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Hallo

Irgendwie wusste ich ni#cht sorecht wohin mit meiner Frage, ich hoffe in der "Kummerecke" ist sie nicht völlig deplaziert.

Hat einer von euch Erfahrung mit Schlaftabletten?

Ich schlafe sehr schlecht. Habe Probleme beim Einschlafen sowie mit dem Durchschlafen. Habe es schon mit Entspannungübungen, Hörbüchern, Filmen, Musik, Sport versucht. Hat nie wirklich geklappt.
Ich denke das die Schlafprobleme irgendwo mit meinen anderen Problemen zusammenhängen. Aber im Moment wünsche ich mir wirklich nichts mehr als einfach mal wieder auszuschlafen. Ich denke dann könnte ich auch wieder mehr an meinen Problemen arbeiten.

Um tagsüber wenigstens fit zu sein versuche ich mich im Moment mit Ceffeintabletten wach zu halten. Aber irgendwie haben die so ihre Launen und wirken nicht immer.

Ich weiß aber kaum was über Schlaftabletten.
Bekomme ich die rezeptfrei in jeder Apotheke?
Bergen sie wirklich ein sehr großes Suchtpotenzial?
Gibt es Nebenwirkungen bezüglich Angstsymptomen?

Wenn ich ind ie Apotheke gehe, würde ich gerne genau wissen womit ich es zu tun habe, da mir der Gang in eine Apotheke ziemlich schwer fällt...

Kann mir jemand helfen?

Liebe Grüße
Lila

13.06.2010 19:08 • 15.06.2010 #1


12 Antworten ↓


Hallo Lila,

die "richtigen" Schlaftabletten gibts nur auf Rezept. Man sollte sie halt nicht täglich über einen längeren Zeitraum nehmen, ich nehme sie vielleicht einmal im Monat. Aber es kann helfen, so einen Kreislauf aus Schlecht-Schlafen Noch-Schlechter-Schlafen usw. zu unterbrechen. Nebenwirkungen halten sich in Grenzen, bei mir eher gering.

Grüße, pc

13.06.2010 19:57 • #2



Schlafstörungen - Schlaftabletten nehmen oder nicht?

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Danke für deine Antwort

Wenn es die nur auf Rezept gibt, hat sich das eh schon erledigt. Naja ich werde mich dann erstmal weiter mit Koffein über Wasser halten und hoffe dass wenn ich demnächst psychologische Unterstützung bekomme, sich auch mein Schlafproblem bessern wird.

Vielleicht finde ich bis dahin ja auch noch eine andere Methode. Das Netz bietet da ja eine große Vielfalt an Tipps. Die gängigen (Sport, Musik, Entspannung, etc) haben halt leider noch nicht gefruchtet

13.06.2010 20:12 • #3


Huhu Lila,

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass bei Schlafproblemen nur nachhaltig hilft, das Übel an der Wurzel zu packen. Ich hatte in der Schule etliche Monate lang Schlafprobleme, die immer schlimmer wurden. Irgendwann brachte ich es Nachts nur noch auf 4h Schlaf - meine Noten waren im Keller und ich war nahe am Nervenzusammenbruch. Entspannungstechniken haben mir nicht geholfen, Tabletten wollte ich mit damals 16 oder 17 Jahren keine nehmen. Ich kam irgendwann dahinter, dass Versagensängste dafür sorgten, dass ich nicht richtig schlafen konnte. Ich bin das Problem angegangen, und hab bald wieder wunderbar schlafen können.
Hast du eine Idee, wo dir derzeit der Schuh drücken könnte?

Woran scheitert denn die Hilfe durch Therapie?

Liebe Grüße,
Bianca

13.06.2010 21:26 • #4


Hi Bianca

Danke für deine liebe Antwort.

Leider sieht das bei mir zur Zeit ähnlich aus wie bei dir. Mit mittlerweile mehreren Defiziten, kann ich in der Schule wirklich nicht mehr glänzen.
Ja ich weiß, dass das psychische Gründe hat. Habe zur Zeit im starken depressiven Verstimmungen und sozialen Ängsten zu kämpfen. Von der Angst vorm versagen kann ich leider auch ein Liedchen singen. Alles in allem summiert sich das natürlich und wirkt sich auf den Schlaf aus. Da ich auch zu besseren Zeiten nicht den besten Schlaf habe, ist es jetzt umso anstrengender. Vor drei Uhr mache ich auch während der Schulwoche selten ein Auge zu.

Warum ich mir noch eine Unterstützung geholt habe hat mehrere Gründe.
Zum einem musste ich es erstmal akzeptieren, dass ich alleine nicht mehr aus der Situation raus komme. Dafür habe ich recht lange gebraucht. Mittlerweile bin ich aber entschlossen etwas zu ändern und das geht nun mal nicht mehr alleine. Jetzt muss ich mich überwinden einen Anruf zu tätigen und mit meinen Eltern zu sprechen. Das fällt mir halt leider ziemlich schwer. Aber ich habe mir es fest vorgenommen mich Ende des Monats darum zu kümmern.

Danke auch für den Link. Ich schaue mir die HP jetzt mal in Ruhe an.

Liebe Grüße

13.06.2010 22:23 • #5


Estrella
Hallo,Lila!

Hast du es denn schonmal mit was pflanzlichem wie Baldrian versucht?
Ich habe eine ganze Zeit lang (ca 2-3 Monate) Kytta Sedativum genommen..
Das sind beruhigende Dragees ( ich glaube :Baldrian,Hopfen,Passionsblume),wovon man bis zu 3 Stück täglich nehmen kann,auch gezielt vorm Schlafengehen.Ich habe nie irgendwelche Nebenwirkungen bemerkt,bin nämlich sonst ziemlich emdpfindlich in der Hinsicht.
Im Beipackzettel steht auch nur sowas wie, dass leichte Magenbeschwerden auftreten könnten,nichts gravierendes!

Mir haben sie nach etwa 2-3 Wochen geholfen,habe dann wieder besser geschlafen.An solche chemischen Dinger habe ich mich nie rangetraut.

Die Tabletten sind natürlich kein Wundermittel,die bestehenden Probleme bleiben vorhanden,aber wenn man merkt,dass man zumindest etwas ruhiger wird,fällt es einem auch etwas leichter diese Probleme gezielt anzugehen.


Es kommt eben immer drauf an,jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf solche Sachen,dem einen hilft es und dem anderen leider wiederum nicht.

Einen Versuch wärs auf jedenfall wert!Die gibts in der Apotheke-ohne Rezept!

Liebe Grüße&eine hoffentlich einigermaßen erholsame Nacht!(:
Annika

13.06.2010 22:36 • #6


Ach man. Lassen wir das Thema besser. Ich weiß nicht was mich gestern dazu getrieben hat diesen Beitrag zu schreiben, er ist völlig absurd
Mit pflanzlichen Mitteln habe ich es auch schon versucht, die sind bei mir leider nicht so produktiv. Ich merke zwar wie ich dann körperlich ruhig werde, aber meine Gedanken drehen dann völlig am Rad, weil mein körperliches Empfinden nicht mit meinen Gefühlen übereinstimmt.
Außerdem habe ich eh schon das Gefühl, dass an mir zu viel rumgefuscht wurde. Zwar alles nur mit homöopathischen Mitteln, die ja nicht schädlich sind, aber trotzdem...
Ich befürchte ich habe nach einer ruhigen Methode gesucht mich halb ins Jenseits zu befördern. Die Betonung liegt auf "halb"! Der Gedanke ist jetzt aber wieder völlig verworfen!
Ich wieß, dass Tabletten keine Wundermittel sind. Deswegen werde ich sie auch nie nehmen. In zwei Wochen kümmer ich mich auch um Hilfe. Dann ist der schulische Stress vorbei und ich kann die Probleme in Ruhe angehen.



Danke für eure lieben Antworten

Liebe Grüße
Lila

14.06.2010 11:05 • #7


Huhu Lila,

Du kannst den Therapeuten, wenn du dir einen holst, auch bitten, dich einfach krank zu schreiben. Mein Therapeut hat mir auch direkt in der ersten Sitzung angeboten mich bis zum Abi -das waren 4 Monate

Ich fand Beruhigungsmittel übrigens auch immer Horror. Das Empfinden ist dann so abgestumpft und tot - das macht mir noch mehr Angst als der Stress und die Panik. Zweimal hab ich's mit Tabletten versucht, dann dachte ich mir: Nee, das kann's nicht sein, da gehste selber ran!

Liebe Grüße,
Bianca

P.S.: In welchem Bundesland wohnst du denn, dass ihr Anfang Juli schon Ferien habt? *neid*

14.06.2010 19:23 • #8


Hi!

Ich komme aus NRW. Unsere Ferien beginnen Mitte Juli. Der größte schulische Stress ist für mich aber in zwei Wochen vorbei, weil dann alle Klausuren weg sind...

Aber wenn ich mich krank schreiben lassen würde, wüsste ich nichts mit meinem Tag anzufangen Dann würde ich den ganzen Tag hier hocken, was die Sache nur schlimmer machen würde, denke ich. Die Schule ist zwar ein großes Problem, gerade wegen meinen sozialen Ängsten, aber wäre ich zu Hause, würde ich mich noch mehr mit mir veschäftigen und würde noch mehr auf meinen Eltern hocken.
Zum anderen würde ich dann sicher sitzen bleiben. Das wäre auch Horror. Die Frage ist nur ob ich das Schuljahr schaffe auch wenn ich regelmäig gehe

Tja ich sollte wirklich endlich mal lernen mit Stress umzugehen wie soll das sonst nur werden, wenn ich mein Abitur habe... dann würde ich wahrscheinlich völlig an dem Druck scheitern... Ist irgendwie schon traurig dass ich es nicht gelernt habe... Naja ich hoffe ja mal dass es noch nicht zu spät ist.

Ich weiß dass es mit Terminen immer schlecht aussieht und man oft längere Wartezeiten hat. Aber im Moment kann ich das nicht. Gibt mehrere Gründe wieso genau in zwei Wochen....

Danke für den Link ich schau eihm mir heute Abend in Ruhe an.
Der letzte Link hat mir auch geholfen das Problem besser zu verstehen.

Ich habe mir gestern Abend übrigens Harry Potter in meinen CD Player gelegt. Das hat diesmal geholfen, weil ich mich darauf konzentrieren konnte. Aber es fällt ir schwer mir zu erlauben abends nicht über andere Dinge nachzudenken. Gestern hat esjedenfalls gut geklappt und ich denke ich habe schon gegen halb 2 geschlafen.


Liebe Grüße
Lila

P.S.
Vielen lieben Dank für deine Antworten

14.06.2010 20:07 • #9


Huhu Lila,

Was machst du denn in den Sommerferien, damit du nicht nur auf deinen Eltern hockst? Ich kenn das auch, ich mochte die sommerferien nicht so wirklich. Nach 4 Wochen hat's mich gelangweilt, dass ich nichts Richtiges zu tun hatte xD
Freunde Treffen, Kino gehen, Weggehen.. okay. Aber wirklich sinnvoll oder erfüllend fand ich das nie. Ab der 4ten Woche hab ich mir die Schule immer regelrecht herbei gesehnt. Als ich dann begonnen hab in den Ferien Praktika zu machen oder mir Jobs zu suchen, ging's viel besser. Aber da darf man sich nicht zu viel aufladen - Ferien sind ja trotz alledem zum Entspannen da. Mittlerweile geh ich einfach jedes Wochenende Wandern mit dem Verein. Das gleicht mich total aus in den Ferien. Und Praktika mach ich auch weiterhin voller Begeisterung, das bringt mir zwischenmenschlich unglaublich viel!
Vielleicht wär das ja auch was für dich?

Und wegen dem Bestehen: Mach dir da mal ü-ber-haupt keinen Stress. Die größte Versagensangst lag bei mir auch darin, das sich die Klasse nicht bestehe und dann wiederholen muss. Hab mir das total schlimm ausgemalt, lag nächtelang wach, hatte unglaubliche Angst den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Und dann bin ich durchgefallen. Und meine Eltern waren zwar nicht begeistert, haben mich aber auch nicht bestraft. Sie wussten, dass ich schon so genug leide und mich quasi selbst bestraft hab. Meine Wiederholungsklasse war total cool, da hab ich ne ganz liebe Freundin kennen gelernt mit der ich immer noch oft was unternehme. Und meine Noten waren super gut, ohne dass ich mich groß anstrengen musste. Man stellt sich's immer so schlimm vor, weil man oft denkt, dass die Leistung den eigenen Selbstwert definiert. Das ist aber nicht so! Man kann auch durchfallen und ist trotzdem noch ein guter Mensch Das ist ja kein Todesurteil. Übrigens: Wenn dir der Therapeut bescheinigt, dass du nichts für deine schlechten Noten kannst (weil sie ja von den Ängsten kommen und nicht von deiner Arbeitshaltung z.B.) dann kannst du bei der Schulleitung einen Antrag stellen, trotzdem versetzt zu werden. Auf Probe aber nur. Das heißt, du darfst dann im Halbjahreszeugnis keine 5 haben. Dann hast du's geschafft und darfst in der Klasse bleiben.
Ich bin wegen meiner Krankheit oft durchgefallen. Einmal in der 7ten, einmal in der 9ten und einmal in der 11ten. In der 11ten hab ich dann endlich mal von diesem Antrag erfahren, hab ihn gestellt und durfte auf Probe weiter. Und letztes Jahr hab ich, obwohl ich eigentlich 3 mal sitzen geblieben bin, mein Abi mit nem 2er bestanden. Und jetzt studier ich. Man kommt trotzdem irgendwie ans Ziel - Durchfallen hin oder her.
Also mach dir da selber keine so große Angst!
Ich hab irgendwann zu mir selber gesagt: schei., was die Anderen haben. Egal, was für eine Note bei dir rauskommt. Hauptsache ist, egal worum es geht, dass du dein Bestes gibst. Und wenn das Beste eben nur eine 3 oder eine 4 ist - na dann ist es eben so!
Und seitdem kann ich mit der Benotung und Bewertung viel besser umgehen.
Vielleicht hilft's dir ja auch!

Liebe Grüße,
Bianca

14.06.2010 20:44 • #10


Hey

Ja meine Ferien werden immer ganz gut geplant. Dies Jahr steht ein Urlaub mit meinen besten Freunden an, und eine Woche Arbeit. Die restliche Zeit möchte ich für übliche Tätigkeiten nutzen und dafür an mir zu arbeiten. Wenn ich mich entscheide die 13 noch durchzu ziehen, muss ich erstens schon in den Ferien etwas lernen und zweitens meine Psyche endlich wieder auf Vorderman bringen.
Vielleicht werde ich wirklich noch ein Praktikum machen. Hätte sogar zwei Stellen die mir angebotenw urden und für die ich mciha uch eigentlich sehr interessiere...

Wahrscheinlich hast du Recht. Ich weiß das ja im Prinzip auch, aber es fällt mir trotzdem sehr schwer. Auch wenn ich mich zur Zeit sehr unwohl in der Schule fühle, ist es doch eine gewohnte Situation. Ich bin ein absuluter Gewohnheitsmensch. Vor einer neuen Stufe habe ich unglaublich Angst.
Ich schaffe es einfach nicht meine Versagungängste zu überwinden. Naja so gehsehen betrachte ich mich ja eh längst als Versager. Ich weiß auch, dass ich ja eigentlich was wert bin und alles von meinen Gedanken abhängt. Aber dieses Wissen ändert irgendwie nichts. Ich fühle mich trotzdem ziemlich Minderwertig, habe kaum Selbstbewusstsein und sehe mich als ziemlich dumm an.

Ich übe weiterhin meine Gedanken umzuprogrammieren und mir Fehler zu erlauben. Aber das ist leichter gesagt als getan.


Liebe Grüße

14.06.2010 23:41 • #11


Wieso empfindest du dich denn als Versager?
Wenn du es bis zur 12ten geschafft hast, kannst du ja so dumm und ein so großer Versager nicht sein
Vergleichst du dich vielleicht oft mit Anderen?

Es gibt da diesen ganz uralten Trick mit dem Geldschein. Wenn man einen 100€-Schein hat, einen ganz glatten und ganz druckfrischen, dann ist der genau so 100€ wert wie ein alter schmutziger zerknitterter und abgegriffener Schein. Der eine ist ganz sauber, der Andere hat schon ein paar Risse, Eselsohren, hat in seinem Leben schon viel gesehen. Und ist trotzdem genau so viel wert wie der Andere.
Das hat mir früher oft geholfen. Ich hatte ja keine sehr einfache Kindheit, aber trotz allen Knittern und Falten und Ecken und Kanten die ich dadurch bekommen haben mag war ich immer genau so viel wert wie die Anderen, die bis auf Liebeskummer eigentlich nichts Schlimmes durchgemacht haben Fand ich oftmals sehr tröstlich.

Was Anderes ist mir eingefallen: Kann deine Schulpsychologin dir vielleicht einen Therapeuten oder einen Termin vermitteln? Die haben manchmal gute Kontakte oder kennen aus dem Studium noch Freunde und Bekannte, die sie im Notfall kontaktieren können. Da würde ich an deiner Stelle mal nachfragen.

Liebe Grüße,
Bianca

15.06.2010 05:08 • #12


Hallo!

Ja ich vergleiche mich stark mit Anderen. Ich weiß, dass das schlecht und nicht richtig ist, aber ich schaffe es einfach nicht das einzustellen. Andere dürfen so viele Fehler machen, ich selber darf mir aber keine Fehler erlauben. Das ist absurd ich weiß... Ich versuche ja auch schon meine Gedanken zu ändern und mcih als Mensch mit Fehlern anzusehen, aber das gelingt mir nur kaum.

Das Beispiel mit dem Geldschein gefällt mir gut Ich hab ihn mir in groß auf meine Schreibtischunterlage gueschrieben, damit ich ihn mir ständig durchlese und das bewusst mache. Vielleicht kann mir das ja auch helfen, meine Sicht zu ändern.

Harry Potter hat mir die letzte Nacht schin wieder geholfen


Liebe Grüße

15.06.2010 15:08 • #13



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