Zitat von Lunaa:Das ist schon klar dass man vieles anders wahrnimmt aber man verliert doch während einer Depression nicht den Bezug zur Realität. Man kann doch selber genau sagen dass man nichts fühlt und weißt doch dass es an der Depression liegt oder nicht?Also ich wusste dass es davon kommt, weil ich fühlte ja auch nichts gegenüber Freunden oder Familie. Mir war klar dass da ein Nebel über all meine Gefühle lag. Gut mag jeder anders sein aber ich wollte meine liebsten trotzdem nicht verletzen. Aber wenn der Kontaktabbruch zu therapeutischen Zwecken dient, hat man da nicht noch die Möglichkeiten daheim kurz Bescheid zu geben damit die Angehörigen sich keine Sorgen machen?
Da haben wir offenbar ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Ich wusste definitiv nicht,dass die Gefühlskälte meinem Mann gegenüber von meiner Depression kam.
Wenn mir das klar gewesen wäre,hätte ich ja niemals an Trennung gedacht und der Gedanke an die Trennung hat mich extrem gequält...
Ich glaubte aber,kein Recht mehr zu haben,bei meinem Mann zu bleiben,wenn die Gefühle für ihn weg sind....
Ich selbst habe ganz erheblich den Bezug zur Realität verloren ,ich hatte wirklich ganz,ganz komische Gedanken während ich depressiv war...daraus resultieren schliesslich auch Angst und Panik.
Klar,wenn madimas Partner sie nur hinhalten würde,wäre das mies,da gebe ich Dir absolut Recht.
Glaub ich aber irgendwie nicht dann könnte er doch einfach sagen,dass Schluss ist,wäre doch für ihn viel unkomplizierter und er hätte dann sofort Ruhe vor ihr,wenn er das wirklich wollen würde.
Ich vermute eher,er ist noch in der "Selbstfindungsphase" bzw. mitten im Genesungsprozess.