Ich sollte hier an erster Stelle vermutlich nochmals sagen, dass mir meine überempfindliche Reaktion leid tut. Abgesehen von dem Brennen kenne ich die restlichen Probleme wirklich sehr gut. Ich habe vor 6 Jahren nachdem mich kein Arzt ernst genommen hat, gesagt, dass ich wegen psychischer Probleme behandelt werden möchte und dass ich selbst vermute, dass ich eine ausschließlich psychosomatische Schmerzerkrankung habe. Mein Krankheitsverlauf hat sich jedoch in den letzten Jahren immer weiter weg von der Idee einer hauptsächlich psychischen Erkrankung zu einer körperlichen und psychischen Erkrankung entwickelt. Und dein Tipp mit dem Vitamin D3 den kannte ich noch nicht

Vielen Dank dafür. Deine Symptome und auch was deine Ärzte sagen ist genau das was ich vor 5 Jahren hatte - damals hieß es bei mir psychosomatische Schmerzerkrankung. Ich könnte mir vorstellen, dass du dann ein ähnliches Problem hast, wie ich meist - eine viel zu stark verspannte Muskulatur. Gerade wenn die Panikattacken immer wieder kommen verschlechtert das natürlich den Zustand. Zu den Zeiten als meine psychischen Probleme stärker waren als die körperlichen, hat Sport sowie Psychotherapie am besten geholfen. Am Wichtigsten ist es denke ich alle psychischen Probleme, die nicht direkt mit den Schmerzen zusammenhängen so gut wie möglich zu bekämpfen, damit man Kraft hat die psychischen Probleme, die man wegen der Schmerzen hat, bestmöglich zu beherrschen.
Mittlerweile bin ich durch meine Lebensumstellung und Einstellungs/Verhaltensänderung so weit, dass ich einen soliden Freundeskreis aufbauen konnte, gute Note in der Uni bekomme und meinen Alltag weitesgehend meister. Das Ganze gibt einem viel Kraft um die körperlichen Symptome besser zu ertragen. Also, ich habe sehr gute Erfahrungen mit rückenschonendem Yoga gemacht und mache regelmäßig Rückengymnastik- Kurse. Dazu eine positive Lebenseinstellung und die Situationen lassen sich viel besser durchstehen. Es ist eigentlich wirklich egal, welchen Namen man seiner Erkrankung gibt, solange man Wege findet damit besser zu leben. Bei mir passt die Diagnose Fibromyalgie schon dadurch, dass ich vorher bei vielen Behandlungen eine Verschlechterung meines Zustands hatte, bei denen normalerweise psychosomatische Schmerzerkrankungen gelindert werden, während viele Fibromyalgiepatienten eine Verschlechterung erfahren. Es ist also wirklich eine Diagnose nach dem Prinzip - wir versuchen herauszufinden in welchen Topf du am Besten passt - aber solange es dann eine Behandlung gibt die anschlägt, ist es mir mittlerweile auch so recht.
Taubheitsgefühl und Kribbeln habe ich immer, wenn die Muskulatur zu stark auf einen Nerv "drückt". Also könnten Entspannungsmethoden - Autogenes Training, PME, Yoga, Qigong, Tai Chi helfen. Noch dazu könnte Wärme oder Kälte der Muskulatur helfen. Dehnübungen und wenn möglich irgendein Sport sind immer dienlich.
Monka hat auch vollkommen recht damit, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, was am Besten hilft. Genau deshalb dachte ich aber, dass ich hier nachfrage, weil man dadurch vielleicht neue Ideen sammeln kann, die einem vielleicht helfen. Mir hilft es z.B. 3 Wochen am Stück täglich Magnesium zu nehmen und dann eine Woche auszusetzen.