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J
Hallo Community,

in letzter Zeit wünsche ich mir mehr Sicherheit und Halt im Alltag und weiß nicht wie ich dieses Bedürfnis selbst stillen kann.

Kennt ihr das, dass man sich im Alltag unsicher fühlt, weil alles so schnelllebig und unsicher ist?

Was macht ihr in so einer Situation und wie gebt ihr euch selbst die Sicherheit und den Halt den ihr benötigt?

Würde mich über zahlreiche Antworten freuen.

Eure
Joy

09.11.2022 06:31 • 30.01.2023 x 2 #1


11 Antworten ↓


Holger-
@Joy87
Hallo, ich trenne, da ich eine generalisierte Angststörung habe, erst einmal zwischen Sicherheitsdenken und Halt/Stabilität.
Stabilität gibt mir alles aus dem Feld der Selbstfürsorge (Bord., Saunas, Konzerte, Museen am besten für mich alleine besuchen, die Zeit mit mir selbst genießen). Weiterhin die Geselligkeit (blaue Stunde mit meiner Frau, mit meinen Kindern losziehen, Einladungen…).
Selbstfürsorge und Geselligkeit sind für mich die wichtigsten Kraftquellen und stabilisieren enorm! Viel Glück!

09.11.2022 06:45 • x 2 #2


A


Woher bekommt Ihr Sicherheit und Halt im Alltag?

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D
Von einem Gefühl der Sicherheit, dass mir von außen vermittelt werden könnte, habe ich mich schon lange verabschiedet. Ich vertraue darauf, dass ich mir meiner selbst sicher bin und im Bedarfsfall die für mich richtigen Entscheidungen treffe, die im Moment gefordert sind. Manchmal bedeutet das auch einfach mal abwarten ob sich etwas von selbst (auf)löst. Gerade in dieser auch für mich gefühlt schnelllebigen Zeit, habe ich gemerkt, dass ein vermeintlicher Zugzwang nach kurzer Zeit obsolet werden kann und meine anfängliche Unsicherheit damit verfliegt. Einen gewissen Halt (wenn man es so nennen kann) finde ich gefühlt in den Gedanken an meine Liebsten und dass ich für Diese von Bedeutung bin, auf welche Weise auch immer. Das „hält“ mich am Leben. Ansonsten fällt mir nichts ein, dass mir wirklich einen Halt gibt, weil alles vergänglich ist und halt für mich etwas bedingt, das vorhanden ist. Ist es weg, kann ich mich nicht daran (fest)halten. Mich an etwas für mich illusorisches zu „halten“ klappt kognitiv nicht. Daher suche ich nicht nach Halt in Vorstellungen oder Glaubensdingen, die für mich nicht greifbar sind.

09.11.2022 07:08 • x 4 #3


Obstsalat
Zitat von Joy87:
Was macht ihr in so einer Situation und wie gebt ihr euch selbst die Sicherheit und den Halt den ihr benötigt?

Hey,

Also ich kannte/kenne das auch. Mittlerweile tritt dies bei mir nur noch gelegentlich auf.

Ich weiß aber gerade nicht ob wir vom selben Gefühl sprechen. Bei mir ist es manchmal so. Und gerade auch vor Monaten. Ich war von der Psyche her instabil. Wodurch ich mit meinem ganzen Alltag und co überfordert war. Bei mir ist dieses Gefühl also eher Überforderung und Hilflosigkeit.
Ich bekomme durch andere Menschen Sicherheit. Ich habe viele denen ich vertraue. Viele an die ich mich jeder Zeit wenden kann. Und genau das tue ich dann in so einer Situation. Ich rufe jemanden an. Oder schreibe. So bekommt man das Gefühl man ist gerade nicht alleine. Und ich bekomme dann schnell das Gefühl das mich gerade jemand stützt um nicht umzufallen.

Meine Familie gibt mir ebenfalls Halt.

Um Kraft zu tanken, ist ja auch wichtig, tue ich etwas für mich. In meiner Freizeit. Eben Dinge die mir gut tun. Wo man auf andere, schöne Gedanken kommen kann. Wo man andere Menschen um sich herum hat.

Joa. Mehr fällt mir jetzt dazu nicht ein.

LG

09.11.2022 07:31 • x 3 #4


Nora5
Heute hat es mir Sicherheit und Halt gegeben, in die Sauna zu fahren, unterwegs zu sein, essen zu retten, und jetzt einige Vorhaben mit Freunden zu planen

27.11.2022 19:43 • x 3 #5


Shelby
Tagesstruktur hilft und sich Ziele setzen.

27.11.2022 20:06 • x 4 #6


Nora5
Heute hat es mir viel Sicherheit und Halt gegeben, mit den Kindern zu arbeiten und meine normale gewohnte Struktur einzuhalten

10.01.2023 22:10 • x 2 #7


Nora5
Die kleinen Dinge, die ich ausdauernd fertig mache, bringen mich sehr weiter und machen mir Mut

13.01.2023 23:46 • x 2 #8


Flame
Struktur ist echt wichtig,hab das früher auch unterschätzt.
Sich beschäftigen und voll dabei sein.

Egal,was das ist,kann Putzen sein und alltägliche Aufgaben ganz bewusst ausführen.
Man brauch nichts besonderes zu können,es geht eher um eine ganz bewusste Wahrnehmung.

Achtsamkeit ist da ein grosses Stichwort,das hat nichts mit Glauben zu tun.

Innere Achtsamkeit (wie fühle ich mich,wo sind meine Grenzen u.s.w.) und äussere Achtsamkeit über die Sinne (was sehe ich,wie fühlt sich mein Körper an,was höre ich u.s.w.).
Und wie wirkt das miteinander.
Sich selbst darüber besser kennen lernen,Bedürfnisse erkennen,Anspannungslevel rechtzeitiger erkennen.

Glaubenssachen möchtest Du nicht hören,im realen Leben ist alles vergänglich.
Das ist eine gute und wichtige Erkenntnis.

Darüber kann man Dankbarkeit generieren für all das was man hat eben weil nichts sicher und damit selbstverständlich ist.
Der innere Fokus ist wichtig.
Also Fokus auf das,was man hat und nicht auf das,was man jederzeit verlieren könnte.
Das ist Übungssache,da sind wir selbst gefragt.

Und die Gewissheit,dass man auch überleben wird,wenn einem genommen wird,woran man hängt aber da müsste ich doch noch mit Glaubensdingen anfangen.

Ich persönlich glaube an eine ausgleichende Gerechtigkeit.
Schwer zu greifen,wenn es einem grade mies geht aber das ist meine innere Sicherheit.

Egal,was kommt,entweder ich komme damit zurecht oder ich sterbe.
Eins von beiden geht nur und wenn man beides akzeptiert (schon im Vorfeld) ist kaum noch etwas eine Bedrohung.

14.01.2023 20:50 • x 3 #9


Nora5
Zitat von Flame:
Darüber kann man Dankbarkeit generieren für all das was man hat eben weil nichts sicher und damit selbstverständlich ist.
Der innere Fokus ist wichtig.
Also Fokus auf das,was man hat und nicht auf das,was man jederzeit verlieren könnte.
Das ist Übungssache.

Das hast Du sehr gut beschrieben und da stimme ich Dir absolut zu!

14.01.2023 20:54 • x 1 #10


Flame
Zitat von Nora5:
Das hast Du sehr gut beschrieben und da stimme ich Dir absolut zu!

Danke schön!

14.01.2023 20:57 • x 1 #11


Nora5
Dadurch, wenn - auch nur kleine Dinge - fertig werden und ich sehe, es geht irgwie alles weiter

Gerade eben • #12


A


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