Zitat von Windy:Einfach nur grauslig, was die mit dem Tier machen und alles nur für mediale Dauerpräsenz. Sieht man mal wieder wie bestialisch der Mensch sein kann. Die hätten den schon lange einschläfern können, wenns auch vielleicht nen Tag gedauert hätte, aber der arme Timmy hätte sich nicht so endlos lange rumquälen ...
Er scheint auf alles gut zu reagieren und ist nicht krank. Er verschwamm sich und hatte das 20 Meter Nylonnetz um sich gewickelt und im Maul (teilw. eingwachsen).
Heute steht in der msn:
"Rätsel um verirrten Ostsee-Buckelwal!"
Studie bringt plötzlich ein Phänomen als Ursache ins Spiel.
Buckelwal Timmy kommt seit Tagen nicht mehr aus der Ostsee heraus. Eigentlich wollte der Meeresriese Richtung Grönland ziehen.
Die Frage drängt: Wie verliert ein Meister der Navigation die Spur?
Normalerweise schwimmen Buckelwale Tausende Kilometer schnurgerade. Ihr innerer Kompass nutzt Magnetfelder und führt sicher von warmen Winterquartieren in den Nordatlantik.
Doch starke Sonneneruptionen können diesen Kompass stören. Wenn geladene Partikel die Magnetfelder durcheinanderbringen, versagt das natürliche Leitsystem. Genau dann häufen sich Irrläufe in Küstengewässern wie der Ostsee.
Eine Studie liefert dazu einen Ansatz. Die US-Biologin Dr. Jesse Granger analysierte jahrzehntelange Grauwaal-Daten und veröffentlichte 2020 Ergebnisse im Journal "Cell Press". An Tagen mit heftiger Sonnenaktivität stranden Meeressäuger viermal häufiger.
Buckelwale orientieren sich ähnlich wie Grauwale. Deshalb könnte auch bei Timmy die Sonne für Verwirrung gesorgt haben. Der Effekt trifft nicht jeden Wal, aber er erhöht das Risiko, in Randmeere wie die Ostsee abzudriften. Der zeitliche Zusammenhang wirkt auffällig. Zwischen 20. und 22. März erleuchteten Nachwirkungen starker Eruptionen am Himmel mit Polarlichtern. Am 23. März meldeten Beobachter Timmy in der Lübecker Bucht vor dem Timmendorfer Strand.
Ostsse-Lichter als falscher Kompass
Statt die Route nach Grönland zu halten, bog Timmy offenbar über die Nordsee in die Ostsee ab. Ein falscher Schritt im Navigator-mit Folgen. Zur Jahreszeit passt seine Reise dennoch. Seit Januar wandern die Tiere aus wärmeren Revieren in den nördlichen Atlantik. "Manche schwimmen die Strecke auch allein", sagte Professor Judith Denkinger vom Meeresmuseum Stralsund bereits im Vorjahr, so "Merkur.de"
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Allein unterwegs zu sein, macht verletzlich. Ohne erfahrene Artgenossen fehlt Korrektur, wenn die Ostsee zur Sackgasse wird. Zeugen berichteten nach der ersten Strandung vor Timmendorf von herzzerreißenden Rufen. Typisch für Buckelwale, die so ihre Gruppe suchen.
Fest steht: Die Sonne könnte zum unsicheren Gegenspieler geworden sein. Ein Naturereignis, das Kompasse kippen lässt und die Ostsee zur irreführenden Bühne macht.