43

kritisches_Auge
Im allgemeinen hat man doch einen Eindruck von unbekannten Menschen und von unbekannten Nachbarn. Den Brief von Icefalki würde ich für angebracht halten wenn die Nachbarn sich stur stellen, auf nichts reagieren.

07.02.2020 16:16 • #21


Zitat von kritisches_Auge:
Wie ich mit den Nachbarn umginge würde ich mit der Frau besprechen, denn sie geht es ja auch etwas an.Ansonsten würde ich einmal tun was ich für richtig halte.


Ich habe nächste Woche einen Termin bei meiner Therapeutin, mal sehen, was sie dazu sagt, bzw. vielleicht hilft es ja, einfach nur drüber zu sprechen.

Zitat von soleil:
Musste jetzt echt grinsen. Warum? Mein Freund verhält sich genauso. Ständig schiebt er mit seinem Wagen einen anderen zur Seite. Wenn der Warentrenner auf dem Band fehlt, was oft vorkommt, legt er laut einen dazwischen und schaut böse. Die anderen Kunden sind immer ganz konsterniert. Beim letzten Einkauf hat er mit einem Kunden hinter uns einen Streit angefangen, weil der seine Waren zu nah auf unsere legte (wir waren noch nicht fertig mit Ware aufs Band legen


Ich musste beim lesen nicht nur grinsen, sondern habe laut und herzerfrischend gelacht. Das war wirklich gut. Dein Freund gefällt mir, wir sollten mal zusammen einkaufen. Was bilden sich die anderen Kunden auch ein, hm?

Zitat von soleil:
Ich denke, wenn dich das mit dem laufenden Motor so aufregt, solltest du das auch zum Ausdruck bringen. Du kannst es ja nett und nicht vorwurfsvoll im Brief formulieren. Auch würde ich den Umweltanspekt ansprechen.


Meine Frau sagt zu dem ganzen, die sind mal gerade 4 Wochen hier, lass die doch erst mal ankommen. Unsere seitliche Nachbarin ging auch schon mal auf ihn zu, ob er nicht eins, zwei Meter weiter weg parken könnte, damit sie besser aus ihrer Ausfahrt käme, jetzt parkt er gegenüber unserem Tor. Okay, es ist im Grunde wie mit dem Einkaufswagen im Discounter, man kommmmt aus der Garage, aber man muss aufpassen.

Aber wisst ihr, was mich manchmal auf den Boden der Tatsachen zurückholt? Auch wenn wir wegziehen würden, egal, nur eine Straße weiter, in anderes Wohngebiet, in einen anderen Ort, man weiß nie, was einen da erwartet. Dann käme ich möglicherweise vom Regen in die Traufe.

Zitat von Icefalki:
@catsitter , ich kann das gut verstehen, weil ich es auch nicht ab kann, wenn für meine Definition Rücksichtslosigkeit herrscht.Bei dir kommt noch der besondere Zustand dazu, weil du dich quasi nochmals eine Nummer hilfloser fühlst, weil das Stottern eine Beeinträchtigung in der Kommunikation darstellt.


Meine Mutter war bereits als Kind gehbehindert und sie sagte später oft, wenn ich könnte ich wie wollte. Das spiegelt auch meine Situation wider. Ich würde den Nachbarn wirklich nicht anpflaumen, sondern`n coolen Spruch raushauen. Und wenn er dann nicht reagiert, würde ich weitergehen, vielleicht sogar ein Haus weiter, denn da wohnt unser Bürgermeister, kein Scherz. Aber die kriegen das mit dem laufenden Motor vermutlich nicht mit.

Thema bauliche Maßnahme. Wir haben bereits doppelt verglaste Fenster, aber die Schieferfront der Dachwohnung ist nicht unbedingt die Dickste.

Zitat von kritisches_Auge:
Deine Frau kann nicht mit den Russen reden, ich bleibe einmal der Einfachheit wegen bei Russen.Ich habe gerade die (schöne) Phantasie, dass die Russen euch zu einem russischem Essen einladen


Stimmt, meine Frau würde es auch niemals tun. Ich bin der größte Vermeider vor dem Herrn und sie hilft mir auch, egal, beim einkaufen oder telefonieren, aber hier bei gäbe es ein no go. Zum essen eingeladen werden. Hör auf, mir graut es bereits davor, wenn sie sich nach vollendetem Umbau in der Nachbarschaft vorstellen, so jedenfalls seine Worte vor 4 Wochen. Ich habe bereits vor einigen Jahren die Einladung vom Bürgermeister abgeschlagen, haben jedoch auch den Grund genannt, dass ich das nicht könne, d.h. meine Frau hat das der Bürgermeistergattin erzählt.

Zitat von soleil:
Durch Freundlichkeit erreicht man auf jeden Fall mehr, als durch einen bösen Brief oder harsche Worte.


Sehe ich auch so. Einen bösen Brief hätte ich ihm auch nie in den Briefkasten geworfen, auch hätte ich nicht auf die Gesetzeslage hingewiesen. Das kann man machen, wenn er auf nichts reagiert.

Zitat von kritisches_Auge:
Zu mindestens durch anfängliche Freundlichkeit, die sollte zuerst erfolgen.


Definitiv, auch wenn meine derzeitige Grundhaltung von eher wütender Natur ist. Aber mit diesem Gefühl würde ich ihm nie gegenübertreten.

Zitat von ichbinMel:
Ich würde auf keinen Fall drohen ,denn das ist meiner Meinung nach genau der falsche Weg .Mit Freundlichkeit kommt man manchmal viel weiter.


Nein, drohen würde ich auch nicht, doch die Situation muss erst mal da sein und ganz ehrlich? Ich habe ihn in den vergangenen Wochen noch nie auf der Straße getroffen. Meine Frau schon und sie hat ihn auch bereits in der Nachbarschaft willkommen geheißen. Er ist aber einer von der Wortkargen Sorte, so der Eindruck meiner Frau. Auch aus dem Fenster heraus habe ich ihn noch nie locker und gelöst gesehen.

Zitat von ichbinMel:
Und den Motor einfach abzuschalten sollte ja nun wirklich kein Problem darstellen ,aber vielleicht ist das Auto auch in keinem tadellosen Zustand so das der Motor erst warmlaufen muss damit das Ding überhaupt fährt


Ja, das habe ich später auch vermutet. Vor seinem Haus steht jedoch noch ein neuer 5er BMW. Den lässt er laufen, um die Whatsapp zu checken, aber das macht Frau Bürgermeister auch.


Zitat von ichbinMel:
Ich bin guter Dinge das euch das gelingen wird .Leben und leben lassen .Man sollte nicht mit der Stoppuhr auf dem Balkon stehen .Aber wenn jeder etwas Rücksicht auf den anderen nimmt dann kann das nur funktionieren.Ich drücke euch die Daumen .


Ja danke, aber ich ich vermute, die werden unter sich bleiben, denn sämtliche Helfer bestanden aus Russen. Ich lasse es mal auf mich zukommen, wenn wir uns zum ersten auf der Straße treffen.

Zitat von kritisches_Auge:
Im allgemeinen hat man doch einen Eindruck von unbekannten Menschen und von unbekannten Nachbarn.


Meine Frau meinte, sie machten einen netten Eindruck. Wenn ich zum Fenster rausniggle, sehe ich gestresste Menschen, nach dem Motto, was haben wir uns da nur ans Bein gebunden? Schließlich mussten die Wände einreißen und müssen noch eine reine Stromheizung in eine Gasheizung umwandeln, das kostet, Zeit, Nerven und Geld.

07.02.2020 18:06 • #22



Hallo catsitter,

Wie geht ihr mit lärmenden Nachbarn um?

x 3#3


kritisches_Auge
Noch ein Wort zu den Einkaufswägen, ich bekam direkt ein schlechtes Gewissen wenn ich ehrlich bin.
Ich habe immer andere Dinge im Kopf als das Naheliegende, beim Einkaufen fiele mir dieser Thread ein und dann würde ich gedankenlos den Einkaufswagen irgendwo stehenlassen, Mutter meinte, ich müsste unbedingt eine Haftpflichtversicherung abschließen.

Aber ich werde mir noch mehr Mühe geben.

Und mir wurde vorgeworfen die Leute nicht zu grüßen, ich war nur in meine Gedanken versunken.

07.02.2020 18:19 • #23


Zitat von kritisches_Auge:
Noch ein Wort zu den Einkaufswägen, ich bekam direkt ein schlechtes Gewissen wenn ich ehrlich bin.Ich habe immer andere Dinge im Kopf als das Naheliegende, beim Einkaufen fiele mir dieser Thread ein und dann würde ich gedankenlos den Einkaufswagen irgendwo stehenlassen


Ist jetzt kein Scherz. Mir würde es sehr schwer fallen, die Ruhe zu bewahren, bzgl. der Einkaufswagenparker und was die Warentrenner betrifft, aber ich werde in den Fällen auch an diesen Thread denken und versuchen die Ruhe zu bewahren. Wir beide schaffen das schon.

08.02.2020 00:05 • x 1 #24


kritisches_Auge
Ich mag diesen Thread.

08.02.2020 00:42 • x 1 #25


KarlDerGroße
Lärmende Nachbarn sind bei mir ganz großes Thema momentan.
Da ich im Nachtdienst arbeite, bin ich drauf angewiesen tagsüber zu schlafen.
Meine lustigen Nachbarn von nebenan ziehen es vor ihre Ballermann-Schlager-Musik tagsüber zu hören. Und das in einer Laustärke, die in meiner Wohnung die Bilderrahmen an den Wänden beben lässt. Gerne mal ein paar Stunden am Stück.
Letztes Jahr verstarb meine Frau. Sie verbrachte ihre letzten Wochen hier zu Hause, und auch da wurde ordentlich musiziert.
Dazu kommt noch ein Nachbar , schräg unter mir wohnhaft, welcher Schlagzeug spielt. Und einmal die Woche wird die komplette Band eingeladen und es wird in seiner Wohnung geprobt so dass sich meine Möbel erschrecken.
Wie ich damit umgehe ? Ich habe alles probiert was geht.
Hausverwaltung war nicht groß interessiert. Lärmprotokoll ans Ordnungsamt geschickt, die konnten nicht viel machen da der Läm tagsüber ist. Zweimal habe ich die Polizei angerufen, beide Male wurde mir mitgeteilt dass dafür kein Streifenwagen rauskommt. Ich habe auch langsam die Nase voll.
Ausziehen will ich auch nicht. Es garantiert ja keiner dass es besser dann wird, und hier stecken zu viele Erinnerungen drin die ich nicht aufgeben will.

10.02.2020 22:49 • #26


Zitat von KarlDerGroße:
Lärmende Nachbarn sind bei mir ganz großes Thema momentan.
Da ich im Nachtdienst arbeite, bin ich drauf angewiesen tagsüber zu schlafen.


Wer auf Tagesruhe angewiesen ist, hat immer die A.....karte! Neben vermeidbaren Lärmquellen gibt es auch eine Vielzahl unvermeidlicher, wie z. B. Bauarbeiten (die natürlich nicht ständig anfallen - im Gegensatz zu alltäglichen Geräuschen, die zwangsläufig entstehen, wenn man sich im Haus normal bewegt).

Da ich selber auch musiziere, wünsche ich mir diesbezüglich eine gewisse Toleranz von meinen Mitbewohnern und bin selbstverständlich auch bereit, das gleiche Maß an Toleranz zu bieten. Der Gesetzgeber hat vor nicht allzu langer Zeit das Recht auf Hausmusik eingeräumt.

Ergibt sich jedoch die Situation, dass jemand krank wird oder aus sonstigem nachvollziehbaren Gründen ein erhöhtes Ruhebedürfnis entwickelt, ist es für mich ebenso selbstverständlich, darauf mit entsprechender Rücksichtnahme zu reagieren.

Zitat von KarlDerGroße:
Letztes Jahr verstarb meine Frau. Sie verbrachte ihre letzten Wochen hier zu Hause, und auch da wurde ordentlich musiziert.


Da endet auf jeden Fall mein Verständnis und ich kann mir ungefähr vorstellen, mit welcher Sorte Menschen um dich herum du es zu tun hast...

....nämlich mit derselben, die mich mit unangenehmen Erinnerungen quält. Ähnliches wie du habe ich vor einigen Jahren auch erlebt - allerdings nachts! Regelmäßig! Gleichwohl die Rechtssprechung durchaus auf meiner Seite lag, konnte ich - da alleinlebend - nichts ausrichten. Ich befand mich kurz vorm Amoklauf! Hätte ich nicht aus anderen Gründen ausziehen müssen (und wollen), weiß ich nicht, was passiert wäre.

Zitat von KarlDerGroße:
Ausziehen will ich auch nicht. Es garantiert ja keiner dass es besser dann wird

Mein Vater pflegt sich so zu äußern: "Was du auf der einen Stelle lässt, findest du auf der anderen wieder"

Das alles nützt dir jetzt wenig. Ich wünschte, ich könnte dir mit hilfreichen Ratschlägen begegnen, doch außer, in einem ruhigen Gespräch an das Verständnis der Krachmacher zu appellieren - hier vielleicht eine Kompromisslösung zu erzielen - fällt mir leider nichts ein.

11.02.2020 21:14 • #27


klaus-willi
Das Sprichwort trifft es ganz gut.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
Machen kann man meistens nicht viel.
Andere Menschen werden ihr Leben nicht ändern auch wenn wir uns gestört fühlen.
Man kann nur versuchen nett zu versuchen ins Gespräch zu kommen.

11.02.2020 22:21 • #28


Zitat von KarlDerGroße:
Letztes Jahr verstarb meine Frau. Sie verbrachte ihre letzten Wochen hier zu Hause, und auch da wurde ordentlich musiziert. Dazu kommt noch ein Nachbar , schräg unter mir wohnhaft, welcher Schlagzeug spielt.


Und ich rege mich auf, weil mein Nachbar bei laufendem Motor die Scheiben frei kratzt. Auch wenn man nicht alles in Relation setzen kann, es gibt Situationen, in denen man nicht sein möchte. Das tut mir wirklich leid, was euch in ihren letzten Wochen zugemutet wurde.

Zitat von Quasinemo:
Mein Vater pflegt sich so zu äußern: "Was du auf der einen Stelle lässt, findest du auf der anderen wieder"


3 Euro ins Phrasenschwein, aber dein Vater hat natürlich recht, sehe ich auch so.

Zitat von klaus-willi:
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.


Das wären dann noch mal 3 Euro, aber ist ja für einen guten Zweck.

12.02.2020 00:08 • x 2 #29


Zum Thema Lärm kann ich hier einiges, zum konkreten Fall sagen:
Automobile der Firma BMW hatten früher oft das Problem, wegen langer Wege des Öls im Motorinneren schnell Schäden zu entwickeln, wenn sie nicht vorsichtig WARMGEFAHREN wurden. Irgendwo hat der "Angehörige einer bestimmten Volksgruppe (=politisch korrekter Ausdruck des Hausmeisters eines Wohnsilos im Hartz4- Ghetto)" da etwas falsch verstanden. Ich denke, die bayrischen Ingenieure haben das Problem gelöst- inzwischen. Oder ist es doch ein Alter 5er? Diese Sechszylinder sind ja fantastisch fahrbar. -Aber eben nicht volle Pulle- gleich. Man muss erstmal zärtlich sein und ganz normal fahren.

Gut- falsches Forum. Zum Thema Lärm: mir wurde vor einigen Jahren eine Wohnung als Hartzer finanziert. Sie wurde von der Stadt gefördert, ohne Sonderrechte als Hartzer hätte ich über 500 Euro kalt für 40qm zahlen müssen.
Die Wohnung lag zwischen einem Schrottplatz von Angehörigen einer bestimmten Volksgruppe und einer Hauptverkehrsstraße, die staute sich manchmal bis vor den Haupteingang. Direkt unter meiner Wohnung war die eines Meth- Abhängigen. Daneben wohnte ein Mann, der quasi todkrank war.
ÜBER mir wohnte eine alleinerziehende Frau mit einem Kind. Trampeln und Türenschlagen von oben, jäh brüllende Techno- Muskimaschine zwischen 22 und 4 Uhr morgens von unten, sowie Trennjäger und in einen Container herunterfallende Blechstücke und Autolärm jeweils von der Seite.
Dazu kamen am Wochenende losrasende Autos auf Parkplatz, der Mann der sein Motorad von 1978 reparierte (an/aus- brüllen- an/aus), der kleine Junge, der Angehörige einer bestimmten Volksgruppe war- auf seinem Kettensägenmotorrad- rauf und runter auf dem Hof- sowie gelegentlich Sex- Geräusche, sowie abgefeuerte Schreckschusspistolen.
Irgendwann fuhr ich nur noch zu meiner Freundin, vorher hatte ich Polizei, Sozialamt, Vermieter, Freunde, Jobcenter informiert, was da los ist. Die Polizei sagte mir- wenn ich ihnen nicht beim Gehen nachts um zwei die Klinke in die Hand gab- ich solle "richtig Geld verdienen, dann könne ich auch in einem anderen Umfeld leben." Sozialamt machte nichts, Jobcenter meinte, ich solle einfach in ein anderes Ghetto ziehen.
Bin während dieser Zeit mal zu meinen Eltern gefahren. Die waren in Urlaub. Ich kann mich noch erinnern, wie ruhig es dort in den 80er Jahren mal war, als dort die Nachbarn noch nette Omas und Opas waren. Ich hab versucht, da eine Nacht zu verbringen, aber da dort inzwischen Angehörige bestimmter Volksgruppen auf jeder Seite wohnten, war das nur noch meßtechnisch ein Unterschied.
Meine Eltern verkauften dann ihr Haus, nachdem mein Vater meiner Mutter mit Selbstmord gedroht.

Der todkranke Mann hat dann der Meth- Mensch angezeigt, davor hatte mich die Polizei noch selbst gewarnt. "Wir können Sie vor dem nicht schützen." Der Meth- Mann hat dann die Wohnung des alten Mannes aufgebrochen und verwüstet. Mein PC war da, hat zugehört- ich schon lange nicht mehr. Hatte immer diese Baggerfahrer- Kopfhörer, mit Radio und Audio- Eingang auf- tagsüber.
Bin aus der Wohnung dann ausgezogen, als jemand an mehreren Stellen im Haus Feuer gelegt hat. Musste in der Wohnung hocken und warten, bis die Feuerwehr fertig war. Der Rauch kam schon durch die Löcher, die ein abgeschraubter Griff über der Badewanne hinterlassen hatte. Weiss jetzt, das man brennende Kinderwagen am besten mit Schaum löscht.

Wenn Du nicht mehr kämpfen kannst, solltest Du weglaufen, das ist die Lehre, die ich aus dem gezogen. Ich hatte nur irgendwann große Probleme, z.B. bei Schnee zu meiner Freundin zu fliehen, mit dem Fahrrad, mitten in der Nacht: ich hatte die falschen Reifen. Meine psychischen Sachen wurden dadurch natürlich auch nicht besser. Meine Einsicht: absolute Alleinlage- wenn Du schon mit dem Auto fährst, sollte das drin sein. Du bist sonst vor Rücksichtslosigkeit nirgends sicher; mit Gutachtern, Anwälten, Prozessen und Trallala erfährst Du letztenendes ganz ähnliche Nachteile...
Leider kriegt man in den Städten ja oft genug gar keine Wohnung mehr- das ist das Dilemma. Auch als ehrbarer Bürger mit "Bonität." Also trotz und gerade möglicherweise PTBS, Autismus, Persönlichkeitsstörung etc.

12.02.2020 06:45 • #30


Birke84
Zitat von catsitter:
Und ich rege mich auf, weil mein Nachbar bei laufendem Motor die Scheiben frei kratzt. Auch wenn man nicht alles in Relation setzen kann, es gibt Situationen, in denen man nicht sein möchte.


Ich kann dich verstehen, dass dir die Autos mit laufendem Motor auf den Geist gehen! Jeder reagiert eben anders empfindlich auf gewisse Sachen, wo andere völlig relaxt bleiben. Und natürlich gibt es immer noch schlimmere Sachen, aber ich sag ja, das Lärmempfinden und die Sensibilität dafür ist sehr unterschiedlich.
Bei mir gibt es auch einen Nachbarn, der morgen ums 5 gern das Auto laufen lässt, auch gefühlte halbe Stunde u. dann werden aller paar Minuten die Türen u. der Kofferraum auf und mit einem lauten Knall zu geschlagen, dass du denkst, was macht er? 50000 Koffer einladen... das macht mich dann auch wahnsinnig...grrrrr... aber da es bisher immer frühmorgens passiert ist, war ich auch bisher ehrlich gesagt zu faul dazu, herauszufinden, wo genau er eigentlich wohnt u. mit ihm zu sprechen.

In meiner alten Wohnung, aus der ich nunmehr vor 10 Jahren ausgezogen bin, hatte ich über mir einen alten Herrn, der sehr schwerhörig war und der gern mit natürlich sehr lautem Fernseher bis in den frühen Morgen gegen 4 Fernsehen geschaut hat. Ich hatte bei mir also Bild und von oben ohne Probleme den passenden Ton dafür. Das Schlimme daran war, dass seine Wohnung auch noch anders aufgebaut war, dh. das Wohnzimmer ging leider auch noch zu einem Teil über mein Schlafzimmer u. so hatte ich auch im Bett nicht Ruhe und lag nächtelang wach. Zuerst hab ich auch vorsichtig mit ihm gesprochen, ob er denn bitte nach 22 Uhr den Fernseher leiser drehen könne, ich höre das sehr laut bei mir u. kann dann nicht schlafen. Keine Einsicht, er könne nichts dafür, er wäre ja schwerhörig u. Hörgerät würde nicht gehen. Habe ihm dann sogar Funkkopfhörer geschenkt, die ich nicht mehr brauchte, konnte er angeblich auch nicht nehmen, weil es ihm an den Ohren weh tun würde. Toll. Hab dann mal meinen Vermieter dazu geholt, er meinte nur trocken, dass er solche Geräusche auch kennt von seinem Sohn im Haus u. ich solle das nicht so ernst nehmen. Ok ich kam also nicht weiter, war aber schon total mit den Nerven durch. Hab dann sinnlos nachts angefangen, mit dem Besen an die Decke zu klopfen, wenn es wieder laut war. Der Typ hat dann einfach paar Mal mit dem Fuß aufgestampft, das war die AW drauf. So blieb mir dann nur der Auszug aus dieser Wohnung, ich hätte das nicht mehr länger ausgehalten, das war einfach zu belastend.
Heute hab ich es bis auf dieses gelegentliche Motorrasseln u. das Türschlagen draußen ganz gut getroffen, das Haus und die Straße ist sehr ruhig. Also sehe ich darüber eigentlich hinweg, wahrscheinlich weil ich weiß u. erlebt habe, dass es viel schlimmer sein kann...

12.02.2020 07:50 • x 1 #31


Abendschein
Wir hatten auch mal russische Mitbewohner als Nachbarn. Herzensgut und sehr freundlich, aber laut. Die habe ndas gar nicht so empfunden, das sie laut sind und das das stören könnte. Vielleicht lädst Du sie einmal ein, zu Dir nach Hause und ihr trinkt einen auf gute Nachbarschaft. Ich würde es ersteinmal im Guten versuchen. Sie sind meist doch recht freundlich und nette Gastgeber.

12.02.2020 08:43 • #32


Zitat von Irschenberg:
Gut- falsches Forum


Nicht unbedingt, denn weiter oben haben wir uns schon über Einkaufswagen-Falschparker unterhalten. Diesen neuen 5er BMW hört man im Grunde nicht so. Ich glaube, nein ich weiß, dass hinter meiner Wut viel mehr steckt. Sei Uralt Audi A3 Schrägheck ist es, der anscheinend diese 10 Minuten Warmlaufphase braucht, aber ich schätze, er hat keine Ahnung, wie sehr das bei den Nachbarn ankommt. Und da wäre ich wieder mal beim Thema Relation. Was ihr alle aufgezählt habt, dagegen bietet mir unsere russische Familie ein Wohlfühlprogramm. Doch lasst die jetzt 2 jährigen Töchter in 15 Jahren zum ersten mal Jungs mit nach Hause bringen, dann war`s das mit der Ruhe. Aber dann sabbere ich vermutlich schon im Seniorenheim mein Lätzken voll.

Zitat von Birke84:
dann werden aller paar Minuten die Türen u. der Kofferraum auf und mit einem lauten Knall zu geschlagen, dass du denkst, was macht er? 50000 Koffer einladen... das macht mich dann auch wahnsinnig...grrrrr...


Hätte 1:1 von mir sein können. Nach dem zuschlagen der 1. Wagentür zähle ich mit. 2, 3, 4.7,8. Was MACHT der da, rufe ich vom Nebenzimmer zu meiner Frau rüber. Doch die reagiert schon nicht mehr auf mich, also wird`s ein Monolog.

Aber auch das ist Peanuts, das weiß ich, hat nur was mit meinem Lebensfrust, aus dem die Wut auf alles und jeden entstanden ist, zu tun. Na ja, im Sommer können wir uns ja mal wieder hier treffen, da werden die Störungen exponentiell zunehmen, auch hier bei uns in Form von Gartenfesten bis tief in die Nacht und spätes Rasenmäher-Geplärre. Ach, ist der Winter im Vergleich dazu doch ruhig.

Zitat von Abendschein:
Vielleicht lädst Du sie einmal ein, zu Dir nach Hause und ihr trinkt einen auf gute Nachbarschaft. Ich würde es ersteinmal im Guten versuchen. Sie sind meist doch recht freundlich und nette Gastgeber.


Naheliegend, aber für mich als Stotterer und Sozialphobiker leider undenkbar. Musste aufgrund dessen bereits früher die Einladung eines anderen Nachbarn ausschlagen.

12.02.2020 09:30 • #33


kritisches_Auge
Ja, wegen seiner himmlischen Ruhe liebe ich den Winter auch so.

12.02.2020 09:35 • #34


soleil
Stimmt. Im Sommer ist dann wieder eine ganz andere Geräuschkulisse. Rasenmäher, Gartenfeste, spielende Kinder, Hobby-Heimwerker mit Bohrmaschine in der Garage etc. Das Leben spielt vermehrt draussen ab. Drinnen stehen die Fenster offen, die Leute sind auf dem Balkon und der Terrasse, reden, lachen, hören Musik. Das ist schon wieder eine ganz andere Liga. Im letzten Herbst habe ich mich deswegen auf den nahenden Winter gefreut. Jetzt kommt bald der Frühling und somit wird es auch wieder lauter werden. Nun ja so ist es halt und leider nicht zu ändern.

12.02.2020 09:53 • #35


kritisches_Auge
Ich halte es wirklich für einen Fehler der Natur, dass der Mensch nicht wie die Augen seine Ohren vollkommen mit einem Deckel schließen kann.

Für geräuschempfindliche Menschen ist das Leben manchmal eine Qual.

12.02.2020 10:34 • x 3 #36


Seelenbrand
Ätzend wenn die wieder auf den Balkon hocken und
Mit ihrem lauten dämlichen Mainstream gelaber die
Sinnlosigkeit ihres Daseins Mit anderen zu teilen.

12.02.2020 11:12 • x 1 #37


Deine Augen kannst Du auch nicht vollkommen schliessen.
Du musst sie Dir dann schon zukleben, was widerum unangenehm. Du merkst das immer wieder, wenn Du Dich im Schlaf drehst.
Die Taktung macht den Effekt. Das weiss jeder Folterer: nicht nur die Art des negativen Reizes, sondern die Taktung führt dann "zum Ziel." Die Geräusche in meiner Wohnung (also gemessen unter meinem Bett z.B.) gingen von 10 bis 110db/a. Nur- wie oft- wie viele- wann?
Windgeräusche, Vögel u.ä. haben mich nie gestört. -Komisch. Teilweise waren die genauso laut. Jetzt könnte ein weiser Psychologe natürlich sagen "was haben sie eigentlich gegen Techno, wenn eine Amsel vor ihrem gekippten Fenster genauso hohe Pegel erreicht. -Mögen Sie Motorräder nicht? Haben Sie etwas gegen Kinder? Fühlen Sie sich schlecht, wenn Sie Sb? Ihre Wohnung ist doch schön. Stellen Sie sich einen Porzellan- Hund hinein, der ist kein Bioindikator, kriegt als solcher keine Anfälle und brauch nicht mit ihnen fliehen."
Die Sensibilisierung für Lärm durch den Lärm kriegt man nie wieder weg. Wenn Du meinst, es ist eine Frage von Art und Pegel, gehst Du den Weg bis hin zur Psychose, nur, weil Du glaubst, Du hast da irgendein Recht. Ich höre jetzt regelmässig Anthraxx, Eminem, Stendal Blast und andere, per Zufall- in 24 Stunden piept die Uhr- dann plötzlich ein Lied im Kopfhörer brüllend- volle Pulle,schlage mich dabei mit einem Stück Holz auf die Unterschenkel, während ein Flasher die ganze Zeit tackert- falls ich mal wieder in den SOZIALEN Wohnungsbau zurück muss.
Das hat nichts damit zu tun, wie frustig oder spiessig- neugierig Du bist. Laute Geräusche machen jeden krank; Ruhe ist einfach ein Luxus. Wer ihn einmal hatte, dann nicht mehr dafür bezahlen kann, darf sich dann eben irgendwann fragen, was der Unterschied zwischen seiner Wohnung und einer Zelle in Guantanamo ist.
Antwort: Es gibt keinen mehr

12.02.2020 11:54 • x 2 #38


Abendschein
Zitat von catsitter:
Nicht unbedingt, denn weiter oben haben wir uns schon über Einkaufswagen-Falschparker unterhalten. Diesen neuen 5er BMW hört man im Grunde nicht so. Ich glaube, nein ich weiß, dass hinter meiner Wut viel mehr steckt. Sei Uralt Audi A3 Schrägheck ist es, der anscheinend diese 10 Minuten Warmlaufphase braucht, aber ich schätze, er hat keine Ahnung, wie sehr das bei den Nachbarn ankommt. Und da wäre ich wieder mal beim Thema Relation. Was ihr alle aufgezählt habt, dagegen bietet mir unsere russische Familie ein Wohlfühlprogramm. Doch lasst die jetzt 2 jährigen Töchter in 15 Jahren zum ersten mal Jungs mit nach Hause bringen, dann war`s das mit der Ruhe. Aber dann sabbere ich vermutlich schon im Seniorenheim mein Lätzken voll. Hätte 1:1 von mir sein können. Nach dem zuschlagen der 1. Wagentür zähle ich mit. 2, 3, 4.7,8. Was MACHT der da, rufe ich vom Nebenzimmer zu meiner Frau rüber. Doch die reagiert schon nicht mehr auf mich, also wird`s ein Monolog. Aber auch das ist Peanuts, das weiß ich, hat nur was mit meinem Lebensfrust, aus dem die Wut auf alles und jeden entstanden ist, zu tun. Na ja, im Sommer können wir uns ja mal wieder hier treffen, da werden die Störungen exponentiell zunehmen, auch hier bei uns in Form von Gartenfesten bis tief in die Nacht und spätes Rasenmäher-Geplärre. Ach, ist der Winter im Vergleich dazu doch ruhig.Naheliegend, aber für mich als Stotterer und Sozialphobiker leider undenkbar. Musste aufgrund dessen bereits früher die Einladung eines anderen Nachbarn ausschlagen.

@catsitter dann lebst Du in völliger Einsamkeit?


Wenn mir das zu bunt wird, mit unseren ausländischen Mitbewohnern, die meist die nacht zum Tag machen und Null Rücksicht nehmen, dann rufe ich die Polizei und das auch 5 mal in der Nacht.

12.02.2020 12:04 • #39


Zitat von soleil:
Im letzten Herbst habe ich mich deswegen auf den nahenden Winter gefreut.


Weißt du, warum ich mich noch so auf den Herbst und Winter freue? Hat aber mit dem Thema nichts zu tun, auf die Dunkelheit. Ich liebe sie, mag es, wenn es früh dunkel wird und morgens spät hell. Mit meinem Kopp stimmt eh etwas nicht, die Geräusche, die Helligkeit. Jetzt gerade sitze ich mit getönter Brille vorm PC bei halb verschlossenen Jalousien. In meinem 450 Euro Job, zum Glück nur an einem Tag in der Woche, versuche ich gerade herauszufinden, welche Tönungen mir gegen das intensive Neonlicht am besten hilft. Zur Zeit ist es eine rote. Komme mir vor wie`n Depp. Die anderen gucken schon. Na ja, rot war auch nichts, hatte wieder ne Mords Migräne, muss was anderes ausprobieren.

Zitat von Abendschein:
@catsitter dann lebst Du in völliger Einsamkeit?


Ja, hab` nur meine Frau, sonst niemanden. Bin auch sehr glücklich darüber, dass sie sich über meine Sozialphobie hinaus einen kleinen aber feinen Freundeskreis erhalten konnte.

12.02.2020 12:20 • x 3 #40




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag