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Ich habe viel darüber nachgedacht und es ist nicht leicht sich einzugestehen, dass ich mir meine Isolation selbst erschaffen habe. Ich habe selbst kaum mehr Interessen an anderen Menschen, oder mich auszutauschen, vielleicht aber auch, weil viele nicht zuhöreen. Es erschreckt mich, mir eingestehen zu müssen, dass ich selbst inzwischen kein Interesse mehr an Dingen habe, die ich mag. In meinem Kopf plane ich immer wieder, denke Morgen machst du, aber dann mache ich wieder nichts. Rückzug oder Depression, was war zuerst da? Keine Ahnung. Früher hat der Rückzug zumindest nur Phasenweise stattgefunden, dann bin ich wieder rausgegangen. Inzwischen ist es so, dass ich sehr froh bin, die Türe hinter mir zumachen zu können. Ich habe Feundschaften nicht gepflegt und war teilweise richtig froh, wenn diese zerbrachen, weil ich dann meine Ruhe hatte.
Ich versuche immer wieder Wege aus der Depression raus zu finden, in diesen Phasen plane ich viel. Plane Urlaub, verabrede mich und freue mich auch total darauf, aber dann kommt der Tag der Tage und ich sage alles ab. Ich ziehe nichts durch, habe dann doch kein Intesesse. Ich habe schon geplante Reisen nicht angetreten und auch Morgen bin ich verabredet, habe aber jetzt schon keine Lust mehr hinzugehen. So macht man sich natürlich keine Freunde. Zu Hause, wo ich am liebsten bin, kann ich dann aber auch nichts mit mir anfangen, meistens gucke ich dann Filme, weil mir alles zu anstrengend ist. Ich habe inzwischen keine Lust zu gar nichts. Weder raus zugehen, noch mich auszutauschen. Ich bin froh, dass ich meinen Job ausüben kann und das reicht dann auch schon. Ich bin einfach immer wieder froh nur nach Hause gehen zu können, meine Ruhe zu haben. Ich weiß, ich sollte es in kleinen Schritten versuchen, aber ich bekomme es einfach nicht hin.

23.02.2013 20:13 • 10.03.2013 #1


40 Antworten ↓


Hallo,

sorry das ich nicht wirklich viel zum Thema beitragen kann, aber mir geht es genau so wie dir!

90 Prozent was du geschrieben hast trifft bei mir auch zu, am Anfang bin ich auch noch rausgegangen, war aber dann auch wieder froh alleine zu sein.

Mittlerweile bin ich nur noch für mich, von der Familie mal abgesehen.

Auf meinem Handy habe ich bestimmt 20 Anrufe wo ich nicht rangegangen bin, weil ich keine Lust habe mich zu treffen.
Auch war ich zu irgendetwas eingeladen, habs dann aber 2 std. vorher abgesagt weil ich nur für mich alleine sein wollte.

Freundschaften pflege ich seit Jahren nicht mehr...

Dachte schon nur wäre so, aber es ist gut zu wissen dass es nicht nur mir so geht.

Das wollte ich einfach mal sagen.

23.02.2013 22:22 • #2



Selbst isoliert

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Hallo ihr Beiden, ich geselle mich dann mal zu eurem Club

Mir sind auch Kontakte zu ehemaligen Freunden und anderen zu anstrengend und mir fehlt immer die Energie. Andererseits wünschte ich mir, ich hätte mal so richtig Power um etwas in meiner Vegetation zu ERLEBEN! Und wieder Freunde zu haben, mit denen ich mich gerne und regelmäßig treffe.

Die Selbstisolation hat auch mich gepackt :-/

"Lustlosigkeit" und "Desinteresse" könnte ich bei meinen Hobbies eintragen, aber dann will natürlich niemand mit mir reden oder schreiben - aber immerhin bin ich ehrlich und direkt (meine persönlichen Stärken) *tadaaaa*

24.02.2013 02:23 • #3


ach ja, ihr bekommt wenigstens noch anrufe und sms auf eure handys und macht plant treffen und dates, bei mir ist das schon alles vorbei, bin nur noch ein warmer lufthauch für meine ehemaligen bekannten - und das hat vor- und nachteile, vorteil: keine verpflichtungen, nachteil: keine freunde

24.02.2013 02:25 • #4


Ich kenne auch solche Phasen...aber ich bleibe nicht darin, wenn ich selber nicht heraus finde suche ich mir Hilfe dazu, wie z.B. Gespräche mit Menschen denen ich vertraue, meiner Ärztin oder Psychologen. Sehr empfehlen zum Thema Depressionen kann ich auch Bücher von Josef Giger-Bütler.

Herzlich grüßt passionsblume

24.02.2013 04:17 • #5


Danke fur eure Nachrichten! Anrufe bekomme ich auch nicht mehr. mein Handy könnte ich getrost abschaffen. Aber es geht auch nicht darum, ob man die noch bekommt oder nicht. Es geht einfach darum, trotz des Wissens darüber nicht in der Lage zu sein, dem entgegenwirken zu können. Eine Therapie mache ich derzeit nicht, die letzte hat irgendwann nichts mehr gebracht. Nicht , dass Ichsucht will, aber ich muss schon auch denn Sinn erkennen, indem, was ich da tue.

24.02.2013 08:49 • #6


Achhh Leute..als ich hier im Forum gelandet bin habe ich echt Angst gekriegt wie viele Menschen einsam sind. Und ich habe wirklich gedacht dass alle anderen um mich herum glücklich und zufrieden vor sich hin leben und am WE mit Freunden rausgehen ... Irgendwie beruhigt es mich aber auch , weil ich weis jetzt dass es nicht " unnormal " ist was ich empfinde, und die Panikattacken morgens keinen wirklichen Grund haben . Ich bin einsam und das sind viele anderen auch, so ist das nun mal.
Da gab es bei mir immer 2 Phasen. Ich wollte alleine sein , weil ich meine Ruhe haben wollte. Ich hatte keine Lust auf Geburtstage zu gehen und mich blöd am Small talk beteiligen. Ich saß lieber Abends auf der Couch und guckte Fernseher . Und es war o.k. für mich . Es ging mir dann gut, ich hatte meine Arbeit und ich war froh meine Ruhe zu haben.
Wenn sich aber etwas im Leben verändert, man wird verlassen, ist Stressbedingt angeschalgen, zu überlastet dann haut Dir die Einsamkeit so richtig in den Magen rein, aber frag nicht nach Sonnenschein....
Und dann ist man geliefert.
Das logische wäre ja- ich pflege meine Kontakte in den Zeiten wenn es mir gut geht( zumindest minimal) damit ich sie in Anspruch nehmen kann wenn ich es brauche. Berechnend? Nun, gießt die die Pflanze nicht - geht sie ein, oder? ... Von nichts geben kann man nichts erwarten zu bekommen. AUsser man hat familie , ich glaube die sind die einzigsten bei denen man es abziehen kann, nichts geben und die sind trotzdem für einen da.
Ich glaube dass es gut ist seinen Freunden oder bekannten ehrlich zu offenbaren was man für ein Mensch ist, das man leider dazu neigt sich für ein Monat zu verpissen aus dem Leben des anderen , und in Ruhe gelassen werden will aber das man den anderen echt gerne hat und sich Mühe gibt sich zu ändern. Also eine Offenbarung der eigenen Schwächen( ich wollte nicht Krankheit sagen) ..Das hilft bestimmt bei neuen Freundschafften, wenn einer weis wo er dran ist , wird er dir nie böse sein wenn du mal nicht zum Fussball oder sonst wohin mit willst, und vielleicht zieht er dich sogar mal aus Deinem Loch raus wenn er weis was in dir vorgeht.
Wir finden uns alle irgendwie "nicht normal" , schlecht weil wir uns zurückziehen und Treffen zum Fussball oder Parties sabbotieren , weil wir keine Lust haben über Unwichtiges zu reden aber genau das ist das besondere was uns ausmacht- die unendlich tiefe Seele . Solche Leute schreiben die besten Bücher und Songtexte, malen die Bilder die einen Bewegen, sind Philosophen und Wissenschafflter.. Nicht Oberflächlich sein zu wollen ist kein Makel, sondern Gabe !
Es ist unheimlich schwer gleichgesinnte im Freundes-, Bekannten- Arbeitskollegenkreis zu finden. Die meisten Menschen sind angepasst, oder werden es nicht erzählen wie es ihnen im inneren geht- das macht man nicht. Was sollen denn die anderen von mir denken, wenn ich - verheiratet mit Kindern mich so einsam fühle dass ich gegen den Mond heulen könnte. Oder wenn ich ein erfolgreicher Manager bin und Abends mit ne Flasche Wein reinkippe weil ich keinen zum reden habe...
Wir haben aber schon mal den Weg hierhin gefunden , und sehen dass wir nicht alleine mit diesen Problemen sind.

Ich frage mich wieso wir uns hier nicht zusammen tun?


Es gibt so viele Handlungsweisen in denen ich mich wieder erkenne in den Beiträgen und ich weis wie schwer es ist etwas zu tun worauf man keine Lust hat. Man kriegt einfach den Ar. nicht hoch, es ist so als ob man kotzen müsste wenn man sich überwinden muss...
Ich versuche Geduld mit mir zu haben, mir Zeit zu lassen herauszufinden was ich mag und was ich kann. Ich schreibe mir auf was ich gerne täte und versuche nicht zu übertreiben in dem ich alles gleichzeitig anfange.
Auf Biegen und Brechen wird man keinen Erfolg haben, Geduld und das langsame arbeiten an seinen Zielen wird irgendwann unser Leben verändern. Und es kann sein, dass wir nie viele Freunde haben werden, aber vielleicht haben wir einen guten Bekannten , der gerne ins Kino geht, einen mit dem wir zum Sport gehen können und einen , der uns zuhört und aufmuntern. Wir selbst haben die Zügeln in der Hand und nur wir verändern unser Leben in die gewünschte Richtung. Unser Glücksgefühl ist nicht vom Partner abhängig( und Leute ich weis wovon ich rede, seit 3 Monaten habe ich das gefühl... oooh, bitte wenn er doch nur wieder bei mir wäre , dann würde es mir wieder besser gehen...) , der Partner sollte kein Rettungsring für uns sein, wir müssen selbst schwimmen können.

UNd glaubt ja nicht , dass ich hier die super lockere, weise Person bin , die Ratschläge gibt und keine Ahnung von nichts hat. Ich leide unter Panikattacken, aber habe gelernt sie nicht mehr so bedrohlich zu empfinden( klar , ich will sie weg haben) , ich habe ende November einen Burn out , Lebenskrise und Trennung erlitten , und ich glaubte nicht das zu überstehen. Ich wache immer noch sehr oft mit dem Gefühl des Kitzelns, Schwerelosigkeit , Angst , Einamkeit in der Brust auf und Gott ich hasse dieses Gefühl! Aber ich arbeite wieder, ich lerne ( das hat mich sehr gut abgelenkt) und ich habe mit Sport angefangen, ich habe mir ein Fotospparat gekauft, weil das interessiert mich und werde einen Fotokurs belegen( und hoffentlich Gleichgesinnte kennenlernen) . Ich will verzweifelt meinen Partner zurück haben, aber mit der Zeit merke ich auch dass es nicht funktionieren wird- man hat sich ja nicht umsonst getrennt... Ich will nur manchmal so sehr das Gefühl der Geborgenheit empfinden, nicht mehr so wahnsinnig alleine auf der ganzen Welt sein. und dafür habe ich noch keine Lösung.. Ich glaube aber dass es von alleine kommt, glauben ist wichtig..

24.02.2013 11:11 • #7


Liebe Schaukel, das ist ein toller Beitrag, den du hier geschrieben hast. Ich wünsche dir von Herzen Kraft und Mut für die kleinen Schritte, die du dir vornimmst. Ich weiß, dass du soo recht hast mit deinen Worten. Wissen ist das eine! etwas zu ändern etwas ganz anderes. Das erfordert Kraft und Geduld und von beidem habe ich im Moment nicht so viel. Sie wird irgendwann wohl kommen, so hoffe ich, aber wenn ich ehrlich bin, dann fehlt sie mir bereits seit 20 Jahren in mehr oder weniger ausgeprägten Phasen. Das fühlt sich nicht gut an. Ich setze nicht auf jemand anderen, der mich glücklich macht, ich kann gut alleine sein, das habe ich gelernt. Es erschreckt mich aber, wie sehr ich mich zurück gezogen habe. Es erschreckt mich, meine Interessen nicht mehr zu verfolgen. Ich habe auch fotografiert und sogar 2 meiner Bilder erfolgreich verkauft, aber dann war das Interesse weg. Einen gebuchten Fotokurs verschiebe ich seit über einem Jahr von einem Temin zum nächsten und ob ich den nun wirklich mache, ist die Frage. Der findet an einem ganzen Wochenende statt und da habe ich dann überhaupt keine Zeit für mich. Das scnürt mir die Luft zum atmen ab. In dem, was mich beschäftigt steckt soviel Ambivalenz, ich will, ich plane, ich organisiere...ich sage wieder ab, ich storniere, ich verschiebe.
Da kann ich mich nur als gescheitert fühlen.

24.02.2013 11:27 • #8


Hallo Schaukel, der Text ist megalang! Aber gut

Ich wünsche dir auch Glück bei deinen neuen Aufgaben und Ablenkungen, aber ich finde, dass das keine kleinen Schritte, sondern schon sehr große sind, mit dem Fotokurs und dem Sport... wenn das bei dir über einen längeren Zeitraum funktioniert hast du Glück.

Bei mir hat das nicht funktioniert, ich war im Fitnessstudio angemeldet, waren viele Leute da, auch in meinem Alter, und ich war ewig stumm und hab niemandem ins Gesicht gesehen - also das ist keine Art Kontakte zu knüpfen... War ein toller Vorsatz etwas für den Körper zu tun und aktive "gesunde" Menschen kennen zu lernen, aber Fehlanzeige.
Ich war ca. 5 mal da und ein halbes Jahr dort angemeldet - einen maßlos übertriebenen Mitgliedsbeitrag bezahlt für nix!

Hoffe du hast mehr Erfolg mit deinen Aktivitäten

24.02.2013 11:40 • #9


@ginacat, ich kann sich sooo gut verstehen. Man sag ja immer Sport hilft einem, sich besser zu fühlen, aber man sollte auch genau in sich hineinschauen, was man machen möchte um eben nicht einen Beitrag für nix zu zahlen. Hast du irgendetwas anderes gefunden, was dir Spaß macht?

24.02.2013 11:44 • #10


@chrissie: ich habe meinen dvd-player für mich entdeckt, für lange ruhige abende zu dritt...mit meinen beiden katzen.
ich bin ein hoffnungsloser fall!

24.02.2013 11:57 • #11


*lach * Genau! Nach einem Jahr anmeldung im Fitnesstudio und etwa 10 Besuchen dorthin, habe ich mich abgemeldet und gehe jetzt draussen laufen und Zuhause mache ich Krafttraining. Ich versuche mich nicht unter Druck setzten in dem ich mir Tage eintrage wann ich es tue, sondern ich mache es dann wenn ich Lust dazu habe. Und weil ich gemerkt habe dass es gut tut den Kopf durchzulüften, schleicht sich langsam eine Regelmässigkeit rein. Ich mag es alleine laufen zu gehen, ich kann nachdenken und muss nicht quatschen, naja , wenn man es regelmässig macht trifft man auf der Strecke dann vielleicht den einen oder anderen wieder und kommt vielleicht ins Gespräch - das meinte ich mit - alles kommst vielleicht von alleine.
Ja, tut mir leid leute dass ich euch so zugetextet habe
Chrissie , bist du den beruflich sehr eingespannt, dass du wenig Zeit für Freizeit hast und am liebsten auf der Couch sitzt? Das hatte ich sonst immer. Und alleine rausgehen ist so schlimm. Essen gehen zum Beispiel.. alleine? Gott, schrecklich! Rausgehen? Stehe ich vor der theke und keiner spricht mich an.
Ich gehe aber in die Sauna, nehme mir ein Buch mit und lese. Manchmal unterhällt man sich mit jemand. Ich versuche zu lernen Leute anzusprechen und ja meist ist das über das Wetter. Letztens ist das ausgeartet in einer Diskussion über Steuererklärungen- ich bin nach 10 min geflüchtet in die Sauna und kam nicht mehr wieder zu den Leuten.
Es gibt Dinge , die man gut alleine tun kann . Wandern, Sauna, Joggen draussen.Fotografieren kann man auch gut alleine. Ich suche auch immer noch ein Portal wo man Gleichgesinnte finden, bin bei Groops angelangt, aber da ist es auch etwas mühsam.
Was das Planen und wieder Kneifen angeht, ja habe ich auch durch. Urlaub geplant und nicht angetreten, einen Theater Kurs gebucht und nach einem Mal nicht mehr hingegangen. Ich versuche Dinge spontan zu tun weil ich erkannt habe dass ich keine Verpflichtungen mag.
Mhm.. welcher Fotokurs ist es ?

24.02.2013 12:03 • #12


@Ginacat
Oh toll , Du hast Katzen! Ich würde mir gerne einen Hund anschaffen, aber da besteht ja auch eine Verpflichtung rauszugehen , ich bin mir nicht sicher ob ich sie übernehmen will. Aber es ist bestimmt schön ein Haustier zu haben - wenigstens zum reden und kuscheln. Vielleicht sollte ich mich wieder als Pflegestelle anmelden...

24.02.2013 12:09 • #13


Hallo Schaukel, ich bin im Job nicht sehr eingespannt, habe einen normalen 8 Stunden Tag, aber bei uns geht es sehr laut zu, immer Bewegung im Job und einen Chef, der unentwegt spricht. Wenn nicht am Telefon, dann mit sich selbst. Alles fur dei Aufmerksamkeit...Anstrengend! Es freut mich, dass du deinen Weg gefunden hast und es ist toll, dass du viele Dinge alleine unternimmst. Vermutlich ist das auch ein Weg raus aus der Isolation und die Dinge, die du beschreibst kann man sehr gut alleine unternehmen, das stimmt. Meine Therapeutin hat mir auch immer dazu geraten, Dinge zu machen, wo man nicht gleich eine Verpflichtung mit Menschen eingeht, aber trotzdem unter Menschen ist. Ich konnte mich bisher nicht aufraffen. Ich sage immer, wenn man nichts ändert, dann ist der Leidensdruck noch nicht groß genug . Ich komme übrigens aus Hamburg und du? LG

24.02.2013 12:17 • #14


@ginacat, Willkommen in meiner Welt:). Ich habe aber nur eine Katze und die DVD Sammlung erweitert sich stetig. Und ein hoffnungsloser Fall, nein, das glaube ich nicht. Versuch es auch einfach in kleinen Schritten. Vielleicht mit enem Kinobesuch zu einem tollen Film, den du gerne sehen möchtest. Kino kann man gut alleine machen, finde ich. Man unternimmt etwas, ohne sich gleich zu überfordern und Filme scheinst du ja zu mögen:).

24.02.2013 12:22 • #15


@Chrissie ich komme leier aus Köln. Ach, da fällt mir ein, ich hatte auch einen Kurztrip nach Hamburg ersteigert und bin nicht hingefahren*lach* Ich bin mir sicher dass das ein Fehler war
Ja mit dem Aufraffen ist es schwierig, als ich noch einen normalen 8 Stunden tag hatte , war ich auch froh einfach mich auf die Couch zu schmeißen und meine Krimiserien reinzuziehen. Man könnte ja jemand suchen , der auch gerne DVD´s guckt und dann gemeinsam einen DVD Abend einlegen. Da muss man auch nicht viel Reden wenn man nicht will. Ja, ich finde viel reden auch schlimm, da kann ich nicht denken!
Ja , echt Schade dass Du soweit wohnst. Wir könnten ja hier im Forum ein Thema erschließen nach Postleitzahlen, so würde man Gleichgesinnte leichter finden. Ich finde dass es hier echt eine Chance wäre Freunde zu finden, weil man ja weis wie der andere tickt..
@Ginacat ja das stimmt was Chrissie sagt, ich bin auch öfters im Kino alleine gewesen, hab mich dann so richtig mit Nachos vollgefressen:-) Ich vermute dass es uns allen das "Aufraffen" im Wege steht , oder?

24.02.2013 12:46 • #16


ja, mit dem Aufraffen, das ist natürlich ein Thema, und mit dem negativen Gedankenkarussell: Was denken die Leute von mir, wenn die mich da rumstehen sehen... allein, andere gehen ja immer als Päärchen oder in Grüppchen weg...

Natürlich suche ich nach einem Weg meinen monströsen inneren Schweinehund zu schlachten, aber er ist einfach seeehr fies und zäh.

Ich rede mir auch immer ein, dass wenn es draußen wärmer wird, dass ich dann mein Fahrrad rauskrame und durch den Stadtpark fahre... aber das wird dann im Sommer doch nicht passieren, weil, wie ich mich kenne habe ich immer zu allem eine Ausrede etwas nicht zu tun. Meine Therapeutin hatte mal so ein tolles Wort dafür, weiß die genaue Bezeichnung nicht mehr, aber sowas wie "Meisterin im Ausflüchte erfinden" war das...

Ausrede gegen Fahrradfahren:
Ich könnte übelst stürzen und alle sehen das und lachen mich aus *peinlich*
und: Ich will keinen Helm tragen, der ist aber Pflicht, mit Helm sehe ich aber bescheuert aus, und wenn mich die Polizei dann vor allen Leuten zur Rede stellt *Peinlich* und dann muss ich bestimmt auch Strafe zahlen...
und: Ich hab immer Schnupfen, wenn ich Fahrrad fahre kann ich mir nicht ständig die Nase putzen, dann fängts an zu tropfen, und dann sieht das jemand *peinlich*
und: Ich schwitze bestimmt beim Fahrradfahren, und dann habe ich so Prützen unter den Armen und werde ganz rot und glänzend im Gesicht, und wenn das jemand sieht - owehoweh *peinlich*

Ja, das klingt jetzt alles so lustig, aber in der Realität, wenn es dann soweit ist, dann ist das garnicht mehr lustig

24.02.2013 16:47 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Also zumindest das mit dem Helm würde ich lassen und drauf verzichten. Der Rest.. mhm.. also lustig ist es nicht, eher überraschend wieviele Gedanken man über die eigene Person machen kann. Wieso glaubst Du das du soo wahnsinnig " "wichtig" bist das alle Dich angucken wenn du schwitzt , oder stürzt? Den Leuten ist es komplett egal , der Blick den man Dir zuwirft dauert in etwa 2 Sekunden, glaubst du das der Mensch überhaupt etwas von dir registriert ausser vielleicht die Farbe deiner Jacke und ewtl die Haarfarbe? Versuch es mal selbst. An welche Details kannst du dich bei einem menschen nach einem flüchtigen Blick erinnern bestimmt nicht ob er geschwitzt hat:-)
Ich weis es echt zu schätzen , dass du mir den Blick in deine Gedankenwelt gewährt hast , danke dafür.. Ich möchte unbedingt feststellen dass ich dich nicht verletzen oder fertig machen will wenn ich was schreibe- nur relativieren:-)

24.02.2013 17:08 • #18


Ich bin nicht "wichtig", ich fühle mich nur hässlich, in der Schule wurde ich gemobbt wegen meinem Aussehen, mittlerweile sehe ich nicht mehr ganz so schlimm aus, aber ich bin sehr dünn. und wenn du ehrlich bist, dann schauen fußgänger oder andere leute zweimal hin, wenn sie jemanden sehen, der auf irgendeine weise "extrem" aussieht, und dann merken sie sich den anblick ein bisschen länger und lästern auch mal über das lächerlich dürre ding, dass da auf dem drahtesel durch die gegend geeiert ist...
So sieht meine Realität nämlich aus, ich fühle mich nicht wichtig, ich wäre lieber unsichtbar - zumindest in den Situationen, in denen ich definitiv negativ auffalle, und das tue ich ständig.

24.02.2013 17:25 • #19


Liebe ginacat, du hast recht, es liest sich im ersten Moment lustig, aber es ist natürlich wirklich traurig. Aber ich glaube, ähnlich wie Schaukel, dass die Menschen nicht darauf achten. Das du dir diese Gedanken machst ist deswegen natürlich nicht weniger Wert, also bitte nicht falsch verstehen! Im Kino könntest du so spät kommen, dass du erst kurz vor Beginn des Filmes ins Kino huschst und wenn du dir einen Platz am Rand suchst, dann störst du noch nicht mal jemanden, dafür müsstest du dir dann aber eine Karte vorbestellen, aber das geht ja in den Kinos ohne Probleme. Zu deiner Fahrrad Thematik kam mir spontan in den Sinn: warum versuchst du es dann nicht mit einem Spaziergang? Oder du gehst beim Esten schönen Wetter einfach mit einem Buch in den Park. Tipps, die man leicht schreiben kann. Welche Art von Therapie machst du? Meine Mutter hatte auch Angstzustande, so schlimm, dass sie nicht mehr arbeiten konnte und ihre soziale Situation wurde dabei wirklich sehr schlimm. Sie hat verhaltenstherapeutische Unterstützung bekommen und ihre Therapeutin hat mit ihr die Dinge, die ihr Angst machten bearbeitet. So sind sie zusammen Bus gefahren oder auch mal einfach nur zum Bäcker gegangen. Ich bin kein Freund von stundenlanger Gesprächstherapie. Das hilft zwar, mit jemandem zu reden, der emotional nicht eingebunden ist, aber theoretische Tipps helfen -zumindest mir- irgendwann nicht mehr weiter. Da brauche ich eine Anleitung zum durchbrechen der Situation. Ich hoffe, du schaffst es irgendwann! LG

24.02.2013 17:36 • #20



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