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Hallo Ihr Lieben,

seitdem ich nach einer Blutspende umgekippt bin, kann ich nichts richtiges mehr essen. Trinken geht. Das ist jetzt 6 Wochen her. Ich habe 5kg abgenommen und wiege bei 167 cm noch 51,5 kg. Und mir geht es wirklich schlecht. War auch schon die ganze Zeit nicht mehr bei der Arbeit, weil mir ständig übel ist.

Letzte Woche war ich schon im Krankenhaus mit Magen- und Darmspiegelung und so weiter. Natürlich alles in Ordnung.

Die Frage ist jetzt: Hat jemand Erfahrungen damit? Kann mir jemand Tipps geben, wie ich da wieder rauskomme?

Meine Gedanken kreisen immer nur um die Themen: Essen, nicht mehr abnehmen, endlich wieder arbeiten und Angst vor einem ernsthaften psychischen Problem.

Vielen Dank, dass es dieses Forum gibt.

06.04.2014 15:03 • 08.04.2014 #1


16 Antworten ↓


Hallo Silsyl,

erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Was genau hindert dich denn am Essen? Hast du keinen Hunger mehr oder ist dir dauerhaft schlecht? Hattest du auch vor der Blutspende mit dem Essen Probleme in irgendeiner Form? Sorry, dass ich so viel nachfrage. Aber ich würde gerne den Zusammenhang verstehen zwischen der Blutspende und dem Gefühl nicht mehr Essen zu können.

Hast du mal versucht statt drei großen Mahlzeiten am Tag, vllt 6 kleine Mahlzeiten zu versuchen? Und dann vielleicht auch erstmal magenschonende Mahlzeiten. Also nichts schweres, fettiges, sondern leichte Speisen, sodass du dich vielleicht wieder langsam an das Essen heranführst.
Schwer machen es wahrscheinlich vor allen Dingen die ständigen Gedanken an das Thema essen. Davon solltest du mal versuchen dich abzulenken. Immer wenn die Gedanken hochkommen, mal bewusst versuchen an etwas anderes schönes zu denken. Sonst stellt sich da auch ganz schnell eine Erwartungsangst gegenüber dem Essen ein.

Liebe Grüße & Gute Besserung
Morticia

06.04.2014 15:20 • #2



Kann nichts mehr essen

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Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.

Dass ich nichts mehr essen kann, ist nach dem Kreislaufzusammenbruch nach der Blutspende mit der Zeit entstanden. Zuerst hatte ich eine Magenschleimhautentzündung. Die ist aber mittlerweile ausgeheilt. Organisch bin ich also voll gesund.

Nur das Essen geht immer noch nicht wieder. Besonders morgens ist mir besonders schlecht. Und wenn ich abgelenkt bin, dann gehts. Aber sobald ich ans Essen denke, wird mir schlecht. Es ist, als wenn sich mein Hals dann zuschnürt und ich einen Klumpen im Magen habe. Andererseits denke ich, dass ich auch nicht noch mehr abnehmen darf. Da bin ich total in so einer Gedankenfalle drin. Ich warte immer auf den Tag, an dem der Magen signalisiert: Hallo! Hunger! Sofort. Aber ich habe auch keinen Appetit.

Mit 6 Mahlzeiten am Tag wär schön. Im Moment schaffe ich gerade mal eine am Abend, weils mir da am wenigsten schlecht ist.

Sonst bin ich auch ein guter Esser. Jedenfalls bin ich immer diejenige im Büro, die Kuchen und Schokolade anschleppt.

06.04.2014 18:03 • #3


Was mir noch dazu einfällt um vllt dem Gewichtsverlust etwas entgegen zu wirken: Du schreibst, dass Trinken etwas besser geht. Gibt ja jede Menge Joghurt-Drinks oder auch Smoothies. Das ist ja schon eine kleine Mahlzeit an sich. Darüber könntest du für die Übergangszeit versuchen etwas mehr Kalorien und Nährstoffe aufzunehmen. Das ist natürlich keine Dauerlösung, aber jetzt erstmal als "Akut"-Hilfe.

Ansonsten würde ich mit vielen, kleinen Mahlzeiten versuchen mich wieder ans Essen zu gewöhnen. Gibt es denn Lebensmittel bei denen es mit dem Essen besser klappt?

06.04.2014 18:24 • #4


Nudeln esse ich dann am Abend. Manchmal tue ich auch etwas Öl dazu, um die Kalorienzufuhr zu erhöhen.

Morgens ist mir besonders übel und bis zum Abend wirds dann etwas besser.

Hast Du eine Idee, wie ich mich wieder ans Essen gewöhnen kann? Ich habe weder Hunger noch Appetit. Und auch die Übelkeit macht mir echt zu schaffen.

Meinst Du, dass ist eine Nachwirkung von dem (Kreislauf-) Schock nach dem Blutspenden und der Magenschleimhautentzündung. Also, dass ich schon solche Angst habe, dass mir schlecht wird, dass es dann auch wirklich passiert? Und wenn ja, wie komme ich aus dieser Spirale wieder raus?

06.04.2014 18:28 • #5


Guten morgen,

Nudeln ist schonmal ganz gut, die enthalten ja viele Kohlenhydrate und liefern dem Körper dementsprechend viel Energie.

Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Nachwirkung von der Magenschleimhautentzündung ist. Das würde ich aber definitiv nochmal mit einem Arzt besprechen, weil es jetzt bei dir doch schon sehr lang anhält und du ja auch Gewicht verlierst. Haben die Ärzte im Krankenhaus denn gar ncihts weiter gesagt, was du machen sollst/kannst damit sich das wieder verbessert? Eine Nachwirkung vom Kreislaufschock halte ich eher für unwahrscheinlich.

Nimmst du denn zurzeit noch irgendwelche Medikamente, die du vorher nicht genommen hast? Medis verursachen durchaus auch Appetitlosigkeit etc.

Ansonsten kann ich dir nur raten, es mit ganz kleinen Mahlzeiten zu versuchen. Wegen der Übelkeit würde ich vor allen Dingen eher trockene Lebensmittel empfehlen, also wie bei einer Magen-Darm-Grippe: Zwieback, Salzstangen etc. und gucken ob sich dadurch Besserung einstellt.
Hast du schonmal versucht Tee zu trinken um den Magen etwas zu beruhigen, Kamillentee zum Beispiel? Als pflanzliches Beruhigungsmittel für den Magen nehme ich immer Iberogast. Das gibt es freiverkäuflich in der Apotheke und aus meiner Erfahrunge heraus kann ich sagen, dass das bei mir sehr gut wirkt. Vielleicht auch mal das ausprobieren.

Gute Besserung!

07.04.2014 09:13 • #6


Ich habe schon so ziemlich alles ausprobiert. Nudelsuppe, Zwieback und so weiter und so fort. Die Ärzte haben gesagt, dass ich alles essen dürfte. Ich hatte den Eindruck, dass sie auf die Psyche tippen. Und das beunruhigt mich nochmehr. Ich grüble nämlich schon die ganze Zeit, was mich so belasten könnte, dass ich nichts mehr essen kann. Aber ich fin einfach nichts.

Heute bekomme ich bei meiner Frauenärztin noch eine Infusion. Vielleicht bringt das meinen Stoffwechsel wieder in Schwung.

Hat jemand Erfahrung damit, wenn der Stoffwechsel völlig durcheinander ist? Meine Hormone spielen anscheinend auch verrückt. Meine letzte Regel ist auch schon 6 Wochen her. Schwanger bin ich aber nicht. Meine Ärztin hat da noch eine Bluprobe entnommen. Aber die Ergebnisse sind noch nicht da.

07.04.2014 10:59 • #7


Lass mal Eisen und Erytrozyten abklären. Möglicherweiße hast du eine Blutarmut und Eisenmangel durch die Blutspende erlitten die dein Körper eventuell nicht planmäßig ausgleicht. Die Blutregeneration dauert normal etwa 120 Tage (inkl Eisenauffüllen etc), bei Frauen wird draufgerechnet wegen der Mens bei der viel Eisen verloren geht. Deswegen drüfen Männer auch maximal alle 8 Wochen und Frauen max. alle 12 Wochen nur Blutspenden um so etwas vorzubeugen (und sowieso nur, wenn man gesund ist). Blutarmut (und damit normalerweiße einhergehender Eisenmangel (aber hey, da gibts Ausnahmen^^) kann nämlich auch zum Ausbleiben der Mens führen. Es wäre äußerst kritisch zu betrachten, wenn dein Körper das Blut nicht normal nachbildet!
Es kann natürlich auch was anderes ausgelöst haben oder was anderes sein. Vllt reagiert wirklich nur deine Psyche auf den Kollaps.
Aber allein, dass du nach der Blutspende umgekippt bist, kann schon auf einen zuvor bestehenden Mangel hindeuten. Denn normal bleibt man liegen, bis sicher ist, dass man eben nicht mehr umkippt.

07.04.2014 12:25 • #8


Wie ist es denn mit Schokolade?
Vor allem bittere Schokolade ist sogar sehr gesund.
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehru ... 54363.html

Und auch ich vermute, dass du schon viel länger als erst seit der Blutspende ein Ernährungsproblem hast, andernfalls wärst du wohl nicht umgekippt.

07.04.2014 13:55 • #9


Das Umkippen muss noch lange nicht an einem Ernährungsproblem liegen Oo Man kann auch bei bester Ernährung Blutarmut, Eisenmangel oder sonstiges haben. Da spielen aber ganz sicher weit mehr Faktoren eine Rolle.

07.04.2014 14:22 • #10


Zitat von where.there.is.light:
Das Umkippen muss noch lange nicht an einem Ernährungsproblem liegen Oo Man kann auch bei bester Ernährung Blutarmut, Eisenmangel oder sonstiges haben. Da spielen aber ganz sicher weit mehr Faktoren eine Rolle.

Warum in die Nähe schweifen, sieh, das Gute liegt so fern ...

Zitat von where.there.is.light:
Aber allein, dass du nach der Blutspende umgekippt bist, kann schon auf einen zuvor bestehenden Mangel hindeuten.
Wieso widersprichst du dann mir so vehement?

07.04.2014 14:44 • #11


Ich kenne Phasen, in denen ich kaum was herunterbekommen habe, gut aus meiner Vergangenheit. Was ich aber immer ganz gut essen konnte, war Obst. Ein Apfel oder eine Banane ist leicht verdaulich und tut dem Magen gut und ich finde, es hinterlässt auch kein großes Völlegefühl. Oder auch Erdbeeren, die sind süß und regen den Appetit an. Vielleicht kannst du auch ein paar Kartoffeln kochen, die sind auch leicht verdaulich,
Die Idee mit den Smoothies finde ich auch gut, am besten mit einer Obst-Gemüse-Kobination.
Das wichtigste ist, dass du dich nicht unter Druck setzt.
Ingwer regt auch den Appetit an, wenn du ein kleines Stück zerteilst und mit heißem Wasser aufgießt, 10 Minuten ziehen lassen und dann das Ingwerwasser (ohne die Stücke) trinken.

07.04.2014 18:42 • #12


Zitat von GastB:
Zitat von where.there.is.light:
Das Umkippen muss noch lange nicht an einem Ernährungsproblem liegen Oo Man kann auch bei bester Ernährung Blutarmut, Eisenmangel oder sonstiges haben. Da spielen aber ganz sicher weit mehr Faktoren eine Rolle.

Warum in die Nähe schweifen, sieh, das Gute liegt so fern ...

Zitat von where.there.is.light:
Aber allein, dass du nach der Blutspende umgekippt bist, kann schon auf einen zuvor bestehenden Mangel hindeuten.
Wieso widersprichst du dann mir so vehement?


Weil das einfach kein Widerspruch ist. Wieder einmal gilt, wer lesen kann und Sätze nicht aus dem Kontext reist...
Ich sprach von Blutarmut in erster Linie und Eisenmangel und nicht von einem allgemeinen Nährstoffmangel.
Sie kann sich bestens Ernähren und trotzdem einen Mangel an roten Blutkörperchen (oder Eisen, etc.?) haben. Man isst ja schließlich keine roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Und dafür gibt es erdenklich viele Ursachen die überhaupt nichts mit der Ernährung zu tun haben.
Die nicht einmal etwas mit einer Malassimilation im Darm zu tun haben - bei der die Ernährung auch super sein kann- was aber zb zu Eisenmangel führen könnte.
Das ist etwas zu komplex um es auf die Ernährung runter zu brechen.

07.04.2014 23:01 • #13


@light
Falls ich dich jetzt richtig verstehe, machst du einen Unterschied zwischen "Ernährungsmangel" und "Mangel" allgemein.

Es ist aber allgemeiner Sprachgebrauch, unter "Mangel" einen Ernährungsmangel bzw. Nährstoffmangel zu verstehen. Gib mal in Google "köper mangel" ein, und schau mal die Treffer dazu an.

Mit Ernährungsmangel bzw. Nährstoffmangel ist eben z.B. ein Zuwenig an Eisen oder Magnesium oder anderen Mineralstoffen oder Vitaminen, die durch die Ernährung zugeführt werden müssen, gemeint.
Je weniger ein Mensch isst, desto größer ist die Möglichkeit, dass er/sie von wichtigen Nährstoffen zu wenig zu sich nimmt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mangelern%C3%A4hrung

Das schließt natürlich nicht aus, dass TE sich von dem Aderlass nicht ausreichend erholt hat. Aber warum nicht?

Ich würde es 2 Wochen lang mit Nahrungsergänzungsmitteln versuchen: Eisen, Magnesium oder ein Multi-Präparat.

07.04.2014 23:14 • #14


GastB, wie du weißt wiederhole ich mich nur ungern. In allen meinen Post hier sprach ich von Blutarmut was ein Mangel an Erythrozyten ist und von Eisenmangel.
Aus dem Kontext konnte man eigentlich ganz klar verstehen, von was für einem Mangel ich sprach.
Ich hab aber mit der Wortwohl bewusst weiterhin nicht ausgeschlossenen, dass noch in anderen Bereichen ein Mangel vorliegen kann. Das du das lediglich auf Nährstoffe beziehst ist deine eigene Interpretation der Dinge. Es könnte sich genauso gut um ein Mangel an Leucos oder sonstigen Blutbestandteilen handeln.
Das sie eine Mangelernährung hat ist von dem Wissensstand nicht auszuschließen (hab ich auch nicht) aber ich sehe dafür keinen Grund gegeben sich darauf zu versteifen, zumal wenn sie sagt, dass sie vorher normal gegessen hat und keine Probleme hatte.
Gibt du übrigens bei google mal "Blut und Mangel" an. Das wäre wonach du hättest googlen müssen, wenn du meine Sätze im Kontext gelesen hättest. So viel mal dazu

08.04.2014 10:19 • #15


Zitat von where.there.is.light:
GastB, wie du weißt wiederhole ich mich nur ungern.
Wie ICH WEISS? Woher soll ich das wissen?
Zitat von where.there.is.light:
Wieder einmal gilt, wer lesen kann
Auch dies ist nicht besonders höflich gewesen.

Ich bitte dich, deinen Arroganzlevel ein wenig herunterzuschrauben.

08.04.2014 11:52 • #16


Hey ihr zwei,

es ist okay, wenn ihr unterschiedliche Vermutungen bezüglich der Ursache habt. Jeder Tipp kann hilfreich, aber bitte bleibt beim Thema und geht euch nicht gegenseitig an.

@Silsyl: Wie wars bei deiner Frauenärztin? Sind die Blutergebnisse schon da?

Liebe Grüße

08.04.2014 11:58 • #17



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