Meine Liebe @ichwillheiraten , als Kind seiner Eltern möchte man geliebt werden. Diese Liebe muss man aber spüren dürfen. Dann gibt es Eltern, die, warum auch immer, das nicht vermitteln können.
Deren Liebe? mag spürbar werden, wenn man das tut, was vorgegeben wird. Oder es ist einfach deren Einstellung, dass ihre Kinder zu ihren Bedingungen funktionieren sollen.
Nun wird es kompliziert, da man sich ja entwickelt und u.U. das Verhalten der Eltern auch irgendwie interpretiert und nicht immer positiv. In jeder guten Familie kann das natürlich ausdiskutiert und auch mal ausgestritten werden, ohne! dass das nennenswerte Problematiken zur Folge hat.
Jetzt zu uns. Mag es mit an einer genetische Disposition liegen, oder an einem Gefühl, nie zu genügen, Fakt bleibt, in uns herrscht unbewusst eine Angst, abgelehnt zu werden. Deshalb sind wir wahrscheinlich auch so harmoniebedürftig, weil wie wissen, wie schmerzhaft sich Ablehnung anfühlt.
Mit dieser Einstellung, es jedem Recht machen zu wollen, oder um alles in der Welt funktionieren zu müssen, weil alles in uns schreit, liebe mich, überfordert auf Dauer.
Deshalb darf man Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die unserem Naturell eigentlich zuwiderlaufen. Und hier tut es anfänglich sehr weh, wenn man erkennt, nützt ja alles nichts, denn das, was ich mir wünsche, bekomme ich nie im Leben.
Ich schreibe anfänglich, denn je mehr man erkennt, dass man sehr wohl das Recht haben darf, sich bewusst zu entziehen, desto leichter wird dann das Leben. Angst bekommen nur, wenn man meint, gefangen zu sein. Ist man aber nicht wirklich.
Solange deine Mutter nicht in der Lage ist, ihr Fehlverhalten dir gegenüber nicht zu ändern, solange hast du das Recht, das zu tun, was dir gut tut. Macht sie ja auch.
Wer als Kind viel Ablehnung erfahren hat, fürchtet diese, was meiner Meinung nur normal ist. Deshalb sind unsere Ängste immer auch mal dahingehend zu betrachten, ob nicht gerade wieder genau dieses Thema Ursache für die Angst ist. Wenn man das mal erkannt hat, kann man viel besser damit umgehen. Und so nach und nach lernen, dass man kein hilfloses Kind mehr sein muss.
Machst gerade den ersten Schritt, der zwar schmerzhaft ist, aber dich weiterbringt. Wenn sich Wünsche nicht erfüllen, dann sollte man sie loslassen und sich anderen Wünschen zuwenden, die man erfüllt bekommt. Und dabei lernt man noch, dass man jetzt in der Lage ist, sein eigenes Leben leben zu dürfen, ungeachtet der Meinung anderer. Muss nicht immer so heftig werden, wie diese Familiensachen, aber nur wir selbst bestimmen, wer uns wie behandeln darf.