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Ausprobiererin

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Liebe Forengemeinde,
ich habe mich kurzentschlossen hier angemeldet, da ich im Moment nicht weiter weiß und große Angst vor den nächsten Wochen habe. Meine Partnerschaften sind bisher alle an einem Punkt gescheitert, meiner Bindungs- und Verlustangst. Diese äußert sich beispielsweise, dass ich mich auch bei Kleinigkeiten ungeliebt und abgewiesen fühle und dann Diskussionen vom Zaun breche, die in riesigen Streit ausarten.
Nach jahrelangem Kampf hat mein Partner mir nun mitgeteilt, er habe keine Kraft mehr und brauche wieder eine Auszeit. Nun die dritte Auszeit in zwei Monaten.

Ist es jetzt endgültig vorbei? (Wie) kann ich es schaffen, das Ruder noch einmal herumzureißen? Ich bin mir bewusst, dass mir eigentlich niemand diese Fragen beantworten kann. Vielleicht hat es aber schon einmal jemand geschafft, m kurz vor 12 ein Wunder zu vollbringen?
Ich bin dabei, an mir und meinen Ängsten zu arbeiten. Habe auch schon therapeutische Gespräche in Anspruch genommen. Mein Partner ist durch die zermürbenden Diskussionen allerdings so ausgelaugt, dass jeder Rückfall das Ende bedeuten kann.

Die Panik lähmt mich gerade und ich habe das Gefühl, festzustecken. Was würdet ihr tun, was hat euch schon einmal geholfen? Oder an die Partner von Bindungsängstlichen: Was hättet ihr euch in einer solchen Situation gewünscht? Sollte der Bindungsängstliche sich lieber trennen und alleine an sich arbeiten, ohne einen anderen Menschen mit einer Beziehung zu belasten?

Für Antworten bin ich euch sehr dankbar.
Viele Grüße, Peach

24.01.2016 08:08 • 24.01.2016 #1


5 Antworten ↓


Carcass

Carcass


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Ganz leicht, im Grunde musst du nur einen MEnschen finden, der das mitmacht und dich so sehr liebt, dass er dich so annimmt wie du bist und wenn du Ruhe brauchst, weg bleibt und auf Knopfdruck wieder zu dir kommt. MIt Borderlinern mag auch keiner so Recht zusammen sein, und trotzdem haben die Partner. Ich würde mir sowas nicht mehr antun ehrlich gesagt, aber es gibt diese Menschen. Im Grunde ist es dann besser du bleibst alleine, denn mit einem so psychisch kranken Menschen zusammen zu sein, ist wie extreme Altenpflege, ein eigenes Leben hat man dann nicht mehr. Diesen Rat gebe ich dir ohne Emotionen, sondern nur rational betrachtet. Ich kenne das temporär auch und habe prinzipiell nach meiner letzten Beziehung damals FRauen schon bei einem "Hallo" in dei Wüste geschickt. Eine Verhaltenstherapie könnte dir helfen und massive KOnfrontation dieses Themas. Steckst du denn grade in einer Beziehung oder sucht su grade wen oder hättest grade wen spezielles. Das Wichtigste ist: Sei EHRLICH, sonst fällt es richtig ins Bodenlose, wenn das in der Beziehung erst rauskommt. Schau dich mal hier um, sind genug Menschen mit dienem Problem im Sender Viel Glück

24.01.2016 08:17 • x 2 #2


Blümchen111


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Hey,

Ich bin der andere Part, die die Bindung eingehen kann, aber an ein Exemplar geraten ist, welches sich nicht binden kann. Jetzt momentan haben wir unsere erste richtige Trennung, schon eine Woche. Er sagt, die Katze ist tot, ich weiß, dass sie dies nicht ist. Aber er steckt mittlerweile so in seinem Trott, dass er gar nichts mehr fühlt und nur noch Blödsinn macht. Im wahrsten Sinne des Wortes (will das hier mal nicht weiter ausführen).
Ich will immer noch für ihn da sein, auch wenn ich schon total durch den Wind bin. Bin also der Mensch, der das alles aushält und kämpft. Aber er lässt mich nicht mehr. Und was soll ich sagen? Mit jedem Tag merke ich, dass ich ihm nicht helfen kann. Er muss es alleine wollen. Vielleicht solltest du ihm deswegen seine Zeit geben, an dir weiter arbeiten und wenn er dich wirklich liebt, kommt er auch wieder zu dir. Und dann kannst du ihm zeigen, dass sich etwas geändert hat.

24.01.2016 08:41 • #3


Ausprobiererin


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Hallo Carcass und Blümchen,
ich danke euch für eure Antworten!

@ Carcass: Aktuell bin ich in einer Beziehung, wenn man das noch so nennen kann. Meine Partner möchte eine Auszeit. Er weiß über mein Problem Bescheid und hatte sich trotz vieler Streitereien in den letzten Jahren nicht völlig davon abschrecken lassen. Sprich er hat weiter an der Beziehung festgehalten. Ich denke, nun ist der Punkt erreicht, an dem es einfach nicht mehr geht und er nicht mehr kann.
Was du schreibst, sehe ich ganz genau so. Es ist sicherlich Schwerstarbeit. Du schreibst von Konfrontation, an welcher Stelle würdest du denn damit anfangen? Ich hab das Gefühl, ich stehe da vor einem Riesenberg von Problemen und weiß gar nicht, wo ich überhaupt ansetzen soll.

@ Blümchen: Auch dir nochmals vielen Dank für deine Worte. Ich kann mir vorstellen, dass es für dich als Partner besonders schwer ist, sich in diesem Thema zu Wort zu melden. Umso mehr weiß ich deine Antwort zu schätzen.
Wie lange wart ihr denn zusammen, wenn ich das fragen darf? Du hast recht, er muss alleine wollen und sich Hilfe suchen. Vielleicht ist ihm sein Problem aber auch noch gar nicht bewusst? Dann ist es wohl noch viel schwieriger sich wieder anzunähern. Wie gehst du denn mit der Trennung um? Es klingt, als hättet ihr noch Kontakt?

24.01.2016 13:30 • #4


Blümchen111


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Wir waren nur 4 Monate zusammen.. Er ist sich seines Problems bewusst. Auch in Behandlung. Bei ihm kommt da noch eine Depression hinzu. Wie ich damit umgehe? Keine Ahnung. Manchmal bin ich froh nichts von ihm zu hören, dann überrennt mich das alles wieder. Ich will für ihn da sein, ich liebe ihn einfach noch immer, egal was passiert ist. Und ja, wir haben noch Kontakt. Wenn ich das Gefühl habe, es läuft gerade wieder ganz gut zwischen uns, kommt er mir mit "glaube das ist vorbei mit uns" die letzten Tage fast täglich. Und dann melde ich mich nicht mehr, dann tut er es wieder. Es ist zum Mäusemelken. Nun habe ich ihm gerade gesagt ich werde später kommen und meine Sachen abholen. Hab einen Brief vorbereitet. Mal sehen.

24.01.2016 13:34 • #5


Dubist

Dubist


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Zitat von Blümchen111:
Wir waren nur 4 Monate zusammen.. Er ist sich seines Problems bewusst. Auch in Behandlung. Bei ihm kommt da noch eine Depression hinzu. Wie ich damit umgehe? Keine Ahnung. Manchmal bin ich froh nichts von ihm zu hören, dann überrennt mich das alles wieder. Ich will für ihn da sein, ich liebe ihn einfach noch immer, egal was passiert ist. Und ja, wir haben noch Kontakt. Wenn ich das Gefühl habe, es läuft gerade wieder ganz gut zwischen uns, kommt er mir mit "glaube das ist vorbei mit uns" die letzten Tage fast täglich. Und dann melde ich mich nicht mehr, dann tut er es wieder. Es ist zum Mäusemelken. Nun habe ich ihm gerade gesagt ich werde später kommen und meine Sachen abholen. Hab einen Brief vorbereitet. Mal sehen.



Das muß furchtbar sein.
persönlich solltest du dies niemals nehmen, wenn er sich nicht binden kann.
Das liegt meistens an der Kindheit.
Aber die Leidtragende bist ja trotzdem du.
Und wenn doch eine daherkommt die vielleicht doch passen könnte, vergessen so Typen sicher auch mal ihre Bindungsunwilligkeit.
Aber meistens haben sie bei den Frauen gar keine guten Karten, die sie vom Fleck wegheiraten würden. Sie suchen sich genau die Frauen die nach Nähe drängen.
Verrückte Welt, warum weiß ich nicht?

24.01.2016 20:26 • #6



Dr. Reinhard Pichler


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