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Hi Mitleidened,

wie gesagt manche die meine 2 Beiträge schon gelesen haben, wissen, daß ich schon seit 10 Jahren daran leide. Hab viel darüber gelesen Therapien gemacht, denke auch meist postiv, aber gestern da ist einfach wieder mal was Komisches passiert, daß mich verunsichert. Bei mir passiert es meistens wenn ich mich in diesen schlechten Zeiten befinde, manchmal aber auch in stabilen Zeiten, daß plötzlich in mir komische Gefühle hochsteigen, die ich nicht definieren kann und nicht Situations, Erinnerung oder Gedanken bezogen sind. Gestern eben fühlte ich mich schon 2 Tage recht gut, ich ging optimistisch spazieren und da passierte es, ein Gefühl einfach nur komisch und graußig und fremd/unbekannt (aber nicht ich selbst fühlte mich fremd oder meine Umgebung sondern nur das Gefühl), weder Angst noch Trauer noch Haß, ich kann es nicht beschreiben. Solche Gefühle hasse ich, weil ich sie nicht verstehen und definieren kann. Sie beunruhigen mich, geben mir ein Gefühl, daß ich den Verstand verliere, eine seltsame Veränderung in mir vorgeht. Ich kann mir nur erklären, daß es halt vielleicht durch meinen stressigen Tag war und weil ich psychisch halt immer noch in einer schweren Situation bin. Aber es ist halt so enttäuschend, wenn man sich eigentlich an dem Tag gut fühlte und auch optimistisch dachte. Kennt das jemand? Es würde mich beruhigen, wenn andere von euch das auch vielleicht kennen und auch nicht den Verstand verloren haben. LG

19.03.2008 10:11 • 25.03.2014 #1


49 Antworten ↓


Hi cigga,

ich sage immer zu diesem Gefühl - das ist gut kenne - ... als ob ich
neben mir stehe, irgendwie unwirklich.

Das passt eben gut zu dieser Krankheit. Engel74 hat dazu einen super
Beitrag geschrieben. Klick dich mal durch.

Versuch doch mal, auf deinen Körper zu hören und wahrzunehmen:
was sehe ich?
was rieche ich
was höre ich.

Leg dich flach auf den Boden, schließe die Augen und konzentriere dich
auf deinen Atem: Spüre, wie die Bauchdecke sich hebt und senkt ...
auf und ab ... spüre hin, wie der Atem kühl durch die Nase einströmt und
-vom Körper erwärmt- langsam wieder ausströhmt.
Genieße es.

Alles Gute und liebe Grüße
Michael

19.03.2008 10:34 • #2



Komische Gefühle

x 3


Hallo,
ich habe meine Probs noch nicht im Griff, aber in Deinem Fall würde ich gerne ein Beispiel nennen, das vielleicht hilft die Gefühle zu verstehen. Wenn ein Feuer gelöscht wird ist es unter der Brandstelle immer noch heiß. Und wenn das etwas entflammbares in die Nähe kommt kann es noch mal kurz auflodern...
Du Wunden an der Seele, laß ihnen Zeit zu heilen.....
Liebe Grüße
Sonja

19.03.2008 10:35 • #3


hallo...
Ja...ich kenne auch die "komischen gefühle" es ist keine panik...aber es fühlt sich sehr seltsam an...als würde man fallen...einfach sehr seltsam...irgendwie wie einen schmerz...oder als ob man sehr traurig ist...so im kopf...als würde es bald tick machen und man ist weg...
aber sei waren auch mal eine zeit lang weg....
ich frage mich mit was es zu tun hat...

grüsschen...
Deliciae Meae

20.03.2008 22:10 • #4


Naj, eigentlich, so glaube ich, fühlt es sich bei jedem sicher anders an, aber ich kann nicht sagen, daß ich falle oder wie ein Schmerz, es ist eher ein nichtbekanntes unfeines Gefühl. Es steigt plötzlich in mir hoch nur für ein paar Sekunden und ist dann wieder weg, es fühlt sich an als es nicht zu mir gehören würde, etwas fremd/unbekannt, aber nicht zu verwechseln mit den Fremdheitsgefühl sich selbst gegenüber oder der Umgebung, ich fühle mich ganz normal, nur das Gefühl das in mir hochsteigt ist unbekannt/schräg. Wenn jemand schon mal Psychopharmaka genommen hat der kennt es glaub ich, da hat man am Anfang Gefühle die man normalerweise nicht hat, bis man sich an die Medis gewöhnt hat. Ich glaube es ist schon auch irgendwie Angst, aber es fühlt sich nicht so an, ich glaube es steigt ein Gefühl in mir hoch, daß bevor ich es richtig fühle mir unbewußt Angst macht und deswegen mit dieser Angst vermischt mir dann so schräg einfahrt. Aber wer weiß es auf jeden fall fühlt man normalerweise nicht so.
Danke für eure Antworten LG

21.03.2008 10:27 • x 1 #5


ja das kenne ich nur zu gut...so ein doofes gefühl hatte ich n paar monate und ich habe nicht den verstand verloren...noch nicht obwohl ich mir manchmal so vorkomme. diese gefühl ist einfach so widerlich will garnicht dran denken obwohl es öfters noch meinen körper durchzuckt. ich versuche mich dann abzulenken was meist aber nicht klappt. du verlierst nich den verstand. es geht vielen so wie dir

22.03.2008 18:05 • #6


23.05.2008 15:39 • #7


Hallo du!

Dieses Gefühl kenne ich auch nicht, aber tausend andere, die - wie sommersonne schon schrieb - immer mehr raus kommen, je mehr ich mich damit beschäftige.
Du kannst dich entweder untersuchen lassen, falls du einen Arzt deines Vertrauens hast, oder versuche mal Klopfakupressur (kuck mal ins Erfolgserlebnisse-Forum). Vielleicht kriegst du es damit weg? Man sollte nichts unversucht lassen!

ALles Gute!!

Wonnie

23.05.2008 16:29 • #8


ja ich kenne das auch , ich hbe das aber nicht nur an den oberschenkeln , sondern spühre ich da oft durchs ganze bein oder manchmal auch meine arme... was machst dudenn dann wenn du das hast ? habe oft schon gedacht das ich vill ne trombose habe und ich ne zuckende durchblutung haben , fühlt sich komisch an . manchmal wirds an gewissen stellen heiß , so fühlt es sich an ... total verrückt!
lg melly

28.05.2008 17:40 • #9


schmetterlings_traum
Am letzten Mittwoch war für mich noch klar, dass ich in meinen Freund verliebt bin, da hatten wir uns getroffen und ich habe es ganz deutlich gemerkt, auch hinterher, als er wieder weg war...
Und letzte Woche Donnerstag war ich auch noch richtig doll verliebt, es war richtig schön! ....

Aber jetzt..... sind meine Gefühle mal wieder ein einziges Wirrwarr und ich weiß nicht, was ich empfinden soll oder ob ich überhaupt noch verliebt bin.... und ich weiß nicht, was ich gerade fühle.

Ganz plötzlich war ich auf einmal total genervt von ihm, als wir uns gestern getroffen haben (zumindest was bestimmte Sachen angeht) und ein Teil von mir denkt die ganze Zeit "Lass mich in Ruhe" oder "Was denn jetzt schon wieder?!" und hatte dann auch keine Lust, ihn zu küssen oder Händchen zu halten!....
Und ein Teil dachte sich auch, dass die Beziehung langweilig wird, dass ich immer dasselbe Gesicht sehe (nach drei Monaten!

..... Gleichzeitig ..... bekomme ich "Verliebtheitsgefühle", wenn ich etwas scheinbar "Perfektes" sehe oder höre, sei es ein Lächeln von ihm oder wenn er sagt, dass er mich "süß" findet.....

... Meine Verliebtheitsgefühle waren ja vorher immer schon recht schwankend und wurden größtenteils von meiner Angst verdeckt, aber das, was ich jetzt habe, hatte ich noch nie in der Form.

Ich weiß einfach nicht, was ich meinem Freund gegenüber empfinden soll oder was ich überhaupt empfinde....

30.08.2009 09:54 • #10


Ich denke, es gibt immer Phasen, da läuft es eben nicht so gut. Aber je mehr man drüber nachdenkt, desto schlimmer wird es doch. Du weißt nicht, was Du für Deinen Freund empfinden sollst? Aber Gefühle können doch nicht gesteuert werden. Sie sind, wie sie sind. Lass sie einfach zu.

Über Verliebtheit nachzudenken ist doch etwas Schönes! Über vermeintliche Nichtverliebtheit nachzudenken macht doch nur Depressionen.

Genieße den Sonntag.

lg
Rudra

30.08.2009 12:10 • #11


Du könntest auch mal versuchen eine Rekapitulation zu machen.
Also zu schauen, was du an ihm toll findest und was nicht, ob dich eure Beziehung glücklich macht oder nicht.
Weil das ist ja der Kern der Sache: Ob dir eine Beziehung gut tut oder nicht.
Es kommt schon mal vor, dass man sich gegenseitig aneinander aufreibt oder sich gegenseitig nervt.. aber das ist normal, es gibt eben keine perfekte Beziehung, wo immer Alles schön und toll ist und man sich immerzu verträgt
Wenn du also mal genervt von ihm bist, ist das total normal.
(Meine Sis und ihr Freund hatten heute z.B. nen Streit wegen WoW.. total schwachsinnig eigentlich, aber all in all sind sie glücklich und seit 2 Jahren schon zusammen Streit und uneinigkeiten und Genervtsein, das passiert und ist nix Schlimmes.)

Aber wenn du z.B. merkst, dass dein Freund dich mehr unglücklich macht als glücklich, musst du vielleicht über eine Trennung nachdenken, denn du sollst dich ja in einer Beziehung wohl fühlen, und nicht ständig deswegen betrübt oder traurig sein.

Man kann übrigens auch nicht entscheiden, wie du meinst, was man empfinden oder fühlen soll. Das passiert einfach mit einem
Darauf kannst du also keine Antwort bekommen und das kannst du auch nicht selber steuern, dir bleibt bloß übrig, in dich rein zu horchen und zu sehen, was da ist.

Schönen Sonntag,
Pilongo

30.08.2009 13:08 • #12


Meli77de
Hi Schmetterlingstraum!

Dieses Gefühlschaos kenne ich sehr gut. Anfangs, als sich dieses Durcheinander zusammengebraut hat (war so im März diesen Jahres) wusste ich auch überhaupt nicht, was da passiert. Ich bekam Panik, wenn er kam und Panik, als er fuhr. Dieses Gedankenkarussel "Liebe ich ihn noch? Was ist, wenn nicht" hat mich so panisch gemacht, dass ich in dieser Zeit die wohl heftigste Attacke hatte.
Irgendwann kam ein Punkt, da freute ich mich auf einmal auf ihn und es folgte eine recht glückliche Zeit.
Und plötzlich kam wieder das Chaos. Ich gehe inzwischen damit so um, dass ich mir sage, dass ich krank bin (Paniks, Depris etc.) und dass ich eben nicht jeden Tag himmelhochjauchzend sein muss und kann. Ich habe auch weitgehend aufgehört, morgens schon in mich reinzuhören, was heute für Gefühle angesagt sind. Das mach mich nur noch nervöser.

Ich habe auch die für mich interessante Entdeckung gemacht, dass ich gerade dann, wenn ich mit mir wegen irgendwas nicht im reinen bin und mich deswegen nicht leiden kann, auch meinen Freund nicht leiden kann.

Mein Tipp: hör auf, dich ständig zu fragen, was Du fühlst. Wie die anderen schon sagten, Du fühlst, was Du fühlst. Und es ist legitim, auch mal nicht gut zu empfinden!
Gerade bei Leuten wie uns, die ja noch andere "Probleme" haben, die oft mit sehr starken und negativen Gefühlen kämpfen müssen, bleiben die schönen Gefühle schonmal auf der Strecke.
Vielleicht kann die Seele auch nicht gleichzeitig Angst, Depris und Verliebtheit empfinden.

Mir passiert auch, dass ich bei heftiger Freude (mit Herzrasen, feuchten Händen etc.) eine Panikattacke kriege. Weil es von den Symptomen sehr ähnlich ist, und die Psyche das nicht auseinander halten kann. Glaub ich zumindest.

Vielleicht konnte ich Dir ja etwas helfen
Viele Grüße Meli

30.08.2009 15:11 • #13


schmetterlings_traum
Hallo,

danke für eure Antworten!

@Rudra: Stimmt, je mehr ich denke, dass ich meinen Freund nciht mehr liebe bzw. nicht mehr "richtig liebe", desto deprimierter und trauriger macht es micht; ich lehne mich selbst dafür ab, dass ich nicht "richtig fühle". Das ist wahrscheinlich auch mein Problem, ich enge mich selber zu sehr ein und sage mir, dass ich unbedingt so fühlen muss oder die Welt geht unter oder ich bin nichts mehr wert......
Es fällt mir schwer, die Gefühle einfach so zuzulassen, wie sie sind und wenn ich die Verliebtheitsgefühle kaum mehr spüre, mit meinem Freund zusammen bin und dann andere Pärchen sehe, die Hand in Hand laufen, dann mache ich mich selber dafür fertig, dass ich das nicht hinkriege und dass ich so "komisch" und "unnormal" bin. ....
Ich weiß ja, dass man es sich nicht aussuchen kann, was man fühlt, aber es ist schwer, dass zu akzeptieren oder zu akzteptieren, dass man auch mal in einer Beziehung die Verliebtheitsgefühle mal nicht merkt, vor allem, weil ich das noch nie zuvor gehört habe, dass es jemandem so geht....

@pilonogo:
Eine Rekapitulation....
Hm........ Wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir positive wie negative Dinge ein, wobei, wenn ich ehrlich sein soll, die positiven Seiten an meinem Freund eindeutig überwiegen.
Mein Problem ist nur, dass .... die ganze verdammte Sache mit meiner Freundin und dem schief gegangenen Urlaub, mich dermaßen runtergerissen hat, dass mein ohnehin schon geringes Selbstbewußtsein ins Bodenlose gerutscht ist und so wie man sich selbst behandelt, behandelt man auch andere.
Ich kritisiere mich schonungslos, der kritische (und ängstliche) Teil in mir, der von Anfang an die Fehler meines Freundes gesucht und ihn deswegen abgewertet hat, ist durch diese ganze Sache noch kritischer geworden.
Dieser Teil bläht die Fehler meines Freundes auf, stellt ihn als Versager hin und denkt, dass er mich sowieso nicht verdient hat.
..... Dabei war ich letzten Mittwoch noch total glücklich und verliebt... .....
Ich glaube, dieser Teil will nicht, dass ich "schwach" bin und idealisiere, mich durch die Verliebtheit verletztbar mache und deswegen muss ich ihn angreifen, ihn verletzen, ihn "schwach" machen......
Da sind so Sachen wie, dass er manchmal unddeutlich spricht und das nervt diesen Teil von mir.... oder, dass er manchmal Witze macht, die nicht witzig sind, dass er manchmal komisch lacht.
Kleinigkeiten eben......
Es fällt mir auch schwer zu unterscheiden, was mich denn "wirklich" an ihm nervt und was dieser Teil in mir nur "aufbläht"....
Dieser Teil möchte seine guten Seiten einfach nicht wahrnehmen....
*seufz*,
Meine Stimmung wirkt sich auch nicht nur auf meinen Freund, sondern auch auf andere Menschen aus....

Übrigens, war ich heute bei ihm und habe die Verliebtheitsgefühle schon gespürt, wenn auch nur ansatzweise und "verdeckt", wenn man es so nennen kann.... Soviel dazu, ich bin nicht mehr verliebt.

@melli77de:

Was hat denn bei dieses Chaos ausgelöst? War es, als bei dir die Verliebtheit aufgehört hat?

Zitat:
Ich habe auch die für mich interessante Entdeckung gemacht, dass ich gerade dann, wenn ich mit mir wegen irgendwas nicht im reinen bin und mich deswegen nicht leiden kann, auch meinen Freund nicht leiden kann.


Genauso geht es mir; immer, gerade dann wenn mein Selbstbewußtsein am Boden liegt, kann ich auch meinen Freund weniger leiden! Immer dann, wenn meine Probleme gerade stark sind.

Das wär das Einfachste und Vernünfstigste, einfach Frieden mit mir selber schließen.

Zitat:
Gerade bei Leuten wie uns, die ja noch andere "Probleme" haben, die oft mit sehr starken und negativen Gefühlen kämpfen müssen, bleiben die schönen Gefühle schonmal auf der Strecke.
Vielleicht kann die Seele auch nicht gleichzeitig Angst, Depris und Verliebtheit empfinden


Stimmt, wenn man gleichzeitig Angst hätte UND auch noch Verliebtheit empfinden würde...., das schließt sich ja beides aus. Denn Angst bedeutet Distanz und Verliebtheit und/oder Liebe Nähe.....

Vlg,
schmetterlings_traum

30.08.2009 20:06 • #14


Was war denn mit dem Urlaub?
Wieso hat es nicht geklappt?
Fahr doch trotzdem spontan wo hin, oder mach kleine ein-Tages-Ausflüge mit jemandem?
Man muss ja nicht Daheim bleiben, bloß, weil man nicht in die Ferne reisen kann

30.08.2009 21:04 • #15


schmetterlings_traum
....... Ich weiß nicht, ob du den einen Thread von mir gelesen hast, .... den hatte ich glaube vor einer Wocher oder so geschrieben.... aber....
Dieses Thema... ist mir immer noch unangenehm... sehr unangenehm....
Es geht darum, dass ich ja mit einer Freundin weg fahren wollte und es auch getan habe, bis ich dann gemerkt habe, dass..... ich mehr von ihr will als nur Freundschaft und das hat mich so unter Druck gesetzt, ich hatte solche Schuldgefühle, insbesondere gegenüber meinem Freund, dass ich den Urlaub abgebrochen habe... abbrechen musste...
..... Ich hab auch die Freundschaft zu ihr erst mal auf Eis gelegt, weil es so einfach nicht geht für mich!
..... Ich hab dann im Nachhinein gemerkt, dass ich immer noch in meinen Freund verliebt bin und das ganze ist schon über eine Woche her, aber es schmerzt mich immer noch und es tut mir immer noch so leid!

Meine Mutter ist auch sauer auf mich deswegen und will das Reisegeld (sie hatte mir was dazugegeben) auch wieder haben......

....Morgen muss ich erstmal wieder arbeiten, aber über das Wochenende könnte ich ja mal wegfahren oder so. Muss ja nichts Großartiges sein, einfach mal zelten irgendwo reicht ja.

30.08.2009 21:12 • #16


Aaaah das hab ich nicht gelesen, da war ich bestimmt grade selber im Urlaub.
Aber das braucht dir doch nicht unangenehm sein!
Ein bisschen bi schadet ja bekanntlich nie.
Ich hatte in der Kollegstufe auch einen heimlichen weiblichen Schwarm, da hab ich mal gemerkt, wie das für Jungs ist, wenn ein Mädchen unerreichbar scheint.
Sie hatte aber nen Freund und ich hatte ja meinen Freund, und ich hab mich nie getraut, ihr das zu sagen. Bin eher immer mundtot geworden, sobald sie mich angesprochen hat oder in meiner Nähe war.
Normalerweise ja sowas von gar nicht meine Art.

Weiß dein Freund denn davon?

Ich hab es damals auch wegen der Gewissensbisse meinem Freund gebeichtet, und der fand das, auf seine männliche Art und Weise, total klasse, weil er ja (wie wohl irgendwie jeder Mann) von nem 3er träumt
Geholfen hat mir das aber nicht -hab sie ja trotzdem nie angesprochen.

Ich kann deine Verunsicherung jedenfalls sehr gut nachvollziehen
Aber peinlich sein muss dir das nicht!
Gefühle sollten einem niemals peinlich sein.
Man kann sie ja weder steuern noch ändern, man empfindet halt einfach so.

30.08.2009 21:23 • #17


schmetterlings_traum
Du hast für ein Mädchen geschwärmt, obwohl du mit deinem Freund zusammen warst?
Logischerweise kann man natürlich auch in mehrere verliebt sein (wie ich ja bemerkt habe )....

Ich finde es auch nicht unangenehm, dass ich mich ein Mädchen verliebt habe oder dass ich höchstwahrscheinlich etwas bi bin oder da gewisse Tendenzen habe! Das stört mich gar nicht, ich finde es eher ...interessant.

Was mich so unter Druck gesetzt hat war, dass ich dadurch unseren Urlaub abbrechen musste (ich hab mich so unter Druck gesetzt, dachte, ich liebe meinen Freund nicht mehr) und ich habe es ihr auch gesagt, dass ich mehr von ihr möchte. .... Sie hat mich nicht ganz ernst genommen.... und sie hat auch nicht verstanden, dass ich deswegen erstmal die Freundschaft auf Eis legen möchte.... weil mir das sonst zuviel wird......
Es sind eigentlich die Schuldgefühle, die mich dann so runtergerissen haben und zwar so sehr, dass wieder die alte Angst von damals (von vor vier Jahren, als ich die Angstpsychose hatte) wieder hochgekommen bin, ich hab mich psychisch so überlastet gefühlt deswegen....
Die Angst ist auch wieder weg, aber was bleibt ist mein ziemlich angeknacktes Selbstbewußtsein....

Ich habe es meinem Freund erzählt und er fand es gar nicht so schlimm, wie ich vermutet hatte, sondern hat auch gleich an die "Möglichkeiten" gedacht oder was man denn da so ausprobieren könnte.

Da fällt mir ein, dass ich schon mal für ein Mädchen geschwärmt habe und zwar mit 14, aber damals dachte ich, das käme nur durch die Pubertät.

Würdest du dich eigentlich dann als bi bezeichnen?

30.08.2009 21:33 • #18


Same ol', same ol'

Ich hab mit 16 für eine meiner ganz guten Freundinnen geschwärmt, ich hab damals sogar vom Sex mit Frauen geträumt teilweise.
Da haben wir also was gemeinsam.
Hab's ihr damals auch gesagt, aber sie wollte das nicht und irgendwie hat unsre Freundschaft dem dann nicht stand gehalten.
Dafür haben andere Freundinnen davon Wind bekommen, und in dem Alter probiert man scheinbar recht viel aus, und so kam's dann auch, dass ich mit ner ganz netten Bekannten so einige homoerotische Erfahrungen gemacht hab.
Im Endeffekt tät ich schon sagen, dass ich eine bi. Neigung hab, aber ich tendiere trotzdem mehr zu den Männern.
Einfach, weil mir der Sex mit Männern besser gefällt.
(Aber es lohnt sich wohl, mal Beides auszuprobieren, dann kann man vergleichen und sich richtig bewusst entscheiden.)
Trotzdem "verlieb" ich mich hin und wieder in andre Mädels und manche find ich auch richtig heiß.
Aber es ist nur so ne kleine Neigung, die hin und wieder kommt, im Großen und Ganzen steh ich mehr auf Männer.
Aber man kann sich das halt nicht aussuchen, hin und wieder passierts halt trotzdem, dass ich mich in ne andre Frau verguck

Ich finde übrigens nicht, dass eine Schwärmerei für jemanden heißt, dass man den festen Partner nicht mehr liebt.
Ich glaube, das scheint dich so fertig zu machen, oder?
Aber das eine ist nicht das andre.
Bei meiner Schwärmerei für das Mädchen dieses Jahr eben, da hab ich sofort gewusst, die ist unerreichbar, denn die hatte ja eh nen Freund und war noch dazu super schön, wie ein Model halt. Ich hab garn icht so wirklich ihren Charakter gemocht, sondern einfach für ihr Äußeres und ihre fröhliche Art geschwärmt. Und ich wusste von Anfang an, dass sie eh unerreichbar für mich ist -von daher hatte ich auch gar keine Gewissensbisse.
Mein Freund ging ja dann auch total lässig damit um, wie bei dir halt.
Denk dir einfach, dass du nichts dafür kannst, wie du fühlst, und dass du halt (vielleicht verspätet durch deine Erkrankung?) jetzt erst darauf gekommen bist, dass du etwas bi bist, und, dass das einfach ein neuer Aspekt deiner Persönlichkeit ist
Du machst ja im Moment viel Therapie und beginnst langsam, dich zu entwickeln und dein Leben unter die Lupe zu nehmen und all das.. das kann einfach passieren, dass man dann Dinge an sich entdeckt, von denen man vorher garn ichts wusste.
Fühl dich deshalb bitte nicht shclecht.
Denk dir einfach.. ehm.. dass du im Moment langsam entdeckst, wie du unter all den Ängsten aussiehst, dass du langsam so ne alte Kruste abkratzt und darunter kommst halt du, wie du jetzt bist, zum Vorschein, und dabei kam eben auch deine Verliebtheit für die Freundin zum Vorschein. Das gehört halt jetzt zu dir dazu
Das ist doch nicht schlimm, das ist eher interessant!

30.08.2009 21:49 • #19


schmetterlings_traum
Ich glaube, ich würde mich auch als bi. mit einer leichten Neigung zu Frauen beschreiben....
Ja, damals in der Pubertät hatte so große Probleme mit mir selber, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, meine Sexualität richtig zu entwickeln oder herauszufinden, was ich möchte oder wer ich eigentlich bin und in diesem Prozess befinde ich mich nun schon seit einem halben Jahr.

Hm, nur die Frage ist, ob das bei meiner Freundin nur eine Schwärmerei oder schon mehr ist. Sicher wusste ich von Anfang an, dass sie für mich unerreichbar ist und vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb ich mich in sie verliebt habe?
Wie auch immer, fakt ist, dass meine Gefühle so sind wie sie sind....
und du hast Recht, ich kann meine Gefühle nicht steuern....
Die Frage ist, wie es weitergehen soll mit unserer Freundschaft. Da liegt ja noch die Sache mit unserem Urlaub in der Luft.... Vielleicht sollte ich mich mal mit ihr treffen und noch mal... die Sache klären, dass wir dann gucken, wie es mit uns weitergeht....

Stimmt, ich habe mich wohl noch nie so gut gekannt wie jetzt. In dem halben Jahr nach dem Auszug habe ich soviele Sachen an mir entdeckt, die ich bisher nicht kannte oder kaum wahrgenommen habe, größtenteils negative.... Ängste, Selbstzweifel..... etc..... Aber auch positive Sachen....

Ja, es hat mich so fertig gemacht, weil ich dachte, dass ich meinen Freund nicht mehr liebe, aber als ich nach dem Urlaub bei ihm war, waren meine Gefühle genau wie vorher und auch stärker oder "tiefer" als die Gefühle für meine Freundin. ....
Es ist glaube die Beziehungsangst, die "dafür sorgt", dass ich mich, neben meinem Freund, auch noch in Andere verliebe. So frei nach dem Motto:
Wenn es bei dem einen nicht klappt, gibt es ja noch den Anderen (oder die Andere)....

30.08.2009 22:39 • #20



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Dr. Reinhard Pichler