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Yasmin-96
Hallo, ich mache seit Januar eine Psychotherapie Verhaltenstherapie. Ich habe noch 4 Stunden und meine Therapeutin wird die Therapie verlängern. Ich habe gemerkt dass meine Therapeutin für meine Probleme nicht die richtige Therapeutin ist. Ich kann nämlich keine Gefühle zeigen und habe Schwierigkeiten sie zuzulassen. Ich kriege von meiner Mutter auch keine Liebe und kein Körperkontakt. Sie sage mir nie dass sie mich liebt. Aber sie sagt mir,dass sie jetzt nie Kinder auf die Welt bringen würde. Das tut mir so weh. Zu welchen Schwerpunkt gehört dies weiß das jemand. Doch meine Therapeutin nimmt mich sehr erst und ich fühle mich bei ihr auch sehr wohl. Sie ist sehr herzlich und ich habe ein großes Vertrauen zu ihr. Aber ich kann nicht vor ihr weinen. Ich schäme mich nicht zu weinen, aber ich habe nur Angst das zuzulassen. Warum ist das so obwohl ich ihr vertraue. Sie weiß das mit meiner Mutter ich hatte ihr das in einen Brief geschrieben. Wir sprechen auch darüber. Aber ich kann das nicht so offen erklären. Wie z. B so meine Mama nimmt mich nie in den Arm und sagt mir nicht das sie mich liebt hat. Das tut mir so weh. Wir werden in den weiteren Stunden darüber sprechen. Ich weiß nicht was ich machen kann? Ihre Schwerpunkte sind dies : allg. psych. Problem - Lebensberatung
Angst - Phobie
Coaching
Depression
Essstörung
Notfall - Krise
Psychosomatik
Schmerzen
Stress - Burnout - Mobbing
Trauer
Zwang

Was kann ich jetzt machen? Ich habe gelesen dass das eine Persönlichkeitsstörung ist und das ist ein sehr großes Problem in meinem Leben, was mich sehr schmerzt. Ich kann Freude zeigen. Aber Traurige Gefühle ist das Problem bei mir. Ich kann Gefühle auch mimisch nicht darstellen ich über das auch vor dem Spiegel.
Vielen Dank!
Herzliche Grüße,
Yasmin

18.01.2016 22:41 • 19.01.2016 #1


2 Antworten ↓


Hallo Yasmin,
ich finde es ratsam, wenn du die Diagnose eher deiner Psychologin überlässt.
Außerdem könnte es sein, dass du deine Gefühle verbrigst, weil du es so zu Hause gelernst hast, also du noch lernen müsstest deine Gefühle zu zeigen und da wäre es vielleicht gut, wenn du nicht wechselst, du müsstest sonst bei null anfangen, sondern dass du lernst Gefühle zu zeigen.
Du könntest dich fragen warum du keine Gefühle zeigst, was dann passieren würde und es mal austesten.
Du könntest deine Gefühle auch aufschreiben.
Liebe Grüße

19.01.2016 03:05 • #2


Hallo,
deine Therapeutin ist gerade dabei, das Problem zu erfassen, warum du Traurigkeit nicht ausdrückst. Daß du nämlich so darüber schreibst zeigt, daß es nacharbeitet von Sitzung zu Sitzung. Es ist auch nicht das Ziel der Therapeutin, daß du vor ihr in Tränen ausbrichst, sondern daß du mit Traurigkeit umgehst und sie nicht unterdrückst.
Warum kann deine Mutter dich nicht in den Arm nehmen und dir sagen, daß sie dich lieb hat? Ich kenne das z.B. von mir selbst. Natürlich nehme ich meine Kinder auch mal in den Arm und sage ihnen, daß ich sie lieb habe - aber eben nicht in dem Ausmaß, wie sie es sich wünschen würden. Ich kann das so auch nicht und meine Töchter wissen warum. Meiner Auffassung nach ist es wichtig, daß meine Kinder den Grund wissen, denn Kinder suchen oft grundlos die Schuld bei sich. Sie gehen eher auf mich zu, weil ich es umgekehrt nicht so kann.

Zitat:
Ich kriege von meiner Mutter auch keine Liebe und kein Körperkontakt. Sie sage mir nie dass sie mich liebt. Aber sie sagt mir,dass sie jetzt nie Kinder auf die Welt bringen würde. Das tut mir so weh. Zu welchen Schwerpunkt gehört dies weiß das jemand.
Es gibt viele Störungen oder auch Selbsterfahrungen, die sowas verursachen. Man kann nicht nur einen Grund dafür nennen. Bei mir ist es Emotionsblindheit. Das bedeutet, daß ich Emotionen anderer Menschen oft fehldeute und ungeeignet oder garnicht darauf reagiere. Körperliche Nähe macht mir Probleme und meine Denke ist wenig von Emotionen gesteuert und nur auf Extreme begrenzt. So ist die Umarmung meiner Kinder die absolute Ausnahme und auch nur dann möglich, wenn ich entsprechend empfinde.

Brich die Therapie nicht ab und suche nebenher immer wieder das Gespräch auch mit deiner Mutter. Du bist noch sehr jung? 19J.? Das ist eine schwierige Zeit, denn du kämpfst auch ein wenig darum, deine Mutter nicht zu verlieren, auf dem Weg in die eigene Unabhängigkeit.

Grüße

19.01.2016 06:52 • #3