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Hilfe, ich leide darunter, dass mein Mann jedes Wochenende vor mir flüchtet und seinen Kummer in Alk. ertränkt. Er verspricht mir jedes Mal, dass er nur ein Bierchen trinkt und in einer Stunde zurück kommt, was er aber NIE tut. Meisten kommt er erst 5 bis 6 Std. später mit einem Vollrausch. Das geht nun schon seit ca. drei Monaten so. Ich frage mich, ob das eine Art Alk. (psychische Abhängigkeit) Ich komme mir verarscht vor und ich habe dafür keine Kraft mehr. Am nächsten Tag bereut er alles und verspricht mir, dass es nicht wieder vor kommt. Und ich bin so gut gläubig und verzeihe ihm alles. Ich leide sehr darunter, weil er mich ausgrenzt oder einfach stehen lässt. Mich fürchtet es vor jedem einzelnen Wochenende. Ich weiß nicht mehr weiter...
Auslöser dieser Misere war bereits 2012 als mein Mann ein sehr schweres Jahr durchlebte. Beruflich und gesundheitlich lief es nicht gut für ihn. Worauf er sich und die Beziehung hat schleifen lassen. Ich habe im Februar 2013 einen anderen Mann kennengelernt, der mich auf Anhieb verzaubert hatte. Er schenkte mir Aufmerksamkeit die ich bis dato nicht kannte. Wobei ich sagen muss, dass mein Mann auch sehr fürsorglich ist. Aber Fürsorge ist nicht gleich Liebe! Der Fremde hatte es mir einfach angetan und wir haben uns ein paar Mal getroffen. Mein Mann spürte, dass etwas mit mir nicht in Ordnung war und sprach mich darauf an. Ich habe ihm gesagt, dass ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich ihn noch liebe und dass es einen anderen Mann gibt. Für ihm brach eine Welt zusammen. Darauf folge eine Zeit in der wir uns gegenseitig unsere Freiräume gaben darüber nach zu denken, was wir wollen. Den Kontakt zu dem neuen Mann habe ich abgebrochen, denn nur mit Abstand konnte ich klare Gedanken fassen. Ich zog zu meinen Eltern. Wir versuchten mit Paartherapie herauszufinden, ob unsere Ehe eine Zukunft hat. Im Dezember war für mich klar, ich will meinen Mann nicht verlieren. Ich zog wieder bei ihm ein. Mein Mann hat sich in während der Trennung stark verändert 10 kg abgenommen. Viel Sport gemacht. Jedes Wochenende mit Kumpels unterwegs bis zum Sonnenaufgang. Viel geflirtet. Meine Bedingung für den Neuanfang war, dass wir zukünftig wieder gemeinsame Dinge unternehmen unter anderem gemeinsam Ausgehen. Was aber wie schon erwähnt überhaupt nicht funktioniert. Wer hat einen Rat? Bringt eine Trennung die notwendige Einsicht? Ich weiß nicht weiter?

15.03.2014 01:57 • 16.03.2014 #1


7 Antworten ↓


prodomo81
Das erste was mir beim Lesen einfiel war: "Der arme Mann".

Er hatte eine schwere Zeit, statt Unterstützung, sucht die Holde gleich das Weite, guckt mal ob nicht eine andere Option, die bessere ist, will dann doch wieder zurück, aber nur mit Bedingungen.

Er trinkt wahrscheinlich, weil ihn das überfordert hat. Ich meine damit alles. Und seine Freunde werden ihn ablenken und keine Bedingungen stellen?!

Ich hoffe es ist jetzt nicht zu hart gewesen.

Es gibt hierfür auch viele Alk. mit Angehörigenaustausch.

Viel Kraft euch beiden.

15.03.2014 14:11 • x 3 #2



Ich leide unter dem Verhalten meines Partners

x 3


Zitat von Bernie28:
Mein Mann hat sich in während der Trennung stark verändert 10 kg abgenommen. Viel Sport gemacht. Jedes Wochenende mit Kumpels unterwegs bis zum Sonnenaufgang. Viel geflirtet.


Das klingt für mich danach dass es ihm während der Trennungszeit richtig gut ging, und jetzt, wo er wieder bei Dir ist, ist er nicht glücklich. Denkt mal drüber nach ob eine Trennung nicht dauerhaft doch besser wäre - für Euch beide! Auch wenn es weh tut - aber wie man so schön sagt: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

15.03.2014 15:48 • x 3 #3


prodomo81
Stimmt, das hab ich glatt überlesen.

War er ebenfalls voll als er allein war? Oder erst seit deiner Rückkehr?

15.03.2014 16:16 • #4


Lilith88
Also für mich hört es sich leider auch so an, als ob es deinem Mann besser ging, als ihr getrennt wart.
Das er nun auch noch trinkt, bestätigt im Grunde ja nur, dass er unglücklich ist und das dies mit großer Wahrscheinlichkeit an eurer Beziehung liegt.

Und so leid es mir tut, ich denke, wenn ihr schon eine Trennungsphase durchlebt habt und darüber gesprochen habt, was ihr in Zukunft besser machen wollt, wie gemeinsame Unternehmungen etc., dies aber alles nicht umgesetzt wird bzw. werden kann (z.B. auch durch den Alk. deines Mannes), dann denke ich, wird sich daran auch so nichts ändern. Es wird wohl eher noch schlimmer werden, natürlich auch, weil du jetzt verletzt bist, durch sein Verhalten.

Ich denke, wenn du die Möglichkeit hast, solltest du dich trennen und evtl. erstmal wieder zu deinen Eltern ziehen.
Ich weiß ja auch nicht, wie lange ihr getrennt wart, bevor du wieder eingezogen bist. Oft ist es nämlich auch so, dass Männer sich in einer Beziehung nach einer gewissen Zeit eingeengt fühlen. Wenn die Beziehung dann beendet ist, sind sie zuerst wirklich froh darüber und machen, worauf sie Lust haben (eben Party, flirten, Kumpels treffen etc.). Mit der Zeit merken Männer dann aber, dass die Partnerin doch fehlt. Vielleicht war es noch zu früh, dass du wieder eingezogen bist und dein Mann war einfach noch nicht in dieser "sie fehlt mir" Phase.

Ich würde dir aber wirklich raten, dich erstmal von ihm zu distanzieren und ihm nahe zu legen, dass er sich wegen seines Alk. vielleicht um Hilfe bemüht. Aber vielleicht ergibt sich das Problem ja auch von selbst, wenn ihr erstmal getrennt seid.

Ich wünsche dir jedenfalls Kraft und dass du eine für dich richtige Entscheidung treffen kannst.

15.03.2014 21:50 • #5


Zitat von Lilith88:
Ich denke, wenn du die Möglichkeit hast, solltest du dich trennen und evtl. erstmal wieder zu deinen Eltern ziehen.

Zu den Eltern ?
Also einer erwachsenen Frau zu raten sie soll "zu den Eltern ziehen" find ich schon etwas grenzwertig. Das wär nicht grad förderlich für ihr Selbstbewusstsein.

15.03.2014 21:56 • #6


Lilith88
Zitat von Carpenter:
Zitat von Lilith88:
Ich denke, wenn du die Möglichkeit hast, solltest du dich trennen und evtl. erstmal wieder zu deinen Eltern ziehen.

Zu den Eltern ?
Also einer erwachsenen Frau zu raten sie soll "zu den Eltern ziehen" find ich schon etwas grenzwertig. Das wär nicht grad förderlich für ihr Selbstbewusstsein.


Wenn du den Text vernünftig gelesen hättest, dann hättest du gesehen, dass sie, nachdem sie sich getrennt hatte, zu ihren ELTERN gezogen ist.
Und wenn sie sich bezüglich der Trennung nicht sicher ist, ist das ja erstmal eine gute Möglichkeit, bevor man sich tatsächlich eine eigene Wohnung sucht.

16.03.2014 12:07 • #7


Danke für eure ehrlichen, wenn auch harten Worte.

Ja er hat auch während der Trennung richtig viel getrunken.

Samstagnacht, nachdem ich hier gepostet habe, bin ich zu der Disco, in der mein Mann war und habe ihn rausgeholt. Es war 4 Uhr und er ist ohne Widerrede mit Heim und hat mich nur gefragt, womit er das verdient habe, dass ich so um ihn kämpfe? Ihm ist bewusst, dass er mit seinem Verhalten die Beziehung riskiert und bittet mich ihn zu helfen. Ich weiß aber nicht wie...

Mir ist klar, dass ich meinen Mann sehr verletzt habe und er immer noch sehr darunter leidet. Er gibt das aber nicht zu, er zeigt keine Schwäche und sagt immer, dass alles gut sei. Er will mich auch nicht verlieren und ich sei seine Traumfrau. Aber im Streit sagen wir beide immer, dass wir keine Kraft mehr haben so weiter zumachen. Aber ich kann und will unsere 14 jährige Beziehung nicht einfach so aufgeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unser Ende sein soll. Ich gebe ihn noch nicht auf. Ich liebe ihn!

17.03.2014 00:44 • #8




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