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Guten fast Abend liebe Mitglieder

Ich bin 24 Jahre alt Männlich. Früher war ich sehr beliebt dadurch das ich jeden Misst mitmachte aber mit der Zeit des Erwachsen werdens hab ich mich dazu entschlossen immer mehr nicht mehr feiern zu gehen da ich das nicht mehr brauche wie früher. Nun ist es so ich wohne in einer WG mit 4 Man(n) und es ist nun mal IMMER so das ich von mir aus ankkommen muss wenn ich mit denen etwas unternehmen will und selbst dann haben die meist kein lust aber später sehe ich dann wie die alle zusammen ohne mich zu fragen ob ich mit will dann feiern gehen das verletzt mich schon iwo weil ich bin schon seit tagen am nachdenken wieso das so sein könnte mir fällt aber keine erklärung dazu ein. Dabei bin ich eigentlich wenn ich unter Gesellschaft komme ein Lebensfroher und glücklicher Mensch, mit mir kann man wirklich spaß haben.

Aber zurzeit geh ich echt unter ich spiele mit merkwürdigen Gedanken und hab keine Ahnung wie ich aus diesem Loch heraus komme.
Jetzt ist es so das ich mich in mein Zimmer solangsam einsperre und wenn ich in die Küche gehe angst habe das von denen jemand sein könnte weil ich mich nicht unterhalten will. Ich schließe mich oft im Zimmer ein damit mich keiner anspricht und ich für mich sein kann aber Tag zu Tag frisst es mich auf das ich sozusagen niemanden mehr habe. Meine Ex-Freundin hatte mich verlassen für einen anderen meine freunde die ich durch die Schule/Arbeit noch hatte melden sich alle garnet mehr und hatte vor kurzem Geburtstag und es hat sich niemand gemeldet bis auf meine Mutter das ist echt schon traurig. Jetzt sitz ich wieder in meinem Zimmer und höre traurige Musik und die WG ist wieder ohne mich losgezogen ich bin für die iwie wie luft. Was soll ich machen? Was kann ich machen?

Gibt es vielleicht Leute in meinem Umkreis denen es ähnlich geht vielleicht kann man ja mal etwas zusammen Unternehmen.

Mit freundlichen grüßen

18.01.2014 19:58 • 25.01.2014 #1


2 Antworten ↓


wenn du mit ihnen etwas unternehmen möchtest, dann versuch mal dich einfach bei ihnen einzuklinken statt initiative zu ergreifen. sag einfach mal: "sagt bescheid, wenn ihr später loszieht, heute würde ich mal mitkommen!"
aber versuche dich nicht daran zu messen ob und wer dich wohin mitnimmt. hör mal tief in dich hinein, ob es das ist was DU tatsächlich möchtest bzw. versuche zu sehen WAS du möchtest! wenn nötig, dann ändere etwas an deinen gewohnheiten, deinem umfeld, deinem leben wenn du denkst, dass es dich dann mehr erfüllt.

ich bin in meiner ausbildungszeit fast immer nur begleitung für andere gewesen, selten war ich "offiziel dabei". wichtig war für sie damals nur das ich kam, nicht dass ich da war. rückblickend war ich jedoch immer dann glücklich, wenn ich etwas für mich alleine tat d.h. es tat weil ICH es so wollte. vieles hab ich nur gemacht um dazuzugehören oder um zu beeindrucken, aber heute ist mir davon wirklich nichts geblieben. die wirklich schönen erinnerungen habe ich mir selbst erlebt!

18.01.2014 23:57 • #2


Hi Du Schokolade,

Ich weiss ja nicht ob Dir das viel hilft... aber mir (27, w) ging und geht es teilweise bis heute sehr - sehr ähnlich.
Auch ich weiss nicht was genau ich wann falsch gemacht habe. Aber plötzlich stand ich in allen meinen Kreisen außen vor. und es ist genau so wie du schreibst... mit der WG... ich hatte irgendwann keinen Bock mehr (fast Angst) in die Küche zu gehen... weil ich glaubte, dass die anderen lieber unter sich sind... bei mir ging es so weit dass ich sogar ohne Essen ins Bett ging weil draußen unangekündigt "saufpartys" gefeiert wurden... und ich einfach keine Nerven/Stimmung dafür hatte souverän dort hineinzuspazieren und mir etwas aus dem kühlschrank zu angeln...

Teilweise war es zu erwarten weil ich finanziell eine dürrezeit hatte... und bei einigen Leuten ist man ja gleich abgeschrieben, wenn man keine Kohle hat 2 mal die Woche trinken zu gehen...
Bei anderen wiederum kann ich es mir nicht erklären. Ich konnte nicht einmal mehr unterscheiden ob anderen vielleicht meine Teilnahme zu viel oder zu wenig ist...

Heute gibt es phasen... in denen mir alles normal scheint.
Ich hatte gute Freunde in meiner Heimat, die mich über die entfernung hinweg immer unterstützt haben, mir zugehört haben und mich überredet haben mein Umfeld dort zu verlassen und "nach hause " zu kommen.
Das habe ich am Ende meines Studiums dann auch tatsächlich gemacht. Aber nun ist es hier ähnlich.Eigentlich haben alle ihre eigenen kontakte, ein Treffen kommt fast nie zustande... wenn, dann wird es spontan beschlossen und mich nur aus anstand gefragt ob ich mit möchte (obwohl z.b. klar ist, dass das treffen in meiner arbeitszeit liegt und ich daran kurzfristig auch nichts mehr ändern kann)

... über "Einsame" wird sich auch noch lustig gemacht.... dabei sitze ich alleine in meinem Zimmer wenn ich nicht auf der Arbeit bin - und dort bin ich unter leuten, die sich eh nie unterhalten... insofern stehe ich dort nicht außen vor... aber die Einsamkeit verbessert es auch nicht gerade.

Leider wohne ich in der Gegend Schifferstadt in Rlp. Aber vielleicht hilft es DIr ja auch zu wissen, dass Du nicht der einzige bist mit derartigen Problemen!

Der einzige Ort an dem ich mich inzwischen wirklich wohl fühle ist in meinem Sportverein. Das Teamfeeling und so...
vielleicht würde DIr soetwas ja auch etwas helfen? es kostet energie zu suchen... aber hat man nur einmal erfolg ist es unbezahlbar.

Ich glaube zu wissen, dass es ein Teufelskreis war in dem ich mich verfangen hatte und der noch Spuren hat, die andere wohl als "seltsam" empfinden und nicht zuordnen können...

Ich glaube auch, dass der Schlüssel darin liegt Orte und Menschen zu finden, unter denen man sich einfach ein bisschen normal fühlen kann. Respektiert... auch wenn es nur eine paar Stunden im Monat sind... man darf nicht vergessen wer man ist!

25.01.2014 19:18 • #3




Dr. Reinhard Pichler