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Hallo ich grüsse euch bin neu hier Wollte mich bis jetzt noch in keinem Forum anmelden aber hier haben mir die Beiträge gefallen und ich könnte echt einen Rat gebrauchen.Und ich hab hier von so vielen Leuten gelesen die meine Probleme beschrieben haben...Ich weiss jetzt nicht wie man hier ein Thema sucht und ob es mein Thema schon gibt,deswegen hab ich jetzt einen Thread aufgemacht.Ich bin 22 Jahre alt habe schwere Depressionen meine Medikamente vor 2 Wochen abgesetzt habe etwa 7 Monate Medis genommen.Ich bin auch in ambulanter Therapie,nur diese konnte mir nicht helfen weshalb ich mir heute eine stationäre Station angeguckt habe.Ich bekomme jetzt einen Termin zum Vorgespräch und ich weiss dass ich es eigentlich machen muss aber ich habe Riesen Angst davor.Es ist so dass ich im mom nur meine Familie ab und zu sehe und sonst nur Zuhause hänge und weiss das ich was ändern muss bekomme es aber nicht hin deswegen muss ich die Stationäre Therapie eigentlich machen.Meine größte Angst ist das ich mit den Leuten dort nicht klar komme und da man dort die ersten 2 Wochen eh nicht weg darf und auch kein Handy haben darf wäre ich dann total isoliert.Und wie soll ich dass dann schaffen wenn ich mich nicht integrieren kann in die Gruppe? Ich kann keinen Menschen vertrauen und rede auch mit keinem ausser Therapeuten.Was soll ich tun es ist meine letzte Hoffnung was zu ändern aber ich hab zuviel angst...

15.09.2016 23:31 • 19.09.2016 x 1 #1


12 Antworten ↓


Hallo HalliHallo

Ich war letztes Jahr August stationär, wegen mittelgradiger bis schwerer Depression. Erstmal eine Frage: Weswegen hast du die Medis abgesetzt?

Ich hatte vor Klinikeintritt auch mega Schiss, dass dort nur so "Gestörte" rumhängen, so richtig, da hatte ich schon Angst. Aber die Angst war unbegründet. Ich war zu Beginn sehr schüchtern, es ging mir auch richtig mies. Aber mit der Zeit konnte ich mich öffnen und wir haben viel zusammen gelacht und Scherze gerissen über Medikamente und uns selbst als "Insassen" bezeichnet. Da wir in den Therapien so viel an den jeweiligen Themen gearbeitet haben, tat es dann einfach mal gut nur so ein bisschen zu quatschen oder ein Spiel zusammen spielen oder gemeinsam spazieren gehen. Wir haben uns auch gegenseitig geholfen, dass wir in den Fitnessraum gehen zusammen.

Das Schöne an diesen Menschen war: sie verstehen dich. Und ich musste mich nie verstellen oder um den heissen Brei rumreden, wie ich es in der "normalen" Welt tun musste (um nicht gleich völlig abgestempelt zu werden oder Berufschancen zu verbauen).

Mit einigen von damals habe ich jetzt, ein Jahr später, immer noch Kontakt. Und es ist jedesmal wieder schön die zu sehen.

15.09.2016 23:57 • #2



Stationäre Therapie

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Hallo Freisein Ich habe die Medis angesetzt weil es mir wieder halbwegs besser ging und weil ich keine Chemie mehr nehmen wollte hab mir gesagt 7 Monate ist jetzt genug. Aber jetzt geht es mir wieder schlechter seit 4 Tagen.Dewegen habe ich vor 3 Tagen bei der Stationären Angerufen und konnte es mir heute anschauen.Ich denke direkt negativ hab die Leute auf der Station heute gesehen und die passen einfach gar nicht zu mir,ich kann es mir nicht vorstellen.Deswegen habe ich so Angst und ich bin wirklich so dass ich am liebsten alleine bin und es mir dann am besten geht nur komme ich ja dann so mit den Leuten dort nicht klar wenn ich mich nur zuruck ziehe und mit keinem rede.So bringt die Therapie bestimmt auch nichts :/ Ich weiss echt nicht bin glaube ich so unsozial und bin dann da für mich alleine aber dann weiss ich auch dass ich dann wieder abreise und dass ist das Problem :/ Danke schonmal für deine Antwort:)

16.09.2016 00:08 • #3


Also erstens mal bist du wegen dir und deinen Problemen da, und nicht wegen der anderen Leute. Und ein Klinikaufenthalt ist nicht nur Däumchen drehen, da gibt's ein richtig straffes Programm (war zumindest bei mir so). Ich hatte zweimal die Woche Einzelgespräch und einmal Gruppentherapie (am Anfang hab ich dort nur zugehört und gar nix gesagt). Weiter Ergotherapie, Atemtherapie, Kunsttherapie, Nordic Walking, Achtsamkeit, die 5 Tibeter, Physiotherapie, Körperwahrnehmung, Psyche und Arbeit, Fitness... Also da geht schon was, und ich hab mich auch manchmal ganz verzogen für einen Abend, war auch sonst viel auf dem Zimmer zwischen den Therapien (mich ausruhen). Und du musst dich ja nicht mit den Leuten dort unterhalten, wenn du das gar nicht möchtest (ausser in der Gruppentherapie vielleicht).

Dort ist halt jeder sehr stark mit seinen Themen beschäftigt, so dass man vielleicht auch nicht gerade fröhlich aussieht. Der erste Eindruck ist in diesem Fall nicht immer der richtige.

Was ist dir denn gleich so negativ aufgefallen?

16.09.2016 00:21 • #4


Hmm ok ja das stimmt auch ich muss da an mir sehr stark arbeiten weil im Moment komm ich in meinem Leben gar nicht voran.Ich habe da auch einen Plan bekommen also in der Klinik gibt es mir 1 mal die Woche Einzelgespräche 2 mal die Woche Gruppengesprache Ergo Therapie und ansonsten Fitness und spazieren gehen. Ich weiss es nicht die Leute sahen da nicht so freundlich aus und waren alle eher abweisend als ich mir das dort angeguckt habe und deswegen macht mich das so unsicher. Ich werde es auf jeden Fall probieren müssen um meine Probleme zu bessern.Kannst du mir vielleicht sagen was es dir gebracht hat bezüglich so Themen wie Selbstwertkrise und dem Punkt dass man nach der Klinik was ändern will.?Ob sich diese Dinge durch den Aufenthalt dort verbessert haben

16.09.2016 00:27 • #5


Also am Selbstwert arbeiten, das ist nicht mit einem Klinikaufenthalt gemacht. Das ist eine längere Geschichte, die du dann ambulant aufnehmen kannst.

Mir ging es damals sehr schlecht, ich hatte starke Suizidgedanken, war sehr angespannt, konnte nicht mehr einschlafen, war auch abhängig vom Tavor. Ich war total leer innerlich und antriebslos. Für mich war die Klinik eher so wie eine Notfallstation. Das Tavor wurde dann ausgeschlichen, ich kriegte ein anderes Medikament für die Nacht. Um wirklich an den Themen zu arbeiten war ich noch zu sehr im Sumpf drin. Ich habe aber viel gelernt und wende manche Mittel immer noch an.

Die Depression ging natürlich nicht innerhalb des Aufenthalts weg. Die Klinik half mir, um überhaupt daran arbeiten zu können, weil ich war wirklich tief drin, wie eine Art Startschuss. Die richtig grosse Arbeit an sich selbst kommt nach der Klinik.

16.09.2016 11:00 • #6


Okay,danke für deine Antworten:) Also ich soll am Montag anrufen dann sind die Therapeuten wieder da,weil die sind krank. Dann bekomme ich einen Termin zum Vorgespräch mit dem Therapeuten den kann ich dann denke ich auch noch paar Sachen fragen Hoffentlich bringt der Aufenthalt mir wenigstens bisschen was.Weil ich hab hier privat die ganzen Probleme und wenn ich da raus komme gehen die Probleme erstmal alle wieder los,ich hoffe das ich dann nur besser als vorher damit umgehen kann.

16.09.2016 12:04 • #7


Vielleicht wäre es dann gut, wenn du anschliessend in eine Tagesklinik kannst. So schnell wird man die Probleme leider nicht los...

16.09.2016 21:11 • #8


okay ja da werde ich mich auch drum kümmern.

17.09.2016 14:11 • #9


Sie werden dir in der Klinik sicher eine Empfehlung abgeben, wie weiter. Mir wurde auch Tagesklinik empfohlen. So Geistig-seelische Prozesse gehen meistens nicht so schnell. In der Tagesklinik kann man weiter an sich arbeiten mit Therapien etc., kann aber abends heim. Dann hat man auch ein bisschen vom realen Leben noch da, das zu bewältigen ist (so Alltagsdinge, einkaufen, putzen, waschen, sich jeden Tag eine halbe Stunde mind. bewegen, kochen etc.).

17.09.2016 21:33 • #10


Okay das hört sich gut an,werden die mir dann hoffentlich empfehlen.Danke !

17.09.2016 22:33 • #11


Hallo @halli Hallo 22

Ist das eine Klinik in deiner Stadt oder ist es eine Reha (Kur)? War damals in Rastede zur Reha für 8 Wochen. Einmal die Woche Einzeltherapie und zweimal die Woche Gruppentherapie, ich finde dass ziemlich mager? Wir hatten in Rastede jeden Tag Gruppentherapie (drei Stunden) und einen ganzen Haufen anderer Sachen. Da war nur am Sonntag frei und zur freien Verfügung. Erzähle mal was die dir am Montag (also heute) gesagt wurde.

19.09.2016 11:58 • #12


Hallo minos.Das ist eine Klinik eine Stadt entfernt von mir LVR Klinik heisst das,also eine Reha ist das nicht soweit ich weiss stationäre Therapie heisst das auch. Gruppen Therapie und Einzelgespräch 1 mal die Woche habe ich auch.Also ich soll heute um 14 Uhr dort anrufen und dann bekomme ich erst den Termin zum Vorgespräch.ich bin mir gar nicht mehr so sicher ob ich dahin muss werden mir die Therapeuten dann bestimmt sagen ich Zweifel irgendwie an allein im mom vielleicht liegt es an der Krankheit.LG

19.09.2016 13:12 • #13



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf