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Hallo,

seit nun einigen Tagen habe ich ein mit altbekanntes Problem, welches ich aktuell allerdings nicht zulassen darf.
In manchen Phasen neigt meine Psyche dazu, die Kopplung zwischen der Gedanken- und Gefühlswelt abzustellen.
Entweder kann ich ganz viel denken, aber so gut wie nichts fühlen, oder aber genau umgekehrt.

Seit Weihnachten war die kognitive Seite aktiv. Das liegt daran, dass Weihnachten mit allem was dazu gehört, sehr schwer ist für mich und sich meine Gefühle im Laufe der Jahre einfach pünktlich mit dem Advent abstellen. Nun liegt seit gestern genau gegenteiliger Fall vor. Tausend Gefühle durchströmen mich auf einmal und ich kann gar nicht alle greifen oder sie benennen. Ich kann kaum still sitzen, nicht denken, die Zeit vergeht, als würde sie fliegen, ich bekomme es nicht mit. Mein Bauch fühlt sich komisch an, wenn ich es benennen müsste, dann ist es das Gefühl welches man hat, wenn man die Befürchtung hat, dass etwas Ungutes passiert. Dazu ist mir schwindelig und ich könnte im gleichen Moment lachen, schreien, weinen. Ich merke, dass mein Körper starke Stimulation braucht, ich mich permanent kratze, in meinen Haaren spiele, auf Lippen und Nägeln kaue.

Ich denke, dass die Situation bald kippen wird und ich ganz vom Gefühl übermannt werde. Nur geht das nicht. Ich habe viel zu tun aktuell und kann mir diesen "Zusammenbruch" nicht leisten. Daher meine Frage an euch: Habt ihr für diese dissoziativen Phasen Stabilisierungstechniken, die ihr mir empfehlen könnt?

04.01.2017 15:55 • 04.01.2017 #1


9 Antworten ↓


HomeGirl89
Hallo Prisma,

gibt es denn einen Grund dafür, dass deine Gefuehle pünktlich zu Weihnachten verrückt spielen?
Dieses "ich habe keine Zeit um abzustürzen" kenne ich nur zu gut. Aber leider macht das alles nur noch schlimmer. Man hällt es aus, aber man löst es nicht.

04.01.2017 16:29 • #2



Verbindung zwischen denken und fühlen - Stabilisierung

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Hallo HomeGirl89,

ja dafür gibt es einen Grund.

Nun, ich weiß nicht ob ich das Problem lösen kann, in dem ich "abstürze". Es ist ja Teil des Problems. Ich denke, dass Stabilisierungstechniken eher lösungsorientiert fungieren, als ein vorhergesehener Absturz. Nur leider ist diesbezüglich mein aktuelles Repertoire ausgeschöpft und mir fehlen die funktionierenden Methoden. Solange ich noch am Abgrund stehe und nicht wirklich gefallen bin, dachte ich, ich frage einmal nach und versuche es zu kontrollieren.

04.01.2017 17:02 • #3


HomeGirl89
Aber was ist denn der Auslöser für deine plötzlichen Gefühlsausbrüche zu einer bestimmten Zeit? Einen Auslöser dafür muss es ja geben.

04.01.2017 17:03 • #4


Reicht es denn nicht zu wissen, dass es einen Auslöser gibt und ich ihn kenne?
Ich denke nicht, dass ich diesen hier erwähnen muss.
Es ist lange her und spielt nur insofern eine Rolle, dass es mich jährlich dazu bringt, mich zu spalten.

Viel wichtiger als das Vergangene ist mir der aktuelle Umgang mit den Folgesymptomen.
Das Problem an sich können wir hier sowieso nicht klären.

04.01.2017 17:10 • #5


HomeGirl89
Verstehe mich nicht falsch, wir versuchen uns hier gegenseitig zu helfen und damit das klappt versuchen wir Infos zu sammeln. Kein Grund hier gleich den Ton unnötig zu erheben, denn so kommt es rüber und das finde ich nicht fair. Du erwartest Hilfe? Dann erwarte auch das man Fragen stellt. Ich habe genug Erfahrung um dir sagen zu können das du mit dem Ursprung arbeiten musst und alles andere nur eine Taktik ist die die auf lange Frist gesehen ständig nur ein "aushalten" und "herauszögern" bringen wird.

An dieser Stelle gebe ich gern an die anderen ab, denn der Ton misfällt mir etwas. Vll kennt jemand eine passende Taktik für dich

Best wishes

04.01.2017 17:18 • x 3 #6


Ich verstehe dich nicht falsch, nur denke ich, dass du mich falsch verstehst.
Weder erhebe ich den Ton, noch verbiete ich Fragen.
Nur musst du mir zugestehen, dass ich mich mit dem Problem, welches aktuell mich betrifft, am besten auskenne.
Es ist nichts was ich verdränge, mir nicht eingestehen will oder sonst etwas. Es wurde therapiert, besprochen, behandelt usw.
Daher spielt es hier keine Rolle und ich möchte gern selbst entscheiden, wem ich wann davon erzählen will.

Was ich hier suche, sind aktuelle Stabilisierungstechniken, die mir im Moment helfen, da ich mit meinen bekannten an meine Grenzen geraten bin.

04.01.2017 17:22 • #7


@prisma: Hallo!

Mir geht das ähnlich. Ich kann nur Stress möglichst meiden, viel raus an die frische Luft. Gut schlafen. Risperidon schlucken. Und mit einem freund was unternehmen. Mehr weiß ich leider auch nicht. Was sagt dein Arzt?

04.01.2017 17:25 • x 1 #8


Hallo MathiasT ,

danke für deine Antwort.
Mit diesen Dingen habe ich es soweit auch schon versucht.
Der Arzt wäre jetzt noch so eine Anlaufstelle, wobei ich es lieber allein in den Griff bekommen würde.

Mit der frischen Luft sagst du etwas Sinnvolles.
Das werde ich vllt gleich einmal ausprobieren.
Danke dafür.

04.01.2017 17:35 • #9


Bitte gern. oder voll auspowern. Laufen bis man richtig müde ist.

04.01.2017 17:37 • #10



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