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Hat von euch jemand Erfahrung damit ?
Was kommt da alles auf mich zu ??

02.01.2009 12:52 • 03.01.2009 #1


7 Antworten ↓


Christina
Wann soll es denn wo hingehen? Welche Art von Therapie (Verhaltenstherapie oder psychodynamisch)? Möchtest Du es im Allgemeinen wissen oder für eine konkrete Klinik? Manche Kliniken haben nämlich sehr detaillierte Beschreibungen auf ihrer Homepage...

Ich checke am kommenden Dienstag in Bad Dürkheim ein. Die arbeiten verhaltenstherapeutisch, und ich konnte mich vorab schon recht gut informieren, wie es wohl ablaufen wird. Außerdem war ich vor Jahren in einer psychodynamisch arbeitenden Klinik. Wenn Du Fragen hast, nur zu!

Liebe Grüße
Christina

02.01.2009 13:34 • #2



Stationäre Bahandlung

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Ich weiss noch nicht in welche Klinik ich muss. Weiss nur, das es in den Osterferien soweit ist, da ich ein schulpflichtiges Kind habe geht es nicht früher. Im Moment mach ich eine Gesprächstherapie, was genau in der Klinik ablaufen soll weiss ich auch noch nicht. Darum hab ich nur mal generell gefragt, damit ich mich schon mal seelisch nd moralisch drauf vorbereiten kann

LG Bemme

02.01.2009 14:40 • #3


Christina
Hallo Bemme,

wie es im Einzelnen aussehen wird, kommt natürlich auf die Art der Therapie an, wobei ich dringend zur Verhaltenstherapie raten würde, die ist im stationären Rahmen einfach effektiver. Grundsätzlich wird es aber in so ziemlich jeder Klinik so aussehen, dass Du am Ankunftstag Deinen Therapeuten kennen lernst, bei dem Du dann 1 - 2 Einzelgespräche pro Woche haben wirst. Meist hat man auch einen Co-Therapeuten, i.d.R. jemanden vom Pflegepersonal. Der begleitet Dich bei Übungen und ist auch ansonsten während seiner Dienstzeiten für Dich in besonderer Gesprächsbereitschaft. Diese beiden werden in der ersten Woche oder in den ersten beiden Wochen mit Dir eine Bestandsaufnahme machen, die Therapieziele festlegen und die individuelle Therapie planen. Für die Neuen stehen meist auch erfahrenere Patienten bereit, die einen rumführen, die Abläufe erklären etc. Ggf. hast Du außerdem eine Zimmergenossin, die sich um Dich kümmern wird. Die Psychotherapie wird aus Einzelsitzungen beim Bezugstherapeuten und aus Gruppensitzungen bestehen. Wieviel in Gruppen stattfindet, wie die Gruppen aussehen und was da gemacht wird, hängt wiederum vom therapeutischen Konzept ab. In so ziemlich allen psychosomatischen Kliniken gibt es neben der reinen Psychotherapie auch Ergotherapie (Künstlerisches und Handwerkliches) und Bewegungs- bzw. Körpererfahrungstherapie (Sport, Entspannungsübungen, Körperwahrnehmung, Imaginationsübungen etc.), meist auch Physiotherapie und Mass..

Die Unterbringung ist heute tendenziell hotelmäßig. D.h. maximal 2-Bett-Zimmer mit Nasszelle, oft auch generell oder ab einem bestimmten Alter Einzelzimmer. In einigen alteingesessenen psychoanalytischen Kliniken muss man aber immer noch mit Mehrbettzimmern und Etagenklo und -dusche rechnen. Die Aufenthaltsdauer schwankt zwischen 4 - 8 Wochen bei Verhaltenstherapie und u.U. mehreren Monaten bei psychodynamisch arbeitenden Kliniken.

Liebe Grüße
Christina

02.01.2009 16:13 • #4


Hallo,

ich kann mich dem was Christina geschrieben hat nur anschließen. Ich selber bin jetzt seit fast 3 Wochen in einer psychosomatischen Klinik.

Am Anreisetag fand eine körperliche Untersuchung und eine therapeutische Untersuchung statt. Danach wurden mir verschiedene Therapien verordnet wie z.b. Einzelgespräche, Gruppentherapien, Sporttherapie, Mass., Entspannungstherapie und Gestaltungstherapie.

Ich bin auch mit sehr gemischten Gefühlen in diese Klinik gegangen und hatte große Angst davor. Aber ich bin hier so herzlich aufenommen wurden.

Wünsche dir für deinen Aufenthalt viel Glück.

03.01.2009 10:54 • #5


Vielen Dank für die ausführlichen Antworten !
Das klingt ja alles schonmal sehr gut, obwohl ich jetzt schon Muffensausen davor habe.
Nur wird sich mein Aufenthalt auf die Osterferien beschränken müssen, das sind dann nur 2 Wochen. Bringt das dann überhaupt was ?

LG Bemme

03.01.2009 12:09 • #6


Also 2 Wochen finde ich extrem kurz dafür. Ich bin jetzt nach fast 3 Wochen erstmal so richtig angekommen. Auch die ersten paar Tage war noch gar kein richtiges Programm. Man sollte sich hier erstmal eingewöhnen und das fand besser als gleich so ins kalte Wasser geworfen zu werden.

Ist es denn schon sicher das es nur 2 Wochen sind?

03.01.2009 15:13 • #7


Das Problem ist halt, das ich nur wärendder Schulferien eine stationäre Behandlung in Anspruch nehmen kann. Werd wohl am Montag meinen Therapeuten nochmal fragen, was er dazu meint.

03.01.2009 16:33 • #8




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