51

Hallo.
ich sitze hier mit Tränen in den Augen. möchte einmal meinen Kummer niederschreiben. Wäre natürlich froh über ehrliche Antworten. denn das was ich jetzt schreibe, klingt vielleicht für den einen oder anderen komisch. Ich schwöre, aber auf alles was mir wichtig ist. das ich meine ehrlichen Gefühle schreibe.

Kurz zu mir. Ich bin männlich, 32 Jahre. Ich hatte eine sehr schwere Kindheit. Eltern Alk.. Bin unter Gewalt aufgewachsen. als Kind wusste ich schon immer das ich so NIE sein möchte. In mir wuchs der Wunsch alles besser zu machen. Wenn ich je Kinder habe, nie so zu sein wie meine Eltern. Das wusste ich schon mit 8 Jahren.
Ich litt unter Panikattacken und Zwängen. Mit 16 kam ich in eine Jugendpsychatrie die mir sehr geholfen hat. Aber eher die Mit- Patienten als die Therapien. Denn ich habe mich um andere gekümmert und dadurch ging es mir besser. Ich wusste danach was ich werden wollte. Bin Pädagoge geworden. Heute bin ich freiberuflich unterwegs als Künstler und habe durch meine Arbeit viel mit Jugendlichen zu tun.
Ich setzte mich viele Jahre für sterbenskranke Kinder ein. Gründete einen Verein usw. Mein Leben war immer auf andere ausgerichtet. und JA es tut mir so gut! Ich habe in meinem Leben soviel Dank bekommen. heute lebe ich ein eigentlich sehr glückliches Leben. Bin finanziell abgedeckt. bin sehr frei in meiner Tätigkeit und habe aus dem Nichts einiges aufgebaut. Gern versuche ich nun dies an andere weiterzugeben. Ich rauche nicht, nehme keine Dro. und trinke auch keinen Alk..
Bin aber alleinlebend da ich glaube nicht lieben zu können. =/

Nun aber zu meinem Problem.
Viele Jugendliche, gerade die Jungs suchen Kontakt zu mir. Bei vielen bin ich ein absolutes Vorbild. Ich bekomme so tolle Nachrichten von 16 jährigen die schon einiges Saufgelage hinter sich haben und sich bei mir bedanken, weil Sie sehen das es auch ohne Alk. geht. Ich bin für viele ein guter Freund, für manche sogar vielleicht der Vaterersatz.
Habe auch schon einige Freundschaften geschlossen.
Mein wichtigster Mensch in meinem Leben ist 21 Jahre. Ihn habe ich kennen gelernt als er 12 ist. Ich habe Ihn damals begleitet in der Trennungsphase seiner Eltern. Durch unser gemeinsames Hobby hat sich eine sehr tiefe Freundschaft gebildet. Er und seine Familie ist meine Familie die ich nie hatte.
Dennoch trennen uns nun 11 Jahre.

Ihr versteht vielleicht worauf ich hinaus möchte. Ein weiterer wichtiger Freund wird in wenigen Tagen 19. Auch ihn habe ich damals mit 12 kennen gelernt.

Ich lasse die Geschichten von Jugendlichen sehr nah an mich ran. Ich bin absolut emphatisch. und ich sehe den Menschen, als Mensch. Ich kenne es nicht aus meinem Leben das Menschen mir vertrauen oder ich anderen vertrauen kann. Manchmal habe ich das Gefühl meine fehlende Kindheit / Jugend nachzuholen. Und eigentlich tut es mir sehr gut. Ich habe bereits so viele junge Menschen betreut und begleitet. Für viele bin ich der Seelentröster und Sie vertrauen mir Sachen an, den Sie niemand anderen anvertrauen. Ich habe mit vielen zusammen geweint, wenn ich die Geschichte gehört habe. und versuche eigentlich immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich werde gefragt, ob es okay ist wenn man *beep*. und ich weiß das viele sich zu Herzen nehmen, wenn ich sage Nein ich finde es nicht gut. ich bekomme tatsächlich regelmäßig Nachrichten und Danksagungen von Jugendlichen. Ich möchte das Gut machen, was meine Eltern falsch gemacht haben.

Ich muss aber auch dazu sagen ich habe auch gleichaltrige Freunde. und auch ältere Freunde. Ich sehe den Menschen, als Mensch und nicht nach dem Alter. Dadurch das ich mein Vertrauen schenken kann, bildet sich natürlich auch eine Freundschaft.

Ich bin ein Mensch der anderen Menschen Mut macht so zu sein, wie Sie sind. Ich kritisiere wenig, bestätige viel mehr wertvoll zu sein.

Nun ist es aber so. das ich in letzter Zeit ab und zu höre das es sehr komisch sei
Derzeit sucht ein 16 Jähriger viel Rat bei mir. Er spricht offen über das Thema Alk., *beep* usw. wir haben sehr viel intensive Gespräche. Auch er reflektiert mir das er im Urlaub kein Alk. getrunken hat, weil er irgendwie nach unseren Gespräche kein Bedürfnis mehr hatte. Was mich unglaublich stolz macht.
Nun sucht er aktuell intensiven Kontakt. und hat mich auch gefragt die Ferien bei mir zu übernachten. Ich habe selber damit kein Problem. Er war nun ein paar Tage da und es beginnt wieder das - was ich so oft erlebt habe. Durch die vielen Gesprächen ist er auch mir ans Herz gewachsen.

Ich möchte hier betonen - Ich rede hier von keinem intimen Interesse von irgendeiner Seite.


Nun hat er mich wieder besucht und wir hatten ein sehr intensives Gespräch- Dabei hat er mir berichtet das seine Eltern, Großeltern und auch Freunde es komisch finden. das ein erwachsener Mensch soviel Zeit für Jugendliche opfert. Ihn hat es sehr mitgenommen und er macht sich da auch viele Gedanken. Mich hat es natürlich auch wie ein Schlag ins Gesicht angefühlt.
Sein Papa hätte ein komisches Bauchgefühl.

Ich habe Ihm sofort gesagt das ich seinen Eltern keinen Vorwurf machen kann. und ich auch Ihre Gedanken verstehen kann. Natürlich würde ich es toll finden, wenn Sie mich auch kennenlernen und vielleicht verstehen, warum ich so bin wie ich bin.
aber natürlich ist und bleibt jetzt so ein ungutes Gefühl. Unser Verhältnis ist unverändert. es hat uns eher mehr zusammen geschweißt. Ihm tat es gut darüber zu reden. und eigentlich war mir bewusst das früher oder später der Gedanke kommen wird. Schließlich bin ich über 30, wohne alleine und bediene alle Klischees .

Für mich persönlich ist es natürlich ein Hammerschlag und ich komme nun an den Punkt wo ich nicht weiß was ich machen soll :-/ Mein Leben besteht daraus anderen zu helfen und es tut mir so gut. Wenn es nach mir geht, würde ich ein lebenlang es so beibehalten. aber für die Gesellschaft ist es halt komisch. Ich möchte eigentlich für andere da sein. ich hätte gern als Kind / Jugendlichen jemanden gehabt der für mich da gewesen wäre.

Und bevor auch hier der Kommentar auftaucht und nein ich kann es ja nicht verübeln. ich habe KEIN intimes Interesse an Jugendlichen! Ich habe noch nie einen Jugendlichen berührt oder ähnliches.
Für mich ist es einfach schön, für andere Menschen da zu sein. Und ich habe einfach einen sehr guten Draht zu Jugendlichen.

Ich habe keine Partnerin an der Seite, weil ich irgendwie nicht lieben kann.

Bin ich so komisch? :-/
Tut mir leid für den vielen Text. Habe Ihn natürlich frei von der Leber geschrieben.

20.02.2020 09:06 • 29.02.2020 x 1 #1


32 Antworten ↓


FeuerWasser
Zitat von NoName2020:
Denn ich habe mich um andere gekümmert und dadurch ging es mir besser.

In einem stationären Aufenthalt sollst du dich nicht um andere kümmern, das ist nicht deine Aufgabe. Deine Aufgabe ist es dich um dich selbst zu kümmen und deine eigenen Themen zu bearbeiten. Von dem her war der Aufenthalt sicherlich nicht "erfolgreich". Dem folgten scheinbar keine weiteren Aufenthalten oder Psychotherapien?!


Zitat von NoName2020:
Mein Leben war immer auf andere ausgerichtet.

Sicher kannst du dich gut ablenken wenn du stets mit den Problemen anderer beschäftigt bist. Das alles löst aber nicht deine eigenen Konflikte.
Ich empfinde es auch nicht als "normal" als Pädagoge mit seinen Klienten eine Freundschaft zu schließen. Du vermischt da Beziehungsebenen die für ein Arbeitsverhältnis untragbar sind. Ich habe selbst einige Jahre als Ergotherapeutin gearbeitet und ich gehe davon aus, dass auch du den Umgang mit Klienten von der Pieke auf gelernt hast. Es ist wichtig nicht in diesen Strudel der Gefühle hineingerissen zu werden, sich von belastendem Material, mit dem man zwangsweise in Berührung kommt, zu distanzieren. Das heißt natürlich nicht "Rollbalken zu!", "Geht mich nichts an!", "Interessiert mich nicht!". Bestandteil jeder sozialen Begleitung und Betreuung, - ist es ja, ein Stück des Weges mit dem Klienten zu gehen sich aber auch darauf zu besinnen, was der eigentliche Arbeitsauftrag ist.

So wie du das betreibst, dass du deine eigenen privaten Geschichten mit in die Arbeit nimmst und mit den Klienten vermischt das wird und kann auf Dauer nicht gut gehen. Du bringst dich damit in Teufels Küche. Ich würde dir dringend empfehlen einen Therapeuten aufzusuchen um deine eigenen Themen zu bearbeiten und obendrein Supervision zu machen in Bezug auf deine berufliche Tätigkeit zum Thema Abgrenzung.

20.02.2020 10:56 • x 5 #2



Hallo NoName2020,

Jugendliche suchen meine Freundschaft und Rat / Grenze?

x 3#3


Luna70
Ich begrüße dich ganz herzlich bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst dich wohlfühlen.

Ich schätze mal, die Eltern des Jungen sind einfach nur wachsam und etwas aufgeschreckt durch die vielen Pressemeldungen über Missbrauchsfälle. Ich habe auch einen Sohn und ich kann die Gedanken dieser Eltern schon nachvollziehen.

Mein Mann ist Sport-Jugendtrainer, da wird im Verein und im Verband das Thema auch besprochen. Es gibt klare Regeln, dass zum Beispiel Trainer und Kinder nicht gemeinsam duschen oder es keine privaten Besuche zuhause gibt, zumindest nicht von einzelnen Kindern. Das dient natürlich zum Schutz der Kinder, aber genauso wichtig es dient auch dem Schutz der Trainer vor falschen Beschuldigungen. Eigentlich würde ich dir auch raten, dich an solche Grundregeln zu halten, also alles zu vermeiden was man dir falsch auslegen könnte.

Nicht falsch verstehen, ich unterstelle dir gar nichts und verstehe deine Motivation. Ich fürchte nur, wenn einmal einer dir schaden will und etwas in die Welt setzt, was gar nicht stimmt, dann geht es ganz schnell dass sich die Leute erzählen, dass du ja "schon immer" einen engen Kontakt zu Jugendlichen hattest usw. Dann kommt als nächstes "ich habe schon immer gesagt, dass es komisch ist, dass der keine Frau hat" und so weiter und so fort. Böse Gerüchte verbreiten sich ganz schnell, leider. Wenn es ganz blöd kommt, gerät vielleicht noch deine berufliche Zukunft in Gefahr.

Ich würde an deiner Stelle dem Jugendlichen zwar natürlich weiter helfen, aber einen allzu engen Kontakt in deinem privaten Haus vermeiden.

20.02.2020 11:02 • x 5 #3


cube_melon
Hallo,

deine Motivation kann ich nachvollziehen, bzw. deine Vorgeschichte kann das alles erklären.

Das was Du machst halt eich für absolut unpassend und es kann auch für die Jugendlichen eine Gefahr darstellen. Mal abgesehen davon das es für dich auch eine ist.

Feuerwasser und Luna gebe ich da voll 'Recht.

Ein Therapeut, Streetworker, Sozialarbeiter usw. MUSS absolut eine Distanz zu den Klienten halten. Nur durch diese Neutralität ist gewährleistet das die Hilfe neutral ist und vor allen Dingen bleibt. Durch persönliche Beziehungen ist das Vertrauensverhältnis gefährdet und wenn das zerbricht kann es für den Klienten sehr sehr eng werden - hin bis zum Suizid oder Fremdgefährdung.

Was dich angeht - stell dir vor ein verschmähter Klient behauptet einen sexuellen Übergriff. Dann kannst schon mal loslaufen um einen Vorsprung zu haben vor den vielen Leuten mit den Mistgabeln und Fackeln.
Im Klartext - das wäre es mit deinem Leben und deiner beruflichen Laufbahn im sozialem Bereich. Und vermuntlich auch mit deiner Freiheit. Und wie Insassen einer Haftanstalt über verurteilte päd. (schuldig hin oder her) denken muss ich glaube nicht hier aufführen.

Und ehrlich, bei dem was man so mitbekommt an jahrelangen sexuellen Übergriffen - Da kann ich die Vorsicht der Eltern verstehen. Vielleicht erinnerst Du dich noch an den Fall von dem Campingplatz?

Daher rate ich dir Beratung und Hilfe zu suchen. Bestehende Beziehungen zu vermeiden und keine neuen mehr aufzubauen.

Sorry das ich so direkt bin, aber gemäßigter kann ich gerade nicht sein.

20.02.2020 12:07 • x 4 #4


FeuerWasser
Zitat:
Sorry das ich so direkt bin, aber gemäßigter kann ich gerade nicht sein


Das ist vollkommen richtig so wie es geschrieben wurde, gemäßigt muss das nicht sein denn das ist eine Situation in der sofort umgedacht und gehandelt werden muss.

Als Nachtrag an den Fragesteller:
@NoName2020

Wenn besorgte Eltern Lunte riechen und anfangen nachzubohren, solche Verdachtsmomente gestreut- und gemeldet werden, der Verdacht aufkommt, dass du deiner Tätigkeit nicht mehr professionell nachgehen kannst, was sicher nicht mehr der Fall ist wenn Minderjährige bei dir übernachten, dann bist du schneller suspendiert als du bis 5 zählen kannst. Das kann für dich im günstigsten Fall mit einer Kündigung enden im äußersten Fall vor Gericht mit dem Ausgang das du nie mehr als Pädagoge arbeitest.

Du musst handeln, jetzt, nicht morgen oder übermorgen und dir schleunigst bewusst machen, dass du nicht Mutter Theresa bist sondern ein Pädagoge mit einem klaren Arbeitsfeld. Das muss für dich im Fokus stehen und nicht junge Menschen als Projektionsfläche für deine erlebten Kindheitserinnerungen.

Nimm dir eine Auszeit, nimm Urlaub, rede mit deinem Arbeitgeber und suche nach einer Lösung für deine Probleme. Mehr kann ich dir nicht ans Herz legen.

20.02.2020 12:13 • x 3 #5


Insorge
@NoName2020
schön, dass du so offen bist. Vielleicht ist dir auch selbst schon irgendwie klar, dass die Freundschaften kein üblicher Klienten-Pädagogen-Kontakt sind. Du kommst in der Rolle und Funktion des Pädagogen nunmal sehr nah an das Seelenleben der Jungs, sie öffnen sich dir auch wegen deiner Funktion als Pädagoge. Dass sie sich öffnen hat auch damit zu tun, dass die Rollen klar sind: Du bist erfahren und Helfer, sie sind hilfebedürftig. Es kann sich eigentlich kaum eine Freundschaft auf gleicher Augenhöhe entwickeln. Das wäre nur der Fall, wenn du Menschen normal und nicht in deiner Funktion als Pädagoge kennenlernst. Es gibt eine Hierarchie in eurer Freundschaft aufgrund von Erfahrung und Rolle/ Funktion und genau diese ist ein Problem. Es kann die Jugendlichen von dir emotional abhängig machen. Du selbst bist deshalb von den Jugendlichen/ jungen Erwachsenen abhängig, weil sie dir das Gefühl geben gebraucht zu werden und du dich dadurch wichtig und wertvoll fühlst...jenes Gefühl, was deine Eltern dir nicht gaben. Du hast vermutlich wenig intrinsisches Selbstwertgefühl und brauchst deshalb das Helfen auch zur Selbstwerterhöhung. Deshalb fühlt es sich für dich auch so gut an zu helfen und du kannst es ja scheinbar auch wirklich gut. Bist empathisch, hast selbst viel geschafft und kannst deswegen ein gutes Vorbild sein. Da ist wirklich viel drin. Aber du darfst das Helfen nicht brauchen wenn du ein guter Helfer sein willst und du musst zu einer professionellen pädagogischen Distanz kommen, denn sonst hat die Freundschaft immer die Struktur einer Abhängigkeitsbeziehung. Solche Abhängigkeitsbeziehungen sind aber für die Entwicklung von Eigenständigkeit und Selbstbestimmung ganz schlecht. Weiter gibt es in Abhängigkeitsbeziehungen eigentlich immer Probleme mit klarer Abgrenzung (man will den anderen ja nicht verletzen durch eine Grenze, die als Ablehnung verstanden werden könnte). Zudem sind "Trennungen" innerhalb von Abhängigkeitsbeziehungen (auch auf rein freundschaftlicher Ebene) kaum ohne tiefe Verletzungen machbar, wenn sie von nur einer Seite gewollt sind, weil der andere das Gefühl hat ohne den anderen nicht lebensfähig zu sein.

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an.
Die Situation ist auch ein Risiko für die Ausübung deines Berufes, wenn du irgendwann mal unter falschen Verdacht geraten solltest. Haftet einem einmal so ein Ruf an (egal wie viel dran ist), hat man ein riesen Problem. Wenn du ein "Berufsverbot" bekommst wäre dir damit alles genommen, was du dir mühsam aufgebaut hast.

Versuche wirklich deine Vergangenheit therapeutisch aufzuarbeiten, so dass du es nicht mehr für dein Selbstwert brauchst zu helfen, somit Hilfe Schwerpunkt deines Berufes ist und mehr nicht. Anderen Helfen ist keine Therapie, auch wenn es sich sehr gut anfühlt.

20.02.2020 14:43 • x 1 #6


Hallo lieber NoName2020,
ich habe mit großer Aufmerksamkeit deinen Beitrag gelesen.
Zunächst einmal möchte ich dir sagen wie toll ich es finde das du die schlechte Energie deiner Kindheit in etwas positives gewandelt hast und heute ein, wie es mir scheint, guter Mensch bist.
Mensch ist Mensch... Egal welches Alter... Wahrscheinlich bist du sehr jugendlich und daher werden dir die Jugendlichen gern eben auch auf "gleicher" Ebene begegnen.

Das es bei so sehr intensiven Kontakten vielleicht mal die eine oder andere "Gegenstimme" oder "Vorurteile" gibt ist denke ich ganz normal und auch manchmal nachvollziehbar.

Ich selbst bin auch ehrenamtlich mit Kindern in Kontakt... Sie bauen schnell ein Vertrauen auf und wollen einen gern als Freundin haben.
Ich hab die Erfahrung gemacht das es für die Außenwelt einen Unterschied macht ob man als Frau solche Kontakte zu Kindern und Jugendlichen hat oder als Mann. Woran das liegt? Keine Ahnung. Vielleicht weil wir Frauen typischerweise Mutter Gene haben. Keine Ahnung.

Ich möchte dich bestärken deinen Einsatz in machen Dingen weiter zu führen. Aber bitte pass auf dich auf... Denn ich glaube du lebst dein Leben durch das deiner Klienten. Kann das sein?

20.02.2020 15:08 • #7


Wow ich danke euch vom ganzen Herzen. Werde mich zu einem späteren Zeitpunkt dazu äußern. Ich finde es aber schön das ihr so offen und ehrlich seid. Auch das ihr meine Tätigkeit kritisiert finde ich ebenso gut. Vielen Dank - es tut mir sehr gut!

20.02.2020 21:20 • x 3 #8


Hallo
Habe mir nun alles aufmerksam durchgelesen und möchte euch allen EINZELN bedanken für eure Zeit, für eure Zeilen, für eure Kritik und eure Gedanken. Es tat mir wirklich sehr gut.
Ich möchte einmal auf ein paar Punkte eingehen.

Ich glaube was nicht gut rüber kam - ich bin nicht angestellt. Ich bin freischaffender Künstler und durch meine Tätigkeit in mein Beruf arbeite ich auch mit Jugendlichen in der Freizeit. Dies sind also keine Jugendlichen die in irgendwelchen pädagogischen Einrichtungen sind.

@Angsthase311
Diesen Gedanken habe ich oft gehabt. Das ich das Leben der Jugendlichen mitlebe - was ich selber nie hatte. Daher versuche ich den Menschen eine schöne Jugend zu verschaffen, ganz ohne Alk. usw.
Vielen Dank für deine netten Worte

@Insorge
Danke für deine kritischen Worte. Es ist halt so... theoretisch weiß ich das auch alles. Aber ich bin ein unglaublich emotionaler Mensch... daher ist es echt schwer dies umzusetzen.

@FeuerWasser
Danke auch dir für deine kritischen Worte!

@cube_melon
Danke für deine Zeilen.
Natürlich kann ich mich an die Geschichte mit dem Campingplatz erinnern. Tatsächlich ist es auch so.. in meinen letzten 10 Jahren habe ich 3 männliche Personen gemeldet.. die in Freizeiteinrichtungen arbeiten und die Chance genutzt haben körperlich oder sexuell an Kinder ran zu kommen. Auch hier habe ich das Glück das Jugendliche zu mir kommen und es mir erzählen.
Ich wiederum habe eigentlich immer gedacht - wenn ich mit Jugendlichen arbeite - gerate ich da eher weniger in Fokus. Nie würde ich auf die Idee kommen ein kleines Kind bei mir übernachten zu lassen. Aber ein Menschen der fast erwachsen ist?! Aber es stimmt schon was du sagst und daher danke ich dir für deine Zeit.

@luna
Danke auch dir für dein Feedback. Die Regeln die du genannt hast habe ich natürlich auch. Jegliche Kontakt mit *beep* etc. wird vermieden.
Ich Zweifel hast nur... wenn ich mich verändere, das ich nicht mehr so positiv mich auswirken kann auf die jenigen die ich betreue. Aber vielleicht kommt nun auch die Zeit mal an sich selber zu denken?! =/
Und ja ich kann die Eltern auch verstehen. Absolut. Habe es auch dem Jungen gesagt.. das ich niemals seinen Eltern einen Vorwurf deswegen machen würde. Das ich es sogar verstehen kann und das es auch okay ist. Natürlich würde ich mir wünschen, es wäre anders.

@FeuerWasser
auch dir vielen Dank für deine kritischen Zeilen

21.02.2020 09:06 • x 1 #9


cube_melon
Hallo,

danke für deine Rückmeldung.

Den Aspekt das Du das das alles aus einer Art Kompensation und Helfersyndrom heraus kommen kann, tu ich bewusst weglassen.

Grundlegend finde ich es super das sich mal jemand um Kinder kümmert, aber da gehören halt klare Regeln und
Rahmenbedingungen festgelegt.

Zitat von NoName2020:
Ich bin freischaffender Künstler und durch meine Tätigkeit in mein Beruf arbeite ich auch mit Jugendlichen in der Freizeit. Dies sind also keine Jugendlichen die in irgendwelchen pädagogischen Einrichtungen sind.


Das spielt letztenendes weniger eine Rolle ob Du als was Du angestellt bist oder nicht, ob Du Pädagoge bist oder nicht.
Ebenso ob die Kinder in Einrichtungen sind oder in Behandlung sind oder nicht. Du wirkst pädagogisch und psychologisch auf sie sein.

Drei Dinge sind hier wichtig - Primär die Kinder/Jugendlichen, sekundär Du und dein Leben und dann wäre noch der Aspekt der Gesellschaftsdynamik.

Ein Kind/Jugendlicher steht von gesetztes wegen unter besonderem Schutz, was auch einen Grund hat. Minderjährige sind weitaus leichter beeinfluss- und manipulierbar als Erwachsene. Besonders in Situationen in denen sie Rat, Schutz oder Begleitung benötigen.
Hier kann es sehr schnell zu einem abhängigen Verhältnis kommen, auch wenn das von dir so nicht gewollt ist. Denn das liegt in der Natur der Sache, sprich ein Minderjähriger baut eine Beziehung zu den Menschen auf die Schutz bieten. Und das instinktiv.
Da kannst Du dich verbal abgrenzen wie Du willst - es muss auch in allen anderen "logistischen" Sachen sein.
Körperlicher Kontakt geht nicht, Übernachten zwei mal nicht.

Und wenn der Minderjährige dann in so einer Abhängigkeit landet ist das nicht witzig. Wie gesagt, wenn dann aus irgendwelchen Gründen die Beziehung zerfällt, kann und wird es für den Jugendlichen eng. Das Szenario kann auch selbstverletzendes, selbstschädigendes, hochrisiko Verhalten und so wie auch Eigen- und Fremdgefährdung beinhalten.
Dies kann beispielsweise ausgelöst werden wenn die Eltern den Kontakt zu dir untersagen würden. Aus einem Verdacht heraus weil FAST Erwachsene bei dir übernachten.
Im diesem Fall wird auch mit Sicherheit auch die Béziehung zu dir sehr kritisch hinterfragt. Mit unbekanntem Ausgang.

Zitat von NoName2020:
....Auch hier habe ich das Glück das Jugendliche zu mir kommen und es mir erzählen.
Ich wiederum habe eigentlich immer gedacht - wenn ich mit Jugendlichen arbeite - gerate ich da eher weniger in Fokus. Nie würde ich auf die Idee kommen ein kleines Kind bei mir übernachten zu lassen. Aber ein Menschen der fast erwachsen ist?!


Ein Mensch der fast erwachsen ist, ist nach dem Gesetz immer noch ein Jugendlicher, sprich minderjährig. Und da gibt es keinen Spielraum für fast. "Fast daneben ist auch vorbei".
Wenn sich aus irgend einer Gruppendynamik der Eltern ein Verdacht als Gerücht in die Welt gesetzt wird, ist es nur ein kleiner Weg bis es zu einer Anzeige kommen kann.
Und spätestens bei Übernachtungen von FAST erwachsenen Kindern kann das schnell passieren.

Schau mal, ich finde es toll das sich jemand um Kinder kümmert. Aber deine innere Basis und die Regel und Rahmenbedingungen dafür sind in meinen Augen untragbar und hochriskant.

Wenn Du es schaffen würdest da anders zu handeln - bessere Regeln und Rahmenbedinungen, dann wären alle auf der sicheren Seite.

21.02.2020 09:49 • x 1 #10


KarlDerGroße
Irgendwie muss ich grade an Michael Jackson denken, der ja auch nie irgendwas Böses wollte wenn Kinder bei ihm übernachtet haben.
Als Vater von vier (mittlerweile erwachsenen) Söhnen möchte ich Dir raten, lass es lieber sein bevor noch ein Elternteil Dir Gewalt antut als Antwort darauf was Du mit seinem Sprößling machst. Ich könnte ihn in dem Fall sogar verstehen. Das ist klare Grenzüberschreitung!

21.02.2020 10:10 • #11


kritisches_Auge
Ich möchte diesen thread nicht aus den Augen verlieren und werde später antworten.

21.02.2020 10:31 • #12


kritisches_Auge
Ich erzähle einmal ein bißchen von mir, du kannst dir ja herauspicken was für dich nützlich ist.

Auch ich wurde zu Schulzeiten gemobbt und hatte keine Freunde, das hinterließ viel Sehnsucht in mir.
Wenn ich will kann ich in diesem Forum sehr viel über mich selber erfahren und in dem Thread über die Probleme des Alltags wurde mir klar wie wenig alltagstauglich ich bin. Für viele Leute in meinem Alter ist er wichtig, Diskussionen wo es das beste Gemüse gibt langweilen mich, ich sehe keinen Grund über diese Dinge zu reden.

Mich zieht es viel mehr zu jungen Menschen hin, ihre Welt verstehe ich besser als die der Gleichaltrigen. Seit 30 Jahren gebe ich Nachhilfe für Sprachen. Ich freue mich wenn meine Mädchen kommen, oft frisch geduscht, mit frisch gewaschenen Haaren, glänzenden Augen. Oft erzählen sie mir wesentlich mehr als ihren Eltern. Manche sind wie Kinder im Haus. Sie lernen von mir und ich lerne von ihnen und freue mich über ihre frische unverbildete Sicht der Ding die oft bemerkenswert objektiv ist weil sie noch nicht viele Fehlschläge haben hinnehmen müssen, keine Ressentiments haben.
Wenn ein langjähriger Schüler geht weil er mit der Schule fertig ist, bin ich immer etwas traurig.
Insoweit kann ich gut mit dir mitgehen.

Jetzt kommt aber ein Aber: Ich habe es ein paarmal probiert mit meinen Schülern zu Beginn der Ferien Kaffee trinken zu gehen, es hat nicht funktioniert.Ich hatte Mühe eine Unterhaltung zu beginnen. Es sieht so aus als ob wir den festen Rahmen brauchen, das Nachhilfezimmer, das Lernen das nebenbei läuft. Oft nehmen die Lieblingslieblingsschüler und ich uns vor nach der Schule in Kontakt zu bleiben.Dann schreibt man ein paar Nachrichten bis es immer weniger werden. Ich frage auch nicht nach, der Kontakt ist eben an die Schule gebunden und rein gefühlsmäßig ergibt sich das richtige Maß, dass die Grenzen nicht überschritten werden. Ich habe auch noch nie ein weinendes Mädchen in den Arm genomen, abgesehen davon, dass mir das sowieso nicht liegt.

21.02.2020 15:15 • x 1 #13


Insorge
Hallo NoName2020
Zitat von NoName2020:
Ich Zweifel hast nur... wenn ich mich verändere, das ich nicht mehr so positiv mich auswirken kann auf die jenigen die ich betreue.


Es geht nicht darum, dass du zu einem völlig anderen Menschen wirst, sondern dir im Kontakt mit den jugendlichen Schützlingen einen Rahmen setzt. Versuche mal eher zu sehen, welche positiven Auswirkungen dieser Rahmen hat. Als Pädagoge müsstest du das aus der Theorie wissen.

Es geht um Begrenzung und innerhalb dieser Grenzen kannst du dennoch viel bewirken. Ich meine sogar wesentlich mehr. Ich habe Grenzverletzungen von Erwachsenen als Kind erlebt. Leichte bis schwere. Grenzen wurden in unserer Familie nie konsequent und bewusst gesetzt. Meine Mutter konnte sich nicht gut abgrenzen und ich habe es von ihr "gelernt". Es gab aber auch schlimme Grenzverletzungen außerhalb der Familie, wo ich manipuliert wurde, in dem sich jemand an mir interessiert gezeigt hat, mein mangelndes Selbstvertrauen ausgenutzt hat und mich so dazu brachte Sachen mitzumachen, die ich von mir aus nicht wollte und deren Erleben zu schweren Traumatisierungen geführt haben, weil sie für mich als kleines Kind jenseits meiner emotionalen Fähigkeit sie zu begreifen lagen. Heute weiß ich um so besser, dass ich klare Strukturen und Grenzen gebraucht hätte, dass gerade ein Erwachsener, der sich abgrenzen kann und der meine Grenzen akzeptiert für mich sehr wichtig gewesen wäre. Ich hatte so einen Erwachsenen nicht, einen Erwachsenen der mir hinsichtlich Abgrenzung ein gutes Vorbild hätte sein können. Man kann Menschen gerade auch durch liebevolle aber klare Abgrenzung Wertschätzung entgegen bringen, besonders wenn positive Grenzen im Elternhaus fehlen. Bei den meisten Kindern die Probleme entwickeln ist es ja eher so, dass Grenzen nach Lust und Laune der Eltern mal gesetzt werden und mal dann wieder nicht. Mal gibt es eine Tracht Prügel, weil die Mutter/ der Vater einen schlechten Tag hatte /gesoffen hat etc. und in einer anderen Situation folgt gar nichts. Und Menschen die aus solchen Strukturen kommen betteln insgeheim nach Grenzen. Natürlich versuchen sie diese immer auch mal zu überschreiten, testen ohne Ende, aber eben weil klare Begrenzungen für sie unbekannt sind und sie erst nach einiger "Übung" die Sicherheit gewinnen den Grenzen auch vertrauen zu können.

Versuche bitte ein Mal darüber nachzudenken und nicht nur kurz, lass es wirklich auf dich wirken.
Überlege einfach Mal, wie denn ein Rahmen aussehen könnte z.B. keine Übernachtungen bei dir. Besuch bei dir nur, wenn es einen bestimmten Grund dafür gibt (z.B. Nachhilfe; Vertrautes Gespräch zu einer ganz bestimmten Sache, welche Privatsphäre erfordert und deshalb schlecht in einem öffentliche Setting besprochen werden kann usw.). Setze dich ansonsten lieber mit den Jugendlichen in ein Cafe, trefft euch für Freizeitaktivitäten auf entsprechenden Plätzen (z.B. Sport, Museum, Theater und was sonst noch förderlich für Jugendliche ist). Wenn du Künstler bist, dann bietet sich ja auch an in dem Bereich gemeinsam was zu gestalten, ein Projekt gemeinsam anzugehen. Dabei kann es sich dann tatsächlich anbieten, dass sowas bei dir im Atelier stattfindet (am Besten immer mit den Eltern absprechen), aber dann ist der Besuch ganz klar pädagogisch Zweckgebunden und somit ist der Rahmen transparent und klar für alle Beteiligten.

Am gesündesten wäre es m.E. natürlich, wenn du Freundschaft und "väterliche" Hilfe rigoros trennen würdest. Ich war ja schon auf die Hierarchie eingegangen. Freundschaften bilden sich üblicherweise zwischen Menschen ähnlichen Alters, weil es um Gemeinsamkeiten geht und nicht darum dem anderen was beizubringen, ihm ein "Lehrer für's Leben" zu sein. Du willst den Jugendlichen ja beibringen besser mit sich selbst und ihrem Leben klarzukommen, demnach bist du in einer Lehrposition. Selbst wenn du den Jugendlichen auch mal von dir erzählst, bleibst du doch der mit der größeren Lebenserfahrung, der als Vorbild dient.

Zitat von NoName2020:
Aber vielleicht kommt nun auch die Zeit mal an sich selber zu denken?! =/

Das sicher. Aber das tust du ja. Denn deine Hilfe ist auch dir selbst zu Liebe. Es ist nur der bessere Weg direkt was für sich zu tun als immer nur über den Umweg durch andere (wegen der Abhängigkeitsproblematik, auf die ich und andere schon weitgehend eingegangen sind). An dich auf direktem Wege zu denken wirst du aber vermutlich erst noch lernen müssen und das wird kein einfacher und schneller Weg (ich bin auch dabei es zu lernen).

Liebe Grüße,
Insorge

22.02.2020 03:25 • x 3 #14


Hoffnungsblick
Hallo NoName2020,

erst mal will ich dir sagen, dass ich es sehr bewundernswert finde, dass es dir gelungen ist, aus deinen negativen Kindheitserinnerungen positive Erfahrungen zu machen und anderen Menschen als Vorbild zu dienen. Du findest Erfüllung in deiner Arbeit für andere und das ist wunderbar. Es ist immer gut, wenn wir mit unserer Arbeit unsere eigenen Defizite ausgleichen können. Mutter Teresa hat es nicht anders gemacht. Wir tun das hier im Forum auch. Darum sehe ich nichts Schlechtes darin, dass du mit Freude für Kinder und Jugendliche arbeitest.

Trotzdem teile ich auch ein Stück weit die Bedenken der Teilnehmer. Ich halte es auch für wichtig, dass du klare Grenzen errichtest: dass du keine Abhängigen bei dir übernachten lässt und keine persönlichen Freundschaften mit ihnen schließt. Das kann besonders für die Abhängigen, die alle Hoffnungen in dich setzen, schwierig werden, wie bereits von anderer Seite dargelegt.
Vielleicht kannst du auch ein Buch über deine Arbeit schreiben und deine Liebe zu den Menschen dadurch kundtun? Du kannst deine Erfahrungen einbringen, auch die mit notwenigen Grenzen.
Ja, ich denke auch, du solltest mal etwas nur gezielt für dich tun. Deine schwierige Kindheit aufarbeiten. Andererseits ist ernsthafte künstlerische Arbeit auch ein Weg des Aufarbeitens.
Du könntest dich auch der Frage stellen, ob du doch noch in einer Partnerschaft leben willst und kannst.
Villeicht wäre auch Meditation - zusätzlich - etwas für dich? Im Yoga ist es z.B. ein Ideal, in Liebe selbstlos und bindungsfrei für andere zu arbeiten (Karmayoga). Es ist ein Übungsweg. Du kannst das vielleicht nachvollziehen.
Du bist ein innerlich reicher Mensch und kennst auch die Tiefen und Untiefen des Lebens. Du kannst auch mit Grenzen zu deinem Schutz und der von dir Abhängigen weiterhin ein schönes, reiches Leben führen. Diese Grenzen werden dir und deinen Schutzbefohlenen gut tun.
Liebe Grüße und alles Gute

22.02.2020 11:35 • x 2 #15


Ich möchte mich bei euch allen.. vor allem auch für die kritischen Worte danken. Ich bin wirklich froh dieses Forum gefunden zu haben. Ich hoffe sehr ich kann mich auch mal bei anderen Themen einbringen. Auf jeden Fall möchte ich mich bedanken - ich habe all eure Zeilen gelesen und schätze sehr das Ihr euch die Zeit genommen habt hier zu antworten. Danke sehr!

24.02.2020 09:58 • x 3 #16


kritisches_Auge
Ich freue mich sehr, dass du uns das mitteiltest denn solche Nachrichten motivieren sehr dazu, für andere Foris hier Ohren zu haben.

24.02.2020 10:07 • x 2 #17


Dore
Was ist nur aus den Menschen geworden? NoName2020 engagiert sich mit voller Freude den Jugendlichen, geht darin auf und dann wird direkt Missbrauch vermutet. Andere "Sozialarbeiter" machen einfach nur ihren Job - mal besser, mal schlechter, aber NoName2020 ist voll dabei.

Mein Kind hätte vor 20 Jahren so jemanden gebraucht, und ich wäre dankbar gewesen. Vieles wäre dann sicher anders gelaufen.

Ich möchte dich ermutigen weiter zu machen, wenn auch mit einer gewissen Vorsicht.

Alle Menschen sind durch ihre Kindheit geprägt, aber nicht alle brauchen Therapie. Aufgrund der Prägung in der Kindheit wählen wir unseren Job (wenn wir die Wahl haben), wählen wir unseren Partner, erziehen wir unsere Kinder etc., etc.

Ich habe meinen Job auch immer mit Leidenschaft gemacht, und nach Feierabend war ich gedanklich noch oft bei der Arbeit - im positiven Sinn. Das ist doch eine schöne und sinnvolle Sache.

24.02.2020 18:02 • x 2 #18


Vielen lieben Dank für deine tolle Nachricht Mir sind die kritischen Antworten bewusst gewesen und ich finde Sie auch gut. Mittlerweile hat sich bei mir auch alles wieder geklärt. Die Eltern haben sich sogar entschuldigt und meinten: Sie merken das es Ihm gut tut Ich habe ganz liebe Nachrichten bekommen wie dankbar der Junge ist.
Er war im Urlaub mit seinem besten Freund und hat kein Schluck Alk. getrunken. Wir haben übers Ki ffen gesprochen.. er wollte es ausprobieren, möchte dies nun nicht... ich bin mir nicht sicher, ob ich so einwirken könnte, wenn ich nicht diesen Draht zu ihm hätte.
Schlussendlich muss ich dennoch in mich gehen und mich selber hinterfragen, ob ich jedes mal diese emotionale Nähe zulassen möchte. Ich werde ja auch älter und es wird wohl immer komischer für die Menschen werden. Ich persönlich finde es sehr schade - da ich mit keiner bösen Absicht arbeite, aber sicher komisch beäugt werde.
Ich glaube was manche vielleicht etwas verwechselt haben. Ich arbeite nicht mit Jugendlichen in irgendwelchen Einrichtungen... Jugendliche kommen auf mich zu durch eine Freizeitgestaltung.

Ich zum meinen Teil bin sehr froh, wie es aktuell gelaufen ist.

24.02.2020 20:15 • x 3 #19


Dore
Hört sich doch alles gut an. Prima.

Gestern Abend ist mir dein Thema noch mal durch den Kopf gegangen. Und zwar beim DSDS schauen. Als Dieter Bohlen und Pietro Lombardi zusammen Fahrrad gefahren sind. Da schoß mir durch den Kopf, dass Dieter schon sehr oft junge "Schützlinge" hatte und hat, mit denen er befreundet ist. Seit längerer Zeit halt Pietro. Als die beiden sich 2011 bei DSDS kennen gelernt haben, war Dieter 57 Jahre und Pietro 19 Jahre.
Zu der Zeit (und heute auch nicht) hat kein Mensch solche Gedanken gehabt, wie jetzt bei dir @noname2020.

Also mache dir bitte keinen Kopf wegen deinem Alter (älter werden). Vielleicht wird es sogar besser, wenn du älter bist. Dann wirst du eher als väterlicher Begleiter angesehen.

26.02.2020 12:19 • x 1 #20




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag