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Acipulbiber
Das miteinander reden ist ja nicht nur sehr schwer, sondern schier unmöglich denn es gehören nunmal zwei dazu und solange von ihm außer ok nix kommt und er nicht bereit ist, frage ich mich wie das gehen soll.

Ich kenne es auch. Von meinem damaligen Freund kam dann immer die Ansage "ich weiß jetzt gar nicht was Du willst, ich liebe dich doch" ,hat die Tür hinter sich zugemacht und ist weggefahren.

Ist seine Behandlung eigentlich beendet?

25.01.2020 00:58 • x 1 #161


Abendmond
Nein, seine Behandlung ist nicht beendet. Er ist ja seit Anfang des Jahres aus der Reha zurück, und seitdem wieder krank geschrieben. Er wurde als arbeitsunfähig entlassen, und soll sich um einen Platz in einer Tagesklinik kümmern. Mein letzter Stand war, dass er sich beworben hat, aber keine Plätze frei sind momentan. Also zieht sich es weiter mit krankschreiben, sich in der virtuellen Welt verschanzen, was bestimmt sehr hilfreich und genau das Richtige ist/: Ironie off. Er ist nun mittlerweile fast ein Jahr mit sehr kurzen Unterbrechungen von jeweils ein paar Tagen an denen er arbeiten war, ausschließlich zu Hause. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass seine Psychiaterin vor einem Jahr den komplett falschen Weg gegangen ist. Hier hast du Tabletten, kapsel dich zu Hause ein und mal ein bißchen Bilder, alle sechs Wochen kannst du mir gnädigerweise fünf Minuten was erzählen. Wobei meine einzige Reaktion sein wird, deine Dosis zu erhöhen. Echt unglaublich.

25.01.2020 10:32 • x 2 #162



Hallo Abendmond,

Depressiver Partner hat keine Gefühle mehr

x 3#3


Lunaa
Was hätte die Psychiaterin deiner Meinung nach machen sollen?

25.01.2020 12:39 • #163


Abendmond
Ich denke, dass er relativ schnell eine Gesprächstherapie hätte machen sollen. Sie hatte dazu keine Zeit, da sie komplett dicht mit Patienten ist. Sie hat ihn bezüglich fester Termine vertröstet. So wurde er quasi sich und seinen vielen Ängsten, Problemen und Depressionen selbst überlassen. Das halte ich nicht für sonderlich professionell. Mit Sicherheit ist es richtig, dass er Medikamente bekam, aber es ist nicht das Allheilmittel. Wie oft er allein in dieser Zeit bezüglich, wie wäre es wenn ich vor den Zug springe, und ähnliches nachgedacht hat, ist für mich ein Indikator, dass von Ihrer Seite ganz anders agiert hätte werden müssen. Versuche ihn an eine Kollegin zu vermitteln als "Notfall", vielleicht auch schon früher in die psychosomatische Reha, oder aber auch schon damals in eine Tagesklinik.

25.01.2020 14:58 • #164


Luna70
Inzwischen ist die Rückkehr in den Beruf wahrscheinlich auch sehr schwer nach einem Jahr Arbeitsunfähigkeit.

Wie geht es dir momentan?

25.01.2020 17:43 • x 1 #165


Abendmond
Ja das denke ich auch, dass die Rückkehr für ihn immer schwieriger werden wird. Aber er hat ja Gott sei Dank seine virtuelle Welt, und seine vermeintlichen "Onlinefreunde' bei denen er sein jämmerlich Dasein fristen kann. Entschuldigt bitte meine harten Worte, aber kann für ihn, und wie er mit mir umgegangen ist fast nur noch Hass empfinden. Ich bedaure es auch, dass ich sieben Jahre meines Lebens an so einen Mann verschwendet habe. Nach seinem ersten virtuellen Rumgebalze im ersten Jahr unserer Beziehung hätte ich erkennen müssen, dass er in dieser Richtung nicht 'sauber tickt", und es beenden müssen, und mich nicht einlullen lassen durch ihn. Phasenweise geht es mir etwas besser, und dann kommt mit aller Macht wieder grenzenlose Traurigkeit in mir hoch. Ich versuche aber trotzdem dagegen anzukämpfen, und hoffe dass es mir Woche um Woche besser gelingen wird. Ich bin euch auch immer sehr dankbar, dass ihr mir in meinem "Wahn' zur Seite steht, mir zuhört und mit mir sprecht

25.01.2020 19:17 • x 1 #166


Acipulbiber
ich bin der Meinung daß Deine "harten Worte" notwendig und auf jeden Fall hilfrech sind.
Hier rumzusäuseln bringt Dir nichts. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß er es nochmal zurück ins Berufsleben schaft.
Ich begreife einfach nicht, daß er nicht mal einen Versuch macht über sein Befinden mit Dir zu reden.

26.01.2020 13:14 • x 2 #167


Abendmond
Ja das ist mir auch absolut unbegreiflich. Ich denke, nach so einer langen Zeit hätte ich zumindest das verdient. Ich kann es immer noch nicht nachvollziehen, wie ein Mensch sich so radikal verändern kann. Und es nicht alleinig mit seinen Depressionen zu entschuldigen, selbst dann weiß man das man etwas sehr Schlechtes, Mieses tut. Das Wochenende ist jetzt quasi um, natürlich hat er sich nicht mehr gemeldet, um sich mir und meiner Forderung zu "stellen'. Dum...SCH...Werde mich dann nächste Woche erst mal darum kümmern, ein Zusatzschloß einzubauen, hab nämlich keinen Bock darauf, dass er in meiner Abwesenheit hier rum tingeln kann :/ Wie mich das alles ankotzt.

26.01.2020 15:58 • x 1 #168


Luna70
Das ist wirklich ziemlich armselig dass er sich einfach gar nicht meldet. Jetzt ist er ja fast einen Monat aus der Reha zurück und es gab nur das eine Gespräch auf deine Initiative, von ihm Kommt so gut wie Nichts. Erklären kann ich dir das auch nicht so richtig, wie sich jemand so verändern kann.

26.01.2020 16:11 • x 1 #169


Abendmond
Ein weiterer Tag vorbei ohne Rückmeldung :/ will er das jetzt bis zum Sanktnimmerleinstag aussitzen,oder was ist der Plan.... unfasslich. Mir geht es natürlich nicht so gut, wie ihr euch denken könnt ich bin noch bis Ende der Woche krank geschrieben, und denke, dass ich Freitag noch mal zum Arzt gehen werde. Allein bei dem Gedanken dort wieder hin zu müssen, wird mir speiübel, fühle mich dem nicht gewachsen. Meine Ängste sind auch wieder sehr präsent, ich fühl mich richtig down.

27.01.2020 19:56 • #170


Acipulbiber
Das ist so unfassbar. Mittlerweile denke ich, daß es fast schon eine Erleichterung für Dich sein könnte, würde er Dir per Whatsapp schreiben, daß er sich momentan nicht in der Lage fühlt, sich näher zu äußern.
Aber vielleicht würde das eher noch Wut oder Hass auslösen. Keine Ahnung.
Gehst Du noch zu Deiner Therapeutin? Vielleicht kann Sie Dich noch ein bisschen unterstützen.

27.01.2020 22:29 • #171


Abendmond
Ja gehe da noch hin, aber leider hilft es noch nicht so viel. Ich glaube der Hass auf ihn wächst stetig. Habe eben gesehen, dass er der Schnepfe in ihrem Stream 100 Euro, in Worten hundert Euro gespendet hat! Das grenzt für mich schon an krankhafte Besessenheit. Normal ist das doch alles nicht mehr, für mich ein Zeichen dafür: Beachte mich, erhöre mich, liebe mich. Was für ein krankhaftes Subjekt. Ich empfinde für ihn mittlerweile keinerlei positive Gedanken mehr, nur noch Abscheu und Ekel. Was für ein billiger Abklatsch eines normalen Mannes. Was denkt er sich dabei, oh sie wird mich auserwählen unter den anderen Spackos, die mir folgen. Mich in meinem jämmerlichen Dasein erhören und mich zum Vater ihres Kindes auswählen, wobei ja noch nicht mal geklärt ist, ob ich überhaupt kann. Kranker Bast.. vielleicht sollte ich morgen die Forderung stellen, Schlüssel her, sonst werde ich andere Maßnahmen ergreifen, sei es Anzeige oder Ähnliches. Bin euch für jeden Tipp dankbar, denn ihr mir geben könnt, wie ich dagegen vorgehen kann.

28.01.2020 00:49 • x 1 #172


Feuerschale
Der Hass kann ja auch so eine Art Antrieb sein, zu realisieren und die Ablösung dann zu schaffen.

Danach, nach dem Hass, kommt vielleicht dann irgendwann die Akzeptanz, dass er ist wie er ist.
Vielleicht hilft dir das dann beim loslösen und nach vorne sehen.

Jetzt gehts also darum, wie ihr noch die Sachen austauscht?
Hatte er nicht da mal was vorgeschlagen, mit dem Vater der vorbeikommt oder dass man die Sachen bei so einem Dritten abgeben und abholen kann? Das wäre doch was.

Am besten dann noch eine klare Frist setzen, bis wann das geschehen soll.

28.01.2020 06:49 • x 3 #173


Luna70
Ich denke auch, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, einen Schluss-Strich zu ziehen. Dass du mitten in der Nacht in den sozialen Medien schaust, was er macht, ist für dich ganz sicher nicht gut. Du musst ein bisschen zur Ruhe kommen.

Du hast doch bisher den Schlüssel noch gar nicht von ihm zurückgefordert, also gibt es noch gar keinen Grund ihn anzuzeigen. Fordere ihn auf, den Schlüssel und andere Sachen bis zu einem bestimmten Tag abzugeben und sage ihm am besten gleich dazu, auf welche Art er das machen soll.

Wenn er das nicht macht, dann kannst du immer noch über Maßnahmen nachdenken. Erst mal den einen Schritt machen, dann den nächsten. Ich glaube, es ist jetzt echt Zeit, dich zu lösen.

28.01.2020 09:08 • x 2 #174


Abendmond
Ja ihr habt recht, dass ich mich endgültig lösen sollte, ich weiß das ja auch. Es fällt mir nur so unfassbar schwer, und tut weh. Ich wollte ja eigentlich auch nicht mehr an ihn schreiben, weil ich dachte jetzt ist er an der Reihe. Ihm müsste doch eigentlich auch daran gelegen eine klare Grenze zu ziehen. Ich wollte damit bezwecken, dass er es einmal hinbekommt sich irgendwas und irgendwem zu stellen, ohne dass er wieder vor der Situation wegläuft. Mit dem Vater das wollte ich ja schon damals nicht, er muss sich schon selber stellen und seinen nicht vorhandenen "Mann' stehen. Will ihm die Lösung nicht auf dem Tablett servieren und gönne es ihm nicht, sich so billig davonzustehlen.

28.01.2020 14:17 • #175


Abendmond
Habe seit heute das Zusatzschloß, also kann keiner hier mehr rein, der nicht sollte. Ich werde es jetzt so machen wie ursprünglich geplant. Nicht mehr melden, wenn er was will, sein Zeug, Schlüssel oder ähnliches ist es jetzt an ihm sich zu rühren. Ich mache es ihm nicht so einfach, wie
er es sich wünscht. Werde morgen auch ein paar Tage zu meiner Schwester fahren, mir fällt hier zuhause die Decke auf den Kopf. Kann nicht aufhören über ihn und alles nachzudenken. Kann mich zu nichts aufraffen, und alles fällt mir schwer. Hoffe das lenkt ein wenig ab :/

30.01.2020 20:14 • x 2 #176


Kind-in-mir
Das hört sich nach einem guten Plan an, Abendmond!

30.01.2020 20:19 • x 2 #177


Kind-in-mir
Ich kann es gut nachvollziehen. Mein Freund hat eben vor ner halben Stunde auch mal wieder Schluss gemacht. Ungefähr das 40ste Mal in den letzten Monaten seitdem er wieder trinkt. Er hat mich auch auf WA geblockt. Ich denke, dieses mal war's das aber wirklich, denn er wird immer respektloser und aggressiver. Bin ehrlich gesagt mal wieder unter Schock oder schon seit Wochen. Seit drei Tagen weine ich nicht mehr und fühle mich gefühllos un d depressiv. Das Bedürfnis abzuhauen habe ich auch, einfach weg, keine Erinnerungen in der Wohnung, kein Hoffen mehr. Gut, dass du zu deiner Schwester kannst.

31.01.2020 01:03 • x 2 #178


Abendmond
Ist es bei ihm denn wegen der Trinkerei, oder hat er auch Depressionen? So wie es sich anhört, wohnt ihr wenigstens nicht zusammen. Was sind denn seine Gründe, wenn er mit dir Schluss macht. Wie du das aushalten kannst, wenn er es schon so oft gemacht hat, unglaublich. Das ist für dich doch jedes Mal eine Achterbahnfahrt der Gefühle, dieses ständige hin und her. Ja ich hoffe, dass es mir was hilft, einfach mal rauskommen :/

31.01.2020 09:00 • x 1 #179


Luna70
Dann wünsche ich dir ein wenig Erholung bei deiner Schwester. Ich hoffe, wenn du wiederkommst, siehst du schon ein bisschen klarer und schaffst dann auch die nächsten Schritte. Denn einen "richtigen" Schluss-Strich wird es schon geben müssen irgendwann.

Aber du bist auf einem guten Weg, glaube ich.

31.01.2020 11:35 • x 2 #180




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