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Vorweg: Ich habe keine Ahnung, was ich mir davon erhoffe hier meine Geschichte nieder zu schreiben. Vielleicht will ich einfach nur, dass es jemand mal liest. Vielleicht suche ich auch jemand der mir den großen Plan verrät, aber das wohl eher weniger. Nach 16-18 jähriger Angstkarriere und 3 Therapien bleibt nicht mal mehr die Hoffnung übrig.

Ich habe soziale Ängste seitdem ich in die Pubertät gekommen bin. Erröten und Schwitzen sind meine Alarmsignale, so dass es auch ja niemand verborgen bleiben kann, dass ich Probleme habe. Früher war meine Verdauung immer noch viel an der Angst beteiligt, aber mittlerweile weiß das Unterbewusstsein, dass ich damit zurecht komme, also sucht es sich lieber das aus, mit dem ich nicht klar komme. Ich habe alle Stationen, die man so als Heranwachsender durchmacht auch alle erlebt. Grundschule, Gymnasium mit Abbruch wegen Ängsten, Fachoberschule, verpasstes Studium durch Ängste, Ausbildung und Job der mich nicht ansatzweise auslastet. In allem was ich gemacht oder eben nicht gemacht habe, bleibe ich weit hinter meinen Möglichkeiten, weil ich keine Kraft mehr habe gegen große Widerstände anzugehen und mich lieber der Angst füge.
Ich kann keinen Alltagstermin ohne Angst angehen. Andere gehen zum Zahnarzt, weil sie Angst vor der Behandlung haben, ich habe Angst vor dem Schwitzen. Andere besuchen Freunde oder Partys, ich meide das aus Angst vor Schwitzen und Erröten. Ganz davon abgesehen dass ich mittlerweile auch keine Freunde mehr habe und auch meine langjährige Beziehung vor ein paar Wochen beendet habe. Ich will auch überhaupt keine neuen Freunde mehr finden, aus Angst vor irgendwelchen Verpflichtungen die man eben manchmal gegenüber Freunden hat. Ich merke dass ich regelrecht ärgerlich werde, wenn Arbeitskollegen auf der Arbeit mehrmals bei mir im Büro vorbeischauen. Ich will keinen Small Talk über irgendeinen Blödsinn halten, der mich eh nicht interessiert.
Als ich mal auf dem Arbeitsamt einen Eignungstest machen musste, wurde mir bestätigt, dass ich hochbegabt bin und eigentlich dort nichts zu suchen habe. Aufgrund meiner Ängste habe ich mir aber dementsprechend auch einen Job gesucht, der mir möglichst angenehm erschien und nicht passend zu meinen eigentlichen Fähigkeiten. Ich würde gerne was anderes Arbeiten, aber traue mich nach 10 Jahren festem Arbeitsverhältnis nicht meine gewohnte Umgebung hier aufzugeben. Das ist ehrlich gesagt völlig unvorstellbar für mich.
Durch Job-Besprechungen, die ich nicht umgehen kann schummele ich mich mit Benzodiazepinen durch, die ich mir so oft das eben glaubhaft möglich ist beim Hausarzt durch Flugangst begründet verschreiben lasse. In den Urlaub fliegen ist übrigens auch sehr sehr schwer nur möglich, aufgrund von Flugangst.
Und das Schlimmste an Allem. Meine Beziehung zu der Frau die mich heiraten wollte und ein Kind mit mir haben wollte, habe ich dieses Jahr beendet. Die Heirat habe ich immer vor mich hin geschoben, weil es für mich unvorstellbar ist vor so einem großen Publikum im Mittelpunkt stehend heiraten soll. Und das Kind konnte ich mir auch nie vorstellen, weil ich Angst habe die vermeindliche Restfreiheit zu verlieren, die ich noch besitze. Wir haben zusammen nie alte Bekannte von uns oder ihr kennen gelernt...warum wisst ihr ja mittlerweile. (das musste ich unterstreichen, weil mir das jetzt erst so richtig bewusst wird)
Ich habe die Beziehung beendet, weil ich dachte wir passen einfach nicht zusammen und ich immer mehr an ihr auszusetzen hatte. Nachdem mich aber nach Wochen jetzt langsam die Einsamkeit beginnt aufzufressen und ich eigentlich nur noch am Nachdenken bin, merke ich, dass ich nicht mit ihr unzufrieden war, sondern mit mir. Ich hab nicht nur ein Leben kaputt gemacht, sondern im Grunde genommen durch meine Art auch einer anderen geliebten Person Jahre ihres Lebens genommen.
Ich habe eine riesen Wut und auch Trauer in mir. Und ich weiß noch nicht mal auf wen. Auf das Schicksal das mir diese Last aufgetragen hat? Auf mich weil ich mich nicht mehr angestrengt habe mit dieser Last besser zurecht zu kommen? Ich hab mein Leben lang gekämpft, jeden Tag den ich das Haus verlassen habe und trotzdem fühle ich mich wie der größte Verlierer.

Zusammenfassend würde ich sagen, ich bin an allen wichtigen Kreuzungen des Lebens in die Richtung abgebogen, die keine Zukunft hat aber für die nächsten 24 Stunden den geringeren Widerstand bietet. Und das nur weil ich nicht durch Schwitzen oder Erröten auffallen will. Das ist so erbärmlich, dass wenn ich es selbst lese, auch kaum glauben kann. Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte...
Ich wünsche mir manchmal, dass auch niemand von meiner Familie und auch mein Hund nicht mehr da wäre und ich somit frei von Verpflichtungen wäre und auch endlich gehen könnte.

Ich denke ich werde hier in unregelmäßigen Abständen ein paar Gedanken sammeln. Wenn es nur eine Gedankensammlung für mich wird, ist das auch ok.

08.10.2018 14:02 • 30.10.2018 x 1 #1


9 Antworten ↓


Sertra79
Hallo,

ich erkenne mich sehr in deinem Beitrag wieder.Auch was den ganzen Werdegang seit der Pubertät betrifft.

Ich sollte auch unbedingt zum Zanharzt, ich gehe aber nicht. Nicht weil ich Angst vor den Schmerzen habe, sondern ANgst das der ganze Behandlungsstuhl nassgeschwitzt ist bzw. mit der schweiss die Stirn runterläuft.


Vielleicht sprichst du einmal den Arzt (HA,HAutazrt,Psychiater) an es Medikamentös zu probieren, es gibt zum Beispiel Vagantin oder Sormodren die beide auf das vegetative Nervensystem wirken und schwitzen unterbinden. Diese sind bei Hyperhidrose zugelassen, ich schwitze leider auch so ohne die Trigger und da wirken sie definitiv. Sormodren macht mich zum Beispiel komplett ruhig und hilft besser als Benzos die ich auch jahrelang genommen hatte. Nebenwirkungen sind aber auch da, bzw. müsstest du ausprobieren,
Eventuell kommst du so aus dem Teufelskreis heraus wenn du weisst das du nicht schwitzen wirst hast du keine Angst etc.


Kopf hoch....

08.10.2018 14:18 • #2



Tiefpunkt meines traurigen Lebens

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Hey Misterunderstood

Du schreibst sehr gut, klingt interessant.

Mit deinen Ängsten bist du definitiv nicht alleine!


Liebe Grüße!

Nachsatz; bin auch so voll mit Ängsten aber niemand scheint es mir anzumerken. Mein Therapeut sagte letztens zu mir, das ich eine ganz toughe Person bin ( ach du schei. )
Aber bin in meiner Kindheit auch echt gedrillt worden, perfekt zu funktionieren.
Ich glaube ich hatte schon tausende innerliche Nervenzusammenbrüche und keiner hat's gemerkt...

08.10.2018 14:19 • x 2 #3


Luna70
Herzlich willkommen hier bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst dich wohlfühlen und einen guten Austausch haben. Hier sind viele User mit sozialen Ängsten, bestimmt findest du Menschen denen es ähnlich geht wie dir.

08.10.2018 14:20 • #4


kalina
Herzlich Willkommen Schön, dass Du hier bist.

Hast Du nicht mal über eine Therapie nachgedacht? Ich kann mir vorstellen , dass Dir das etwas helfen könnte.

Hast Du Gefühle für Deine Freundin gehabt oder warum warst Du mit ihr zusammen? Vermisst Du sie?

08.10.2018 15:08 • #5


Ich habe bereits 3 Therapien gemacht. Und im Grunde genommen heißt ja bei Angst die Lösung immer "trotzdem machen". Das klappt manchmal, manchmal auch nicht. Aber es bleibt bei mir irgendwie das Belohnungsgefühl aus, wenn ich mich zu etwas überwinde. Von daher ist es für mich sehr schwer, die Therapieansätze dauerhaft beizubehalten.
Ich habe Vermeidung früher immer belohnt bei mir. Also wenn ich Schule geschwänzt habe, dann bin ich z.B. in die Stadt gefahren und hab was eingekauft. Im Grunde genommen war ja auch alles immer angenehmer als in die Schule gehen. Und sowas brennt sich natürlich ein. Z.B. wenn ich irgendwo öffentlich Essen gehe, freue ich mich schon ein bisschen, wenn es ohne Schwitzen geklappt hat, aber auf der anderen Seite denke ich mir auch "hättest du zu Hause gegessen, wäre es entspannter gewesen".
Denke das ist so ein bisschen wie eine Suchtentwöhnung. Du nimmst dir bewusst deine Endorphinkicks weg, sollst dich aber damit besser fühlen. Irgendwie paradox.

Warum wir überhaupt zusammen gekommen sind oder warum ich so lange mit ihr zusammen war? Weiß nicht ganz wie ich die Frage interpretieren soll. Das klingt fast so als würdest du mich fragen, ob ich fähig bin positive zwischenmenschliche Gefühle zu entwickeln.
Zum Thema vermissen, das ist für mich nicht klar zu beantworten. Ich vermisse etwas ganz klar. Geborgenheit, Rückhalt, Sicherheit, schöne Momente zu teilen. Kann nur sie mir das geben? Vielleicht nicht, aber woher soll ich das wissen, ich kenne ja nicht jeden Menschen auf der Welt. Aber dementsprechend könnte sich jeder der liebt die Frage wohl so stellen.

08.10.2018 16:34 • #6


Safira
@ichliebekuchen ohja das kenn ich. Ich weiß nicht mehr wie oft ich innerlich am Boden gelegen habe und mich gefragt habe warum ich eigentlich immer noch weiter machen kann. Wann irgendwann das große Ende kommt
Irgendwann kam aber das Ende und ich bin zerlegt worden.



@misterunderstood willkommen bei uns

11.10.2018 23:24 • #7


Heute wird es mal wieder Zeit was zu schreiben, mein geliehenes Glück musste ich heute wieder zurück geben.
Ich hatte wieder Kontakt zu meiner Ex aufgebaut und trotzdessen das wir nur in Freundschaft geschrieben haben, ging es mir von einem Tag auf den anderen wieder deutlich besser. Das ging bis heute gut, bis ich sie zu etwas eingeladen hatte und dann relativ schnell klar wurde, dass das (momentan) nicht mehr erwünscht ist.
So wie ich nun mal bin, drehe ich dann relativ schnell auf und hab den Kontakt mit reichlich Elan wieder abgebrochen. Bei mir gibt es keine halben Sachen und ich kann keine zweite Geige spielen. Nun treibe ich wieder zwischen Gedanken wie "wer will überhaupt jemand, den man nicht mal seinen Freunden vorstellen kann?" und "ich biete Menschen die mir nah stehen so viel wie niemand anderes".
Eine Ex-Freundin hat mir nach 5 Jahren Trennung und ohne jeglichen Kontakt noch geschrieben wie nachhaltig und positiv ich ihr Leben beeinflusst habe und sie immer noch gerne an unsere Zeit zurück denkt. Das waren die schönsten Zeilen, die ich seit Jahren gelesen habe. (vielleicht auch in meinem ganzen Leben. Ich kann mir kaum ein größeres Kompliment vorstellen)
Und eigentlich denke ich, dass ich abgesehen von meiner Krankheit, wirklich jemand bin, der sterben würde für Leute denen ich Vertrauen schenke. Genauso werde ich zum Teufel, wenn ich merke dass jemand mit mir spielt oder mein Vetrauen ausnutzt.
Ich denke die Worte "geliehenes Glück" fassen die letzten und kommenden Wochen wie kein anderer Satz zusammen. Wenn ich erstmal die erste Wut losgeworden bin, heißt es wieder gegen die Depression ankämpfen.
Ich bin jemand dem sein zu Hause, seine vertraute Umgebung, sehr sehr viel wert ist. Aber ich wünsche mir zur Zeit einfach keine Gebundenheiten zu haben. Keinen Beruf, keinen Hund, kein zu Hause. Ich würde gerne morgen meine Sachen packen und einfach weg gehen. Raus aus Deutschland, raus aus Europa, ohne alles. Alles einfach neu sortieren. Das ist aber aus den oben genannten Gründen nicht möglich. Ich sitze in meinem eigens erstellten Käfig aus Beziehungen die ich mental nicht verlassen kann und Ahhängigkeiten des Alltages.
Anfang November hoffe ich einen baldigen Termin für eine Verhaltenstherapie zu bekommen um endlich aus dieser Sozialphobie schei. heraus zu kommen. Und dann so stark zu sein, einfach meiner alten Beziehung den Mittelfinger zeigen zu können und nach vorne zu gucken. Ich weiß dass ich dieser Person ebenfalls Sachen im Leben mitgegeben habe, die sie irgendwann vermissen wird. Und auch diese Person mich niemals vergessen wird.

28.10.2018 20:43 • x 1 #8


Hotin
Hallo misterunderstood,

Dein Eingangstext hier im Thema hat mich sehr beeindruckt. Die Klarheit, in
der Du Dein Angst-Problem schilderst, sagt mir, Du wirst sehr gute Chancen haben,
zukünftig mit Deinen Ängsten besser klar zu kommen.
Einer der wesentlichen Gründe dafür ist meiner Meinung nach. Du verdrängst
offensichtlich eher nur wenige Gefühle.
Zitat:
Nach 16-18 jähriger Angstkarriere und 3 Therapien bleibt nicht mal mehr die Hoffnung übrig.


Bitte gib die Hoffnung nie auf. Glaube fest daran und arbeite daran, dass Du den Weg
zu mehr innerer Freiheit schaffen wirst.
Zitat:
Ich will keinen Small Talk über irgendeinen Blödsinn halten, der mich eh nicht interessiert.


Hier könntest Du Dir eventuell eine zusätzliche Blockade aufgebaut haben. Der Small Talk,
dass ist das, was Menschen unter anderem sehr verbindet. Wie willst Du ohne Small Talk
aus menschlichen Kontakten die erforderlich Selbstbestätigung finden, die Dir scheinbar noch fehlt?

Zitat:
Zusammenfassend würde ich sagen, ich bin an allen wichtigen Kreuzungen des Lebens in die Richtung abgebogen, die
keine Zukunft hat aber für die nächsten 24 Stunden den geringeren Widerstand bietet. Und das nur weil ich nicht
durch Schwitzen oder Erröten auffallen will.


Da kannst Du ziemlich nah an dem Grund liegen, warum Du Zweifel hast.
Hier kannst Du aber auch erkennen, warum Du ab morgen vieles leichter haben kannst.
Versuche ab sofort, zunächst bei kleinen Dingen nicht mehr in die Richtung abzubiegen, die Du heute als falsch ansiehst.
Der Anfang dorthin ist bestimmt sehr gewöhnungsbedürftig,
aber das wird Dich zu mehr Sicherheit und Zufriedenheit führen.
Zitat:
Und im Grunde genommen heißt ja bei Angst die Lösung immer "trotzdem machen". Das klappt manchmal, manchmal auch nicht.
Aber es bleibt bei mir irgendwie das Belohnungsgefühl aus, wenn ich mich zu etwas überwinde. Von daher ist es für mich
sehr schwer, die Therapieansätze dauerhaft beizubehalten.


Dies sehe ich wie Du. Das Belohnungsgefühl entsteht überwiegend erst durch den
Kontakt mit anderen Menschen. Siehe auch Small Talk, den Du nicht haben willst.
Zitat:
Denke das ist so ein bisschen wie eine Suchtentwöhnung. Du nimmst dir bewusst deine Endorphinkicks weg,
sollst dich aber damit besser fühlen.


Auch hier sehe ich es ähnlich. Das Festhängen in Angststrukturen hat häufig auffallend viel Ähnlichkeit in seiner
Hartnäckigkeit mit "Suchtverhalten" gemeinsam. Dies kann man bei vielen Menschen immer wieder erkennen.
Daher ist es auch schwierig, zu sagen. "Du brauchst keine Angst zu haben."
Die Ängste abzuschwächen funktioniert normalerweise deshalb nur über Veränderungen in Deiner Denk- und Verhaltensweise.
Und das braucht etwas Zeit, bis Du es perfekt kannst.

Viele Grüße

Bernhard

29.10.2018 14:09 • #9


Hallo,

erstmal danke für deine Rückmeldung Bernhard. Habe ich mehrfach gelesen und mir zu Herzen genommen.

Ich habe vor ca.2-3 Wochen mehrere Stellen für einen Therapieplatz angefragt und habe beschlossen vorher schon meine eigene "Therapie" zu beginnen.

Heute gab es die erste(n) großen Proben. Teamsitzung am Rundtisch, der klassische Horror für jeden Sozialphobiker würde ich mal behaupten.
Seit 3 Wochen mache ich diese Sitzungen erstmals seit langer Zeit wieder ohne jegliche Medikamente. (Tavor)
Zusätzlich habe ich mir heute vorgenommen gehabt, einen mündlichen Beitrag zu leisten, den ich normalerweise einhalten würde. Während der Teamsitzung gab es ca.4-5 offene Fragen auf die ich fachlich hätte antworten können (und sonst kein anderer im Raum). 3 dieser Fragen habe ich mich angenommen. Die erste Frage war schnell zu beantworten und lies auch keinen Raum für nachfragen, war kein Problem. Mal abgesehen davon, dass ich schon etwas unter Daueranspannung stand, weil ich wusste heute wird es schwieriger als sonst. Also der Blutdruck stieg mir sowieso schon mehr zu Kopfe als sonst.
Dann habe ich noch eine unaufgeforderte Anmerkung gemacht, die leider nicht korrekt war. War aber auch ein bisschen spaßig gemeint und ich habe probiert mit Lachen meinen Blush zu überspielen. Auf einer Röte-Skala war das wohl eine 8/10.
Die anderen 2 Wortmeldungen haben mich noch mehr Überwindung gekostet, weil ich wusste dass es Rückfragen geben könnte und ich hab die Hitze schon während ich meine 2 Sätze gesagt habe in mir aufsteigen gefühlt. An den Reaktionen von 1-2 Personen meine ich gesehen zu haben, dass sie gerne etwas hätten nachfragen wollen, aber dies aus Mitleid mit meiner mir ansehbar misslichen Situation unterließen. (ob es stimmt weiß ich nicht, das war mein Gefühl)
Um mich nicht direkt der Gesamtsituation zu entziehen nachdem das offizielle Meeting zu Ende war, habe ich nach der Sitzung noch 2 Personen persönlich angesprochen und etwas über diverse Fachthemen gesimpelt. Das war ok.

Wenn ich den ganzen Tag jetzt bewerten müsste, fällt es mir recht schwer das ganze als positive Erfahrung abzustempeln. Wenn es die starken Blushs nicht gegeben hätte, wäre dies wohl einfacher. Einerseits bin ich meinem Ziel so nahe. Ich will ja nur reden können, ohne mich zu schämen. Aber andererseits ist es so verdammt schwer auszuhalten. Mein nächstes Ziel ist es, nicht mehr zu probieren meinen roten Kopf zu verstecken und weiterhin auch wenn ich erröte in die große Runde zu schauen und nicht auf meinen Notizzettel.

Es wird wohl der härteste Weg, den ich in meinem Leben bisher gegangen bin. Aber jetzt will ich es wissen!

30.10.2018 23:25 • x 1 #10



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