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melancholy2

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Hallo Ihr Lieben,

im Moment ist die Situation wieder ziemlich schlimm. Nicht im eigentlichen Sinn aber für mich persönlich. Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner ehemaligen Chefin, ob ich die Freie Mitarbeit weiter ausbauen könnte, damit ich für die nächsten Monate bis ich wieder umziehe, eine Beschäftigung habe um nicht von Ämtern oder ähnlichem abhängig zu sein. Leider wird sie mir nicht genug zahlen können, damit ich mich selbstständig machen kann. Das heißt entweder Zuschüsse vom Arbeitsamt oder weiter krankgeschrieben bleiben oder arbeiten in der Werkstatt (in einer Stadt hier in der Nähe) und erst einmal hier wohnen bleiben, was ich nicht aushalten kann.
Ich hasse diese Situation und mein Leben überhaupt, dass ich einfach keinen festen Boden unter die Füße bekomme, nirgends wo ankommen kann, weder auf der Arbeit noch zu Hause. Es ist alles schief gelaufen seit 2 Jahren und wenn ich das jemandem erzähle, versteht mich keiner und es heißt ich übertreibe. Dann komme ich mir so blöd vor, als sei ich dumm und faul oder sonst etwas. Heute war mir alles zu viel und ich habe mich das erste Mal richtig selbstverletzt. Ich freute mich als es blutete.

LG, melancholy2

26.09.2017 23:12 • #21


Intimidator


Festen Boden unter den Füßen gibt es in der modernen Arbeitswelt nirgends.

26.09.2017 23:14 • #22


melancholy2

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Zitat von Intimidator:
Festen Boden unter den Füßen gibt es in der modernen Arbeitswelt nirgends.


Das ist richtig, deshalb hasse ich auch die moderne Welt, so wie sie jetzt ist und gehöre da irgendwie nicht rein. Allerdings meinte ich das mit dem Boden unter den Füßen eher in Bezug auf ein zu Hause, denn ich lebe zur Zeit unfreiwillig in meinem Heimatort, wo ich mich sehr unwohl fühle.

26.09.2017 23:38 • x 1 #23


Schwarzes-Leben


Zitat von melancholy2:
Hallo Ihr Lieben,

im Moment ist die Situation wieder ziemlich schlimm. Nicht im eigentlichen Sinn aber für mich persönlich. Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner ehemaligen Chefin, ob ich die Freie Mitarbeit weiter ausbauen könnte, damit ich für die nächsten Monate bis ich wieder umziehe, eine Beschäftigung habe um nicht von Ämtern oder ähnlichem abhängig zu sein. Leider wird sie mir nicht genug zahlen können, damit ich mich selbstständig machen kann. Das heißt entweder Zuschüsse vom Arbeitsamt oder weiter krankgeschrieben bleiben oder arbeiten in der Werkstatt (in einer Stadt hier in der Nähe) und erst einmal hier wohnen bleiben, was ich nicht aushalten kann.
Ich hasse diese Situation und mein Leben überhaupt, dass ich einfach keinen festen Boden unter die Füße bekomme, nirgends wo ankommen kann, weder auf der Arbeit noch zu Hause. Es ist alles schief gelaufen seit 2 Jahren und wenn ich das jemandem erzähle, versteht mich keiner und es heißt ich übertreibe. Dann komme ich mir so blöd vor, als sei ich dumm und faul oder sonst etwas. Heute war mir alles zu viel und ich habe mich das erste Mal richtig selbstverletzt. Ich freute mich als es blutete.
LG, melancholy2


melancholy ich verstehe Dich vollkommen.

27.09.2017 16:17 • #24


melancholy2

melancholy2


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Liebes Leben,

Dankeschön für Deine Antwort
Im Moment ist mir alles egal geworden mit meiner nahen persönlichen Zukunft. Wenn ich am Ende wieder vom Amt abhängig werden sollte und Maßnahmen mit machen muss, lasse ich es einfach über mich ergehen. Und bald ziehen mein Freund und ich sowieso weg und fangen etwas Neues an.

LG, melancholy2

27.09.2017 20:11 • #25


Schwarzes-Leben


Zitat von melancholy2:
Liebes Leben,

Dankeschön für Deine Antwort
Im Moment ist mir alles egal geworden mit meiner nahen persönlichen Zukunft. Wenn ich am Ende wieder vom Amt abhängig werden sollte und Maßnahmen mit machen muss, lasse ich es einfach über mich ergehen. Und bald ziehen mein Freund und ich sowieso weg und fangen etwas Neues an.

LG, melancholy2

Konzentriere Dich nur auf den Gedanken, des Wegzuges, und des neuen Lebens, was ihr beide anfangen wollt.
All das andere, belastet Dich nur noch weiter.


LG Schwarzes-Leben

27.09.2017 20:45 • #26


melancholy2

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Zitat von Schwarzes-Leben:
Konzentriere Dich nur auf den Gedanken, des Wegzuges, und des neuen Lebens, was ihr beide anfangen wollt.
All das andere, belastet Dich nur noch weiter.


LG Schwarzes-Leben


Ja, das werde ich machen, so meinte ich das auch. Wir werden mit unseren Zukunftsplänen bei uns bleiben und sie möglichst durchsetzen. Dadurch kriegt man Selbstvertrauen, denn man steht für sich selbst ein.

27.09.2017 23:03 • #27


Schwarzes-Leben


Hallo melancholy,


hoffentlich geht es Dir Heute etwas besser, möge Deine Wunde von Gestern gut, mit einem Pflaster versorgt worden sein.

Knuddel und lieb Drück.


LG Schwarzes-Leben

28.09.2017 14:11 • x 1 #28


melancholy2

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Zitat von Schwarzes-Leben:
Hallo melancholy,


hoffentlich geht es Dir Heute etwas besser, möge Deine Wunde von Gestern gut, mit einem Pflaster versorgt worden sein.

Knuddel und lieb Drück.


LG Schwarzes-Leben


Danke, ja es geht mir etwas besser. Du bist lieb!

28.09.2017 17:03 • #29


YesItsMe0

YesItsMe0


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Zitat von melancholy2:
Ich hasse diese Situation und mein Leben überhaupt, dass ich einfach keinen festen Boden unter die Füße bekomme, nirgends wo ankommen kann, weder auf der Arbeit noch zu Hause. Es ist alles schief gelaufen seit 2 Jahren und wenn ich das jemandem erzähle, versteht mich keiner und es heißt ich übertreibe. Dann komme ich mir so blöd vor, als sei ich dumm und faul oder sonst etwas.


Vielleicht hilft es dir wenn ich dir sage dass du nicht alleine bist da ich in einer ähnlichen Situation bin.
Ich bin 31 und habe gerade mit meinem Informatik Bachelor angefangen da mein bisheriges Studium aufgrund von Suchterkrankung und fehlendem Interesse gescheitert ist. Ich schäme mich jeden Tag da mich meine Eltern und Geschwister finanzieren dabei bin ich schon über 30. Wenn ich es schaffen sollte hätt ich meinen Master mit ~37 während alle meine Freunde schon seid Jahren arbeiten.

Absolute Schande aber ich versuche positiv zu bleiben und es nicht an mich rankommen zu lassen. Das einzige was mich motiviert ist mein Abschluss da ich mir beweisen bin das ich nicht dumm bin. Außerdem will ich direkt danach auszuwandern da man in Deutschland als älterer Berufseinsteiger diskriminiert wird. In Deutschland möchte ich nicht mehr Leben und jeder weitere Tag ist einer zu viel.

Bessere Zeiten werden kommen

28.09.2017 18:38 • x 2 #30


melancholy2

melancholy2


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Danke für Deine Antwort YesItsMe0.
Ja, es werden bessere Zeiten kommen. Das war schon immer so, mal ist die persönliche Situation schlechter, mal besser.

Am Montag habe ich einen Termin mit der Sozialarbeiterin in der Klinik. Dann werde ich erfahren, ob und wie lange ich noch krankgeschrieben werden kann. Mein Freund und ich wollen spätestens Anfang nächsten Jahres umziehen. Das haben wir uns von Anfang an so vorgenommen. Aber so ganz wird das nicht für vollgenommen, dass wir das schaffen. Das liegt sicherlich daran, dass wir beide uns selbst noch nicht so ganz sicher damit waren. Der Mut dazu fehlte, vor allem bei meinem Freund.
Wir haben viel miteinander darüber gesprochen und vorgestern ist mir eine Erkenntnis gekommen: Ich gebe zu, dass ich meinen Freund in der Vergangenheit zu Dingen gedrängt habe, die er so, wie er ist nicht leisten konnte, auch jetzt kommt es noch vor. Ich wollte immer, dass er als mein Elternersatz fungierte. Als wir uns kennenlernten, war ich sehr einsam und hatte niemanden zur Gesellschaft außer meinen Eltern, weil ich zur Pflege von Freundschaften kaum fähig bin, was ich nicht schlimm finde. Aber dadurch klammerte ich mich an ihn und wollte, dass er mein Leben für mich mitregelt. Doch das konnte er nicht, was ich eigentlich gleich spürte, aber etwas in mir, versuchte ihn in diese Rolle zu stopfen. Dadurch ist bis jetzt einiges schief gelaufen in unserer Beziehung und unserem gemeinsamen Leben. Aber man kann ja aus Fehlern lernen.

Deshalb bin ich jetzt auch bereit mir doch erst einmal hier Arbeit zu suchen, wenn es nicht anders geht und die Zeit zu knapp wird. Mein Freund sagte aber schon, dass er auf jeden Fall nächstes Jahr mit mir umziehen und auch selber zur Rente etwas dazu verdienen will, damit wir über die Runden kommen und die von der Klinik überzeugt sind, dass wir den Umzug bald über die Bühne bekommen werden.
Dann werde ich endlich raus aus diesem Ort sein und weit weg von meiner Familie, um frei sein zu können.

LG, melancholy2

30.09.2017 19:58 • x 2 #31


melancholy2

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Hallo Ihr Lieben,

ich bin weiterhin krankgeschrieben und muss auch erst einmal nicht hier in der Nähe eine Arbeit antreten. Aber jetzt müssen mein Freund und ich auch Ergebnisse liefern, das mit dem Umzug wirklich reell angehen, uns anstrengen, damit sich eine neue Perspektive für uns ergibt und wir endlich irgendwo ankommen können.
Sicher, das hätten wir schon längst machen können und sollen, aber leider machen wir uns selbst, auch gegenseitig das Leben schwer mit unser beider Symptome und Problematiken und legen uns selbst Steine in den Weg.
Aber jetzt wollen wir uns wirklich anstrengen, vor allem uns selbst zur Liebe.
Jedoch habe ich Angst, dass wir beide wieder unter Druck geraten, überfordert werden und erneut darunter zusammenbrechen.
Ach, dieser Leidensdruck nervt so!

LG, melancholy2

02.10.2017 16:01 • x 1 #32


melancholy2

melancholy2


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Hallo Leute,

ich schreibe hier auch noch einmal das Neueste, da ich das Thema nun damit anschließen möchte.
Was für eine Woche, anstrengend und entscheidend. Ich hatte 2 Vorstellungsgespräche bei Werkstätten hier in der Umgebung und einen Termin mit meiner Betreuerin. Ich habe mich für eine der Werkstätten entschieden und weiß jetzt, wie es für mich zukünftig weiter geht. Aber das ist für mich eben nicht das Optimalste. Aber was soll´s...
Es ist eine Werkstatt speziell für seelisch behinderte Menschen, in der ich auch künstlerisch arbeiten kann an eigenen Projekten. Im Januar mache ich dort ein Praktikum. Das ist toll, aber nicht so toll ist, dass ich erst einmal hier bleiben muss, doch es muss jetzt so gehen.

LG, melancholy2

09.12.2017 23:16 • x 1 #33


Hotin

Hotin


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Hallo melancholy2,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Platz in der Werkstatt.
Auch wenn es noch nicht ganz das ist, was Du Dir gewünscht hast, so denke ich,
Du kannst einiges daraus machen.

Viel Erfolg wünsche ich Dir und informiere uns, wie es Dir weiter dort geht.

Viele Grüße

Bernhard

09.12.2017 23:37 • #34


melancholy2

melancholy2


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Zitat von Hotin:
Hallo melancholy2,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Platz in der Werkstatt.
Auch wenn es noch nicht ganz das ist, was Du Dir gewünscht hast, so denke ich,
Du kannst einiges daraus machen.

Viel Erfolg wünsche ich Dir und informiere uns, wie es Dir weiter dort geht.

Viele Grüße

Bernhard


Danke Bernhard für Deine liebe Antwort.
Ja, ich werde Euch hier weiter berichten.
Liebe Grüße

09.12.2017 23:43 • x 1 #35


melancholy2

melancholy2


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Hallo Ihr Lieben,

Am 15. Januar geht mein Praktikum los. Das ist erst einmal eine Perspektive. Aber ich bin schon ganz schön nervös deswegen, weil es auch einige Stunden sind, die ich dort verbringen werde. Vor Kurzem habe ich ein Schreiben vom Arbeitsamt bekommen, womit ich eine medizinische Reha oder Erwerbsminderungsrente beantragen kann, da ich ja nicht so viele Stunden lang arbeiten kann und nicht vermittelbar bin. Ich blicke da nicht so ganz durch. Gilt das nur für den ersten Arbeitsmarkt oder um Arbeit generell? Das muss ich jetzt möglichst bald herausfinden.
Am liebsten würde ich vorübergehend Erwerbsminderungsrente beantragen, bis wir umgezogen sind. Aber vielleicht schätze ich das auch falsch ein oder habe nicht genug Mut, um ich alldem hier zu stellen.

Wünsche Euch allen schöne Weihnachten,
liebe Grüße und

melancholy2

24.12.2017 00:58 • #36


melancholy2

melancholy2


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Hallo Leute,

dieses Thema ist jetzt wieder aktuell für mich.
Ich habe damals das Praktikum nicht angetreten, denn es ist etwas dazwischen gekommen mit dem Hausverkauf und so weiter.
Jetzt wohne ich in einem Haus, wo ich dauerhaft werde leben können. Es ist klein genug und die Gegend sagt mir auch sehr zu. Also kann es jetzt los gehen mit der Arbeit. Es ist wieder dieselbe Werkstatt für psychisch Kranke, wie damals. Sie befindet sich immer noch in meiner Nähe und ich werde dort künstlerisch arbeiten können, sogar an meinen Kinderbüchern darf ich arbeiten und sie über die Werkstatt verkaufen.
Alles super und ideal, außer dass ich 8 Stunden dort arbeiten soll. Mit vielen Pausen und Nebenangeboten, wie Sport (wenn ich das richtig verstanden habe), aber trotzdem, so lange von zu Hause und der gewohnten Umgebung weg, mit so vielen fremden Menschen. Aber eine Alternative gibt es nicht wirklich. Das ist eigentlich das Beste, was mir passieren kann, aber ich traue es mir noch nicht zu so lange dort zu sein am Tag. Es ist dort nicht jeder Tag so lange, aber trotzdem. Ich soll dort wieder ein Praktikum machen, aber mir fehlt noch der Ruck in die Richtung dazu.
Ich werde mein IPad auf jeden Fall mitnehmen müssen, um mich mit einem bestimmten Menschen beschäftigen zu können während der Pausen, sonst schaffe ich das nicht.
Na ja, erst einmal sacken lassen.

LG, melancholy2

12.04.2019 20:03 • x 3 #37


Schwarze-Angst


Es gibt immer einen Wehrmutstropfen, leider.
Nur kannst Du mit den Verantwortlichen dort, aufgrund Deiner Problematik es nicht vereinbaren, kürzer dort bleiben zu können ?
5 Stunden wären doch schon lang genug für Dich.
Das mit den fremden Leuten, würde ich ganz genau so wie Du sehen, das würde mir ebenfalls sehr zu schaffen machen.

12.04.2019 21:35 • x 1 #38


Hotin

Hotin


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@melancholy2

Die Möglichkeit zum Arbeiten, die Du hier beschreibst, finde ich toll.
Auch wenn Dir die Zeit, die Du dort verbringen wirst lang vorkommt, so solltest Du
die Arbeit einfach angehen
Bestimmt schaffst Du das gut.
Viel Erfolg wünsche ich Dir dafür.
Wann startest Du dort?

Bernhard

12.04.2019 22:21 • x 2 #39


melancholy2

melancholy2


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Guten Tag Bernhard und Schwarze-Angst,

Dankeschön für Eure Antworten.

Zitat von Schwarze-Angst:
Es gibt immer einen Wehrmutstropfen, leider.
Nur kannst Du mit den Verantwortlichen dort, aufgrund Deiner Problematik es nicht vereinbaren, kürzer dort bleiben zu können ?
5 Stunden wären doch schon lang genug für Dich.


Da es in der Arbeit viele Pausen, keinen Arbeitsdruck und auch andere Aktivitäten gibt, ist es mir zu zumuten es mit den 8 Stunden auf jeden Fall auszuprobieren.

Zitat von Schwarze-Angst:
Das mit den fremden Leuten, würde ich ganz genau so wie Du sehen, das würde mir ebenfalls sehr zu schaffen machen.


Na ja, die Leute sind ja nur am Anfang fremd.

Zitat von Hotin:
@melancholy2

Die Möglichkeit zum Arbeiten, die Du hier beschreibst, finde ich toll.
Auch wenn Dir die Zeit, die Du dort verbringen wirst lang vorkommt, so solltest Du
die Arbeit einfach angehen
Bestimmt schaffst Du das gut.
Viel Erfolg wünsche ich Dir dafür.
Wann startest Du dort?

Bernhard


Dankeschön, das macht mir echt Mut. Die Zeit wird dort sicher oft wie im Fluge vergehen und auch Spaß machen. Wahrscheinlich werde ich anfangs nach Feierabend kaputt sein, aber vielleicht schaffe ich das tatsächlich.
Ich denke, Mitte oder Ende Mai wird das Praktikum los gehen.
Ich werde berichten.

Liebe Grüße, melancholy2

13.04.2019 10:35 • x 3 #40




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