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Marionette
Hallo.
Ich möchte hier mal von meiner anstehenden OP und meiner Angst davor berichten, vielleicht hat ja jemand von euch ein paar Aufmunterungen, oder schon so eine OP hinter sich.

Es geht um meine Nasenscheidewand, sie ist sehr schief und Onkel HNO sagt, die biegen wir wieder hin.
Guuuuut, ich kann mir nicht vorstellen, dass das unter örtlicher Betäubung überhaupt möglich ist, also einmal Kontrollverlust (sprich Vollnarkose) ... Ja, genau das ist mein Problem... Die Vorstellung mein Bewusstsein in die Hände eines fremden Menschen zu geben... *gruselig!

Ich hatte zwar schon eine Vollnarkose (ich war 17, sie dauerte etwa 20 Minuten), aber dass da alles gut ging beruhigt mich nicht wirklich!

Was ist, wenn ich nicht mehr aufwache! (blöde Frage... Dann bin ich weg...schon klar^^)
Naja, hinzu kommt meine nicht abgeklärte gastritis, nicht abgeklärt bedeutet, dass ich noch keine magenspiegelung bekkommen habe, sondern nur Medikamente (MCP+Pantoprazol) ...
Naja, die is momentan wieder ziemlich aktiv (insgesammt bin ich bereits 13 Kilo leichter...) und ich habe keine Ahnung wie sich das zusammen mit einer Narkose verhält... und und und!

Ich könnte natürlich auch "erstmal" auf eine OP verzichten, würde dabei aber auf einiges an Lebensqualität (freies Atmen durch die Nase, Morgens keine Halsschmerzen mehr) verzichten...

Aber andererseits... Wo will ich denn noch drauf warten!

Blöd!

Naja, hat jemand von euch schon eine Nasenscheidewand korrektur hinter sich?
Oder Narkoseerfahrungen?

LG

29.05.2010 18:50 • 20.06.2010 #1


8 Antworten ↓


Hallo Marionette,

Wenn du vor der Vollnarkose und dem Kontrollverlust solche Angst hast, überleg dir doch vielleicht das mit der Betäubung nochmal. Im Zweifelsfall können sie dir jan och eine schei. dazu geben wenn du fragst, dann ist es nur halb so wild.
Meine Mutter wurde schon unter Betäubung am Auge operiert und ich hab zwei Kiefer-Operationen mit Betäubung machen lassen - das ging gut. Bei der Kiefer-OP haben sie mir life während ich wach war die Weisheitszähne zertrümmert im Kiefer, aber außer dem Knacken, das ich gehört hab, hab ich davon absolut nichts mitbekommen. Ein bisschen Drücken hab ich gespürt, aber sonst wirklich gar nichts. Und das, obwohl da das Zahnfleisch aufgeschnitten, die Zähne zertrümmert und die Bruchstücke einzeln von unten hoch geholt werden mussten. Ich hatte einfach die Augen zu, damit ich das Blut nicht sehe, und hab mir nen mp3-Player mit lauter Musik mitgenommen, wie's mir der Arzt geraten hat. Und ich bin echt froh, dass ich das Risiko einer Vollnarkose da nicht auf mich genommen hab, denn der Eingriff war nach 40 Minuten schon vorbei. Und wenn man im Gesicht operiert wird, also Nase oder Mund, fällt die Möglichkeit der schonenden Gasnarkose weg und die Ärzte müssen die Injektionsnarkose anwenden, was mir überhaupt nicht gefällt, weil ich damit schlechte Erfahrungen gemacht hab. Bei meiner letzten Injektionsnarkose bin ich erst Ewigkeiten nach der OP aufgewacht und hab dann den ganzen Tag verpennt und mir war schwindlig und speißübel. Bei der letzten Gasnarkose (gleicher Eingriff wie vorher, nur andere Narkoseanwendung) war ich 30 Minuten nach der OP hellwach, hab mich mit dem Arzt im Aufwachraum noch unterhalten, und bin Nachmittags ein Eis essen gegangen. Nebenwirkungen hatte ich damals überhaupt keine.

Also, überleg es dir nochmal mit der Narkose oder der Betäubung, und wenn du bei der Narkose bleibst frag nach einer schei. oder sag dem Arzt, dass du große Angst vor dem Kontrollverlust hat. Dann kann sich das OP-Team darauf einstellen.
Und die Ärzte und Schwestern wissen ja, was sie tun, und haben mit dem Eingriff Erfahrung. Denk dir einfach, das ist wie wenn du Kartoffeln schälen musst. Hast du schon mehrmals in deinem Leben geübt, kannst du. So sind OPs für die meisten Ärzte: Kenn ich - mach ich. Für uns als Patienten scheint es eine ganz große Sache zu sein, aber der Arzt hatte vor uns schon viele andere Patienten auf dem Tisch liegen und hat Erfahrung in dem, was er tut. Und die Leute im OP beherrschen es meisterhaft, einen zu beruhigen, Smalltalk zu führen und sich um die Patienten zu kümmern. Der Kontrollverlust ist vielleicht unangenehm, aber auch wichtig. Es ist ja nicht gewollt und nicht sinnvoll, dass du die Kontrolle über die OP hast, sondern eben der Arzt Kontrolle abzugeben ist etwas, was man im Leben andauernd macht, bestimmt hast auch du da Übung drin. Wenn z.B. die Kinder allein zur Schule gehen, der Mann allein mit dem Auto zur Arbeit fährt, man in der Arbeit Aufgaben delegiert. Kontrolle abzugeben heißt, dass man sich selber entlastet und entspannen kann. So ist's auch bei der OP gedacht.

An deiner Stelle würde ich die Magen-Darm-Sache allerdings abklären lassen, bevor ich mich unter's Messer lege. Nicht umsonst muss man sich vor jeder Narkose nochmal komplett durchchecken lassen. Ich würde mich nicht mit einer nicht abgeklärten Krankheit operieren lassen wollen.

Aufmunternde Grüße,
Bianca

30.05.2010 10:19 • #2



Panische Angst vor Vollnarkose. :-/

x 3


Marionette
Hallo Bianca!
Vielen, vielen Dank für deine Worte!
Ich habe jetzt wirklich ein schmunzeln im Gesicht! Das hast du wirklich toll geschrieben!
Und ich werde mir den Text bestimmt spätestens vor der OP nochmal und nochmal durchlesen!

Das mit den Weisheitszähnen kenne ich übrigens, habe auch keine mehr, dabei kam ne Vollnarkose für mich auch nicht in Frage, obwohl da Knochen weggebohrt wurde, etx. aber hast recht, das hab ich auch überstanden!

Und wenn es die Möglichkeit gibt, diesen Eingriff nur leicht sediert zu bewergstelligen, dann bin ich dabei!

Wie gesagt, eine Vollnarkose hab' ich ja schon gut überstanden, aber naja, lieber nur so ein wenig dösen und bedüdelt sein!

Dankeschön !


Viele Grüße, Wiebke

30.05.2010 11:41 • #3


Marionette
...Übrigens versuchen mein HNO und ich jetzt erstmal ein wenig Besserung mit Cortisonnasenspray (Avamys) zu erzielen.


Erstmal aufgeschoben!

16.06.2010 21:09 • #4


Und? Merkst du schon eine Verbesserung?
Nasensprays darf man ja nicht allzu lange anwenden, auf der anderen Seite wirkt Kortison eigentlich egal wo angewendet immer ziemlich schnell.
Ich drück dir die Daumen, dass es was nutzt!

16.06.2010 21:16 • #5


Marionette
Ja, eine leichte Verbesserung ist schon da. Ich soll die Flasche aber ganz zuende nehmen.
Und das ist auch okay, weil in dem Spray nicht diese Wirkstoffe drin sind, die süchtig machen, wie bei den herkömmlichen Sprays.
Halt nur das Cortison, dass die Nasenschleimhaut auf Dauer verkleinern soll.
Danke für deine gedrückten Daumen!

16.06.2010 22:07 • #6


Wieso kommt dein Arzt da eigentlich jetzt erst drauf? Rettender Gedanke in letzter Minute? Hätte man ja früher auch schon mal ansprechen können, dann hättest du dir wegen der Narkose nicht so einen Stress gemacht

16.06.2010 22:11 • #7


Marionette

Er hat erstmal einen Test durchgeführt, wieviel luft ich durch die Nase bekomme. Einmal ohne und einmal mit Nasenspray. Mit Spray lag ich im untersten Rand der Norm.

Bei unserem ersten treffen hat er halt gleich gesagt, dass es echt krumm und schief aussieht in meiner Nase und eine wirklich gute Besserung nur mit ner OP vollbracht werden kann.

16.06.2010 22:24 • #8


Hallöchen.

Ich hatte auch so eine Angst vor meiner ersten Vollnarkose.
Nach der O.P habe ich gedacht "Nochmal!"
.. da ist man richtig herrlich entspannt hinterher.

Ich habe als es losging mir gesagt so jetzt schläfst du,hab meine Augen schon zu gemacht und dann war ich schon im Land der Träume.
Ist vielleicht gut wenn man vorher schon etwas müde ist,dann kommt das gerade recht.
Habe wirklich nie so gut geschlafen.

Und ich hab mich vorher auch völlig verrückt gemacht.
Ist wirklich angenehm und entspannend.

lg der (Angst-)Hase

20.06.2010 18:56 • #9




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