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Lenii
Hallo zusammen

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll oder ob ich hier wirklich richtig bin. Und ehrlich gesagt weiß ich auch nicht wo ich anfangen soll. Ich denke der Text wird länger als gedacht ich hoffe es stört nicht zu sehr und vielen Dank wenn es jemanden lesen sollte.

Also wo fang ich an .
Ganz ehrlich weiß ich nichtmehr warum ich morgens aufstehe , warum ich jeden Tag über mich ergehen lasse. Was hält mich? Das sind fragen die ich mir relativ oft stelle , vielleicht auch zuoft.

Wirklich angefangen hat alles wohl im Januar 2018 da starb mein geliebter Hund innerhalb von zwei Tage nach einer Notop. Einige mögen sich vielleicht denken es ist nur ein Hund , wie kann einen das aus der Bahn werfen. Aber ja hat mich emotional wirklich rausgehauen. Aber alles sah gut aus für ihn und er sollte eigentlich wieder nach Hause , dann hat man Metastasen im Herzchen gefunden. Das was bei ihm am größten war , sein Herz hat ihn letzendlich das Leben gekostet. Und ich hätte alles Geld dieser Welt bezahlt wenn man ihm irgendwie hätte helfen können.

Und doch das wir ihn haben einäschern lassen , dort hingefahren sind , Abschied nochmals genommen haben ist das immernoch ein sehr schwieriger Punkt.


Derzeit bin ich in Kinderwunschbehandlung dank einer Erbgeschichte und ich habe keine Ahnung wo die Reise hinführen wird. Ich bin froh einen wirklichen tollen Ehemann zu haben , der immer hinter mir steht aber bei ihm ist alles in ordnung. Hätte er eine andere Frau , wäre er schon längst Papa. Auch wenn er mir sagt er will nur mit mir Kinder. Auf der anderen Seite weiß man aber das man Schuld ist warum wir so einen Weg gehen müssen. Nur ich bin daran Schuld! Meine Schwiegermutter fragt übrigens auch dauernd nach.

Was aber allem noch die Krone aufsetzt ist das bei meinem Papa kurz vor Weihnachten Krebs diagnostiziert wurde. Derzeit Nicht heilbar nur lebensverlängernd kann geholfen werden.
Das hat alles richtig verschlimmert , ich fahr ihn vormittags nun immer zur Chemo und geh ab Mittags arbeiten. Mein Papa ist immer der Fels in der Brandung er würde alles für jeden von uns geben.
Nun durch die ganzen Medikamente hat sich zwischenzeitlich auch seine Laune sehr verschlechtert.
Sehr schnell angefasst , ungerecht o.ä. es ist für uns alle nicht einfach auch wenn ich weiß das er den größten Packen zutragen hat. Und auch hier weiß ich nicht wo die Reise hingeht. Vorallem muss ich auch respektieren das sie nicht drüber sprechen möchten weder mein papa noch meine mama. Er hat sich auch für eine andere Therapie entschieden wo er nicht ins Krankenhaus muss , obwohl laut Ärzten das Krankenhaus der bessere Weg wäre.

Mein Papa hat nie nach Enkeln gefragt , seit der Diagnose ständig. Was ich verstehe , voll und ganz. Es wäre ja auch sein erstes. Aber ich kann es nicht beschleunigen. und ich möchte so gerne das meine Kinder auch einen Opa haben. Er wäre ein toller Opa. Durch dieses alles , bilde? ich mir auch allerhand Symptome ein , naja bilde ist vielleicht das falsche Wort ich hab sie ja.

Angefangen mit Schmerzen in der Brust , ich war felsenfest davon überzeugt das ich Brustkrebs habe.Am Ende war es so schlimm das ich nur auf dem Sofa gelegen habe , geweint und fast 2 Wochen nichts gegessen habe. Nachdem mein Mann mich wortwörtlich zum Arzt getragen hat stellte sich nach den ganzen Untersuchungen raus es ist eine Hormonelle Geschichte.

Die Freude hielt einen Tag dann hab ich zu meinem Mann gesagt und wenn sie was übersehen haben? Mein Kopfkarusell dreht sich unweigerlich weiter. Ich hab eine Sache und mein Kopf zieht tausend Fäden in X mögliche Richtungen. es ist so belastend und nein ich kann das nicht einfach abstellen. Leider. Meine Seele ist fertig ich hab sogar das Gefühl am Ende.

Übrigens derzeit wieder diesmal nicht mit Brustkrebs sondern Darmkrebs. War allerdings beim Arzt und er stellte fest hämorrhoiden. . Aber auch hier wieder was ist wenn was übersehen und vielleicht zu Voreilig die Diagnose gestellt.

Jeden Tag geh ich also mit diesen Gedanken ins Bett und steh damit wieder auf. Ich hab nichts anderes mehr im Kopf. Ich weiß das andere auch Probleme haben und eigentlich wollte ich gar nicht soviel jammern. Bei meiner 19 jährigen Katze wurde übrigens Krebs im Kiefer festgestellt mit einer überlebensrate von 2-7 Monaten. Sie gehören alle zur Familie. Ob mit oder ohne Fell und sie sind auch meine Familie und nun soll ich einen nachdem anderen verlieren?
Meine Heilpraktikerin bei der ich wegen des Kinderwunsches bin , bat mich mir einen Therapeuten zusuchen.Warum? Es gibt wichtigere Menschen mit größeren Probleme die diese Plätze brauchen. Und noch komm ich doch klar.


Was erhoffe ich mir durch diesen Beitrag ich hab überhaupt keine Ahnung , noch nichtmal warum ich eigentlich überhaupt hier bin.

Trotzdem allen Dank fürs lesen.
Liebe Grüße
Lenii

16.07.2019 09:26 • 16.07.2019 #1


2 Antworten ↓


Klara1708
Hallo Leni,

das hört sich ja wirklich nicht berauschend an. Ich kann mir vorstellen wie es ist, wenn man ständig Angst haben muss irgendwann dreht man durch.
Ich glaube, es passiert gerade zu viel auf einmal in deinem Leben. Erst der Hund, dein Papa, der Kinderwunsch man weiß ja gar nicht mehr wo man anfangen soll. Ich kenne das auch aus meinem Leben, wenn es kommt dann dicke.
Ich glaube, man muss irgendwie versuchen, sich nicht von den Ängsten einnehmen zu lassen. Bei mir war es damals so, dass ich mit einem angeblichen Virus im Krankenhaus war. Es stellte sich dann aber heraus, dass ich einfach unter Panikattacken litt. Anfangs war es total schwer damit umzugehen und ich habe nicht mehr meine Wohnung verlassen. Doch dann dachte ich mir, NEIN ich bin viel zu jung um so zu leben und so stellte ich mich meinen Ängsten immer und immer wieder bis sie irgendwann ganz klein und mittlerweile kaum vorhanden sind.

Du solltest nicht alles schlechte auf dich persönlichen beziehen, es ist halt sch. aber du trägst keine Schuld. Ich hoffe, dass du bald auch wieder positive Momente in deinem Leben haben wirst.. denn ich weiß wie ermüdend es sein kann, wenn einfach alles schief läuft dann fragt man sich oft, warum ich!?

Ich wünsche Dir alles Gute!

Liebe Grüße

16.07.2019 09:46 • #2


Donnergroll33
Hey Lenii,

Es schaut wirklich nach vielen Themen aus, die dich da belasten.
Wenn ein geliebter Hund stirbt und dann auch noch der schicksalschlags deines Papas...das kann man nicht mal eben so wegstecken und dann auch noch dieser aufbauende Druck wegen eines Kindes.
Klar ich verstehe du willst ein Kind bekommen aber unter so viel Stress wird das denke ich schwierig.

Du solltest einen therapeuten aufsuchen, um jemanden zu haben, die Dinge professionell zu besprechen und dir Lösungen aufzuzeigen. Klar gibt es bestimmt menschen die auch probleme haben aber das ist nicht dein problem.

Es geht ja um dein Leben und die deines zukünftigen Kindes. Es ist wichtig solche dinge zu verarbeiten, sonst dreht man irgendwann echt durch.

Und als Mama, kanm ich dir nur sagen für die zukunft, einem Kind geht es gut/besser wenn es der mama/eltern auch gut geht.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen das du es schaffst und ihr bald Glück habt mit dem Kinderwunsch.

Lg, Donnergroll

16.07.2019 10:40 • #3