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Hey Leute,
ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich nicht mehr weiterkomme. Deswegen möchte ich mich an euch für einen guten Rat wenden. Ich bitte euch alles durchzulesen, auch wenn es sehr viel ist.
Es beginnt mit meiner Geburt. Ich war ein unerwünschtes Kind, dennoch waren meine Eltern immer super zu mir. Meine Kindheit war halbwegs okay….. bis zu einem Moment. Zusammen mit meinem 11 Geburtstag, ist mein Leben untergegangen. Meine Eltern hatten einen Autounfall, weil sie sich beeilt haben. Sie wollten pünktlich zu dem Geburtstag ihrer Tochter kommen…. Beide sind gestorben. Und ich gebe mir auch heute noch die Schuld deswegen.
Ab da änderte sich alles. Da ich noch nicht 18 war musste man mich irgendwo unterbringen. Alle weiteren Familienmitglieder haben mich abgelehnt. Keiner. Wirklich keiner war bereit mich aufzunehmen, weil sie von Anfang an gegen die Beziehung zwischen meinen Eltern waren und ich somit ebenfalls unerwünscht war. So kam ich nach unzähligen stressigen Tagen und Gerichtsverfahren ins Kinderheim….
Dort war alles alles andere als gut. Die Erzieher gingen schlecht mit den Kindern um. Ich lernte, was schmerzen sind und dass sie die einzige Methode sind ein kleines Kind zu bestrafen… nie werde ich so sein wie die…. Freunde fand ich dort nie. Alle hielten mich für depressiv und ich wurde zu unzähligen Psychologen geschickt, die es im Endeffekt nur noch schlimmer machten.
Doch eine Sache versuchte ich immer gut zu machen. Schule.

Als ich 15 wurde hatte ich wieder den totalen Rückschlag. Zusammen mit den Erziehern im Kinderheim haben wir eine Reise ans Meer gemacht für eine Woche. Ich liebe das Meer mehr als alles andere und eines Abends haben die anderen Kinder mich wieder total aufgezogen, weswegen ich mitten in der Nacht, als alle schliefen an den Strand gelaufen bin, um nachzudenken. Aber auch das ist schiefgelaufen. Dort war kein einziger Mensch. Als ich wieder runtergekommen bin und gehen wollte haben 2 Männer mich daran gehindert. Ich werde niemals deren Gesichter vergessen… An dem Tag wurde ich vergewaltigt. Narben an meinem Rücken vom Zaun erinnern mich jeden Tag daran. Ich möchte an der Stelle nicht in Details gehen… Ich bin zurück ins Haus. Allerdings erst nachdem ich mich in Ordnung gebracht habe. Das hat fast die ganze Nacht gedauert. Ich habe es keinem erzählt und wurde noch zusätzlich für das weglaufen bestraft.
Ich fing an Menschen zu hassen. Ich traute keinem mehr und redete mit keinem. Ich versinkte in meinen Zeichnungen, in Horror Geschichten und Musik. Alle wenigen Leute die mir was bedeuteten, verließen mich in dieser Phase. Ich war alleine. Einsam. Keine Familie und keine Freunde.
Dann kam eine gute Nachricht. Mit 18 durfte ich ausziehen. Meine Eltern haben vor ihrem Tod ein kleines Haus auf meinen Namen hinterlassen, somit gehört es offiziell mir und ist schon abbezahlt. Dort durfte ich einziehen als ich 18 wurde. Ich sah die Leute aus dem Heim Gott sei Dank nie wieder, da das Haus sich in
einer anderen Stadt befindet.

Ich dachte ich kann ein neues Leben anfangen. Aber es klappte nicht die wenigen Freude, die ich fand ließen mich schnell im Stich, weil ich keine Zeit hatte. Ich muss immerhin arbeiten, mir selber alles finanzieren und gleichzeitig die Noten in der schule aufrechterhalten. Einmal bin ich sitzen geblieben, weil ich das nicht schaffte. Davon ließ ich mich aber nicht runterkriegen. Ich arbeite jeden Tag nach der Schule und oft auch nachts. Meine Chefs (von 3 verschiedenen Part-time Stellen) unterstützen mich und geben mir mal ab und zu schwarz das Geld auf die Hand. Nur sonntags habe ich Freizeit, die ich aber nutze um für die schule zu lernen. In der Schule weiß keiner Bescheid über meine Situation. Wenn ein Eltern teil in die Schule musste, hat es immer ein Bekannter von mir gemacht, wenn ich dem etwas Geld gab. Ich brauche noch 7 Monate, dann habe ich mein Abi und möchte studieren. Geld habe ich mir etwas angespart, wovon ich momentan den Führerschein finanziere (was ebenfalls viel Zeit kostet).
Das ist so im Groben mein Leben.

Es kommt noch was dazu:
In den letzten Sommerferien, habe ich mir eine Woche genommen um von allem weg zu kommen und bin alleine nach Holland ans Meer gefahren. Dort habe ich einen Jungen kennengelernt. Normalerweise habe ich kein Interesse an Leuten. Eine Beziehung hatte ich noch nie und daran bin ich selber schuld. Ich sehne mich nach Liebe aber evtl. Ist das dumm von mir. Jedenfalls sind wir uns nähergekommen und haben nun Kontakt. Er ist mir Mega wichtig geworden, aber er lebt in Italien und ist somit nicht erreichbar. Das Problem er sagt ich wäre ihm wichtig, sagt er würde mich mögen. Aber egal was er sagt ich glaube ihm kein Wort, so sehr ich auch versuche es ihm zu glauben…. Jedes Mal sagt er mir, dass er denkt, dass ich nicht mit ihm schreiben will. Aber es stimmt einfach nicht und er will mir das genauso wenig glauben. Ich weiß auch nicht, wie ich das mit ihm abklären soll….. Das zieht mich momentan noch mehr runter…
Nun zu meiner Gefühlslage. Ich hasse mein Leben, naja habe aber auch nur sehr wenige Gründe, warum ich es lieben sollte. Jeder Mensch den ich kannte, hat mich hintergangen, mich ausgenutzt, oder sich über mich lustig gemacht. Der einzige Grund, warum ich weitermache, ist weil ich denke, dass meine Eltern es so wollten. Noch habe ich Hoffnung auf eine bessere Zukunft, aber mit jeder Sekunde stirbt sie immer mehr….
Ich bin Einsam. Fasst immer alleine. Meistens mega überfordert mit allem, vor allem wenn der Typ aus dem Urlaub mir Vorwürfe macht, wo er ja einen Teil meiner Geschichte kennt…

Ich weiß ehrlichgesagt nicht, wie lange ich es aushalten werde. Tränen werden zu Alltag, meine Depression kommt wieder. Ich bin 20 Jahre alt, habe keine Freunde, hatte nie eine Beziehung, hatte nie einen Menschen, dem ich wichtig war. Klar mein Leben ist nicht so schlimm im Gegensatz zu dem anderer Menschen, aber jeder hat seine Grenzen.
Ich habe gekämpft bis zum geht nicht mehr. Ich habe nie aufgegeben egal was passiert ist, weswegen mir der Gedanke kommt, langsam aufzugeben. Manchmal will ich das Haus verkaufen und das Geld an jemanden Spenden und das dann alles beenden. Klar das ist auch keine Alternative.
Leute bitte… ich brauche einen guten Rat, oder wenigstens jemanden, der bereit wäre mit mir zu schreiben und manchmal anzuhören…
Tut mir leid, dass es so lang ist… danke im Voraus!
LG

17.09.2016 13:40 • 27.09.2016 #1


11 Antworten ↓


Icefalki
Hallo liebe Unknown, ich begrüße dich mal ganz herzlich bei uns und sag dir, du hast jetzt uns und ein sehr gutes Forum gefunden.

Dass dein Leben sehr schwer für dich war und deshalb noch ist, das kann man nachvollziehen.

Allerdings hast du extrem viel erreicht und hast Zukunftspläne. Aufgeben ist nicht, Frieden finden, das wird dein Thema sein.

Hab dazu noch eine Frage. Bist du zur Zeit in Behandlung? Nimmst du Medikamente?

17.09.2016 13:54 • #2



Mein Leben macht mich fertig Ist es Zeit aufzugeben?

x 3


Zitat von Icefalki:

Hab dazu noch eine Frage. Bist du zur Zeit in Behandlung? Nimmst du Medikamente?

Hey, danke für die antwort. Medikamente nehme ich keine, weil ich nichtso viel davon halte... Nach den fehversuchen im Heim gehe ich auch keine Behandlung mehr ein.

17.09.2016 13:56 • #3


Icefalki
Du klingst sehr deprimiert. Manchmal helfen da Medikamente.

Du allein entscheidest. Bei deiner Vergangenheit ist es kein Wunder, dass du deprimiert bist. Irgendwann ist alles Zuviel.

Dann wird es Zeit, dass man sich Hilfe holen darf. Du bist jetzt älter, und so wie es aussieht, wird es angebracht sein, dass dir vernünftig geholfen wird.

Du spricht vom aufgeben, für mich ein deutliches Zeichen, dass du nicht mehr kannst.

Lass dir doch helfen. Hier sind wir gerne für dich da, aber mehr als dir zu raten, können wir nicht.

Leider.

17.09.2016 14:12 • x 1 #4


Hotin
Hallo Unknown5423,

Zitat:
Meine Eltern hatten einen Autounfall, weil sie sich beeilt haben. Sie wollten pünktlich zu dem Geburtstag ihrer Tochter kommen…. Beide sind gestorben. Und ich gebe mir auch heute noch die Schuld deswegen.


Eigentlich hätte ich hier schon aufhören können zu lesen.

Du hast nicht die geringste Schuld am Tod Deiner Eltern.
Ein bedauerlicher Unfall. Es tut mir Leid, dass Du dieses Schicksal tragen musst.
Nur, wenn du Dich nicht sofort von aller Schuld am Tod Deiner Eltern frei sprichst,
begehst Du einen folgenschweren Gedankenfehler.


Zitat:
nie werde ich so sein wie die…


Gut, wenn Du weißt, was Du möchtest.

Zitat:
Als ich 15 wurde hatte ich wieder den totalen Rückschlag.


Zitat:
Ich habe es keinem erzählt und wurde noch zusätzlich für das weglaufen bestraft.
Ich fing an Menschen zu hassen. Ich traute keinem mehr und redete mit keinem.


Das Du durch Deine schlimmen Erlebnisse sehr misstrauisch geworden bist,
kann ich völlig nachvollziehen,
Nur ist es gerechtfertigt, Menschen zu hassen, weil Du mehrere schlechte
Erfahrungen machen musstest?

Zitat:
Ich dachte ich kann ein neues Leben anfangen. Aber es klappte nicht die wenigen Freude, die ich fand
ließen mich schnell im Stich, weil ich keine Zeit hatte. Ich muss immerhin arbeiten, mir selber alles
inanzieren und gleichzeitig die Noten in der schule aufrechterhalten.


Es hat doch erst mal geklappt. Wenn Du Dich vorrangig für Deine Arbeit und
Schule entschieden hast, kann das schon zu Lasten von Freundschaften gehen.

Zitat:
Ich arbeite jeden Tag nach der Schule und oft auch nachts. Meine Chefs (von 3 verschiedenen Part-time Stellen) unterstützen mich. Nur sonntags habe ich Freizeit, die ich aber nutze um für die schule zu lernen.

Du hast einen Weg gefunden, Deine Bestätigung in der Arbeit, also über Leistung zu finden. Schlecht ist das
nicht. Aber irgendwann solltest du wieder das Vertrauen zu Menschen gewinnen und neue Freundschaften schließen.

Zitat:
Ich sehne mich nach Liebe aber evtl. Ist das dumm von mir. Jedenfalls sind wir uns nähergekommen und haben nun Kontakt. Er ist mir Mega wichtig geworden, aber er lebt in Italien und ist somit nicht erreichbar.


Was daran dumm sein könnte würde ich gern erfahren? Mensch freue Dich erst mal!

Zitat:
Das Problem er sagt ich wäre ihm wichtig,


Ich liebe solche Probleme!

Zitat:
Ich weiß auch nicht, wie ich das mit ihm abklären soll….. Das zieht mich momentan noch mehr runter…


Kannst Du mit ihm nicht einfach offen über Deine aktuelle Gefühlslage sprechen.
Die Wahrheit ist meistens am hilfreichsten.

Zitat:
Nun zu meiner Gefühlslage. Ich hasse mein Leben


Darf ich Dir sagen, ich glaube Du belügst Dich hier?

Zitat:
Noch habe ich Hoffnung auf eine bessere Zukunft,


Bewahre Dir Deine Hoffnung und die Überzeugung Ein zufriedenstellendes Leben zu führen. Du machst es sehr gut.

Zitat:
Ich bin Einsam. Fasst immer alleine. Meistens mega überfordert mit allem, vor allem wenn der Typ aus
dem Urlaub mir Vorwürfe macht, wo er ja einen Teil meiner Geschichte kennt…


Ob Du wirklich überfordert bist, das ist eine Frage. Nur nach Deinem bisherigen
Lebensweg wird es schwer für Dich sein viel Nähe und auch Kritik zu ertragen.
Dies solltest Du nach und nach langsam lernen und immer mehr zulassen.
Zitat:
Ich weiß ehrlichgesagt nicht, wie lange ich es aushalten werde. Tränen werden zu Alltag, meine Depression
kommt wieder. Ich bin 20 Jahre alt, habe keine Freunde, hatte nie eine Beziehung, hatte nie einen Menschen,
dem ich wichtig war.


Und Du bist wirklich sicher, das es so stimmt, wie Du schreibst? Außerdem liegt einem mit 20 Jahren noch
das ganze Leben vor den Augen.
Das schönste kommt erst noch.

Zitat:
Ich habe gekämpft bis zum geht nicht mehr.


Das lese ich. Dabei warst Du außerordentlich erfolgreich. Nur jetzt solltest Du mal etwas Gas wegnehmen
und ruhiger werden. Wo Du und wie schnell Du noch hin willst, weiß ich natürlich nicht.

Zitat:
Tut mir leid, dass es so lang ist…


Na ja, lang ist es schon. Dafür aber sehr informativ und nie langweilig.

Alles Gute für Dich.
Du wirst Deinen Weg gehen.

Bernhard

17.09.2016 19:09 • x 1 #5


Hey du... ich erzähl dir mal bisschen was von mir.
Ich bin 24. Bin .. weiß ich nicht, ein Mädchen, eine junge Frau.. irgendwas dazwischen vielleicht.
Du bist vier Jahre jünger als ich. Du bist 20 Jahre. Es mag jetz langweilig und unbedeutend kommen, aber du hast dein ganzes Leben vor Dir.. Das was du erfahren hast ist Teil deines Lebens und wird es immer sein. Aber ´leben´ wie ich es definier - Frieden, Zufriedenheit, Freude, Liebe, Sonne Wasser Luft Erde, spüren, dich spüren.. - da bist du bis jetz nicht angekommen.
Ich kann Dir sagen das is kein leichter Weg. Ich bleib ganz realistisch.
Was du erlebt hast is in keinen Vergleich zu setzten sinnvoll, weil du meinst ´Klar mein Leben ist nicht so schlimm im Gegensatz zu dem anderer Menschen´ das spielt keine Rolle, weils deine Geschichte is, und nur du den Maßstab setzt für des was du dabei empfindest, wie weh des alles tut und wie fertig es dich macht... Ich hatte den ähnlichen Gedanken vor Jahren beim Psychologen ausgesprochen bzgl. der Idee meinem Vater zu erzählen wie´s mir heute mit allem geht, weil er ja wieder sagen könnte ´es gibt Kinder die hatten a viel schlimmere Kindheit´... schlag dir mit sowas nicht selber ins Gesicht bitte.... Dein Schmerz zählt, weil es geht um DICH. Deine Geschichte..
Ich könnte sagen ´meine Eltern leben beide´ und ´ich wurde nicht vergewaltigt´ mir gehts es also ´nicht so schlecht wie Dir´? So macht des keinen Sinn.. Jede Geschichte und wie man damit umgeht, wies Leben bis jetz verlaufen is, is so individuell .. das is nich der Ort um Vergleiche anzustellen. Ich kann Dir halt sagen, ich kenn das ganz genau, Menschen zu hassen, keinem zu vertrauen, keinem zu glauben. Du meist du hattest nie nen Menschen dem du wichtig warst des is mir aufgefallen, weil. . Manchmal glaubt man des sehr schnell wenn man sowas nie trauen würde.. wie es jetz mit deinem Typ is. Das is offensichtlich. Weißt du, ohne deine Hoffnung jetz schmälern zu wollen weil ich jetz nicht mehr direkt in der Situation bin wie ich sie bisschen beschrieben hab - keinem Vertrauen, Menschen einfach hassen weil sie nur böse sind.. kein Verständnis kein Interesse haben egoistisch sind.. es is alles grau, trostlos Tag für Tag, wie tot... - ich kann deine GEFÜHLE nachvollziehen. Und ich kann Dir sagen.. du kommst da raus ich will dir des direkt ins Herz pflanzen am liebsten... Ich weiß, IN der Situation, mittendrin, das Leben wie du´s führst, so wie alles is... es is nicht realistisch für dich. Für mich war es das auch nicht. Für mich war alles grau. Keine Freunde, keiner der mich verstanden hat. Keiner der mich gesehen hat, ich hab mich auch nie gezeigt wie ich bin, in mir selber gefangen. Das Leben zieht an einem vorbei. Man sieht Menschen glücklich sein, gesund sein, lachen, händchenhaltend, sich küssend, die Sonne auf- und untergehen, aber man is nicht Teil davon. Man is davon abgespalten. Das Leben besteht aus dem Haufen der aus der Vergangenheit nun eben da is. Aber da is schon der Punkt. Die Vergangenheit. Es is die Vergangenheit. Was ich hier grade schreib, was du hier gerade liest, is die Gegenwart. Deine Gefühle, deine Einsamkeit deine Verzweifeltheit über alles liegt auch hier, jetz in dem Moment.
Du hast n wahnsinniges Leben hinter dir,... ich hab Tränen in den Augen weil ich so mit dir fühl.
Ich weiß wie schlimm es is auf sowas zurückschauen zu müssen und zu wissen es is einfach so, ich kann nix machen ich kann nur damit leben in dem Haufen Zerstörung und Hass und alles is einfach kaputt... :´( es schränkt so gut wie jede Ebene im Leben ein.
Weißt du dass sich heute alles geändert haben kann in Bezug auf Dich und Psychologen? Du brauchst dringend jemand um deine Geschichte durchzukauen, dir alles vor Augen zu bringen.
Und wenn du keine Freunde hast is ein Psychologe die Lösung. Dazu will ich dir was erzählen wie ich heute finde dass es is ( ich hab am Freitag mit zwei Psychologinnen telefoniert, weil ich wieder eine Therapie machen möchte, und es befreit mich jetz schon unheimlich... weil ich die Erfahrung schon gemacht hab wie sich was löst) Hinter einem Psychologen versteckt sich ein Mensch. DU kannst dir aussuchen, heute wo du 20 Jahre alt bist, welchem Menschen du deine Lebensgeschichte anvertrauen willst. Es gibt grade im Bereich Natruheilkunde/ Hypnose wobei oft Psychotherapie angeboten wird Menschen, die ihren Beruf aus Empatihe machen! Aus Liebe, um Menschen zu heilen, ihnen helfen sich zu heilen! - leider werden solche nicht von der Kasse bezahlt. Ich hab dennoch bei einer angerufen, die verlangt 88€ - 110€ /Std, wobei die Stunde auch 1std 40min gehen kann, daher 88-110. Das is schon relativ teuer würd ich sagen. Es gibt welche die weniger verlangen, ganz sicher. Ich hab mir die Frau ausgesucht weil sie so liebevolle Bewertungen hatte dass mir die Tränen kamen so viel Hoffnung hab ich angfangen zum spüren. Die hält bis heute. Weil ich des machen werd, weil ich weiß es befreit. Es KANN nur befreien. Wenn du nicht als Kind dazu gezwungen wirst und nich bereit dafür bist!... Vergiss Kindergarten u Heimpädagogik.. Auch das sind nur Menschen. Und welche Geschichten ihres Lebens sich in ihrem Verhalten widerspiegeln kann man sich schon vorstellen wenn sie meinen Kinder zu schlagen wäre sinnvoll. Berufe... jeder kann nen Beruf ausüben das heißt aber noch lange nicht dass er es angemessen und gut und mit Leidenschaft Herz und Hirn tut... das hab ich gelernt. Auch Ärzte (selbstverständlich nicht ALLE) sind die größten Pfuscher und wissen nicht was Heilung bedeutet..
Und mit ´Heilen´ sind wir wieder beim obigen Thema. Eine Therapie. Es kommt so viel an die Oberfläche was nie an jemandes Ohr gekommen is, was nie aus dir rausgesprochen wurde.. Und es muss da aber raus um jemals davon ablassen zu können. Dein Leben soll nicht aus Schmerz Arbeit Ohnmacht Kraftlosigkeit bestehen, es soll Freude bereiten, du sollst lieben, du sollst Spaß daran haben und es mit Menschen teilen die du in deinem Herzen oder in zumindest in deiner Nähe haben willst. (N Traum? - ja und du kannst n wahr machen.. ich bin dabei, seit über 6 Jahren, und es funktioniert ( :´) und ich will auch dass es für dich funktioniert! Dass du dich traust, und rausgehst und des anpackst, dein Leben anpackst aufzuräumen..) Meine Geschichte is GANZ anders wie deine.. genauso wie die meiner Nachbarin, die des Mädchens das mit 16 ein Kind bekommen hat und es alleine großzieht, die der serbischen Mutter die ihre Kinder bei einem Anschlag verloren hat. Aber was uns allen gleich bleibt sin Gefühle und Lebensumstände die uns gefangen halten solange wir nicht den Mut fassen ALLES zu ändern. Wir haben unser Leben wie wir es führen selber in der Hand. Was um uns rum passiert, passiert. Wie man selber damit umgeht, umgehen kann! entscheidet man weitestgehend selber.. Du kriegst das hin, ich weiß es! Ich hab viele Menschen in meinem Leben getroffen die kaputt sind, nichts fühlen, nur Alltag leben, grau sind, nicht strahlen.. sie tuns größtenteils bis heute noch. Weil dieses Vorhaben Mut erfordert! Wahnsinnig viel.. Und ich bin eine von wissentlich einem leider kleinen Anteil von Menschen der sein Leben in die Hand und in Eigenverantwortung nimmt, und denk nicht ich hätte nicht viel durch.. So ist das nicht wie gesagt das is Verganenheit, und man kann das Leben ändern, man kann alles ändern.
Schreib mir jederzeit gerne wenn du willst! Ich kann dir im Laufe auch Bücher empfehlen, wenn mir klar is wo deine Interessen so liegen, und was du verstehen willst.. Ok? Kopf hoch es wird seine Zeit dauern, aber es is ein schöner Weg. Ein leidvoller.. Aber jeder Erfolg wird dir alles klarer erscheinen lassen <3
herzlichen Gruß! Anja

18.09.2016 12:22 • x 1 #6


Genau HIER bist du an der Stelle angekommen, was großes zu tun. Was zu ändern. Nicht aufzugeben. Was zu ändern <3
dazu will ich noch sagen, meine Eltern waren mir nie eine Stütze, eher Last. Eine der größten Lasten in meinem Leben bis jetzt. Eine meiner größten Schmerzverursacher.. <3

18.09.2016 12:34 • x 1 #7


cube_melon
Hallo Unknown und Willkommen hier im Forum,

deine Geschichte ist hart. So wie Du hier schreibst und das Du auch noch nicht aufgegeben hast, zeigt aber ein hohes Maß an Kraft, Disziplin, Mut und Intelligenz.

So eine Geschichte hinterläßt zwangsläufig Spuren in der Seele. Die Gefahr ist groß, dass man sich als fühlendes, Menschliches Wesen verliert und nur noch funktioniert.
Der Weg von der inneren zur äußeren Einsamkeit ist nicht lang.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Du keine Therapie willst.
Glaube an deine Fähigkeiten und vertraue ihnen. Sie haben dir durch schlimmeres geholfen. Denn so hast Du wirklich die Chance selber an Dir arbeiten, um wieder so viel Vertrauen und Stabilität aufzubauen, damit du wieder eine Therapie/Klinik zulassen kannst.

Ich versichere dir, man hat trotz all dem die Chance glücklich im Leben zu werden. Es ist dir viel passiert, aber du hast auch viele Eigenschaften die dir dabei helfen werden dein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten. Wenn Du den Zugang zu dir verlierst, verlierst Du dich als Freund.
Bei einem solchem Übergriff ist es wichtig, dass du die eigenen Grenzen wieder richtig spürst und bewusst fühlen kannst. Jemand hat deine Grenze gegen deinen Willen überschritten. Nun ist es an der Zeit sie wieder aufzubauen.
Lernen "Nein" zu sagen, sich der eigenen Komfortzone bewußt zu werden und diese zu schützen ist wichtig. Wenn Tätigkeiten oder Personen diese Grenzen nicht respektieren, setze klar und deutlich Zeichen. Du bist wie Du bist, wem das nicht passt soll bitte weitergehen.

Gib nicht auf, sei es Dir wert.

Gruß
Melon

18.09.2016 20:18 • x 1 #8


igel
Du bist im Grunde eine sehr starke junge Frau. Andere wären untergegangen im Hinblick auf die Dinge, die Du erlebt und bewältigt hast.

Dass jetzt eine Depression einsetzt, ist eine völlig normale Reaktion.

Aber Du bist eine Kämpferin, dass hast Du bereits bewiesen. Den Kampf gegen die Depression wirst Du auch gewinnen.

18.09.2016 20:27 • x 1 #9


Plumbum
@unknown Du lebst also seit 2 Jahren, sozusagen auf Dich gestellt. Hast bei 0 angefangen. Finanzierst Dein Leben durch Arbeit, gehst zur Schule, musst für das Haus aufkommen... Damit das es bezahlt ist, ist ja noch lange nicht Schluß: da kommen ja noch Grundsteuer, Wasser, Strom, Kanal und weiß der Kuckuck noch was dazu. Ich weiß das jetzt garnicht, wie ist das bei Immobilien mit der Erbschaftssteuer? Und wie hoch ist die eigentlich bei Verwandten 1. Grades? Trotzdem hast Du es geschafft, Geld zur Seite zu sparen um jetzt auch noch den Führerschein zu machen.

WOW!

Liebe Grüsse
Plumbum

18.09.2016 20:46 • x 1 #10


igel
Entfällt bei Verwandten 1.Grades. Aber du hast in allen Punkten Recht ! Das meinte ich ja mit starker Frau.

18.09.2016 20:50 • x 1 #11


Zitat von Plumbum:
@unknown Du lebst also seit 2 Jahren, sozusagen auf Dich gestellt. Hast bei 0 angefangen. Finanzierst Dein Leben durch Arbeit, gehst zur Schule, musst für das Haus aufkommen... Damit das es bezahlt ist, ist ja noch lange nicht Schluß: da kommen ja noch Grundsteuer, Wasser, Strom, Kanal und weiß der Kuckuck noch was dazu. Ich weiß das jetzt garnicht, wie ist das bei Immobilien mit der Erbschaftssteuer? Und wie hoch ist die eigentlich bei Verwandten 1. Grades? Trotzdem hast Du es geschafft, Geld zur Seite zu sparen um jetzt auch noch den Führerschein zu machen.
Plumbum

genau dies ist was mich manchmal echt Überfordert...

27.09.2016 19:42 • #12



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