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Hallo,

ich beobachte immer mehr, wie ich mich selbst beobachte. Alles hinterfrage ich, ob es jetzt richtig war. Jedes Wort, jede Sitution alles "durchleuchte" ich und denke hättest lieber das und das sagen sollen. Entweder bin ich wirklich unterfordert auch durch meinen Beruf oder aber es ist schon krankhaft. Als Kind musste ich es schon immer allen Recht machen.

Und nun geht es weiter. Manchmal fehlen mir vor Aufregung sogar schon die Wörter. Bin nicht bei der Sache, weil ich halt auch immer so viel denke und das strengt wahnsinnig an und kostet viel Kraft. Fehlverhalten von Anderen (so nenne ich es jetzt mal) rede ich wieder gut oder suche den Fehler bei mir. So komme ich immer tiefer in mein Loch. Jeden Gefallen, es allen Recht machen-ich verstehe es nicht. Früher war ich selbstbewusst im Umgang mit anderen und nun da. Arbeite jetzt auch im sozialen bereich und nehme mir wahrscheinlich auch viel an.

Nun habt ihr auch schonmal so eine Phase gehabt?

03.11.2014 15:03 • 15.11.2014 #1


6 Antworten ↓


wgh
Liebe Marie,

ähnliches habe schon erlebt. Es handelt sich vermutlich um eine Anpassungsstörung( beinhaltet auch Gedankenkreisen).

So etwas kommt je nach dem, welcher äußerliche Einfluß auf Dich wirkt, sporadisch wieder.

Weil Du irgend wie keine Erkenntnis über dieses Verhalten hast, glaubst Du, Dein Selbstwertgefühl sei weg.

Wenn das weg ist, bist Du Depressiv und auch nicht arbeitsfähig.

Einen Gruß aus Nordfriesland
wgh

03.11.2014 16:36 • #2



Selbstwertgefühl weg, viel Nachdenken über mich

x 3


Ich verfange mich immer wieder in meinen Gedanken. Leben in Hier und Jetzt ist nur möglich, wenn ich richtig beschäftigt bin, ansonsten kommen immer wieder die Ge4danken. Alles hinterfrage ich nochmal, "War das richtig?, Habe ich selbstbewusst gewirkt und und und" Das kostet mich soviel Kraft. Ich versuche mich immer wieder ins hier und jetzt zu holen, aber manchmal/oftmals sind die Gedanken stärker.

09.11.2014 18:25 • #3


wgh
Zitat von Marie1981:
Ich verfange mich immer wieder in meinen Gedanken. Leben in Hier und Jetzt ist nur möglich, wenn ich richtig beschäftigt bin, ansonsten kommen immer wieder die Ge4danken. Alles hinterfrage ich nochmal, "War das richtig?, Habe ich selbstbewusst gewirkt und und und" Das kostet mich soviel Kraft. Ich versuche mich immer wieder ins hier und jetzt zu holen, aber manchmal/oftmals sind die Gedanken stärker.


Liebe Marie,

in erster Linie eines, du musst niemanden auf der Welt alles Recht machen, noch kann es jemand fordern.

Versuche Dich von diesen Gedanken zu lösen, indem Du Dich fragst, ob diese real sind oder nur herbei gedacht oder geredet. Wenn
dieses der Fall ist, kann man es mit lautem Rufen verdrängen. (kein Exorzismus) Nenne den Namen des Gedanken und verjage ihn.

Dann suchst Du dir eine Beschäftigung, die einen andereren Gedanken benötigen, um ein sich selbst gesetztes Ziel zu erreichen. Das Ziel
kann alles das sein, was Dich zufriedenstellen würde. Beispiel: Deine Kenntnisse in Mathe sind nicht besonders. also greift man zum guten
alten Kusch und versucht die einen oder anderen Möglichkeiten einer Aufgabe zu erfassen und zu begreifen.
Das stärkt das Selbstbewußtsein und steigert auch das Selbstwertgefühl, da hier ein Ziel erreicht und das Wissen gesteigert wurde.

Ein Versuch kann nicht schaden. Schön wäre es, wenn man jemanden hat, der einen begleitend unterstützt.

Gruß aus Nordfriesland
wgh

09.11.2014 19:47 • #4


Hallo wgh,

erstmal vielen Danl für Deine Antwort.

mein Verstand sagt mir auch, dass ich es keinen Recht machen muss.

Gedanken verjagen, dass ist nicht so einfach. Wenn mich ein Gedanke hat, dann hat er mich und kann sogar schon physische Symptome hervorrufen. Das ist schon ziemlich tief in mir drin. Und die Angst wird immer mehr...immer mehr in kleinen Schritten.
Früher liebte ich schnelles autofahren, heute habe ich Angst auf der Autobahn. Angst die Kontrolle zu verlieren. Trotzdem fahre ich Autobahn, jedoch merke ich wie mein Körper sich gegen wehrt, mir ist dann so komisch schwummrig. Alles zieht so schnell an mir vorbei. Ich bin dann schon so tief in den Strudel drin, dass der Gedanke stärker ist.

Nun wollte meine Ärztin mir wieder Medis verschreiben, doch bin ich eigentlich froh weg davon zu sein. Man weiß ka auch nie welche Langzeitnebenwirkungen auftreten.

LG

10.11.2014 20:31 • #5


Jonbon
Hallo Marie,

Gab es einen bestimmten Zeitpunkt von dem Du denkst dass das ganze angefangen hat? Ein bestimmtes Ereignis?

LG Jonbon

10.11.2014 23:46 • #6


Hallo Jonbon,

schon zu meiner Schulzeit hatte ich immer Ängste gehabt. Da wusste ich allerdings noch nichts von psychischen Krankheiten..... Da war es mir immer so schwummrig, einmal bin ich sogar ohnmächtig geworden, naja und dann Übelkeit, Bauchschmerzen....

Ich wurde geliebt, wenn ich gute Noten mit nach Hause gebracht habe. Leistungen wurden belohnt, Fehler nicht. Denke es hängt stark damit zusammen.

LG

15.11.2014 20:42 • #7




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