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Hallo an alle da draußen,
habe ja vor kurzem mal im Medikamenten Thread auch schon ein Thema erstellt, und wusste nicht genau ob ich es da rein schreiben sollte. Sorry falls ich es falsch gemacht habe.
Seit einigen Tagen geht es mir sehr schlecht aufgrund meiner Ängste und Gefühle, kann ich nicht mehr Ein oder Durchschlafen.
Sobald ich meine Augen verschließe habe ich so viele unkontrollierte Gedankengänge, und kann mich nicht in keinster weise Ausruhen/Schlafen obwohl ich so erschöpft bin.
Die Medikamente dich ich habe können mir tatsächlich (Duloxetin wieder herabgesetzt auf 30 mg da ich der Hoffnung war das es daran legen könnte, und Zoplicon 3 Tage in Folge genommen und es reichte nur für ca. 2 Stunden Schlaf jedesmal ) nicht weiterhelfen.
Hinzu kommt das ich am Montag wieder Anfage zu Arbeiten und ich schon Panisch reagiere wenn ich daran denke!
Ich spiele schon mit dem Gedanken meinen Job zu kündigen weil ich unter einer sozialen Phopie leide und es für mich schwierig ist in meiner aktuellen Lage damit klar zu kommen. Ich denke ein Teil meiner Ängste kommt auch von daher, leide schon seit vielen Jahren an meiner Angsterkrankung und habe sie eigentlich immer versteckt/überspielt mit Höhen und Tiefen.
Die vorangegangen Jahre konnte ich es auch besser wegstecken, aufgrund das ich sehr viele Jahre auch eine Partnerin ( Haben und getrennt ) hatte und nicht alleine war.
Mittlerweile stehe ich allein da ohne Soziale Kontakte und Partnerin.
Gestern Abend erreichte ich ein neuen Tiefpunkt im meinen Leben, und ich hab das Gefühl das ich es diesmal nicht schaffen werde.
Professionelle Hilfe hab ich so gut wie keine ( Momentan kein Verhaltenstherapie ) nur ein überlasteten ( es ist wirklich nicht böse gemeint, aber ich empfinde es so ) Psychiater der jetzt im Urlaub ist.
Wo bekomme ich relativ schnell Hilfe ? Soll ich mich in einer Akkutklinik melden/anrufen. ?
Hat da jemand erfahrung ?
Lg

01.01.2022 13:58 • 01.01.2022 x 1 #1


13 Antworten ↓


portugal
Hi, das tut mir leid.

Bitte nicht kündigen, Du bekommst eine Sperrfrist von 3 Monaten glaub ich.

Lass Dich krankschreiben, und hoffe, dass Dir dann irgendwann gekündigt wird.

We Akutklinik: Mach wie Du denkst. Wenn Du meinst, es ist sehr schlimm, dann ja.

01.01.2022 14:01 • x 1 #2



Neuer Tiefpunkt, wie kann ich da wieder rauskommen ?

x 3


Orangia
Selber kündigen würde ich auch nicht, eben wegen der Sperre. Du bekommst dann kein Arbeitslosengeld für 3 Monate.
Geh lieber Montag gleich zum Hausarzt, wenn der Psychiater noch Urlaub hat.
Besprich mit dem Arzt, ob er einen stationären Aufenthalt für sinnvoll erachtet und entscheide dann.
Kommst du denn sonst im Alltag zurecht ? Vernachlässigst du dich ?
Schläfst du auch tagsüber, wenn es nachts nicht geht ?

01.01.2022 14:43 • x 2 #3


Mit einem psychologischen Gutachten kann man, meine ich, die Sperrfrist umgehen. Während einer Krankmeldung kann man ja meist auch nicht gekündigt werden und so eine Strategie ist ja auch nicht unbedingt schön dem Arbeitgeber gegenüber. Evtl also mal prüfen, ob die Sperrfrist nicht umgangen werden kann.
Wenn nicht, kann man vielleicht den Arbeitgeber bitten, zu kündigen, wenn das für ihn ohne Sozialplan möglich ist.

01.01.2022 15:24 • x 1 #4


Zum Schlafen: Zopiclon ist nur zum Einschlafen geeignet. Nicht zum Durschlafen. Besser wäre ein schlafanstoßendes AD oder Promethazin.
Eventuell siehst du deine Situation nach ein paar guten Nächten auch etwas differenzierter.

01.01.2022 15:27 • x 2 #5


Schlaflose
Zitat von Pauline333:
Zum Schlafen: Zopiclon ist nur zum Einschlafen geeignet. Nicht zum Durschlafen.

Das stimmt nicht. Zopiclon ist zum Ein- und Durchschlafen. Zolpidem ist nur zum Einschlafen. Ich verwende Zopiclon seit 30 Jahren als Bedarfsmedikament. Je nachdem, wenn ich extrem aufgedreht bin, kann ich auch nicht mehr als 2-3'Stunden damit schlafen. Aber normalerweise sind mindestens 6 Stunden drin.

01.01.2022 15:49 • x 3 #6


portugal
Zitat von Toni77:
und ich hab das Gefühl das ich es diesmal nicht schaffen werde.

Das kennen wohl viele hier. Ich habe dann nur von Tag zu Tag gelebt. Und irgendwann wurde es dann doch besser.

01.01.2022 15:51 • x 2 #7


Danke schon mal für eure antworten...
Mir ist bewusst das wenn ich kündige ein Sperrfrist bekomme, leider hab ich selber bei uns im Betrieb die Erfahrung gemacht ( anderer Mitarbeiter ) das wenn einer wegen psychischen Problemen krank ist, sich darüber lustig und oder er niedergemacht worden ist.( natürlich nie direkt, schön hintenrum ) Ich mit meiner sozialen Phopie die ich Jahre lang versuche zu verschleiern, würde damit sehr schwer klarkommen.
Das mit dem psychologischen Gutachten wäre ganz gut, würde das mein behandelnder Arzt erstellen ?

01.01.2022 15:57 • #8


Zitat von Schlaflose:
Das stimmt nicht. Zopiclon ist zum Ein- und Durchschlafen. Zolpidem ist nur zum Einschlafen. Ich verwende Zopiclon seit 30 Jahren als ...


Ja, das mag sein. Ich habe da aus meiner Erfahrung und der von ehemaligen Mitpatienten sowie meiner Schwägerin gesprochen, die damit alle super ein- aber mit ihrem/unseren Beschwerdebild nicht lange durchschlafen konnten. I.d.R. nur 1 bis 2 Stunden.

Danke für den Hinweis, dass es eigentlich auch das Durchschlafen fördert. Da hast du recht.
Aber dann anscheinend nicht bei allen Ursachen von Schlaflosigkeit.

01.01.2022 16:03 • x 1 #9


Zitat von Toni77:
Danke schon mal für eure antworten... Mir ist bewusst das wenn ich kündige ein Sperrfrist bekomme, leider hab ich selber bei uns im Betrieb die ...


Schau mal hier, es gibt verschiedene Optionen: https://karrierebibel.de/arbeitsamt-sperre/

01.01.2022 16:07 • x 1 #10


moo
Hallo und willkommen @Toni77 ,

hast Du denn bislang nach den Ursachen Deiner Phobien, Ängste und PAs geforscht oder bist Du lediglich gleich mit Medikamenten eingestiegen?

Du erwähnst, dass Du bisher eher irgendwie funktioniert hast und nun habe ich den Eindruck, Du kommst jetzt an den Punkt, wo Du der Sache eher grundsätzlich und offen ins Auge schauen musst/solltest.

In höchster Not neigen wir dazu, vor allem schnell irgendeine Erleichterung zu schaffen zu wollen. Dann überschlagen sich die Gedanken, Aussichtlosigkeit und totale Hilflosigkeit machen sich breit, weil es halt einfach nicht mehr funktioniert - das Augen verschließen, das Hoffen auf Besserung etc.

Ich persönlich würde an Deiner Stelle meinen Hausarzt aufsuchen, um Krankschreibung bitten und gleichzeitig einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik anstreben. In der Folge dann einen eher tiefenpsychologischen längerfristigen Therapieansatz erwägen und mich insgesamt einfach mehr meiner Erkrankung zuwenden.

Schlafprobleme haben sehr oft ihre mittelbare Ursache in Verdrängung, in Aufschiebung, in Ignoranz. Die Themen, um die es geht, sind da gar nicht mal so ausschlaggebend. Ich habe festgestellt, sobald ich das Visier endlich mal vollständig hochgeklappt habe und ernsthaft an die Ursachen ranging, verbesserte sich die Schlafsituation automatisch.

Bei sogenannten psychischen Erkrankungen muss m. E. immer vollumfänglich therapiert und nicht nur das Ziel, wieder zu funktionieren angestrebt werden. Je stärker die Symptome werden, umso dringlicher sollte man sich den Ursachen derselben öffnen. Ein erster Schritt ist meist Hilfe und Unterstützung von Außen, auch das Forum hier kann einen Beitrag leisten. Doch an entscheidender Stelle stehst Du selbst. Es geht um Dich, Du willst gesehen werden - also schau hin.

Ängste sind ein Symptom, keine Krankheit.

01.01.2022 16:08 • x 5 #11


Zitat von moo:
hast Du denn bislang nach den Ursachen Deiner Phobien, Ängste und PAs geforscht oder bist Du lediglich gleich mit Medikamenten eingestiegen?

Ich habe schon in den 20 Jahren wo ich unter dieser Angst Erkrakung leide schon mehrere versuche wie Verhaltenstherapien, Tiefenpsychologische Gespräche, verschiedene Psychologische Tests ( ADHS ) gehabt..
Es ist gefühlt von allem was dabei ( Wenig Selbstvertauen, Mobbing, Dro. ).
Und nein ich habe am Anfang keine Medikamente genommen weil ich das lange verdrängt/nicht gewusst habe das ich da in der Richtung Probleme hatte.
Und es stimmt ich hab mich in der Richtung immer nur soweit Therapiert bis ich wieder funktioniert habe.
Und Danke nochmals für eure Aufmerksamkeit und Antworten hier im Forum.

01.01.2022 16:52 • x 1 #12


Schlaflose
Zitat von Pauline333:
Beschwerdebild nicht lange durchschlafen konnten. I.d.R. nur 1 bis 2 Stunden.


Unter Durchschlafen versteht man nicht unbedingt, dass man zwischendurch nicht auch mehrmals kurz aufwacht. Wenn man schnell wieder einschlafen kann, ist das normal. Das passiert mir natürlich auch mit Zopiclon, genauso wie ohne. Durschlafen im Sinne von einschlafen und bis zum nächsten Morgen nicht bewusst wach gewesen zu sein habe ich noch nie im Leben erlebt

01.01.2022 18:02 • x 1 #13


Zitat von Schlaflose:
Unter Durchschlafen versteht man nicht unbedingt, dass man zwischendurch nicht auch mehrmals kurz aufwacht. Wenn man schnell wieder einschlafen kann, ist das normal.


Ja, das stimmt. Aber ich meinte mit 1 bis 2h tatsächlich 1 bis 2 Stunden schlafen und dann gar nicht mehr. Unter Promethazin konnte ich um 8h mit höchstens 1 bis 2 wahrgenommenen sehr kurzen Aufwachern durchschlafen.

01.01.2022 18:30 • x 1 #14



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