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Schokokeks
Hey... hab mich lang nicht gemeldet, da ich zur zeit n stat. Behandlung bin...
Ich hab bis jetz schon viele neue Erkenntniss egewonnen, aber jetz bin ich nach 4 wochen das erste mal zu hause und mir geht es total beschissen, schwindel, kraftlosigkeit, steh total neben mir WARUM?
ich hab so eine Angst das mein körperliches Befinden nicht besser wird Ich nach 10 Wochen geh und nix erreicht hab *heul* ich will gern ans meer studieren, hab aber riesen schiss das es mir dort schlecht geht!
Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten, erwaret ich zuviel nach 4 Wochen?
Ich mach mir übelsten Druck!
lg euer Keks

15.03.2009 11:58 • 18.03.2009 #1


3 Antworten ↓


Lisa_Coccinella
Zitat von Schokokeks:
Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten, erwaret ich zuviel nach 4 Wochen?
Ich mach mir übelsten Druck!
lg euer Keks


Hallo Keks,

welche Erwartungen hast du gehabt? Welche Ziele hast du?

15.03.2009 20:18 • #2



Stationäre Therapie

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Christina
Zitat von Schokokeks:
Ich hab bis jetz schon viele neue Erkenntniss egewonnen, aber jetz bin ich nach 4 wochen das erste mal zu hause und mir geht es total beschissen, schwindel, kraftlosigkeit, steh total neben mir WARUM?
Erkenntnisse allein reichen nicht, sie müssen auch umgesetzt werden und das braucht Zeit. Vier Wochen sind für psychische Prozesse nur eine Schrecksekunde, kein Wunder, wenn in Deiner gewohnten, alten Umgebung erstmal gleich wieder alles so ist wie früher.

Zitat von Schokokeks:
ich hab so eine Angst das mein körperliches Befinden nicht besser wird Ich nach 10 Wochen geh und nix erreicht hab *heul* ich will gern ans meer studieren, hab aber riesen schiss das es mir dort schlecht geht!
Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten, erwaret ich zuviel nach 4 Wochen?
Höchstwahrscheinlich erwartest Du zuviel - vielleicht sogar von der Klinikbehandlung insgesamt. Ich bin letzten Dienstag nach neunwöchigem Klinikaufenthalt entlassen worden. Ich habe auch viele neue Erkenntnisse gewonnen, Perspektiven entwickelt und Motivation getankt. Aber ich bin natürlich kein neuer Mensch geworden, habe kein neues Leben und lebe nicht in einer neuen Welt. Die Verhaltensänderungen aus der Klinik muss ich beibehalten und ausdehnen, meine typischen Fallen erkennen und handhaben, meine Pläne umsetzen... Das wenigste davon ist mit wirklichen Hochgefühlen verbunden. Es ist mühsam, ich habe immer noch krankhafte Ängste und neige immer noch zu Depressionen, doch mittel- bis langfristig werde ich das in den Griff bekommen. Es dauert eben, weil allein die Veränderung von Verhaltens- und Denkgewohnheiten x-mal geübt werden muss. Wenn man sich nur einfach mal angewöhnen möchte, seinen Schlüssel zu Hause immer an einen bestimmten Platz zu legen, muss man das etliche Male tun, bevor es eine automatische Sache wird, über die man nicht mehr nachdenkt. Bei allem, was psychisch befrachtet ist, dauert's entsprechend länger...

Zitat von Schokokeks:
Ich mach mir übelsten Druck!
Dazu neige ich auch. Damit habe ich mir die letzten Tage in der Klinik gründlich verdorben. Aber das ist ein Teil des Problems, etwas, wozu Du Deine Einstellung dann wohl auch überarbeiten solltest. Überhaupt ist so eine "Krise" oder ein Realitätsschock zwischendrin nützlich für die weitere Therapie. Was wäre denn, wenn es Dir nach der Klinik körperlich immer noch nicht gut geht? Heißt das, dass es immer so bleiben muss? Und wäre das ein Grund, woanders zu studieren als Du möchtest? Deine jetzigen Ängste werden Dir helfen, Dich auf die Zeit nach der Klinik besser vorzubereiten, wenn Du sie dort in der Therapie bearbeiten kannst.

Liebe Grüße und viel Erfolg
Christina

15.03.2009 21:48 • #3


Ich war bis vor kurzem auch 8 Wochen lang in einer Klinik und ich kann sagen mir ging es die erste Zeit dort auch nicht gut. Meine Erwartungen das alles ganz schnell besser wird waren einfach zu hoch. Als ich anfing auch die kleine Schritte zu akzeptieren ging es mir schnell besser. Mir geht es mittlerweile wieder richtig gut und ich kann wieder leben. Also nicht den Mut verlieren.

18.03.2009 23:57 • #4




Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf