (er ist 31) getrennt. Wir waren 6 Jahre zusammen und aus dieser Beziehung geht auch ein Kind hervor, eine mittlerweile 2 1/2 jährige Tochter.

Ich habe kurz nach der Trennung schon jemand Neuen kennengelernt und wir sind auch nach ein paar Tagen zusammen gekommen. Es liegt wohl aber eher daran, dass ich einfach nicht alleine sein kein bzw. alleine sein möchte. Dieses Gefühl, alleine sein zu müssen, das ertrage ich einfach nicht. Und so habe ich dann ziemlich schnell jemand Neuen gefunden.

Mein Ex weiß dies auch mittlerweile (anfangs habe ich ihm das noch nicht gesagt) und er kommt mit der Trennung absolut nicht klar, verstärkt auch nun durch die Tatsache, dass ich jemand Neuen habe, was er jetzt seit ein paar Tagen weiß. Wir hatten nach der Trennung vereinbart, dass er unsere Tochter alle zwei Wochenenden sieht, was auch bisher ohne Probleme funktionier hat.

Heute hat er mir dann allerdings eröffnet, dass er das so nicht mehr schafft und dringend Abstand braucht, um die Trennung zu verarbeiten. Den Abstand stellt er sich allerdings so vor, dass er auch in der nächsten Zeit unsere Tochter nicht sehen kann. Er sagt, dass er einen ganz strikten Abstand von uns Beiden braucht, um die Trennung erst mal komplett zu verarbeiten.

Er meint, dass er es nicht erträgt, mir bei der Übergabe unserer Tochter ständig unter die Augen zu treten, alleine nur in meine Nähe zu fahren. Es gibt dafür allerdings keine andere Lösung, keine dritte Person, die die Übergabe leiten würde, oder so. Mittlerweile ist er auch in Therapie, die ihm aber offensichtlich nur bedingt hilft. Über Umwege habe ich auch erfahren, dass er sogar schon einen Suizidversuch aufgrund der Trennung hinter sich haben soll. Ob dies allerdings stimmt, weiß ich nicht.

Zugegeben finde ich sein Verhalten etwas übertrieben und jämmerlich. Ok, eine Trennung ist für den Verlassenen nie einfach, und wohl noch weniger, wenn direkt ein Neuer UND ein Kind im Spiel ist. Das kann ich insoweit nachvollziehen. Aber mir würde im Traum nicht einfallen, auf meine Tochter zu verzichten, nur damit ich nicht in die Nähe meines Exfreundes bzw. in dessen Nähe komme.

Aber so sieht er das. Er sagt, dass seine Wunden jedes Mal wieder neu aufgerissen werden und er das so einfach nicht mehr schafft. Wie lange er sich diesen Abstand vorstellt, sagt er nicht. Er meint, es kann Monate, aber auch Jahre dauern. Jahre, in denen er dann sein Kind nicht sehen würde?

Was soll ich meinem Kind denn bitte später erzählen?! "Oh weißt Du, der Papa wollte bzw. will Dich nicht sehen, weil er meine Nähe nicht ertragen hat!"...Sorry, für mich ist seine Reaktion absolut überzogen.

Dennoch möchte ich mal Eure Meinung dazu hören.

Könnt ihr sein Handeln nachvollziehen?

Würde mich über Eure Ansichten dazu freuen!

LG
Sunflower

24.08.2018 14:03 • 27.08.2018 #1


39 Antworten ↓


Icefalki
Sei mir nicht böse, aber mir gefällt das nicht, was du schreibst. Deine Problematik, schnell einen anderen haben zu müssen, der dein Alleinsein abfängt ist genauso ein Problem, wie das deines Ex, der einfach mit der Situation nicht klar kommt.

Im Gegensatz zu dir bittet er um Verständnis, um alles zu verarbeiten. Du kompensiert mit einem neuen Partner deine Probleme und schreibst von Übertreibung und jämmerliches Verhalten.

4 Monate sind sehr wenig um über den Verlust der Familie hinwegzukommen. Er ist in Behandlung und versucht das zu verarbeiten. Dein Kind hat nichts von einem instabilen Vater, der vor lauter Elend nicht mehr klar denken kann. Und jetzt muss er das erstmals verarbeiten, dass seine Expartnerin ruckizucki in den Armen eines Neuen liegt.

Also, geb ihm die Zeit.

Lies mal, hier schreibt so ein Betroffener

liebeskummer-trennung-scheidung-f86/vollkommen-am-ende-meine-familie-fuer-immer-verloren-t92289.html

24.08.2018 14:24 • x 7 #2



Kindsvater will Abstand von mir und Tochter

x 3


Ich verstehe das er erstmal Abstand braucht um die Beziehung/Trennung zu verdauen.

Und da Du für ihn der Schmerzauslöserpunkt bist er Dir nicht begegnen möchte.

Das ist besser und gesünder für beide Seiten als Stalking.

Im übrigen seh ich es nicht jämmerlich sondern als Leistung das er das auch offen sagt das er den Abstand braucht.
Leicht ist das nämlich nicht.

Euer Kind. Da wäre es zu überdenken ob es nicht doch die Möglichkeit einer Übergabe durch eine dritte Person gibt.
Die Tochter kann nichts dafür und vielleicht würde er sie doch nehmen wenn Du jmd findest und es ihm ohne Druck zu machen vorschlägst.

Oder es findet sich ein Freund oder dessen Frau die alle 2 Wochen so nett ist da zu helfen ob auf Deiner oder seiner

Ich drück Euch die Daumen das Ihr einen vernünftigen Weg findet im Sinne Eurer Tochter.

24.08.2018 16:37 • #3


Danke zunächst für Eure Antworten!

An "Icefalki":

Zitat:
Sei mir nicht böse, aber mir gefällt das nicht, was du schreibst. Deine Problematik, schnell einen anderen haben zu müssen, der dein Alleinsein abfängt ist genauso ein Problem, wie das deines Ex, der einfach mit der Situation nicht klar kommt.

Im Gegensatz zu dir bittet er um Verständnis, um alles zu verarbeiten. Du kompensiert mit einem neuen Partner deine Probleme und schreibst von Übertreibung und jämmerliches Verhalten.


Das mag sein. Ich bin auch ehrlich, dass ich meine neuen Partner nicht wirklich liebe. Er ist nett, gutaussehend, keine Frage. Aber er ist wirklich nur dazu da, um mein Alleinesein auszufüllen, da bin ich ehrlich. Das mag etwas egoistisch sein, aber ich denke auch nicht, dass es von seiner Seite aus Liebe ist.

Vermutlich geht es ihm hauptsächlich darum, dass ich ihn ab und zu mal ranlasse, aber mehr ist da auch nicht. Mein Ex hat mich wirklich aus tiefstem Herzen geliebt, das weiß ich. Und leider tut er dies immer noch.

Zitat:
4 Monate sind sehr wenig um über den Verlust der Familie hinwegzukommen. Er ist in Behandlung und versucht das zu verarbeiten.

Also, geb ihm die Zeit.


Also verstehe mich nicht falsch, aber ich halte 4 Monate für doch schon eine recht lange Zeit, um sich langsam mal der Realität zu stellen. Wie lange soll denn bitte seine Verarbeitungsphase noch dauern, bis er irgendwann mal wieder dazu in der Lage ist, unsere Tochter zu sehen?! Ich habe von Fällen gehört, wo Verlassene teilweise mehrere Jahre um den Ex trauern. Das kann ich mir einfach nicht vorstellen, tut mir leid.

Zitat:
Dein Kind hat nichts von einem instabilen Vater, der vor lauter Elend nicht mehr klar denken kann.


Aus der Sicht habe ich es noch gar nicht gesehen. Aber sollte er sich da nicht einfach etwas zusammenreißen und sich zwingen, stark zu sein?!

Zitat:
Und jetzt muss er das erstmals verarbeiten, dass seine Expartnerin ruckizucki in den Armen eines Neuen liegt.


Ja, damit liegt er mir auch ständig in den Ohren, dass er sich jetzt permanent vorstelle muss, wie ich mit meinem Neuen ....nunja, Du weißt schon...Meine Güte, es ist ab und zu mal belangloser Sex, der nicht mal besonders gut ist, sonst nichts...Ich habe dazu eigentlich auch gar keine Lust, im Grunde ist es nur ein Entgegenkommen dafür, dass er mein Alleinesein ausfüllt.


An mamamia75

Zitat:
Ich verstehe das er erstmal Abstand braucht um die Beziehung/Trennung zu verdauen.

Und da Du für ihn der Schmerzauslöserpunkt bist er Dir nicht begegnen möchte.


Ja, das kann ich ja insofern noch nachvollziehen, obwohl ich 4 Monate doch schon für einen großen Abstand halte. Aber er sagt halt, dass er, sobald er mich sieht, seine Wunden immer wieder neu aufreißen, und er so nie mit mir wird abschließen können.

Zitat:
Im übrigen seh ich es nicht jämmerlich sondern als Leistung das er das auch offen sagt das er den Abstand braucht.
Leicht ist das nämlich nicht.


Dass dies nicht leicht ist, hat auch niemand gesagt. Aber "Leistung"?! Naja, kann man sehen, wie man will. Ich finde, er sollte eine gewisse Stärke gegenüber unserer Tochter zeigen, so schwer es auch für ihn ist.

Zitat:
Euer Kind. Da wäre es zu überdenken ob es nicht doch die Möglichkeit einer Übergabe durch eine dritte Person gibt.
Die Tochter kann nichts dafür und vielleicht würde er sie doch nehmen wenn Du jmd findest und es ihm ohne Druck zu machen vorschlägst.

Oder es findet sich ein Freund oder dessen Frau die alle 2 Wochen so nett ist da zu helfen ob auf Deiner oder seiner


Da gibt es leider Niemanden. Weder in seinem, noch in meinem Umfeld.

Zitat:
Ich drück Euch die Daumen das Ihr einen vernünftigen Weg findet im Sinne Eurer Tochter.


Danke Dir.

24.08.2018 17:32 • #4


@sunflower24

Ich kann deinen Ex schon gut verstehen. Schließlich wart ihr lange genug zusammen und habt eine Familie gegründet.
Das macht man ja nicht mal eben aus einer Laune heraus.

Ich halte von diesen Trennungen wenn das Kind mal gerade erst kurz da ist echt nichts.
Wenn man sich für eine Familie entscheidet, dann heißt dies auch im besten Fall alles zusammen zu schaffen.
Du bist noch sehr jung und müsstest gerade jetzt lernen, das es auch Phasen gibt die man gemeinsam schaffen muß.
Eine Beziehung muß man sich erarbeiten und eine Familie erst recht.
Wenn du deinen Ex geliebt hast finde ich dein handeln ihm und eurer Tochter gegenüber sehr egoistisch.

Du nimmst auf Kosten anderer den einfachsten Weg für dich.
Wie mies muß es für den Anderen sein mal eben schnell ausgewechselt zu werden?
Als wenn er nie von besonderer Bedeutung gewesen wär !

Hast DU dir mal überlegt eine Therapie zu machen, um herrauszufinden warum du nicht allein sein kannst / willst ?
Mir kommst du sehr egoistisch und empathielos oder auch unreif rüber.
Was aber vlt. an deiner Psyche oder erlernten Einstellung liegt ?
Leider verletzt du Andere damit

Manchmal ist es besser mal alleine zu bleiben und auch mal ganz ehrlich über sich selber nachzudenken und in diesem Fall auch über dein Verhalten, anstatt sich in was neues zu flüchten.

Flüchten ist immer der einfachste und schlechteste Weg ! Wenn Du doch stark bist, dann sei auch ehrlich zu dir selbst.
Das darf auch ruhig mal weh tun !

Denk mal drüber nach

24.08.2018 18:24 • x 2 #5


An Malin:

Danke Dir erstmal soweit.

Zitat:
Ich kann deinen Ex schon gut verstehen. Schließlich wart ihr lange genug zusammen und habt eine Familie gegründet.
Das macht man ja nicht mal eben aus einer Laune heraus.


Ja, da gebe ich Dir insoweit recht. Dass er mich dann erst mal nicht mehr sehen kann bzw. will, kann ich ja auch nachvollziehen. Aber dass er diesen ganz strikten Abstand will, also auch von unserer Tochter, das kann ich einfach nicht nachvollziehen und dafür fehlt mir das Verständnis.

Ich habe ihm auch eben vorgeschlagen, wie es denn wäre, wenn eine Dritte Person in Zukunft die Übergabe bzw. Übernahme unserer Tochter übernimmt. Aber auch da willigt er nicht ein, er besteht auf den Abstand zu mir und zu unserer Tochter.

Sein Argument: Er will unserer Tochter nicht permanent einen am Boden liegenden Vater zumuten. Ihm fehle momentan einfach die notwendige Kraft dafür, die er braucht, um unserer Tochter gegenüber ein starker Vater zu sein.

Argument nachvollziehbar?! Ich weiß nicht so recht.

Zitat:
Ich halte von diesen Trennungen wenn das Kind mal gerade erst kurz da ist echt nichts. Wenn man sich für eine Familie entscheidet, dann heißt dies auch im besten Fall alles zusammen zu schaffen.


Ja, aber wenn die Beziehung nun mal am Ende ist, wieso soll man dann krampfhaft zusammenbleiben?! Das bringt es doch auch nicht.

Zitat:
Wenn du deinen Ex geliebt hast finde ich dein handeln ihm und eurer Tochter gegenüber sehr egoistisch.


Wieso egoistisch? Habe ich es denn nicht das Recht, nach einer Trennung wieder glücklich zu werden und mir einen neuen Partner zu suchen, auch wenn es keine Liebe zwischen meinem Neuen und mir ist?! Es ist immerhin eine nette Abwechslung. Und wieso es egoistisch gegenüber unserer Tochter sein soll, verstehe ich nun gar nicht, sorry.

Zitat:
Wie mies muß es für den Anderen sein mal eben schnell ausgewechselt zu werden?
Als wenn er nie von besonderer Bedeutung gewesen wär !


Wie lange sollte denn Deiner Meinung nach eine Trennungszeit vollzogen werden, bis man sich den nächsten Partner suchen "darf"?


Zitat:
Hast DU dir mal überlegt eine Therapie zu machen, um herrauszufinden warum du nicht allein sein kannst / willst ?
Mir kommst du sehr egoistisch und empathielos oder auch unreif rüber.
Was aber vlt. an deiner Psyche oder erlernten Einstellung liegt ?
Leider verletzt du Andere damit

Manchmal ist es besser mal alleine zu bleiben und auch mal ganz ehrlich über sich selber nachzudenken und in diesem Fall auch über dein Verhalten, anstatt sich in was neues zu flüchten.

Flüchten ist immer der einfachste und schlechteste Weg ! Wenn Du doch stark bist, dann sei auch ehrlich zu dir selbst.
Das darf auch ruhig mal weh tun !

Denk mal drüber nach


Zugegeben. Mein aktueller Ex war nicht meine erste feste Beziehung. Davor hatte ich schon drei andere, und auch bei diesen hatte ich nach den Trennungen spätestens nach 3-4 Wochen einen neuen Partner.

Ich kann einfach nicht alleine sein, wie ich schon sagte. Ich habe panische Angst davor, alleine zu sein und will mit diesem Gefühl einfach nicht lange kämpfen.

An eine Therapie habe ich deswegen nicht gedacht, Nein. Wieso auch?! Es ist nun mal mein Art, Trennungen schnell vergessen zu wollen und mich ins nächste Abenteuer zu stürzen.

Dass ich damit andere verletze, mag sein. Aber ich kann es doch nicht immer am anderen festmachen, ob ich mir einen neuen Partner suchen darf oder nicht bzw. wann ich dies "darf".

24.08.2018 18:39 • #6


kalina
Hast Du denn Deinen Ex-Freund geliebt? Warum habt ihr Euch getrennt? Eine Beziehung ist ja nicht einfach so zuende. Vor allem nicht wenn man ein gemeinsames kleines Kind hat.

24.08.2018 18:55 • x 1 #7


Hallo, Kalina.

Zitat:
Hast Du denn Deinen Ex-Freund geliebt?


Ich denke schon. Die Frage ist natürlich, wie man "Liebe" überhaupt definiert. Ich denke, jeder hat da seine eigene Ansicht, was "Liebe" bedeutet.

Wir waren vier Jahre zusammen, also denke ich schon, dass ich ihn geliebt habe. Ich habe mich bei ihm immer geborgen und beschützt gefühlt. Ich habe ihn vermisst, wenn wir mal nicht zusammen waren, etc.

Zitat:
Warum habt ihr Euch getrennt?


Hauptsächlich wegen unsere extremen Eifersucht. Sowohl von meiner, als auch von seiner Seite aus.

24.08.2018 19:00 • #8


Icefalki
Sunflower, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob du uns nicht veräppelst. Dein Thema, dein Schreiben ist echt krass. Mich wundert eh, dass dein Thema noch nicht durch die "Decke" gegangen ist. Mal abwarten.

Beschäftigen wir uns doch mit deinen Ängsten oder Vorstellungen, was Partnerschaft und Familie anbelangt. Oder um die Gründe, warum du dich getrennt hast, wo du doch Angst hast, alleine zu sein.

Normalerweise würden solche Ängste eher das Gegenteil verursachen, sprich, man trennt sich eben nicht. Und noch dazu, wenn man Verantwortung für ein gemeinsames Kind hat.

Insofern habe ich meine Bedenken bzgl. Wahrheitsgehalt deiner Geschichte.

Zitat von sunflower24:
Wieso egoistisch? Habe ich es denn nicht das Recht, nach einer Trennung wieder glücklich zu werden und mir einen neuen Partner zu suchen, auch wenn es keine Liebe zwischen meinem Neuen und mir ist?! Es ist immerhin eine nette Abwechslung


Genug Stoff, um seitenlange Diskussionen über Verantwortung und Partnerschaft zu führen.

24.08.2018 19:09 • x 6 #9


kritisches_Auge
Nun bin ich aber wirklich erstaunt, extreme Eifersucht ist zwar ungut, bedeutet doch aber, dass einem der andere sehr wichtig ist.
Warum wirfst du alles weg, hier ist ein Mann der dich liebt, der tiefe Gefühle empfindet, was gar nicht so oft vorkommt, den du auch magst, warum arbeitet ihr nicht gemeinsam an eurer Eifersucht?

Ist das zu lästig, zu anstrengend?
ich würde sagen Pause ja, ich habe auch ein gewisses Verständnis dafür, dass er das Kind im Augenblick nicht sehen will, aber dein Ziel könnte sein an deiner Eifersucht zu arbeiten, in Therapie zu gehen.
Du könntest ihm das sagen, dann würde er vielleicht auch an sich arbeiten.

Wenn du nicht etwas dagegen tust, könnte dich dieses Problem dein ganzes Leben lang begleiten, dass du diese Eifersucht empfindest sobald dir jemand wichtig ist und dass du dem aus dem Weg gehst wenn du dich mit oberflächlichen Beziehungen begnügst.

Wenn dein Verhalten nicht einer vorhergegangen Wunde entspricht kommt es mir ziemlich unbedacht vor.

24.08.2018 19:10 • x 1 #10


boomerine
Stell dir bitte nur mal vor, es wäre umgekehrt ?
Würdest du dann auch sagen es ist überzogen ?
Die Leidtragenden sind immer die Kinder.

24.08.2018 19:17 • x 1 #11


An "Icefalki"

Zitat:
Sunflower, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob du uns nicht veräppelst. Dein Thema, dein Schreiben ist echt krass. Mich wundert eh, dass dein Thema noch nicht durch die "Decke" gegangen ist. Mal abwarten. Insofern habe ich meine Bedenken bzgl. Wahrheitsgehalt deiner Geschichte.


Nein, ich veräppel Euch absolut nicht. Was bitte hätte ich denn davon?! Mir ist dieses Thema wirklich verdammt ernst, sonst hätte ich mich nicht hilfesuchend an Euch gewendet, versprochen!

Ja, ich schreibe ziemlich ungefiltert, das weiß ich. Aber ich denke und fühle so nun mal, tut mir leid. Das ist nicht böse gemeint und soll hier niemanden triggern.

Zitat:
Beschäftigen wir uns doch mit deinen Ängsten oder Vorstellungen, was Partnerschaft und Familie anbelangt. Oder um die Gründe, warum du dich getrennt hast, wo du doch Angst hast, alleine zu sein.

Normalerweise würden solche Ängste eher das Gegenteil verursachen, sprich, man trennt sich eben nicht. Und noch dazu, wenn man Verantwortung für ein gemeinsames Kind hat.


Bei mir gibt es einen gewissen Konflikt, den ich mal in einem Satz zusammenfassen möchte:

"Ich brauche Nähe, aber ich ertrage sie nicht."

Sprich: Ich brauche immer jemanden in meiner Nähe, der mir das Gefühl gibt, etwas wert zu sein, mich bestenfalls wirklich tief liebt. Wird mir diese Liebe aber zu viel, kann ich damit wiederum auch nicht umgehen, und ich fühle mich von dieser Liebe "erdrückt".

Sehr schwieriges Thema bei mir

Zitat:
Genug Stoff, um seitenlange Diskussionen über Verantwortung und Partnerschaft zu führen.


Das ist auch nicht meine Absicht, hier seitenlange Diskussionen vom Zaun zu brechen.

An "Kritisches Auge"

Zitat:
Warum wirfst du alles weg, hier ist ein Mann der dich liebt, der tiefe Gefühle empfindet, was gar nicht so oft vorkommt, den du auch magst, warum arbeitet ihr nicht gemeinsam an eurer Eifersucht?

Ist das zu lästig, zu anstrengend?


Ich muss zugeben: Mein Ex hat mir schon des Öfteren vorgeschlagen, eine gemeinsame Paartherapie aufgrund unserer extremen Eifersucht zu machen. Ich lehne Therapien jedoch grundsätzlich ab, weil ich der Meinung bin, dass diese nicht bringen.

Ich war selbst damals schon oft in Therapie, weil ich eine "gewisse Vergangenheit" hinter mir habe, um es mal so zu formulieren. Letztendlich habe ich diese Therapien aber immer nach kurzer Zeit abgebrochen, weil ich mich fremden Menschen einfach nicht öffnen kann. Selbst meinem Ex gegenüber fiel mir dies sehr schwer, obwohl er wirklich der einzige Mensch in meinem Lebe ist/war, der wirklich ALLES über mich und mein Leben weiß, dem ich wirklich ALLES anvertraut habe.

Zitat:
ich würde sagen Pause ja, ich habe auch ein gewisses Verständnis dafür, dass er das Kind im Augenblick nicht sehen will,


Magst Du mir das begründen? Inwiefern kannst Du das nachvollziehen, dass er auch zunächst Abstand von unserer Tochter möchte? Du verstehst also sein Argument, dass er sich momentan einfach nicht dazu in der Lage fühlt, unserer Tochter gegenüber ein starker Vater zu sein?!

Zitat:
Wenn du nicht etwas dagegen tust, könnte dich dieses Problem dein ganzes Leben lang begleiten, dass du diese Eifersucht empfindest sobald dir jemand wichtig ist und dass du dem aus dem Weg gehst wenn du dich mit oberflächlichen Beziehungen begnügst.

Wenn dein Verhalten nicht einer vorhergegangen Wunde entspricht kommt es mir ziemlich unbedacht vor.


Ich war bisher jedem Partner gegenüber eifersüchtig. Im Grunde kann ich eigentlich überhaupt Niemandem vertrauen. Sobald mein Partner nur Blickkontakt zu einer anderen Frau hat, gehe ich schon an die Decke, weil ich das schon als eine Art "Fremdgehen" ansehe.


An "boomerine"

Zitat:
Stell dir bitte nur mal vor, es wäre umgekehrt ?
Würdest du dann auch sagen es ist überzogen ?


Da hast Du mich wohl erwischt.

Das sagt mir mein Ex auch ständig, ich solle mich doch mal in seine Lage versetzen, bzw. es mir umgekehrt vorstellen, wie ich mich damit fühlen würde.

Und ich muss gestehen: Ich würde wohl nicht anders reagieren, evtl. sogar noch extremer, als er.

Zitat:
Die Leidtragenden sind immer die Kinder.


Ja, aber genau deswegen wünsche ich mir ja, dass er zumindest den Kontakt zu unserer Tochter nicht abbricht. Aber er bleibt bei seiner Aussage: Solange er für sie kein starker Vater sein kann, möchte er ihr das nicht zumuten, weil er der Meinung ist, es schade ihr mehr, als dass sie ihn mal für eine gewisse Zeit nicht sieht.

24.08.2018 19:25 • #12


Icefalki
Sunflower, hast du eine Borderlinestörung?

24.08.2018 19:29 • x 4 #13


kalina
Zitat von sunflower24:
Wir waren vier Jahre zusammen, also denke ich schon, dass ich ihn geliebt habe. Ich habe mich bei ihm immer geborgen und beschützt gefühlt. Ich habe ihn vermisst, wenn wir mal nicht zusammen waren, etc.


Im ersten Beitrag schreibst Du, ihr wart 6 Jahre zusammen. Was denn nu?

Weil ihr vier Jahre zusammen wart "denkst Du, dass Du ihn geliebt hast"?

Naja, ich glaub, Du veräppelst uns ein bisschen.

24.08.2018 19:30 • x 1 #14


Hört sich nach einer Borderline Erkrankung an.

Googel das mal und schau ob es auf dich zutrifft. Es gibt auch Tests.

Ah ! Icefalki war schneller

24.08.2018 19:33 • x 1 #15


boomerine
aber genau deswegen wünsche ich mir ja, dass er zumindest den Kontakt zu unserer Tochter nicht abbricht. Aber er bleibt bei seiner Aussage: Solange er für sie kein starker Vater sein kann, möchte er ihr das nicht zumuten, weil er der Meinung ist, es schade ihr mehr, als dass sie ihn mal für eine gewisse Zeit nicht sieht.

Versteh ich sogar irgendwie,
was soll er ihr sagen............in dem Alter
Gib ihm Zeit.

24.08.2018 19:33 • #16


an "Icefalki" und an "Malin"

Bezüglich Borderline:

Das kann durchaus sein. Mein Ex hat dies auch schon oft vermutet, und wenn ich mir mal so die Symptome dazu durchlesen, trifft da schon sehr vieles auf mich und meine Persönlichkeit zu.



an "kalina"

Zitat:
Im ersten Beitrag schreibst Du, ihr wart 6 Jahre zusammen. Was denn nu?

Weil ihr vier Jahre zusammen wart "denkst Du, dass Du ihn geliebt hast"?

Naja, ich glaub, Du veräppelst uns ein bisschen.


Ich habe die Beziehungszeit mit der Trennungszeit verwechselt, sorry.

Wir waren sechs Jahre zusammen und seit seit vier Monaten getrennt, so ist es richtig.

Ich veräppele Euch nicht, was bitte hätte ich davon?!



an "boomerine"
Zitat:
Versteh ich sogar irgendwie,
was soll er ihr sagen............in dem Alter
Gib ihm Zeit.


Hmm, ich habe nur Angst, dass er sich irgendwann komplett von ihr abwenden wird.

Er hat ein Tattoo mit ihren Namen auf seinem Arm, um zu zeigen, was sie
ihm bedeutet. Aber was heißt das letztendlich schon?!

Zeit geben, ok! Aber wieviel? Und soll ich warten, bis er sich meldet oder soll ich zwischendurch bei ihm nachhaken, wie es aussieht?

24.08.2018 19:36 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

kritisches_Auge
Mir kommt es auch wie eine Borderline-Störung vor.
Gegenüber einem Kind hat man Verpflichtungen, das Kind ist nicht freiwillig auf die Welt gekommen.
Ja, ich kann das Verhalten von deinem Ex verstehen, er ist am Boden zerstört, wenn das Kind da wäre wärst du auch da und ich finde es eher verantwortungsbewußt, dass er sich dem Kind so nicht zeigen will.

Das Kind wird kein Trauma erleiden wenn es seinen Vater eine gewisse Zeit nicht sah, aber den Vater zerstört und in sehr unguter Verfassung vorzufinden, kann für ein Kind traumatisch sein und Kinder fühlen sehr viel.

24.08.2018 19:40 • #18


Icefalki
Zitat von sunflower24:
Bezüglich Borderline:

Das kann durchaus sein. Mein Ex hat dies auch schon oft vermutet, und wenn ich mir mal so die Symptome dazu durchlesen, trifft da schon sehr vieles auf mich und meine Persönlichkeit zu.


Magst da nicht mal nachschauen lassen? Ich bin keine Borderlineexperte, aber Beziehungen mit dieser Erkrankung sind für beide Partner die Hölle.

24.08.2018 19:44 • #19


an "kritisches Auge"

Zitat:
Ja, ich kann das Verhalten von deinem Ex verstehen, er ist am Boden zerstört, wenn das Kind da wäre wärst du auch da und ich finde es eher verantwortungsbewußt, dass er sich dem Kind so nicht zeigen will.

Das Kind wird kein Trauma erleiden wenn es seinen Vater eine gewisse Zeit nicht sah, aber den Vater zerstört und in sehr unguter Verfassung vorzufinden, kann für ein Kind traumatisch sein und Kinder fühlen sehr viel.


Ich muss zugeben: Je länger ich über Deine Aussagen dazu nachdenke, umso mehr kann ich es dann wohl doch nachvollziehen.

Meine Angst besteht halt darin, dass sich unsere Tochter irgendwann von ihm entfremdet, je länger sie ihn nicht zu Gesicht bekommt, ihn evtl. irgendwann gar nicht mehr als ihren Vater erkennt, für sie nur ein Fremder sein wird.



an "Icefalki"

Zitat:
Magst da nicht mal nachschauen lassen? Ich bin keine Borderlineexperte, aber Beziehungen mit dieser Erkrankung sind für beide Partner die Hölle.


Gelesen habe ich darüber schon selbst sehr viel, da mein Ex mich auf diesen Trichter gebracht hat, ich könne darunter leiden. Und im Grunde treffen nahezu alle Symptome dieses Krankheitsbildes auf mich zu, wie extreme Stimmungsschwankungen, Schwarz-Weiß Denken, panische Angst vor dem Verlassenwerden bzw. Alleinsein, etc.

Nachschauen lassen?! Nunja, kann man das "mal eben so" diagnostizieren, wie ein Armbruch?! Denke eher nicht, oder?!

24.08.2018 19:49 • #20



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