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Layara
Hallo alle zusammen,

ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mich hier öffnen kann oder nicht. Denn ich suche Menschen, denen es ähnlich geht oder erging, die mir vielleicht Tipps geben können, oder mit denen man sich austauschen kann.

Mein Problem ist folgenden: Mein Freund hat eine kleine Tochter mit in unsere Beziehung gebracht und nach einiger Zeit ist es für mich immer schwieriger geworden, mit dieser Tatsache, dass da schon ein Kind von einer anderen Frau ist klar zu kommen. Besonders emotional macht es mich regelrecht fertig.

Ich höre so oft von anderen so Dinge wie "Du wusstest doch aber von dem Kind" oder " das Kind kann doch auch nichts dafür" oder "wie kommt sein Kind denn mit dir klar"

Klar wusste ich von seinem Kind, aber ich wusste nicht, wie es im Zusammenleben mit ihr wird. Sicher kann das Kind nichts für die Trennung, ich aber auch nicht. Denn ich bin nicht der Grund. und alle denke daran, wie es dem Kind geht. Fragen wie ich klar komme tut keiner.

Um eins gleich vorweg zu nehmen. Ich komme mit der Kleinen super klar, sie mit mir auch.

Dennoch, das wissen, dass mein Freund bereits ein Kind mit einer anderen Frau hat, bereits eine Schwangerschaft und Geburt mit erlebt hat. Das ich immer den kürzeren ziehen werde was sein Kind betrifft, auch finanziell immer hinten dran stehe (es geht mir da nicht uns Geld, aber ich gebe mein Geld auch mit für sein Kind aus). Da sind so einige Dinge, die machen mich fertig.Niemand versteht es, mein Freund schon gleich gar nicht.
Er wollte auch kein zweites Kind mehr. Zum Glück habe ich ihn dann doch zum Umdenken bewegt. So ist zumindest ein Thema vom Tisch.

Zudem verstehen sich die Eltern der kleinen nicht. Immer gestichel und gezicke. Ich halte mich da raus, aber es belastet auch unsere Beziehung.

So nun habe ich für den Anfang schon viel zu viel geschrieben.

Ich würde mich freuen, wenn jemand meinen Beitrag bis zum Schluss gelesen hat und vielleicht mit mit ins Gespräch kommen mag. Erfahrungen austauschen, Ansichten die ich vielleicht noch nicht sehe aufzeigen. Ect

LG Layara

01.02.2017 12:37 • 02.02.2017 #1


8 Antworten ↓


felice87
Halla Layala,

ich kenne das Problem. Meine große Liebe hatte 2 kinder aus einer vergangenen Ehe. Ich war 26 er 29 Jahre alt. Ich stand immer an 2. Stelle. Ein Jahr waren wir nur zusammen. Ich habe die Beziehung beendet, denn ich konnte mich mit meiner Position nicht abfinden. Ich liebe diesen Mann bis heute. 2,5 Jahre sind wir schon getrennt... Es ist schwer... Ich würde mir keinen Mann mit Kindern mehr anlachen^^ Ist wirklich schwer damit umzugehen.
Also entweder du möchtest den Mann und seine Tochter oder du ziehst die Konsequenzen.
Alles liebe für dich!

01.02.2017 12:59 • #2


Layara
Hallo Felice,

vielen lieben Dank für deine Antwort und, dass du meinen langen Text gelesen hast.

Das sage ich mir auch, nicht nochmal einen Mann mit Kind, aber mit Ü 30 wird das schon schwer.

Ich mag auch nicht einfach aufgeben. Habe mir so viele Gedanken gemacht darüber ob ich mich trenne oder eben nicht. Aber genau das möchte ich eigentlich nicht. Ein Teufelskreis. Auch bei einer Trennung würde ich als Verliererin da stehen. Mein Freund sagt mir immer, dass alles gut ist und auch alles gut bleibt. Aber er steckt halt nicht in meiner Haut.

01.02.2017 13:12 • #3


felice87
Ja stimmt, aber es gibt noch ein paar Männers ohne Kinder. Mein neues Beuteschema, nein spaß.
Ich kann dir gerne noch schreiben was ich daraus mitgenommen habe und wie ich die Sache heute sehe. Muss aber gleich zur Arbeit^^ melde mich heute nacht oder morgen nochmal

01.02.2017 13:18 • #4


Luna70
Eigentlich gibt es ja gar keinen Grund, dich zu trennen. Offenbar läuft eure Beziehung gut, dein Freund hat sogar einem gemeinsamen Kind zugestimmt obwohl er eigentlich keines mehr wollte. Die Tochter ist "pflegeleicht" und du kommst gut mit ihr klar. Im Sommer hast du mal geschrieben, dass sie nur am Wochenende da ist. Also hast du deinen Freund die meiste Zeit für dich. Das Problem ist "nur" in deinem Kopf.

Auch die leiblichen Eltern ziehen eigentlich den Kürzeren, zumindest ist das (hoffentlich) in den meisten Familien so. Kinder brauchen nun mal viel Aufmerksamkeit, sie kosten Zeit, Geld und Energie und sich selbst bzw. die eigenen Bedürfnisse stellen Eltern oft zurück. Spricht: sie kommen meistens zuerst. Auch bei "normalen" Eltern fühlt sich mal einer zurückgesetzt. Und bei dir kommt noch dazu, dass du "nur" die Stiefmutter bist und die Ex halt auch noch ständig präsent ist, einfach weil die Kleine da ist. Womöglich ist gar nicht das Kind das Problem, sondern die Mutter mit der du zwangsläufig auch zu tun hast. Sicher erzählt die Kleine auch mal von ihrer Mutter oder du hast Kontakt beim Bringen oder Abholen.

Letztendlich wirst du lernen müssen, zu ertragen dass es eine Ex und ein Kind gibt. Beide werden in seinem Leben weiter eine Rolle spielen zumindest so lange die Tochter noch klein ist. Wenn sie mal selbst reisen kann, wird es vielleicht ein bisschen besser.

01.02.2017 13:59 • x 4 #5


Zitat von felice87:
Halla Layala,

ich kenne das Problem. Meine große Liebe hatte 2 kinder aus einer vergangenen Ehe. Ich war 26 er 29 Jahre alt. Ich stand immer an 2. Stelle. Ein Jahr waren wir nur zusammen. Ich habe die Beziehung beendet, denn ich konnte mich mit meiner Position nicht abfinden. Ich liebe diesen Mann bis heute. 2,5 Jahre sind wir schon getrennt... Es ist schwer... Ich würde mir keinen Mann mit Kindern mehr anlachen^^ Ist wirklich schwer damit umzugehen.
Also entweder du möchtest den Mann und seine Tochter oder du ziehst die Konsequenzen.
Alles liebe für dich!


Jedes Kind steht immer an erster Stelle...weil ja auch da die volle Liebe hin geht...das ist in unsere Partnerschaft, auch ersteinmal schwieriger geworden...weil man wirklich alles für die Kinder investiert...die Zeit...die Liebe...die Zuwendung...alles ist nach den Kindern ausgerichtet, aber ich finde hier in dem Fall...so Krisen sind normal...da muss dein Freund halt mal für dich auch Zeit nehmen und momente zu Zweit geben...wo eben die Kleine bei ihrer Mama ist...es ist wichtig daran zu arbeiten...sonst gehts schneller pfutsch als das man denken kann...es ist wichtig trotz Kinder...die Beziehung zu pflegen...ist nicht immer einfach aber mach bar...und du hast so gesehen eine kleine Tochter dazu gewonnen...das ist eigentlich sehr schön...kann dich aber auch verstehen...du sehnst dich selbst die Erfahrung gemacht zu haben Mama zu sein...aber da ist dein Partner doch nicht abgeneigt... @Layara ich wünsche euch alles gute und Kraft das ihr das schafft...

Grüßle
Melanie

01.02.2017 14:15 • #6


Joschi
Hallo Layara...mich würde das gestichel und gezanke Deines Freundes und seiner Ex nerven.Ich habe das Gefühl Dich belastet die Ganze Sache mit dem Kind aus der früheren Beziehung.Da würde ich nen Schlussstrich ziehen.Ehrlich gesagt bin ich lieber alleine als so nen Stress wie ich es bei Dir lese zu haben.Es stimmt natürlich auch ist es Ü30 schwieriger jemanden zu finden...Viele Grüsse Joschi

01.02.2017 14:33 • #7


felice87
Hallo Layara,

nun nochmal etwas zu meiner Geschichte und was ich daraus gelernt habe.
Ich bereue nicht mich getrennt zu haben. Aber es war ein großer Einschnitt in meinem Leben. Ich hätte nie gedacht wie sehr diese Entscheidung auch noch Jahre später mein Leben beeinflusst.
Ich mochte seine Kinder sehr, sie waren sehr süß und lieb. Er erzählte mir, dass sein kleiner Sohn auch noch ein Jahr nach der Trennung nach mir fragte.
Früher fühlte ich mich dennoch total zurückgesetzt. Ich musste den Mann durch 3 Teilen, manchmal auch durch 6, da er auch sehr engen Kontakt zu seinen Eltern und seiner Schwester hatte. Ich dagegen war sozial nicht besonders gut angebunden. Das führte dazu, dass ich neidisch und eifersüchtig wurde. Ich habe meinen Exfreund so sehr geliebt, dass ich mit der Situation komplett überfordert war und die Welt nicht mehr verstand. Ich wollte ihn ganz für mich alleine, bin im Gedanken schon die Jahre durchgegangen, wenn seine Kinder endlich 18 sind Irgendwann fing ich an zu hassen, mich ihn und alle, die zu dieser Situation betrugen. Und so kam es, dass ich ihn indirekt vor die Wahl stellte und dann gegangen bin.

Die Entscheidung zu gehen resultierte aus meiner Schwäche heraus. Zum einen, weil ich dieses Mann unendlich doll liebte, zum anderen weil ich mich so minderwertig gefühlt habe. Danach begann das schwärzeste Jahr meines bisherigen Lebens...

Es ist eine große Aufgabe, eine Partnerschaft mit einem nicht leiblichen Kind zu führen. Egal wie man es dreht und wendet, die Kompromisse gehören zur Tagesordnung. Ich denke das wichtigste ist, sich nicht selber zu verlieren. Immer seinen eigenen Weg vor Augen zu haben und glücklich zu sein. Es ist wichtig keinen Widerstand aufzubauen und komplett auf die Eigenverantwortlichkeit zu appellieren.

Wie du dich auch entscheiden wirst, bleibe dir treu und arbeite an dir. Das dein Freund sagt, es sei alles gut ist nachvollziehbar. Das hat mein Ex auch gesagt. Aber hier bist du gefragt mal wirklich in dich zu gehen und deinen Bedürfnissen zu folgen.

Liebe Grüße!

02.02.2017 12:42 • #8


Layara
Hallo an alle,

sorry erstmal, dass ich mich erst jetzt wieder melde, bin zeitlich voll aus geplant und hatte eigentlich gestern schon mal eine Antwort geschrieben, nur irgendwie ist die hier nicht gelistet worden.

@Luna70
Du hast schon recht, dass ist ein Ding in meinem Kopf. Ich habe mit der Mutter auch gar nichts zu tun.habe sie nur einmal auf ihren Wunsch hin getroffen und gemerkt, dass sie nicht über ihre Tochter reden will, sondern meinen Freund schlecht machen. Holen und Bringen tut er seine Kleine allein. Ich halte mich voll raus. Möchte mit ihr selbst nicht viel zu tun haben, weil sehr viele unschöne Dinge passiert sind, die von ihr ausgingen und sie in meinem Leben einfach keinen Platz hat.
Mit dem Kind habe ich auch kein Problem. Es ist die gesamte Situation. Ich denke ich muss auch erst in alles rein wachsen. Habe mir nun schon Fachbücher zum Thema Patchwork geholt und parallel werde ich eine Gesprächstherapie beginnen. Zumindest will ich es versuchen.

@MissPanicRoom

wir schaffen uns auch ausgleiche, wenn die Kleine nicht bei uns ist.Planen die freie Zeit schon für uns. Jedoch wird mein Freund demnächst wieder auf Montage müssen. damit hätten wir dann nur noch 4 Tage im Monat für uns.Mag gar nicht dran denken.ein Problembl ist halt, daaa ich irgendwie niemand versteht, dass alle Schuld bei mir gesucht wird. Teilweise sehr anstrengend und unschön.

@joshi
auch dir vielen lieben Dank für deine Antwort. Genau das möchte ich ja nicht, mich trennen. Klar belastet mich diese Sache, aber eine perfekte Beziehung gibt es ja nun nicht. Ich möchte lernen, mit dieser Situation umzugehen und alles entspannter zu sehen.

@felice87

Das klingt ja schon etwas gruselig. ich möchte niemanden hasse, möchte einfach nur verstehen. möchte nicht wieder vor den Trümmern einer Beziehung stehen.
Aber du hast recht, ich muss mich mehr auf mich selbst konzentrieren. etwas mehr für mich tun, egal ob sein Kind da ist oder nicht.

LG Layara

02.02.2017 13:19 • #9




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